23. Februar 2015

Content Marketing ist nicht gleich Content Marketing

In der Werbebranche wird aktuell über kaum einen Begriff so intensiv diskutiert wie über Content Marketing. Dabei ist nicht immer klar, was damit eigentlich gemeint ist. Einige meinen, es sei so ähnlich wie Native Advertising, also als redaktioneller Inhalt getarnte Werbung. Kennt man ja schon seit Jahrzehnten von den kaum als Werbung erkennbar gekennzeichneten „Sonderbeilagen“ der Zeitungen.

Content Marketing

Aber Content Marketing kann tatsächlich eine Chance für Unternehmen sein, wenn man es so versteht, wie Thomas Knüwer es heute im Branchenmagazin Horizont beschreibt. Content Marketing ist demnach eine Möglichkeit, klare Zielgruppen mit konkreten Themen anzusprechen. Dabei geht es gerade nicht um die große Masse. Knüwer hat in seiner Agentur Kpunktnull eine schlüssige Definition von Content Marketing:

Content Marketing ist die Erzeugung, Kuratierung und Distribution von Inhalten, die für eine klar definierte Zielgruppe relevant sind, um sie als Kunden zu binden oder zu gewinnen. Der direkte Vertriebsaspekt tritt dabei oft in den Hintergrund. – Kpunktnull

Das Beispiel detektor.fm

Bei detektor.fm haben Unternehmen die Möglichkeit konkrete Themen als exklusive Content-Partner zu präsentieren. Die GLS Bank beispielsweise präsentiert jeden Mittwoch die Guten Nachrichten, in denen wir jede Woche über positive nachhaltige, ökologische und soziale Ansätze berichten. Dabei hat der Werbe-Partner generell keinen Einfluss auf den Inhalt eines Beitrages oder Gespräches. Das sichert unser interner Redaktionskodex, der für alle Nutzer auf der Webseite nachlesbar ist. Werbe-Partner können sich bei detektor.fm gezielt in einem Umfeld platzieren, in dem sie eine für sie relevante Zielgruppe vermuten. Sie werden dabei transparent als Werbepartner im Onlineartikel benannt und verlinkt sowie vorher und nacher im Stream und Podcast genannt.

Das allerwichtigste jedoch ist die klar definierte Zielgruppe: Je kleiner sie ist, desto wirkungsvoller ist Content Marketing. – Thomas Knüwer

Die GLS Bank beispielsweise erreicht bei uns Menschen, die sich für nachhaltige, ökologische und soziale Themen interessieren. Eine Zielgruppe, die mit klassischen, reichweitenstarken Medien nur mit sehr großen Streuverlusten erreicht werden kann. Regelmäßige Hörer der Serie, Webseitenbesucher und Podcast-Abonnenten der Guten Nachrichten dürften sich mit der Zielgruppe der GLS Bank zu einem Großteil überschneiden. Die Streuverluste sind hier also sehr gering sein, weil es themengetrieben ist.

Verbreitung und Nutzung des zielgruppengerechten Contents

Wir bieten Werbepartnern immer die Möglichkeit, die entstandenen Beiträge anschließend für eigene Online-Aktivitäten wie Webseite, Newsletter oder Socia Media Kanäle zu verwenden. Damit kann ein echter Dialog zu konkreten Themen entstehen, der über Small Talk, lustige Fotos zum Wochenende und der Bejubelung eigener Produkte hinausgeht. Mit Native Advertising oder Corporate Publishing (Bsp.: klassischen Kundenzeitschriften) hat das bei detektor.fm nichts zu tun.

Während Corporate Publishing vor allem von den Interessen des Unternehmens getrieben wird, muss Content Marketing sich den Wünschen von Kunden, Verbrauchern oder Geschäftspartnern unterordnen. – Thomas Knüwer bei Horizont

Dabei gibt es thematisch fast keine Grenzen. Denn substanzielle, journalistische Beiträge für konkrete Zielgruppen wie Fußballfans, Fahrradfahrer, Gesundheitsinteressierte, Liebhaber elektronischer Musik oder fast jedem anderen Thema können als Umfeld für Werbekunden spannend sein, wenn sich denn die Zielgruppe mit der eigenen Zielgruppen deckt. Aus unserer Sicht ist diese Form von Werbepartnerschaft eine wichtige Werbeform der Zukunft und sollte in einer digitalen Welt zentraler Bestandteil einer jeden Markenstrategie sein.

Für Fragen oder Anmerkungen bin ich telefonisch unter 0341-256654-44, per Mail oder bei Twitter erreichbar.

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