Das brand eins Magazin zum Hören | BONUS: Monopolist Flixbus über Konkurrenz

"Wir haben es geschafft, das Monopol der Bahn zu durchbrechen"

14.07.2017

Flixbus ist 2013 angetreten, den deutschen Busmarkt zu erobern und die Bahn vom Thron zu stoßen. Heute hat das Unternehmen selbst eine Monopolstellung. Ist Flixbus deshalb konkurrenzlos?

Konkurrenz gehört zum Leben. In einigen Fällen kann sie Unternehmen das Leben sehr schwer machen. Dennoch braucht die Wirtschaft den Wettbewerb. Dafür liefert das aktuelle brand eins Magazin zum Hören viele Beweise. Die Kollegen der brand eins haben im aktuellen Heft den Schwerpunkt „Rettet den Wettwerb“. An dieser Stelle veröffentlichen wir ein Interview aus der Sendung als Bonustrack in einer längeren Fassung.


Gekommen, um zu bleiben

Über 90 Prozent des deutschen Fernbusmarktes wird momentan von Flixbus beherrscht. Das war jedoch nicht immer so. Alles begann mit einer fixen Idee: 2011 geben die drei Freunde André Schwämmlein, Daniel Krauss und Jochen Engert ihre gut bezahlten Jobs auf, um etwas Neues zu schaffen. Denn als die Bahn bekannt gibt, ihr Busnetz nicht weiter auszubauen, und 2013 allen Busunternehmen erlaubt wird, der Bahn Konkurrenz zu machen, ist der Weg frei für Flixbus.

Damals haben die Gründer noch viele Rivalen in der Fernbus-Landschaft. Doch Stück für Stück kauften sie diese auf und machten sie zu Mitstreitern. Flixbus selbst besitzt aber nur einen einzigen Bus. Alle anderen, sowie die Fahrer, werden von Subunternehmern gestellt. Heute gibt es zu Flixbus in Deutschland kaum noch Alternativen zumindest, wenn man sich bei Busunternehmen umschaut.

Nicht alleine im Mobilitätsgeschäft

Aber auch wenn die Firma die meisten Busunternehmen längst überholt hat und einen dreistelligen Millionenumsatz erwirtschaftet, hat auch dieses Unternehmen Sorgen und Nöte.

Founder-MD-Jochen Engert-FlixBusEs ist fair zu sagen, dass wir sicher eines der marktführenden Unternehmen in dem Bereich sind. Ich würde uns aber als einer von vielen Anbietern im Mobilitätsmarkt sehen.Jochen Engertbezeichnet sein Unternehmen nicht gerne als Monopolist. 

Neben der Bahn gibt es nämlich auch noch Billigflieger und Mitfahrzentralen, die im Fernverkehr eine wichtige Rolle spielen.

Flixbus sucht neue Wege

Der Preiskampf ist immer Thema bei der Firmenpolitik von Flixbus. Um die Kunden zu halten, präsentiert das Unternehmen regelmäßig Neuerungen. Zuletzt hat man Sitzplatzreservierungen angekündigt. Außerdem sollen Kunden zusätzliche Gepäckstücke aufgeben können. Das alles natürlich gegen einen Aufpreis.

Außerdem will Flixbus weiter wachsen. Noch in diesem Jahr soll die Fahrgastzahl die 40-Millionen-Grenze sprengen.

Über die Zukunft von Flixbus und ihre eigenen Konkurrenzgedanken hat detektor.fm-Moderator Christian Bollert mit Flixbus-Chef Jochen Engert gesprochen.


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