Saitenwechsel | Herbert Blomstedt

"Es fällt mir leicht, andere Menschen zu bewundern"

14.05.2014

Herbert Blomstedt ist in der Klassikwelt so was wie eine lebende Legende. Er hat weltbekannte Orchester dirigiert. San Francisco, Amsterdam, Berlin, Leipzig - das ist erst der Anfang einer langen Liste. Er hat sogar das Bundesverdienstkreuz bekommen. Wie schafft man es, bei so viel Schulterklopfen auf dem Boden zu bleiben? Zeit für einen Saitenwechsel.

Herbert Blomstedt denkt auch mit 86 Jahren noch lange nicht ans Aufhören (Foto: Martin U.K. Lengemann)

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Viele Orchester haben Herbert Blomstedt zum Ehrendirigent ernannt, darunter auch das Gewandhausorchester. „Für einen Künstler gibt es nichts, das gefährlicher ist als Erfolg“, sagt Blomstedt. Und kaum einer versteht es so gut, mit Erfolg umzugehen, wie er. Für Blomstedt steht der Komponist immer höher als der Interpret.

Foto: Martin U.K. LengemannEs fällt mir leicht, andere Menschen zu bewundern. Die haben etwas, das ich nicht habe und können etwas, das ich nicht kann. Die großen Komponisten sind für mich unerreichbare Vorbilder.Herbert BlomstedtFoto: Martin U.K. Lengemann 

Stolze 86 Jahre alt ist Herbert Blomstedt. Und er ist noch immer bei bester Gesundheit, steht regelmäßig auf dem Dirigentenpodest, probt und gibt Konzerte.

Nach seinem Geheimnis gefragt, erzählt Blomstedt von seinem gesunden Lebensstil. Er raucht nicht, trinkt nicht. Umso mehr hat es ihn damals selbst verwundert, als er vor 10 Jahren einen Herzinfarkt erlitt. „Zu viel Stress“, sagt er rückblickend. Ans Aufhören denkt er aber noch lange nicht.

Herbert Blomstedt über Gesundheit, seinen Umgang mit Erfolg und die Vorteile von klassischer Musik im Internet: