Fahrrad und Lebensfreude
Für mich ist das Fahrrad an sich halt das Element in meinem Leben, was ganz früh mich sehr weit getragen hat. Lebensfreude. Ja, ich glaube schon, dass das ein Objekt ist, was Glück erzeugen kann. Du sagst, du hast bei einem Händler für Molten gearbeitet. Was sind das für Leute, die solche Räder kaufen? Jünger. Jünger? Ja, im Sinne von Jesus. Ja.
Stahlrahmenbau
Was würdest du sagen, wo steht der Stahlrahmenbau heute? Hat der noch diese Bedeutung oder hat sich die verändert? Und so kannst du halt einen Stahlrahmen machen, und du kannst einen Stahlrahmen machen. Das liegt ja an dir, wie weit du gehst. Lass uns mal über das Fotografieren in Werkstätten sprechen. Was macht es für dich so interessant?
Das ist ein großer Unterschied, ob wir uns in einem nicht vergrößerbaren Instagram-Look die Bilder angucken oder eben in gedruckter Form die festhalten und in dem Moment auch innehalten beim entsprechenden Erleben dieser Bilder und Geschichten.
Antritt – Der Fahrradpodcast
Hier ist der Antritt, der Fahrradpodcast auf detektor.fm mit der vierten Märzausgabe 2026. Mein Name ist Gerolf Meyer, und in dieser Ausgabe wird es metallisch und emotional. Denn eins ist mal klar: Handgebaute Fahrräder aus Stahl bewegen Menschen. Also nicht nur ganz praktisch gesprochen über Straßen, Trails und sonstige Wege, sondern auch im Inneren.
Irgendwas ist dran an der Idee vom Fahrrad, das mit jahrzehntelanger Erfahrung von geübten Händen als Einzelstück entsteht, genau einem Menschen zugedacht. Für mich selbst ist dieser von Mythen umsponnene Stahlrahmenbau wie eine Einstiegsdroge in die tiefen Schichten der Fahrradwelt gewesen.
Und da man auf guten Reisen immer etwas über sich selbst lernt, befrage ich mich auf meiner Reise durch die Fahrradwelt regelmäßig dazu, was mich an diesem Thema eigentlich so fasziniert. Dabei finde ich es immer wieder gleichzeitig verblüffend und auch gar nicht überraschend, dass ich mit dieser Faszination natürlich längst nicht allein bin.
Zumindest in einem Teil der Fahrradwelt spielt der Rahmenbau eine mindestens so wichtige Rolle, wie er das für mich tut. Und nachdem es hier in den letzten Monaten um konkrete Rahmenbauer, die Ausstellenden auf der Rahmenbaumesse Bespoked und die praktischen Schritte hin zur Rahmenbautätigkeit gegangen ist, schauen wir in dieser Ausgabe gemeinsam auf die Stahlrahmenfaszination eines Menschen, der sich dem Thema fahrend, fotografierend und schreibend nähert.
Bengt Stiller
Bengt Stiller ist fasziniert vom Stahlrahmenbau, und wir hören jetzt nach warum das so ist. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Gespräch. Antritt, der Fahrradpodcast von detektor.fm.
Es ist Ende März, und in der Stadt, in der dieser Fahrradpodcast entsteht, heißt das seit gefühlten Ewigkeiten: Es ist Buchmessezeit. Dabei gibt es nicht nur die Leipziger Buchmesse auf dem neuen Messegelände, sondern auch das Lesefestival Leipzig liest, in dessen Rahmen an sehr vielen Orten in dieser Stadt über Bücher und Themen und Autorinnen und Autoren gesprochen wird.
Und manchmal werden in diesem Rahmen auch Fahrradbücher vorgestellt. 2026 ist das der Fall, denn Bengt Stiller hat sein Bildband „Räder aus Stahl“ bei Delius Klasing herausgebracht. Es handelt sich um eine aktualisierte Neuauflage von „Legends of Steel“, das vor 10 Jahren erschienen ist.
Und ich kann vor Bengts Buchvorstellung im Leipziger Fahrradcafé Zwischenfisch mit Bengt hier im detektor.fm-Studio sprechen. Bengt ist Fotograf und Autor von „Räder aus Stahl“, und ich sage: Hallo Bengt, willkommen im Antritt. Herzlich Willkommen! Auch herzlichen Dank, dass ich hier sein darf. Ich freue mich, hier sein zu dürfen. Ich freue mich auch, dass du hier bist.
Werkstoff Stahl
Bengt, dein Buch heißt „Räder aus Stahl“. Warum ist dir dieser Werkstoff wichtig? Das ist so passiert. Wir wollen ja nicht zu viel in der ersten Frage beantworten, aber der Werkstoff ist tatsächlich der am meisten von mir gefahrene. Wichtig ist mir der Werkstoff als solches nicht, aber über die vielen Jahrzehnte des Fahrradfahrens ist es der mich am stärksten begleitende Hauptwerkstoff, was die Rahmenproduktion angeht.
Du sagst, Rahmenproduktion. Ich wollte dich gerade fragen, welche Teile der Räder, die du meinst, sind denn aus Stahl? Ja, in dem Fall ist es der Fahrradrahmen. Du zeigst im Buch unter anderem die Arbeit verschiedener Rahmenbauer. Was machen die eigentlich, und was fasziniert dich an ihnen?
Ja, am Rahmenbau und an den Rahmenbauern fasziniert mich unglaublich viel. Grundsätzlich ist es bei mir so, dass ich festgestellt habe, über meine Arbeiten oder die Jahrzehnte des fotografischen und gestaltenden Arbeitens, dass ich nicht verlernt habe zu staunen. Und das ist, glaube ich, so eines meiner Grundprinzipien, die meinen Arbeiten zugrunde liegen.
