Amazon und das permanente Wachstum

"Geringer Gewinn heißt nicht, dass die kein Geld verdienen"

29.10.2014

Amazon ist ein viel diskutiertes Unternehmen. An der Börse wird vor allem der geringe Gewinn oder der zuletzt hohe Verlust kritisch beäugt. Eine Analyse der Strategie mit dem Netzökonomen Holger Schmidt.

In diesen Tagen wird viel über die Internetkonzerne diskutiert, an der Börse. Denn die großen Konzerne legen momentan ihre aktuellen Zahlen vor. Twitter hat Anfang der Woche die Anleger enttäuscht, das Nutzer-Wachstum sei zu langsam. Bei Facebook stören sich viele an den angekündigten Investitionen. Besonders im Mittelpunkt steht jedoch: Amazon.

Amazon im Mittelpunkt

Da ist der ewige Streit mit den Verlagen, natürlich der Streit mit den Gewerkschaften, aber aus Börsensicht vor allem der verhältnismäßig kleine Gewinn und der zuletzt hohe Verlust. Wächst doch seit ungefähr zehn Jahren der Umsatz des Unternehmens massiv, aber der Gewinn stagniert oder geht sogar wie jetzt deutlich ins Minus. Amazonchef Bezos verkauft das der Börse als permanente Wachstums-Story, aber die Anleger scheinen kritischer zu werden. Funktioniert das Modell Amazon auf Dauer oder läuft der Konzern Gefahr, sich zu übernehmen?

Wir haben darüber mit Holger Schmidt gesprochen. Viele kennen ihn als den Netzökonomen. Er ist außerdem Chefkorrespondent mit Schwerpunkt Internet beim Focus.

Focus-Korrespondent und Experte für digitale Wirtschaft.Ich sehe niemanden, der Amazon im Onlinehandel verdrängen oder gefährden könnte.Holger SchmidtFocus-Chefkorrespondent mit Schwerpunkt Internet