Verbraucherschutz in Europa

Mindesthaltbarkeitsdatum für Nudeln wird abgeschafft: Ist das sinnvoll?

19.05.2014

Das Mindesthaltbarkeitsdatum soll Verbrauchern zeigen, ab wann ein Lebensmittel nicht mehr genießbar ist. Doch oft sind die Lebensmittel viel länger haltbar. Daher will die Europäische Union das Datum bei manchen Produkten abschaffen.

Aufgedruckte Daten sollen uns Orientierung geben, wann Lebensmittel ungenießbar werden, mehr nicht. Die beste Möglichkeit Lebensmittel nicht zu verschwenden ist, maßvoll einzukaufen. © Jean-Francois Monier | AFP

Lässt man Joghurt oder Milch lange stehen, werden sie irgendwann schlecht. Bei Milchprodukten ist das relativ einfach zu sehen: Sie riechen, verfärben sich und verändern ihre Konsistenz. Im besten Fall geschieht das kurz nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums.

rät zum maßvollen EinkaufenWir sehen das kritisch. Heute werden Lebensmittel ohne Mindesthaltbarkeitsdatum am häufigten weggeworfen.Uta Viertelrät zum maßvollen Einkaufen 

Anders sieht das bei trockenen Lebensmitteln wie Nudeln, Reis oder Kaffee aus. Denn solche Produkte sind oft noch Monate nach Ablauf des Verfallsdatums genießbar.

Blindes Vertrauen in Haltbarkeitsdatum

Trotzdem werfen viele EU-Bürger Lebensmittel weg, häufig aus blindem Vertrauen dem Verfallsdatum gegenüber. 89 Millionen Tonnen sollen es in der EU im vergangenen Jahr gewesen sein.

Daher wollen die EU-Staaten nun bei manchen Produkten das Mindesthaltbarkeitsdatum abschaffen. Das stößt bei Uta Viertel von der Verbraucherzentrale auf Kritik, wie sie im detektor.fm-Interview erklärt.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum soll für einige Lebensmittel abgeschafft werden