Asteroid fliegt an Erde vorbei

„Gefährliche Objekte kommen uns selten nahe“

Um sechs Millionen Kilometer vefehlt der Asteroid 1998 HL 1 unseren blauen Planeten. Dass Objekte aus dem Kosmos der Erde bedrohlich nahe kommen, ist nichts ungewöhnliches. Deshalb beobachten Forscher, wie zum Beispiel beim Gaia-Projekt, die Umlaufbahn von Asteroiden und anderen Himmelskörpern.

Die Asteroid-Apokalypse bleibt aus

Das Weltende ist mal wieder nah – zumindest in den Schlagzeilen der Boulevardpresse. Grund dafür: In 6 Millionen Kilometern Entfernung rast der Asteroid 1998 HL 1 (oder auch 192082) mit 400 000 Kilometern pro Stunde an unserem blauen Planeten vorbei. Der NASA ist das knapp genug, um ihn als gefährliches Objekt einzustufen, auch wegen seines beachtlichen Durchmessers von 900 Metern. Doch die Forschenden sind sich sicher: Es kommt zu keiner Kollision, wir gehen nicht den Weg, den die Dinosaurier vermutlich gegangen sind.

Asteroiden, Meteoroiden und Sternschnuppen

Tatsächlich ist es gar nichts ungewöhnliches, dass ein Asteroid die Erde knapp verfehlen. Doch Gefahr geht nur von großen Objekten aus. Regelmäßig wird die Erde zum Beispiel von kleineren Objekten bombardiert. Diese können wir dann am Nachthimmel als Sternschnuppen sehen. Solche kleinen sogenannten Meteoroiden sind von den größeren Asteroiden zu unterscheiden: Ein Meteoroid misst maximal einige Meter, unter Umständen auch nur Bruchteile eines Millimeters und wird von Forschern ab Atmosphäreneintritt Meteorit genannt.

Ein Asteroid ist größer, allerdings kleiner als ein Zwergplanet, der etwa eine Größe von 1000 Kilometer hat. Einige Asteroiden in unserem Sonnensystem kreisen im sogenannten Kuipergürtel jenseits des Gasplanetens Neptun oder im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter. Manche von ihnen bleiben allerdings nicht dort, sondern kommen der Erde tatsächlich gefährlich nahe. Deshalb observieren Astronomen das Weltall, sodass man im Fall der Fälle rechtzeitig eingreifen kann. Beim Gaia-Projekt der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA machen Forscher und Forscherinnen genau das.

Den Dinosaurier-Killer würden wir jetzt schon sehen. – Robin Geyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Gaia-Projekt der ESA

Über diese Arbeit und die möglichen Gefahren der regelmäßig an uns vorbei rasenden Himmelskörper hat detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt mit Gaia-Mitarbeiter Robin Geyer gesprochen.

Geyer Robert_privatEinen großen Asteroiden will niemand über einer Stadt niedergehen sehen – deshalb beobachten wir ihre Bahnen.Robert Geyer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Gaia-ProjektFoto: privat 

Redaktion: Dominik Lenze


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