Handwerkskunst
Ich komme ursprünglich aus dem Handwerk. Also bevor ich ursprünglich mal Architekt geworden bin, habe ich den Beruf des Zimmermanns erlernt. Und ganz, ganz früh, als kleines Kind, habe ich mit meiner Mutter schon angefangen, Kunsthandwerk zu gestalten. Und ich habe seit jeher eine, ja, fasziniert mich als Schlussendlich das, was Menschen mit der Hand produzieren.
Und da sind wir dann jetzt auch bei deiner Frage angekommen. Ja, mich fasziniert es, wenn Menschen mit ihren Händen und entsprechenden Hilfswerkzeugen am Ende des Tages so formschöne Objekte erstellen. Und das fasziniert mich in erster Linie: die gestalterische Handwerkskunst dahinter.
Staunen und Wertschätzung
Und was lässt sich dann staunen? Staunen ist ja vielleicht noch ein bisschen mehr als nur eine Faszination. Ja, also ich bin nicht so ein Oberschlauer oder zumindest würde ich das von mir nicht behaupten. Und ich stelle fest, dass ich Sachen immer wieder Dinge können mich immer wieder neu begeistern.
Und es erreicht mich, wenn ich vor so etwas stehe, immer wieder ein ganz, ganz tiefes Gefühl von Respekt und einer Wertschätzung eben genau dem, was dieser Mensch dahinter eigentlich ist. Also am Ende des Tages ist dieses Buch eine große Ansammlung von Porträts. Also es geht mir am Ende des Tages immer nur um den Menschen.
Aber wir reden über Räder aus Stahl und ganz viel drumherum. Aber das ist, glaube ich, eine ganz wichtige Kernaussage. Ich weiß nicht, ob wir da nochmal zu kommen. Aber genau, mich begeistert der Mensch.
Bildgeschichten
Ja, ich versuche das mal so zu übersetzen. Ich habe ja auch natürlich in dem Buch einiges gelesen und mir viele dieser ungefähr 200 Bilder angeschaut. Wenn du sagst, dich fasziniert der Mensch, dann ist es in diesem Zusammenhang das, was der Mensch da tut. Also das, dass jemand ein Rohr auf irgendeine Art und Weise bearbeitet und du erkennst da ein bisschen mehr drin, oder was meinst du damit?
Ja, also gut, es gibt begleitende Geschichten zu den Bildern. Also ich versuche mit meinen Bildgeschichten zu erreichen, dass halt am Ende des Tages schon auch ein Bild für sich stehend eine Geschichte erzählen kann. Also versuche ich, meine Bilder anzulegen, und gleichzeitig begleite diese Geschichten und den Bilderfluss natürlich auch Text.
Das sind immer schon sehr besondere Typen, die hinter diesen, wenn wir jetzt wirklich bei den Rahmenbauern bleiben, die hinter dieser Fertigungstechnik stehen. Also es ist ein sehr spezieller Schlag an Menschen, und das betrifft übrigens genauso die Sammler, die ich porträtiere.
Getriebensein und Suchen
Ich hätte auch grundsätzlich über Freaks schreiben können. Das ist ein mir sehr wichtiges Wort, aber gar nicht im Sinne von irre konnotiert. Ich habe auch tatsächlich mal überlegt, eine wissenschaftliche Arbeit drüber zu schreiben. Es ist eben ein Getriebensein, ein Suchen, ein so unglaublich tief etwas nachgehen zu wollen. Und das ist das, was ich da sehe.
Jetzt sind das so Begriffe, die du nennst, die ja öfter mit diesem Thema des Rahmenbaus und vor allen Dingen des Stahlrahmenbaus kommen. Es handelt sich um eine Fertigungstechnik oder eine Herstellungstechnik mit sehr langer Geschichte, mit großen Namen und mit einer gewissen Mystifizierung.
Die Seele des Rahmens
Im Zusammenhang mit Stahlrahmen sprechen manche Menschen auch von einer Seele. Und ich frage mich dann manchmal, okay, wo steckt die eigentlich in so einem Rahmen? Aus deiner Sicht gibt es diese Seele, und wenn ja, hast du sie unterwegs gefunden? Ja, genau, ich muss grinsen, als ich dich sehen durfte, wie du die Frage formulierst.
Wir sitzen uns ja schönerweise gegenüber. Absolut. Und genau das ist so ein ganz entscheidender Punkt, dass man in meinen Augen genau die Eigenarten dieser Person, der gestaltenden Person im Rahmenbau sieht. Ich kenne da zwei Thesen, die sich hart widersprechen, die ich gerade gesagt habe. Ne, ne, so generell zu diesem Seelenthema.
Also es gibt Leute, die sagen, die Seele steckt in dem Rahmen, die hat da irgendjemand mit seinen 30, 40, 50 Jahren Erfahrung irgendwie mit reingebracht. Und es gibt Leute, die sagen, das ist am Ende eigentlich egal, woraus so ein Rahmen hergestellt wird. Die Seele kommt durch die Benutzung.
Nutzung und Erfahrung
Also ich kann, wenn ich mir ein Baumarktrad kaufe und damit quer durch Europa fahre, dann habe ich da auch ganz schön viel Seele reingepumpt. Das sind so zwei sehr polare Aussagen. Ist die Frage, ob die sich widersprechen, oder könntest du beiden zustimmen? Ja, absolut.
Aber genau, ich habe deine Frage jetzt auf den ersten Teil deiner dir selbst gegebenen Antwort gerade bezogen. Und da sehe und darf ich erfahren, tatsächlich ja, durch die unterschiedlichen Räder, dass eben das, was sich ein Mensch denkt in der Produktion und in der Entwicklung so eines Rades, das führt zu einem entsprechenden, jetzt in dem Fall Fahrverhalten zum Beispiel eines Fahrrades.
Und das drückt dann am Ende ja schon auch viel aus über die gestaltende Person, wie eben seine Vorstellung von Fahren ist. Der andere Punkt, ja, absolut. Also natürlich gibt es dieses eine Fahrrad, vielleicht das günstigste, und gleichzeitig das, was dir am stärksten am Herzen liegt oder so etwas.
