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Wie gefährlich ist KI für Wahlen?

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos wird derzeit intensiv über die Auswirkungen von KI und Desinformation auf Wahlen gesprochen. Wie gefährlich sind die technologischen Entwicklungen?

KI und Desinformation – Gefahr für die Demokratie?

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos (WEF) wird derzeit über verschiedene aktuelle Themen diskutiert. Neben geopolitischen, strategischen und wirtschaftlichen Fragen stehen auch Entwicklungen in Demokratien auf dem Plan. So hat ein kurz vor dem Gipfel veröffentlichter Bericht des WEF für Aufsehen gesorgt. Darin wird darauf hingeweisen, dass die Desinformation durch künstliche Intelligenz (KI) in den kommenden zwei Jahren ein größeres Problem sein könnte als andere Entwicklungen. Die Gefahr durch KI sei sogar noch wahrscheinlicher als die Gefahr durch Naturkatastrophen.

Jetzt zu behaupten, das sei die größte globale Krise angesichts von Kriegen und auch der Klimakrise, halte ich für ein bisschen übertrieben.

Matthias Spielkamp, Geschäftsführer Algorithmwatch

Das hat vor allem auch mit den zahlreichen Wahlen weltweit zu tun: Neben den Wahlen in Taiwan vom vergangenen Wochenende gehen auch die Menschen in Indien, der größten Demokratie der Welt, an die Urnen. Im November wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Dazu kommen die Wahlen zum Europaparlament, die Parlamentswahlen in Großbritannien oder auch Landtagswahlen in mehreren deutschen Bundesländern.

Größere Bedrohungen für freie Wahlen

Ob Desinformation tatsächlich das größte Problem der kommenden Jahre sein wird, ist jedoch umstritten. Dennoch besteht ein Problempotenzial, das durch KI verursacht wird: So sind viele Informationen, die durch KI und speziell durch Large Language Models (LLM) wie ChatGPT verbreitet werden, oft falsch. Das kann gerade bei Wählerinnen und Wählern für Probleme sorgen, wenn diese sich zu Kandidierenden oder Wahlen allgemein informieren möchten. Auch besteht die Gefahr, dass vor Abstimmungen gezielt falsche oder irreführende Informationen oder Deepfakes verbreitet werden.

Ich glaube, dass wir in diesem Jahr durchaus Beispiele dafür sehen werden. Aber ich würde nicht so weit gehen zu sagen, das ist nun wirklich die ganz große Gefahr.

Christoph Bieber, Politikwissenschaftler Universität Duisburg-Essen

Wie problematisch sind Desinformationen vor Wahlen? Und was kann dagegen vonseiten der Politik und auch Unternehmen getan werden? Das bespricht detektor.fm-Moderatorin Alea Rentmeister mit Matthias Spielkamp, dem Geschäftsführer von AlgorithmWatch. Die NGO beschäftigt sich mit dem Einfluss von Algorithmen auf gesellschaftlich relevante Prozesse. Außerdem erklärt Politikwissenschaftler Prof. Christoph Bieber wie KI und Desinformation demokratische Prozesse verändern.

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