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Bild: zhengzaishuru | Shutterstock

Mission Energiewende | Ökostrom

Warum wird Ökostrom teurer?

Im vergangenen Jahr sind die Ökostrompreise drastisch gestiegen. Dafür sind die Mechanismen an der europäischen Strombörse verantwortlich. Wie funktioniert die und warum wird Ökostrom teurer?

Präsentiert von

Eine Kooperation mit dem Klimaschutz-Unternehmen LichtBlick

Gaspreise bestimmen die Strombörse

Die europäische Strombörse European Energy Exchange (EEX) legt die Preise für Strom fest. Das erfolgt nach dem Merit-Order-System: Der Strompreis richtet sich für alle Anbieter nach der teuersten Produktionsart. Am günstigsten ist Ökostrom, gefolgt von Atom- und Braunkohlekraftwerken und am teuersten sind Gaskraftwerke.

Wenn ich so viel Strom verbrauche, dass ich die Gaskraftwerke auch ‚anschmeißen‘ muss, dann bestimmen die Kosten der Stromproduktion aus Gas den Strompreis an der Börse.

Karen Pittel, Leiterin des ifo Zentrum für Energie, Klima und Ressourcen

Karen Pittel, Leiterin des ifo Zentrum für Energie, Klima und RessourcenFoto: ifo Zentrum

Da der deutschlandweite Strombedarf nicht allein mit Ökostrom gedeckt werden kann, sind wir weiterhin auf Gas angewiesen. Durch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine mussten Gas-Importeure teuren Ersatz für das russische Gas suchen.

Entlastungen unterwegs

In den vergangenen Monaten hat die Bundesregierung verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Bürgerinnen und Bürger finanziell zu entlasten. So ist im vergangenen Sommer zum Beispiel die EEG-Umlage weggefallen, die den Ausbau von Ökostrom unterstützt hat.

Außerdem hat die Bundesregierung verschiedene Preisbremsen auf den Weg gebracht. Dazu gehört die Strompreisbremse, die ab Januar gilt und im März rückwirkend ausgezahlt wird. Bei der Strompreisbremse zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher für 80 Prozent des Verbrauchs aus dem Vorjahr maximal 40 Cent pro Kilowattstunde. Wer aktuell mehr als 40 Cent bezahlt, profitiert davon.

Mehr Ökostrom nötig

2021 wurden rund 42 Prozent des deutschlandweiten Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt. Im Januar ist das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft getreten. Darin legt die Bundesregierung unter anderem das Ziel fest: Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf mindestens 80 Prozent steigen.

Wir müssen deutlich schneller werden beim Ausbau der Erneuerbaren. Da haben wir zehn Jahre lang im Dornröschenschlaf geschlafen und der fällt uns jetzt auf die Füße.

Corine Veithen, Klimaexpertin bei LichtBlick

Corine Veithen, Klimaexpertin bei LichtBlickFoto: LichtBlick

Wie die Preise an der Strombörse entstehen, das erklärt die Volkswirtin Karen Pittel. Sie leitet das ifo Zentrum für Energie, Klima und Ressourcen. Welche Unterstützung sich Stromanbieter von der Regierung wünschen, darüber hat Klimaexpertin Corine Veithen vom Ökostromanbieter LichtBlick mit detektor.fm-Redakteurin Alina Metz gesprochen.  Von ihren Recherchen berichtet sie detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew in der aktuellen Folge Mission Energiewende.

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