Freiheit und Faszination
Und das, weil du damit vielleicht deine erste, wie auch immer, Picknick-Ausfahrt deiner zukünftigen Ehefrau oder wie auch immer Freund, Freundin oder so etwas erleben durftest. Das ist ja eine Sache. Das ist ja nochmal was ganz anderes. Okay, also ich sehe schon, wir sind hier gleich bei den ganz großen Themen, und dann gehen wir doch gleich mal weiter auf diesem Pfad.
Du schreibst schon ganz am Anfang des Buches auch von Freiheit, die für dich in manchen Rädern drinsteckt, mitschwingt. An welchen Stellen haben Räder für dich dann zusätzlich zur Seele auch noch was mit Freiheit zu tun und in welcher Form? Naja, da möchte ich in erster Linie mal bei mir selber anfangen oder von mir aus auch bleiben.
Also für mich ist das Fahrrad an sich halt das Element in meinem Leben, was ganz früh mich sehr weit getragen hat. Und diese Faszination, aus meinem Körper raus weit zu kommen, jetzt in dem Fall in der Natur und damit eben ein Gefühl von Freiheit von mir aus zu erleben.
Aber vor allen Dingen, ich sag’s jetzt so, kulturell weiterzukommen, weil Reisen und Sehen bildet in meinen Augen. Und sich mit anderem zu konfrontieren, ist das, was, glaube ich, ganz entscheidend ist für mich zumindest, also im Sinne von Verständnis für diese Welt.
Fahrrad als Hilfsmittel
Und ja, ich glaube, wenn man ein vernünftiges Gefühl von Freiheit entwickeln möchte, kann das Fahrrad ein gutes Hilfsmittel sein, dem näher zu kommen. Ist dir das schon immer bewusst gewesen, oder kannst du dich an einen Moment erinnern oder an Momente, in denen du das entdeckt hast? Naja, das ging halt eben sehr früh los.
Ich muss sagen, dass ich halt sehr tolle Eltern hatte, weil mein Vater ja leider zu früh verstorben ist. Aber ich bin halt sehr früh schon alleine oder halt zu zweit oder zu dritt unterwegs gewesen. Also ganz früh in den neuen Bundesländern, als eben die Mauer runterkam. Ich habe den ganzen Wendeprozess sehr aktiv miterlebt und dann auch sehr früh, mit 14 oder so was, halt alleine durch Schweden oder zu zweit durch Schweden und solche Sachen.
Abenteuer und Entdeckungen
Das ist heute ja fast kaum vorstellbar. Und insofern, ja, ich wusste, was meine Beine können, und der Traum nach diesen Abenteuern, die mich durch andere Sachen, die ich vorher vielleicht gesehen habe, da gereizt haben, daraus zu gehen, durfte ich dann damit früh umsetzen und durfte dadurch das erleben. Ja, sehr früh.
Ja, was meinst du mit schwer vorstellbar heute? Das so als Kind noch zu machen, als Jugendlicher? Ja, ja, genau. Wirklich in so einer frühen Phase. Also ich weiß nicht, wie viele Eltern mit 13 ihren Kindern einfach sagen: Ja, wir fahren mal nach Sachsen. Ja, es gibt ja auch Kinder, die machen das aus Hamburg, also halt.
Ja, ins gefährliche Sachsen. Ja, natürlich. Ich verstehe schon. Es gibt ja auch Kinder, die machen das einfach ungefragt. Also die Eltern werden nicht gefragt und dann zieht man das einfach durch.
Kapitel und Themen im Buch
Lass uns mal zurück zum Buch kommen. Elf Kapitel hat das Buch, und du thematisierst in diesen Kapiteln sowohl Rahmenbauer als auch Sammler und auch Veranstaltungen. Und würdest du sagen, es gibt etwas, das all diesen Themen und Personen gemein ist, was sie verbindet? Ist es der Stahlrahmen am Ende, oder ist es was anderes? Nein, ich glaube nicht, dass es der Stahlrahmen ist, sondern eben, da sind wir wieder bei dem, da möchte ich gar nicht von Freiheit sprechen, sondern viel stärker, ehrlich gesagt, von Lebensfreude.
Lebensfreude und Glück
Lebensfreude. Wie verbindet die denn? Lebensfreude und was macht das Fahrrad damit? Was hat es damit zu tun? Ja, ich glaube schon, dass das ein Objekt ist, was Glück erzeugen kann. Und das auf eben sehr unterschiedliche Art und Weise. Ob das für dich nun auf der Eroica mit eben Faschingskostüm, wenn man so will, und dem Zwang auf 23 Millimeter breiten Schlauchreifen irgendwie durch Italien, durch die Toskana zu fahren.
Oder weil du eben Glück darin findest, irgendwie pantografierte Teile in einer extremen Genauigkeit für dich zu Hause an deine Räder zu knoten oder zu schrauben. Knoten beim Fahrrad seltener zu schrauben. Oder eben eine Ausfahrt oder ein Rennen zu gestalten und dann da in die Natur einzutauchen. Das ist, ich glaube, eine starke Suche oder eine Erzeugung von Glück, was da entsteht.
Eroica und Pantografierung
Ja, dann können wir dazu sagen, Eroica ist eine Veranstaltung in der Toskana, hast du schon gesagt, wo es darum geht, auf historischen Rädern quasi in sehr klassischem Stil zu fahren und sich so ein bisschen auf so ältere Technik und dieses Erleben einzulassen. Auch kulinarisch und pantografiert. Wo ist denn das Pantografiert? Das kommt im Buch vor.
Also eben, ich bin jetzt ins Kapitel von Eroica einfach reingesprungen, entschuldige bitte. Du musst dich nicht entschuldigen, ich frage nur nach. Ja, das bedeutet, dass die, sagen wir jetzt, die Shimano-Kurbel oder die Campagnolo, das ist ganz egal, aber das waren die zwei, die es damals gab, hauptsächlich zumindest zu dem Zeitpunkt, dass dort die Markennamen, das sind verzierte Teile.
