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Bild: etreeg | Shutterstock.com

Spektrum-Podcast | Klimakrise

Der Kampf um die letzten Tropfen

Sie können am wenigsten dafür und leiden dennoch am stärksten unter den Folgen: Die Klimakrise trifft indigene Gruppen weltweit besonders hart. Diese Ungerechtigkeit zeigt sich beispielsweise in Kenia, das seit Jahren von einer brutalen Dürre heimgesucht wird.

Kenia und das Klima

Klimakrise: Kenia kämpft seit Jahren mit einer lebensbedrohlichen Dürre. Monatelang fällt kein Tropfen Regen, Flüsse und Seen trocknen aus, Vieh verendet, Felder verdorren und die Menschen hungern.

In dem ostafrikanischen Land lässt sich heute schon erkennen, was in Zukunft vielen Regionen drohen wird, sagt Alina Schadwinkel von Spektrum der Wissenschaft. Die Redaktionsleiterin von spektrum.de ist nach Kenia gereist, um mit Betroffenen zu sprechen. Denn sie erleben heute schon, was vielen anderen Menschen noch bevorsteht. Zumindest dann, wenn wir es nicht schaffen, die Auswirkungen der Klimakatastrophe einzudämmen.

Es war eine Reise in die Zukunft. Was heute im Norden Kenias passiert, wird bald auch in anderen Teilen der Welt ankommen.

Alina Schadwinkel

Ungerechte Klimakrise

Die Lage in Kenia steht beispielhaft für viele andere Regionen der Welt und zeigt die unfaire Verteilung der Lasten in der Klimakrise. Denn obwohl der gesamte afrikanische Kontinent nur etwa zwei bis vier Prozent zu den globalen CO2-Emissionen beiträgt, leidet Afrika bisher am meisten unter den Folgen des Klimawandels.

Diese Ungerechtigkeit ist ein globales Phänomen. Denn indigene Gruppen sind weltweit am stärksten von der Klimakrise betroffen. Dabei tragen sie häufig kaum selbst dazu bei. Auch in Lateinamerika und Asien sind es vor allem strukturschwache Regionen und Menschen mit wenig Einkommen, die die Konsequenzen tragen. Die größten Emissionen verursachen dagegen meist andere.

Die Klimakrise trifft Menschen weltweit unterschiedlich stark. Wer am wenigsten Emissionen verursacht, ist oft am stärksten betroffen.

Alina Schadwinkel

Die Folgen für die Menschen vor Ort sind dramatisch: Dürre, Extremwetter und Überschwemmungen bedrohen schon heute die Lebensräume vieler indigener Gruppen – und die Lage wird sich in den kommenden Jahren noch verschärften. Das gilt nicht nur für die humanitäre Situation, erklärt Schadwinkel.

Der Klimawandel verstärkt die Probleme, mit denen die Welt bereits konfrontiert ist. Das erhöht das Risiko von Konflikten.

Alina Schadwinkel

Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer berichtet Schwadwinkel von den Erlebnissen ihrer Recherche in Kenia: von verzweifelten Massai und wütenden Samburu-Ältesten, von verdursteten Tieren und dem Versagen der Politik. All das bringt sie auch in einen globalen Zusammenhang. Denn was in Kenia passiert, ist exemeplarisch für Entwicklungen weltweit. Die beiden sprechen deshalb auch darüber, ob die UN-Klimakonferenz in Ägypten endlich ein Wendepunkt für die Rolle der Indigenen im globalen Kampf gegen die Klimakrise sein kann.

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