Musikzimmer | Band des Monats: Kamala

Von düster zu funky

Auf den Bühnen Leipziger Clubs sind sie bereits seit langem gern gesehene Gäste. Und auch überregional haben sich Kamala mit ihrer Mischung aus Psychedelic- und Krautrock in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Die Musikzimmer-Gäste wissen das auch zu schätzen und haben sie zur Band des Monats gewählt.

Kein finnischer Thrash-Metal: Kamala aus Leipzig.
Foto: Promo

Googelt man nach „Kamala Band“, stellt man fest, dass es eine finnische Thrash-Metal-Kombo mit diesem Namen gibt. Um die geht es hier nicht. Sondern um die Kamala aus Leipzig. Die machen seit 2016 Musik an der Schnittstelle zwischen schrammeligen Gitarren, jazzigen Saxophon-Einflüssen und West Coast-Psychedelica.

Unsere Musik hat sich seit unseren Anfängen geändert. Das erste Album war rockig und stellenweise auch düster. Dagegen ist unser neues Album leicht, und auch ein bisschen funky.

Dystopie und Dave Brubeck

„Your Sugar“ heißt das zweite Album der fünfköpfigen Band. Darauf zitieren sie unter anderem – bewusst oder unbewusst – „Take Five“, den größten Hit des amerikanischen Jazzpianisten Dave Brubeck. Aber wo sie ihre Inspiration auch hernehmen, alles wird in die eigene entspannte Mischung aus Psych- und Krautrock eingebettet. Textlich haben sie sich von dystopischen Storys des ersten Albums ab- und persönlichen Erfahrungen zugewendet.

Eindrücke und Emotionen, aber auch Leipzig als kreative Stadt fließen in den Songwriting-Prozess ein. Wir diskutieren viel, auch über Kleinigkeiten, sodass am Ende Songs entstehen, mit denen wir alle zufrieden sind.

Nach einer Tour Anfang des Jahres, spielen Kamala im Sommer unter anderem beim Burg Herzberg Festival bevor sie im September auch in Italien und der Schweiz auftreten. Außerdem laufen die Arbeiten an einem weiteren Album. Mit ihrem Song „Your Sugar“ haben sie in der Demoecke die meisten Sterne geholt und sind unsere Band des Monats.