Und das vom Bremskörper über das Kettenblatt über die Kurbel über das Schaltwerk, der ist entsprechend reingefräst worden und dann mit schöner kleiner Lackfarbe entsprechend den Rahmenfarben oder dem Logo folgend gestaltet worden. Und das sind immer sehr besondere Teile gewesen, weil das natürlich keine Massenware war.
Seltenheit und Wert
Wenn du jetzt einen Colnago mit einer pantografierten Campagnolo Super Rekord Gruppe hattest, also diese Gruppe ist heutzutage dann eben doch selten, und Seltenheit erzeugt entweder Glück oder einen teuren Preis. Warum hat man das gemacht? Hat man das aus funktionalen Gründen gemacht? Funktioniert die Gruppe besser, wenn die pantografiert ist? Das würde ich stark bezweifeln wollen.
Warum dann? Weil ich würde das eher als frühe PR oder Gestaltungsmaßnahmen sehen wollen. Oder könnte es sein, dass es so eine Art Verneigung vor dem Gegenstand ist, weil einem das ermöglicht, was so Themen, die wir hier jetzt auch ganz schnell angetippt haben, also Lebensfreude, Freiheit, die ich dann über das Pantografieren des Kettenblatts erlebe.
Zelebrieren der Handwerkskunst
Das muss ich jetzt kurz nachfragen. Naja, jetzt nur so als Idee. Also ich habe einen Gegenstand, der erfüllt eine bestimmte Funktion, aber eigentlich ist mir das vielleicht noch ein bisschen zu banal, weil der Gegenstand halt zu mir sozusagen nicht nur funktional spricht, sondern er bedeutet mir auch so viel in meinem Leben.
Dafür gibt es ja immer wieder Beispiele, auch in diesem Podcast, dass das Fahrrad diese Rolle spielt für Menschen. Und vielleicht ist das ja eine Art und Weise, wie man das zum Ausdruck bringt, weil man den Gegenstand einfach ein bisschen verschönert, individualisiert, sich vor ihm verneigt. Absolut. Doch, das finde ich sehr schön, dass du den Punkt da gerade so ausführst.
Besuch bei Alex Moulton
Das bringt mich zu dem Moment, als ich Masi, also den legendären Rahmenbauer Masi, auch das ist ein Teil oder ein Kapitel im Buch, in Mailand besucht habe. Und da holte er ein spezielles Rohr raus, was punziert, nicht pantografiert, aber in dem Fall punziert war. Was ist das? Genau, eben ähnlich, aber mit einem Punzeisen.
Das ist eine Prägung, die mit Hand reingeschlagen wird. Es ist ein reines Muss, also es ist eine Ornamentierung. Es ist ein bisschen wie im Jugendstil, wo halt sehr dekorativ gearbeitet worden ist. Gebraucht hat das die Hausfassade nicht, aber es ist halt die Form einer Gestaltung gewesen zu dem Zeitpunkt, die möglicherweise viel von dem ausdrücken sollte, was du gerade gesagt hast.
Und ja, da gehe ich dann ehrlicherweise mit, und es ist ihm zum Beispiel sehr wichtig gewesen, auf dieses Puntina hinzuweisen, was es eben für ein besonderes Rohr war. Und es hat eine Faszination ausgelöst, bei mir definitiv, als ich es in die Hand nehmen durfte. Aber genau, es ist eher, glaube ich, das Zelebrieren der Handwerkskunst.
Anwesen von Alex Moulton
Ja, dann lass uns mal noch ein bisschen weiter in diese Kapitel reingehen. Du bist zum Beispiel auch auf dem Anwesen des verstorbenen Alex Moulton zu Gast gewesen. Was hast du dort gefunden, und was hat er gemacht, überhaupt? Ja, das Lustige, das habe ich gestern Abend, als wir die Ausstellung hier gehängt haben, auch, glaube ich, noch mal kurz erzählt gehabt.
Weiß gar nicht, mit wem ich da stand, aber der Besuch bei Moulton, der war besonders. Das ist stimmt. Insofern besonders, als dass dieses An… also ich hatte keine wirkliche Vorstellung davon, wie diese Objekte… ich muss dazu sagen, ich habe in einem Vintage-Radcafé zu dem Zeitpunkt in Wien, das habe ich mitgestaltet und gearbeitet, und wir waren einer von wenigen Moulton-Händlern.
Moulton hatte eine ganz, ganz ausgewählte Schar an Händlern irgendwie so in Europa. Und insofern war das ein spezielles Privileg, kann man fast sagen. Und der Moment, als wir dorthin kamen auf dieses Anwesen, war insofern besonders, als dass all diese Frühwerke von Alex Moulton, der ja grundsätzlich aus der Automobilindustrie kommt, der für den Mini zum Beispiel den Elastomier-Dämpfer entsprechend erfunden hatte, der dann von ihm das bei Moulton halt implementiert worden ist.
Prototypen und Hingabe
Diese ursprünglichen Prototypen an Autos warteten gerade drauf, abgeholt zu werden, weil sie bei Sotheby’s halt in London verkauft werden sollten, weil der Betrieb zu dem Zeitpunkt leider in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Und wiederum vor Ort zu sehen, mit was für einer Hingabe, jetzt sind wir wieder dabei, dass es in diesem Bereich halt wirklich oft vorkommt, ja, eben eine sehr, sehr spezifische Hingabe zu finden ist in dem, wie diese Objekte hergestellt werden.
Und das durfte ich dort sehen, und das hat mich extrem fasziniert. Der Geist in dieser Villa von ihm, er war ja verstorben schon, es war wie als wäre er gerade noch am Schreibtisch gesessen, so der Eindruck, so durfte ich das vorfinden. Also wirklich mit seinen letzten Notizen, mit seinem Stift auf dem Schreibtisch und seinem Lineal daneben liegend.
