Musikvideo der Woche | Naughty Boy – Should’ve been me

You're happy and I hate it

21.12.2016

Eine überraschende Story, authentische Bilder und ein guter Zweck – das sind die Zutaten für unser Musikvideo der Woche. Und das kommt diesmal von Naughty Boy.

Naughty Boy – das ist der britische Musiker, Songwriter und Produzent Shahid Khan. Seine ersten Songs schrieb und produzierte der Sohn von pakistanischen Eltern im heimischen Gartenhäuschen. Einige Nebenjobs später und die Musik immer im Blick verlegte er Naughty Boy Recordings nach West London.

Es folgten ein Drei-Jahres-Vertrag mit Sony und ein Ein-Album-Vertrag mit Virgin Records. Das Ergebnis: sein Debütalbum Hotel Cabana erschien 2013 und war vor allem in Großbritannien ein ganz großes Ding.

2015 eroberte der Künstler zusammen mit Beyoncé und Arrow Benjamin die Charts mit dem Song Runnin‘ (lose it All). Dieses Jahr scheint er hauptsächlich an einem Lied gebastelt zu haben: Should’ve been Me  der Song zum heutigen Musikvideo.

Afrikanische Beats treffen auf aalglatten Pop

Für sein neuestes Werk hat sich Naughty Boy Unterstützung von gleich zwei anderen Künstlern geholt: der britische Popsängerin Kyla und dem Künstler Popcaan, der im jamaikanischen Dancehall zu Hause ist. Diese Einflüsse hört man dem Song auch an.

Naughty Boy liefert nicht, wie man erwarten könnte, ein Rap-Video voller Stereotypen, sondern erzählt in einfühlsamen und authentischen Bildern von der Leidenschaft eines Jungen zum Skateboardfahren. Der junge Trinity lebt in einem Slum für geflüchtete Kinder in Uganda. Dort herrscht üblicherweise große Perspektivlosigkeit unter den Jugendlichen. Einen Hoffnungsschimmer bietet der kürzlich errichtete Skatepark. Dieser dient dem Video als Bühne.

Musik für einen guten Zweck

Interessant ist: den Park gibt es wirklich. Ein gemeinnütziger Verein hat ihn ermöglicht. Dort treffen sich nun die Jugendlichen, bringen sich neue Tricks bei, fachsimpeln, finden Ablenkung vom tristen Alltag und haben eine gute Zeit.

Das Video ist ein ermutigendes Beispiel dafür, was eine Jugendkultur leisten kann. Und das Beste: Mit den Einnahmen aus dem Musikvideo wird eine Erweiterung des Skateparks finanziert. Also fleißig klicken!

Über das Musikvideo hat detektor.fm-Moderator Christian Bollert mit Maurice Gajda gesprochen.

SigridDer Regisseur wollte zeigen: Skaten und Jugendkultur, das gibt es überall auf der Welt, bringt uns alle irgendwie zusammen und macht uns am Ende alle gleich.Maurice Gajdaist unser Experte in Sachen Musikvideos. 

Das Musikvideo der Woche | Naughty Boy – Should’ve been me