Play
Geht es nach der Bundesregierung soll die Textilindustrie in Zukunft ökologischer und sozialer werden. Foto: Colorfull Fabrics CC BY-SA 2.0 | Thomas Euler | flickr.com

Bündnis für nachhaltige Textilien in der Kritik

Kann Nachhaltigkeit in der Politik anfangen?

Beim Thema Textilherstellung denken viele zuerst an menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Das soll sich in Zukunft ändern. Die Bundesregierung will sich mit dem „Bündnis für nachhaltige Textilien“ für eine ökologisch nachhaltige Produktion und bessere Arbeitsbedingungen engagieren.

Nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch im Mai 2013, bei dem mehr als 1.130 Menschen ums Leben gekommen sind, ist die Betroffenheit in den westlichen Ländern groß gewesen. Auch die Politik hat sich in der Verantwortung gesehen und das „Bündnis für nachhaltige Textilien“ ins Leben gerufen. Darin fordert der Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller die Textilindustrie auf, ökologisch nachhaltig zu produzieren und die Angestellten sozial gerecht zu entlohnen.

Faire Textilien: Unterstützung bleibt aus

Heute hat der Bundesentwicklungsminister das Bündnis in Berlin vorgestellt. Kritik kommt von den großen Textilunternehmen. Denn neben dem Bundesverband für Textil und Mode spricht sich auch der Geschäftsführerer der Arbeitgeberverbände BDA, Peter Clever, gegen das Bündnis aus. Sie sind der Meinung, das deutsche Standards nicht auf den Rest der Welt übertragen werden können. Existenzsichernde Löhne und der Verzicht auf umweltbelastende Stoffe in den Herstellerländern seien nicht umsetzbar.

Über den Sinn des Bündnisses für nachhaltige Textilien haben wir mit Sina Trinkwalder gesprochen. Sie ist Gründerin der ökosozialen Textilfirma manomama.

Sina Trinkwalder von der ökosozialen Textilfirma manomama

Foto: Stephan Puchner
Wenn die Wirtschaft nicht anfängt wieder Anstand, Fairness und Benehmen zu lernen, ändert sich überhaupt nichts.Sina Trinkwalder von der ökosozialen Textilfirma manomama
Buendnis für Nachhaltige Textilien – Engagement von der falschen Seite 04:06

Volles Programm, (aber) null Banner-Werbung

Seit 2009 arbeiten wir bei detektor.fm an der digitalen Zukunft des Radios in Deutschland. Mit unserem Podcast-Radio wollen wir dir authentische Geschichten und hochwertige Inhalte bieten. Du möchtest unsere Themen ohne Banner entdecken? Dann melde dich einmalig an — eingeloggt bekommst du keine Banner-Werbung mehr angezeigt. Danke!

detektor.fm unterstützen

Weg mit der Banner-Werbung?

Als kostenlos zugängliches, unabhängiges Podcast-Radio brauchen wir eure Unterstützung! Die einfachste Form ist eine Anmeldung mit euer Mailadresse auf unserer Webseite. Eingeloggt blenden wir für euch die Bannerwerbung aus. Ihr helft uns schon mit der Anmeldung, das Podcast-Radio detektor.fm weiterzuentwickeln und noch besser zu werden.

Unterstützt uns, in dem ihr euch anmeldet!

Ja, ich will!

Ihr entscheidet!

Keine Lust auf Werbung und Tracking? Dann loggt euch einmalig mit eurer Mailadresse ein. Dann bekommt ihr unsere Inhalte ohne Bannerwerbung.

Einloggen