Ikonische Produkte
Das war ein schon sehr spezifischer Geist, den ich da vorgefunden habe. Ja, an der Stelle können wir ergänzen für Leute, die Alex Moulton nicht kennen und seine Produkte. Also das handelt sich wirklich um jemanden, der, ich hatte gerade im Kopf, so fast ikonisch, jedenfalls von manchen Menschen verehrt wird.
Und mindestens zwei Fahrzeuge sind zu nennen im Zusammenhang mit ihm. Du hast gesagt, der Mini, ganz klar, und das Moulton. Und das können wir vielleicht noch kurz erklären. Es handelt sich also um ein Rad, was man, glaube ich, ganz gut daran erkennt, dass es wie so eine Art Fachwerkkonstruktion aus Stahl hat. Kleine Laufräder, und er hat halt die Federungstechnik und die kleinen Laufräder und diese ganz besondere Art des Rahmenbaus zusammengebracht und damit so eine ganz bestimmte Gefolgschaft, würde ich fast sagen, sich heranproduziert.
Käufer von Moulton-Rädern
Du sagst, du hast bei einem Händler für Moulton gearbeitet. Was sind das für Leute, die solche Räder kaufen? Jünger. Jünger? Ja, im Sinne von Jesus. Ja, drunter machen wir es nicht mehr. Es ist mal wieder eine sehr spezifische Gruppe an Menschen. Und das ist, da möchte ich jetzt aber gar nicht kategorisieren oder sowas.
Da kommt mein Staunen, mein begeistert sein. Es ist irre. Es sind einfach wirklich ganz… ich durfte viel lernen. Ich habe dieses… das ist ja ein sehr spezifisches Rad, wie du gerade erklärt hast, mit diesen kleinen Laufrädern und allem. Es ist trotzdem unglaublich wendig. Es ist wahnsinnig schnell.
Es ist kein lächerliches Kleinrad oder ähnliches, sondern es ist eben von ihm als Tiefeinstieg, also ganz ursprünglich auch für die Frau mit Rock entwickeltes Rad gewesen. Es ist ganz seine Eigenart. Und wie du schon gesagt hast, es ist nichts wie Sand am Meer produziert worden, weil in sehr aufwendiger Handarbeit und deswegen sehr speziell.
Starke Kraft des Fahrrads
Mit seiner Anhängerschaft. Wir müssen es ja auch gar nicht werten. Man kann ja einfach nur festhalten, dass es offensichtlich Fahrräder gibt und Aspekte des Fahrrads, die so eine starke Kraft auf Leute ausüben. Und dann kann man die wahrscheinlich auch mal als Jünger bezeichnen. Ich glaube, ich verstehe, was du damit meinst.
Ich habe es in der Anmoderation schon gesagt: Dein Buch ist die Neuauflage eines vollgriffenen Bildbandes, der hieß „Legends of Steel“. Du hast dieses Buch, diesen Bildband um zwei Kapitel ergänzt. Zehn Jahre her ist es, dass „Legends of verändert in deiner Wahrnehmung? Ich würde bei mir bleiben. Ja, ja, in deiner Wahrnehmung. Genau, in meiner Wahrnehmung.
Erweiterung des Spektrums
Mein Fahren hat sich ab dem Moment, wo das Buch rausgekommen ist, und gerade gesagt, wir brauchen hier nichts werten, überhaupt nicht. Es hat sich erweitert. Mein Spektrum hat sich erweitert. Ich bin dann in das Erlebnis von seidenweichen, sehr großvolumigen Reifen Wir wüssten jetzt weiter den entsprechenden Hersteller reingekippt und habe angefangen, mein erstes 26-Zoll-Mountainbike damals mit diesen 54 Millimeter breiten seidenweichen Slicks auszustatten und musste feststellen, was das für ein Erlebnis war.
Damit plötzlich a auf der Straße, b auf Schotter fahren zu können, noch die Eroica auf 23 Millimetern in der Toskana in den Knochen zu haben oder in der Erinnerung zu haben, dass mein Weg von da an sich dann in dieses, was heute schön als Gravelbike genannt wird, fortgesetzt hat. In die Richtung aufgebrochen worden, aufgebrochen bin. Es hat sich einfach erweitert, mein Spektrum.
Ich habe dann genau zu dem Zeitpunkt, als das Buch rausgekommen ist, Flo von Fern und Tine von Gramm Tourpacking eben auf der entsprechenden einzigen Wiener Fahrradschau, also es gab einmal einen Ableger der Berliner Fahrradschau in Wien. Das ist eine Messe gewesen. Genau, eine Messe gewesen, wo ich die beiden kennenlernen durfte, und ich stand einfach jaw dropping.
Entdeckungserlebnis
Also mir ist die Kinnlade runter gefallen, als ich diese Gesamtkunstwerke gesehen habe, die aber eben alles das vereinheitlicht haben, was ich irgendwie aus anderen Quellen begonnen hatte wahrzunehmen. Und ab dann ist die Reise in der Richtung immer weiter gegangen. Und da hat auch Stahl weiterhin seinen Einzug bei mir gehalten, wie wir im Buch weiter sehen mit den Kapiteln.
Ja, okay, das heißt, einerseits gibt es eine Weiterentwicklung des Fahrrades, also breite Reifen, die plötzlich irgendwie Einzug halten und die ganz neuen Sachen irgendwie ermöglichen. Was ich daran auch immer interessant finde, ist, und den Eindruck habe ich jetzt auch bei dir, korrigiere mich, wenn das nicht stimmt, ich habe immer den Eindruck, der Erfolg dieses Radtyps, der Gravelbike heißt, kann man darüber diskutieren, ob das der beste Name ist oder nicht, ist am Ende egal.
Selbstverständlichkeit des Gravelbikes
Weil ich finde immer, dieses Rad erklärt sich selbst. Also ich spreche oft mit Leuten, die auch so ein Entdeckungserlebnis haben, und das haben die nicht unbedingt dadurch, dass ihnen das jemand gesagt hat, sondern entweder gesehen oder draufgesetzt und dann, hey, was hiermit alles möglich ist. Und das klingt mir bei dir jetzt auch so ein bisschen.
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Also wirklich so neue Funktionen, die neue Erlebnisse möglich machen. 100 Prozent. Es ist genau das gewesen. Ich habe halt, wir haben es jetzt ein paar Mal angesprochen, schon diese unterschiedlichen Erlebnisse in den Jahrzehnten vorgehabt. Immer wieder mit dem Fahrrad, mit Gepäck oder ohne Gepäck unterwegs sein zu wollen.
Das ist jetzt gar nicht so in erster Linie so ein Geschwindigkeitsrausch gewesen bei mir, sondern halt eben viel dieses lange Draußensein. Und naja, dann war dieses Bild schlüssig und das, was ich dann erleben durfte, was dann den Komfort angeht, das hat dann eben genau dazu geführt, was du gerade gesagt hast. Dann hat sich das Ganze von selber zu beantworten und bilden da einen eigenen Raum.
Das heißt, man kann von Hamburg dann noch weiterfahren als nach Sachsen. Richtig? Das ist dann auch passiert. Also vorher auch, aber halt dann noch mehr in noch wildere Gefilde. Ja, richtig. Nur ist das das Rad, über das wir sprechen, aber dein Buch, das dreht sich ja auch um den Werkstoff und um die Menschen, die damit arbeiten.
Rahmenbau und seine Herausforderungen
Und über dieses Thema Rahmenbau sprechen wir hier im Podcast auch immer mal wieder. Und wir sprechen mit den Menschen, die diesen Beruf ausüben. Und dabei kommt immer wieder zum Vorschein, dass es ein sehr harter Beruf ist. Ein ziemlich entbehrungsreicher. Und wir wissen auch, dass ein Großteil der heute erhältlichen Fahrräder weit von dieser Produktionsweise entfernt ist und dass sehr viele Räder heute anders entstehen, vielleicht auch entstehen müssen.
Aus deiner Sicht, welche Rolle spielt dieser Stahlrahmenbau heute? Du hast so ein paar legendäre Namen genannt. Bei Moulten warst du, als er schon gestorben war. Und es muss ja weitergehen. Es liegen zehn Jahre dazwischen. Was würdest du sagen, wo steht der Stahlrahmenbau heute? Hat der noch diese Bedeutung oder hat sich die verändert?
Ja, das ist so ein bisschen wie mit den Schallplatten oder mit dem Film. Das Ding wird halt eingestampft. Also jetzt mal erstmal so grundsätzlich wird gesagt, okay, das Medium ist tot. Film, meinst du? Fotofilm. Fotofilm, ja, Fotofilm, genau. Und es wird erstmal behauptet, das ganze Produkt sei im Eimer. Es braucht kein Mensch mehr. Das ist die neue Technik und die rennt da drüber.
Und dann gibt es diesen Moment, wo in Ruhe sich etwas, also in der Tiefe und in der Verborgenheit, wieder etwas Neues entwickelt. Menschen sich damit wieder neu finden oder eben nicht aufgehört haben. Und dann fangen an, sich Sachen daraus neu und weiter zu entwickeln. Und so sehe ich das mit dem Stahlfahrrad genauso.
Es ist in meinen Augen so, es sind auch da natürlich immer wieder, bleiben wir bei den Stahlrahmenbauern in Deutschland, bei denen, nur um irgendwas zu sagen. Ist aber auch egal, können auch weltweit sagen. Es ist ein Kommen und Gehen. Es ist nicht bei vielen so, dass die irgendwann gefühlt mit 16 anfangen und mit 86 aufhören. Das gibt es. Aber natürlich müssen einige oder streichen halt die Segel. Ganz einfach.
Und sagen, nee, das ist mir zu viel, weil es eben einfach unglaublich harte Arbeit ist. Wenn wir jetzt beim Maßrahmenbau sind, so wie ich das jetzt in Deutschland oder ja überhaupt sehr viel live erleben darf, weil ich seit 10 Jahren in diesem Bereich immer wieder meine Fühler fotografisch aus Interesse reinstecke.
Der Beruf des Rahmenbauers
Okay, ich glaube, du hast vorhin genickt, als ich gesagt habe, ein entbehrungsreicher Beruf. Und hast eben auch gesagt, dass es so hart ist. Was macht diesen Beruf aus deiner Sicht, aus deiner Beobachtung, so entbehrungsreich? Gut, da muss man zwei Punkte, glaube ich, beachten. Das eine ist, du musst für dich, als da sind wir bei dieser Seele, so oder bei diesem Thema, dieses Objekts, wann und wie ich Dinge gestalte, bis zu welchem Punkt.
Also ein Skoda ist genauso ein Auto wie ein Porsche. Dazwischen liegen trotzdem Welten. Ja, aber der Porsche, der kann ja quasi auf der Rennstrecke deutlich, also in anderer Form abliefern als der Skoda. Ja, der Porsche kann auch eine Tür zumachen und hat einen anderen Sound als der Skoda.
Und da saßen Leute dahinter und haben sehr lange daran gearbeitet, bis die Porsche-Tür in dem Sound zufällt, wie das eine Porsche-Tür machen sollte. Und das will ich damit sagen. Die Frage ist halt, du kannst eine Tür ins Auto bauen oder du kannst eine Tür ins Auto bauen. Und so kannst du halt einen Stahlrahmen machen und du kannst einen Stahlrahmen machen.
Das liegt ja an dir, wie weit du gehst. Und das sind Dinge, die ja kennen natürlich auch. Ich habe beim Flo natürlich jetzt den Rahmenbau von Fernfahrrädern aus Berlin. Nun seit zehn Jahren darf ich das immer wieder begleiten und es ist beeindruckend. Also man darf die Menge an Arbeit, die in so ein Objekt fließt, nicht unterschätzen.
Steht und fällt aber natürlich auch mit der Perfektion, die der Erschaffende an den Tag legt. Also nicht weil andere das nicht tun oder deswegen ein ungenaues Rad machen. Nein, du kannst es auf unterschiedliche Arten angehen. Und liegt es vielleicht auch ein bisschen an dieser Nachvollziehbarkeit, dass ich halt bei dieser Art der Herstellung einfach viel mehr dieser Geschichte, dieses Gegenstands erfahren kann.
Weil ich wenn ich jetzt mir ein Serienrad im Laden, im Fassaden, irgendein Hochleistungsrennenrad, was wahnsinnig gut funktioniert für das, was es tun soll, wenn ich mir das kaufe, kenne ich die Geschichte nicht. Ich kann es nicht nachvollziehen. Ich weiß nicht, wer die Namen sind dahinter. Vielleicht erfahre ich noch irgendeinen Namen von dem Ingenieur.
Aber es wird mir natürlich nicht erzählt, wer die Leute waren, die in der Fabrik die Matten gelegt haben. Könnte das vielleicht sein, weil du bist ja auch auf der Suche nach diesen Geschichten, nach diesen Punkten, die dich faszinieren. Und ich habe immer so das Gefühl, das zählt einfach mit dazu. Definitiv.
Also da kann ich fast gar nicht anders antworten, außer genau so ist es. Also das ist dieses Besondere, was eben, und da sind wir wieder bei dem, es geht mir um die Menschen dahinter. Es sind zwei Hände im Normalfall, die das machen. Und eben ein Geist dahinter. Und da passiert halt bei jedem etwas anderes.
Und dadurch dann sind wir bei dem Punkt der Seele. Und so ist die Verkettung. Und das ist genau das, was dann dazwischen die Magie ausmacht. Ja, die Seele steht natürlich noch im Raum. Und nun ist das Sprechen über Stahlrahmenräder und das Fahren mit ihnen das eine.
Fotografieren in Werkstätten
Du hast in deinem Buch aber vor allem auch Bilder gesammelt. Also das Buch ist sehr bildlastig. Lass uns mal über das Fotografieren in Werkstätten sprechen. Was macht es für dich so interessant? Ja, das sind wir. Das ist fast ein bisschen langweilig. Ich möchte dich nicht langweilen. Ich sag schon Bescheid, ja, wenn ich dich langweile.
Okay. Es ist genau dieses, ich komme immer wieder, es ist der Mensch, der in seiner Umgebung sich entsprechend seine Abläufe gestaltet. Ja, ich sehe da natürlich noch viel mehr. Das darf ich hier gar nicht alles berichten. Und einiges kann man vielleicht in diesen Fotos lesen. Aber es ist jetzt…
Was darfst du nicht berichten? Du meinst so etwas wie Betriebsgeheimnis und so? Ja, und die Schwere halt auch teilweise dahinter. Also ich möchte jetzt nicht, wir wollen ja nicht irgendwie… Ja, es ist jetzt nicht mein Interesse daran, irgendwie zu zeigen, dass die… dass ja, ob das jetzt auch nur in irgendeiner Art und Weise Sinn ergeben sollte, irgendwie so einen Rahmen zu machen.
Aber die Frage steht sehr oft im Raum, ja, bei vielen Menschen. Und das ist schon auch spannend, das dann begleitet. Also es ist alles spannend daran. Aber mich fasziniert, da ich komme wieder zu diesem ganz am Anfang zurück, mich fasziniert der Mensch.
Wie arbeitet er ja in dem Fall, wenn ich dabei sein darf, klar, natürlich zu sehen, wie geht er in seine Fokuszeit rein. Also eigentlich bin ich da das absolut Störende. Also man gehört da nicht hin. Das ist übrigens ein ganz spannender Punkt, den ich schon berichten darf.
Wir können uns kaum vorstellen, was das für eine Hochkonzentration, also wie stark der Fokus während der Produktion bei so einem Stahlrahmen aus Hand sein muss. Ich finde, diese Frage gehört schon dazu. Und man kann darüber reden. Und wir reden da in diesem Podcast sowieso darüber, weil es geht ja um ein umfassendes Bild.
Und das andere wäre ja auch einfach, würde ich mal sagen, auf die Spitze getrieben Kitsch, wenn ich nur darüber spreche, dass das alles wahnsinnig funkelt daran. Es gibt ja auch auf jeden Fall diese andere Seite. Und vielleicht trägt das dann noch mehr dazu bei, diese Faszination zu verstehen, weil man macht es ja trotzdem.
Es ist wahnsinnig schwer, damit Geld zu verdienen, das alles zu machen. Aber irgendwas zieht die Menschen trotzdem dahin. Aber ehe wir uns da komplett reindrehen, mal ganz praktisch gesprochen. Wenn du als Fotograf eine Werkstatt betrittst, worauf schaust du? Was passiert?
Das Licht. Ja, logisch. Fotografieren, das mal mit Licht. Also die Oberflächen. Was mich grundsätzlich fasziniert, wenn es auch zur Architektur kommt, sind die Oberflächen. Die Oberflächen des Werkstoffs, der Geräte, alles. Und auf jeden Fall ist der Mensch die Hand, der Zettel.
Es ist kommuniziert. Diese unterschiedlichen, die fangen an mit mir. Es ist ein Zwiegespräch, was dann da entsteht, dass ich zwischen Objekten eine Beziehung herstelle, die ich dann eben sehe. Die dann vielleicht einen logischen, vielleicht visuellen Fluss erzeugen für den Sehenden oder vielleicht nur für mich.
Am Ende des Tages muss es so etwas werden, wo im besten Fall, habe ich vorhin schon gesagt, mit einem Bild etwas gezeigt wird, wo man sagt, okay, das regt mich jetzt entweder zum Staunen, zum Träumen oder zum Habenwollen an.
Herausforderungen als Fotograf
Wie anstrengend ist das als Fotograf? Teilweise ist das anstrengend, tatsächlich. Ja, wie? Ja, schon sehr. Aber ich möchte hier überhaupt nicht von dem, oh mein Gott, wie leide ich denn so während meiner Arbeit. Nein, wenn ich das nicht so gerne machen würde.
