Pop-Kultur | Jenny Wilson über sexuelle Gewalt und Pop

„I put a light on something that is dark“

Brustkrebs, Scheidung, Vergewaltigung – Jenny Wilson beschreibt in ihren Pop-Songs traumatische Erlebnisse. Radikal und ohne Beschönigungen. Auf dem Pop-Kultur-Festival hat sie mit uns darüber gesprochen, ob Musik für sie eine Art Therapie darstellt.

Die schwedische Pop-Sängerin Jenny Wilson veröffentlicht 2005 ihr erstes Solo-Album „Love and Youth“. 2010 wird sie dann mit dem European Border Breakers Award ausgezeichnet. Sie arbeitet unter anderem mit der Popsängerin Robyn und der schwedischen Band The Knife zusammen. 

Besondere Bekanntheit erlangt die Pop-Sängerin durch ihre Songs, die sich mit Traumata und schweren Erlebnissen aus ihrem Leben befassen, darunter Scheidung, wiederkehrender Brustkrebs und Vergewaltigung.

Das Trauma besingen

„Boy you grabbed my neck / With your nails and all / And you held my legs / And you made me sprawl“. So beschreibt Jenny Wilson in dem Song „Exorcism“ ihre Vergewaltigung. Der Hörer wird dabei nicht in Watte gepackt. Klar, deutlich und direkt erzählt die schwedische Musikerin, was ihr widerfahren ist.

I had to be raw because I was so naked and I couldn’t do anything more then to just describe exactly what I went through. – Jenny Wilson, Popsängerin

Die drückende und düstere Stimmung findet sich auch auf ihrem neuen Album „TRAUMA“ wieder. Das hat Wilson zusammen mit dem Norrköping Sinfonieorchester aufgenommen.

Auf dem Pop-Kultur-Festival in der Berliner Kulturbrauerei hat Jenny Wilson detektor.fm-Moderator Christian Erll erzählt, wie sie ihre traumatischen Erlebnisse in der Musik verarbeitet und inwieweit diese Themen überhaupt im Pop besungen werden sollten.


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