Play
Im All lauert eine Gefahr: Weltraumschrott. Satelliten können durch die Teilchen beschädigt oder zerstört werden. Foto: GPM Core Observatory |NASA Goddard Space Flight Center

Weltraumschrott

Kleine Trümmer, große Wirkung

Weil die Menschheit seit Jahrzehnten Müll in der Erdumlaufbahn anhäuft, drohen nicht nur durch herabstürzende Trümmer Gefahren. Auch bei aktiven Satelliten kann das Treibgut Schaden anrichten. Ein Gespräch mit ESA-Chef Jan Wörner über das Müllproblem im All.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Geht es um Weltraumschrott, liegt der Gedanke nahe: das All ist doch groß genug, wozu sich um ein paar Trümmerteile scheren? Haben Raketen oder Satelliten ihren Zweck erfüllt, werden sie meist in der Erdumlaufbahn zurückgelassen. Doch dort treiben inzwischen Millionen von Kleinteilen herum. Und die werden immer öfter für künstliche Trabanten wie auch menschliche Erdbewohner zur Gefahr.

Sie müssen die Geschwindigkeit beachten. Die Geschwindigkeit dieser Teilchen liegt zwischen 25.000 und 28.000 Kilometern pro Stunde. Das heißt, schneller als jede Gewehrkugel, und Sie wissen: eine Gewehrkugel ist auch sehr gefährlich. – Jan Wörner, Generaldirektor der ESA

Schon Projektile von nur wenigen Zentimetern Durchmesser können bei hoher Geschwindigkeit große Wucht entfalten. Dadurch werden sie in der Umlaufbahn für Objekte, wie die Internationale Raumstation (ISS) zur Bedrohung. Schon häufiger musste die ISS Ausweichmanöver fliegen.

„Vergleichbar mit dem Klimawandel“?

Fallen Trümmerteile zur Erde, verglühen sie meist in der Erdatmosphäre. Geschieht das jedoch nicht, krachen die Bruchstücke unkontrolliert zu Boden. Dass es sich zumeist um Hochtechnologie aus kostbaren Ressourcen handelt, gerät da beinahe zur Randnotiz.

Experten, wie den ehemaligen Chef der Abteilung Weltraumschrott bei der Europäische Weltraumorganisation (ESA) Heiner Klinkrad, besorgt das. Klinkrad hält das Problem für derart unterschätzt, dass er eine Bewusstseinsbildung wie für den Klimawandel fordert: der schwebende Schrott, so seine These, sei eine globale Bedrohung.

detektor.fm-Moderator Christian Eichler hat mit Jan Wörner, dem Generaldirektor der ESA, über das kosmische Müllproblem gesprochen.

Johann-Dietrich Wörner - ist Generaldirektor bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA

ist Generaldirektor bei der Europäischen Weltraumorganisation ESAFoto: THOMAS KIENZLE / AFP
Der Film Gravity ist keine Science Fiction – das ist Science Facts!Johann-Dietrich Wörner
Kampf gegen Weltraumschrott 07:29

Redaktion: Johannes Schmidt

Volles Programm, (aber) null Banner-Werbung

Seit 2009 arbeiten wir bei detektor.fm an der digitalen Zukunft des Radios in Deutschland. Mit unserem Podcast-Radio wollen wir dir authentische Geschichten und hochwertige Inhalte bieten. Du möchtest unsere Themen ohne Banner entdecken? Dann melde dich einmalig an — eingeloggt bekommst du keine Banner-Werbung mehr angezeigt. Danke!

detektor.fm unterstützen

Weg mit der Banner-Werbung?

Als kostenlos zugängliches, unabhängiges Podcast-Radio brauchen wir eure Unterstützung! Die einfachste Form ist eine Anmeldung mit euer Mailadresse auf unserer Webseite. Eingeloggt blenden wir für euch die Bannerwerbung aus. Ihr helft uns schon mit der Anmeldung, das Podcast-Radio detektor.fm weiterzuentwickeln und noch besser zu werden.

Unterstützt uns, in dem ihr euch anmeldet!

Ja, ich will!

Ihr entscheidet!

Keine Lust auf Werbung und Tracking? Dann loggt euch einmalig mit eurer Mailadresse ein. Dann bekommt ihr unsere Inhalte ohne Bannerwerbung.

Einloggen