Musikzimmer | Band des Monats: DINA

Die große Suche nach dem Glück

16.05.2018

In den Clubs der New Yorker Hinterhöfe der wilden 70er hätten sich Dina auch wohlgefühlt. Im Moment begnügen sie sich mit den Berliner Hinterhöfen des Jahres 2018. Die bespielt die fünfköpfige Band mit Songs zwischen Indiepop und Triphop.

Ihre EP entstand in Plattenbauten, Wohnzimmern und im Altersheim – DINA. Foto: Promo

Bei DINA haben alle Mitglieder die gleiche Haarfarbe. Das war aber weder Absicht, noch Bedingung fürs Mitspielen. Und auch wenn die Haare ein bisschen eintönig sind, die Musik ist es nicht. Alle Mitglieder verbindet die Liebe zur Popmusik, in der sie immer nach Brüchen suchen. Sie spielen Gitarre, Bass, Schlagzeug, Cello und Klavier. Kennengelernt haben sich die fünf Mitglieder, als sie noch in zwei unterschiedlichen Bands gespielt haben, erzählt Bassist Jonas Pentzien.

Unser Schlagzeuger Tim und ich haben zusammen in so einer verranzten Punkband gespielt. Und bei gemeinsamen Auftritten mit Imkes Band Eliza Day war ich immer total neidisch. Ihre Songs haben mich so berührt und ich dachte – das ist doch eigentlich genau das, was ich machen will.

Einmal quer durch Berlin

Gerade erschienen ist die erste EP von DINA namens „Fleeting“.  Die haben sie in einem Alt-Mariendorfer Altersheim, Lichtenberger Plattenbauten und Weddinger Wohnzimmern aufgenommen. Die Texte für ihre Songs schreibt der Drummer.

In den Texten geht es um die große Suche nach dem Glück. Meist endet diese Suche in Enttäuschung. Manchmal ist das Ergebnis eine neue Frage, ein neues Ziel, dem wir dann hinterhjagen. Manchmal bekommt man eine Kostprobe vom Glück, die so schnell vorbei ist, wie sie gekommen ist.

In den nächsten Monate wollen sie viele Konzerte spielen und natürlich an neuen Songs arbeiten, denn im nächsten Jahr soll das Debütalbum erscheinen. Mit ihrem Song „Fleeting“ haben DINA in der Demoecke die meisten Sterne geholt und sind damit unsere Band des Monats.