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Foto: Kena Betancur | shutterstock.com

Blätter-Podcast | Macrons Rentenreform, Iran vs. USA, Juden in der DDR und Klimakonferenz

Vorübergehende Entwarnung

Die Rentenreform in Frankreich, ein Ausblick auf den Iran-USA-Konflikt, die pro-jüdische Rolle der späten DDR und die Klimadiplomatie in der Krise – das sind die Themen des Blätter-Podcasts im Februar.

Zum Siegen verurteilt: Macron und die Rentenreform

Gegen Macrons Rentenreform hat es in den vergangenen Monaten heftige Proteste gegeben. Viele Franzosen und Französinnen halten die Vorschläge für ungerecht. Die Rentenreform ist eines von Macrons wichtigsten Wahlversprechen. Scheitert er damit im Inland, verliert er seine Autorität und dürfte auch in Brüssel nicht mehr ernst genommen werden. Blätter-Redakteur Steffen Vogel hält es daher für wahrscheinlich, dass Macron die Rentenreform durchbringen kann. Auch wenn er es damit erneut versäumt, seinen Rückhalt in der Gesellschaft zu vergrößern.

Nahost in der Eskalationsspirale

Nach der Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani durch die USA haben viele einen neuen großen Krieg befürchtet. Der scheint zwar erst mal abgewendet zu sein, aber die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, gibt vorübergehend Entwarnung. Erklärt aber, wo mit Blick auf die regionalen Entwicklungen im Mittleren Osten trotzdem Anlass zur Sorge besteht.

Ein Glückstag für das deutsche Judentum

So beschreibt die Blätter-Mitherausgeberin Irene Runge den 8. Februar 1990. Denn an diesem Tag wurde fast unbemerkt in Ostberlin ein Tor für die jüdische Zukunft in Deutschland geöffnet. Irene Runge beleuchtet die positive Rolle, die die DDR in ihrer Endphase für die Wiederbelebung jüdischen Lebens in der Bundesrepublik gespielt hat. In der letzten Folge dieses Podcasts hatte der Blätter-Mitherausgeber Micha Brumlik noch den Antisemitismus in der DDR hervorgehoben.

Nach Madrid: Klimadiplomatie in der Sinnkrise

Im Dezember hat die UN-Klimakonferenz in Madrid stattgefunden. Über ihren Ausgang sind viele enttäuscht. Das Scheitern der Konferenz sei ein fatales Zeichen für die Konflikte, die in den nächsten Jahren noch auf uns zukommen können, warnt die Journalistin Susanne Götze-Riccieri. Klimadiplomatie werde immer schwieriger.

Über diese Themen spricht detektor.fm-Moderatorin Helena Schmidt mit Autoren und Autorinnen der Blätter für deutsche und internationale Politik.