Chemie-Nobelpreis 2019

Die Batterie der Zukunft

Drei Forscher werden mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet, weil sie mit ihrer Arbeit die Grundlagen für die Lithium-Ionen-Batterie geschaffen haben. Nach welchen Kriterien wurde diese Entscheidung getroffen?

Wirklich ausgezeichnet!

Handys, Laptops, Autos – man könnte noch ewig weiter aufzählen. Lithium-Ionen-Batterien stecken in unzähligen Geräten. Sie sind damit ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags und des modernen Lebensstils. Die drei Forscher, die ihr den Weg bereitet haben, bekommen dafür nun den Chemie-Nobelpreis.

Er geht zurück auf den schwedischen Erfinder Alfred Nobel. In seinem Testament hat er festgelegt, dass die durch ihn gegründete Stiftung jedes Jahr einen Preis verleihen soll. Ausgezeichnet werden diejenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die „im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Dieser Grundsatz gilt bis heute und spielt bei der Auswahl der Preistragenden eine Rolle.

Die heutige Verleihung

Und die Lithium-Ionen-Batterie ist wahrlich ein Produkt, das einen ziemlich großen Nutzen bringt. Ausgezeichnet werden deswegen die drei Forscher John Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino. Sie haben den Grundstein für eine Lithium-Ionen-Batterie gelegt, die heute nicht mehr wegzudenken wäre. Die Forschungen der drei Wissenschaftler gehen dabei schon zum Teil Jahrzehnte zurück – und somit ist es auch nicht überraschend, dass Goodenough mit 97 Jahren der älteste Nobelpreisträger aller Zeiten ist.

Man kann sagen, dass die gesamte drahtlose Revolution, also dass wir Mobiltelefone haben, dass wir Werkzeuge haben, die man alle paar Stunden auflädt und die in der Zwischenzeit mit großer Kraft arbeiten können. Das ist durch die Lithium-Ionen-Batterie möglich geworden und wäre sonst gar nicht möglich gewesen. – Prof. Dr. Heiner Linke, Universität Lund

Haben sich die Auswahlkriterien verändert und warum wurde genau diese Innovation ausgezeichnet? Über diese Fragen hat detektor.fm-Moderatorin Juliane Neubauer mit Heiner Linke gesprochen. Er ist Professor für Nanophysik an der Universität Lund in Schweden und ist im Auswahlgremium für den diesjährigen Chemie-Nobelpreis.

ChemienobelpreisDie Umstellung auf den elektrischen Transportsektor, also Autos, die mit aufladbaren Batterien fahren, diese Umstellung war nur möglich durch die Lithium-Ionen-Batterie.Heiner Linkesaß im Auswahlgremium des diesjährigen Chemie-Nobelpreises. 

Redaktion: Helen v. der Lancken


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