Aber ich betrete da halt, ähnlich wie der Rahmenbauer, eine entsprechende Hochkonzentrationsphase. Ich würde sagen, ich betrete da auch einen Tunnel. Und je nachdem, wie lang diese Tage dann sind, brauche ich danach richtig, um mich wieder rauszuschütteln, um wieder auszusteigen aus diesem Tunnel.
Das ist dann ein ziemlicher Clash, der dann oft entsteht, gerade wenn die Verbindung dann richtig tief wurde. Du hast schon ein paar Mal Fernfahrräder aus Berlin erwähnt und im Buch geht es da zum Beispiel auch um den Berliner Knoten. Was ist der Berliner Knoten?
Das ist der Punkt, wo Florian Häusler von Fern, um das einmal genau zu sagen, ausgestaltete. Besonders schöner Punkt, wo das Sitzrohr, das Oberrohr und die Sitzstreben in einem sehr formschlüssigen Erscheinungsbild zusammenkommen. Und was zeichnet den Berliner Knoten aus? Er fließt.
Okay, also dass diese vier Rohre letztlich zusammenkommen. Das haben wir ja an sehr vielen klassischen Diamantrahmen. Was macht diesen Berliner Knoten aus? Das ist jetzt natürlich fies, weil du bist ein Fotograf und du hast das Bild in den Bildband reingepackt und ich verlange jetzt von dir, dass du es mir mal beschreibst.
Also wir folgen der Linie des Oberrohrs. Sagen wir, dass es waagerecht läuft. Es kann leicht abfallend laufen, aber es läuft waagerecht oder von mir aus auch rechtwinklig auf das senkrecht stehende Sitzrohr zu. Steht das Sitzrohr senkrecht? Nein, natürlich nicht, aber ich sage jetzt, um das nur zu…
Du kannst es ja so machen, wie es ist. Nein, wir haben natürlich ein Sitzrohr mit einem entsprechenden Winkel. Genau, ein leicht abfallendes Oberrohr und auf jeden Fall die Oberkante, die obere Linie, die Oberkante vom Sitzrohr geht beim Berliner Knoten direkt in die, bildet, wenn man so will, eine Filet, heißt es auf Englisch, Abrundung, die dann in die sehr stark abfallenden, nach unten gehenden Sitzstreben überführt.
Das ist eine Linie und im unteren Bereich schließt es ähnlich, nicht ganz so, aber die obere Linie ist halt eine, die in eins das Rad sehr schön an diesem Punkt verbindet. Ich sage es mal aus meiner Erinnerung. Ich will das Bild jetzt nicht aufmachen, weil es ist ja eigentlich ein schöner Sport, sich das einfach nur vorzustellen.
Ich würde sagen, die Sitzstreben gehen auch so ein bisschen, fast wie sie umschließen, so ein bisschen das Sitzrohr und gehen so ein bisschen in das Oberrohr über. Ja, es umarmt sich. Ich wollte es nur an der oberen Linie zeigen, weil das finde ich ja genau. Es ist halt nicht so verschliffen, dass es halt eine organische Form wird.
Das Besondere ist daran, in meinen Augen, dass die Elemente als solches schon deutlich erkennbar sind und trotzdem dieses Fließen erzeugt wird. Und das ist am deutlichsten oder prägnantesten, glaube ich, über die Oberkante zu erkennen.
Zukunft des Stahlrahmenbaus
Und gehe ich richtig in der Annahme, dass das für dich ähnlich wie zum Beispiel das Pantografieren eine dieser Oberflächenstrukturen ist, die du suchst, wenn du als Fotograf eine Werkstatt betrittst? Exakt, ja, natürlich. Gut, dann sprechen wir mal noch über einen weiteren Aspekt deiner Arbeit, nämlich nicht über die Arbeit als Fotograf, sondern über die Arbeit als Autor.
Also du bringst im Jahre 2026 ein Buch raus, einen Bildband. Verdient man damit Geld? Nein. Warum machst du es dann? Ja, weil wir haben über das gesprochen. Freaks, getriebene, suchende, gestalten wollende Menschen erreichen Glück. Ich möchte Beiträge leisten.
Es macht mir unglaublich Freude, in Kommunikation mit Menschen zu treten und Menschen etwas zu geben. Und das ist eine der Möglichkeiten, die ich habe. Und ich glaube stark an das tatsächlich physische Produkt. Und das ist ein großer Unterschied, ob wir uns in einem nicht vergrößerbaren Instagram-Look die Bilder angucken oder eben in gedruckter Form die festhalten und in dem Moment auch innehalten beim entsprechenden Erleben dieser Bilder und Geschichten.
Und das erreiche ich dadurch. Oder das ist mein Ansatz dahinter. Oder deswegen möchte ich das machen, weil das für mich eine schöne… Ich will gar nicht von Kunstform sprechen, aber ich komme halt eben auch aus dem Handwerk.
Mir ist es wichtig, dass ich nicht nur echtes Digitales erzeuge, sondern auch echtes Physisches. Und ganz besonders eben auch die Art, dass ich über dieses Blättern, den Bildfluss, das Begleiten von Text zum Bild ganz anders mit den Lesenden, Schauenden in Kommunikation treten kann und diesen Raum gestalten kann, den wir gemeinsam dann da betreten, wenn man so will.
Wenn man das in der Hand hat. Dann kann man an der Stelle natürlich auch fragen, warum verdient man damit kein Geld? Naja, gut, das mit dem Geldverdienen ist relativ, das muss ich schon sagen. Also kauft kauft, kauft. Wenn das natürlich in sonst wie vielen Auflagen gedruckt wird, dann kommt irgendwann der Punkt, wo man Geld verdient damit.
Aber ansonsten ich würde da bei der Erstauflage 2015 ansetzen wollen. Und ich habe zwei Jahre an diesem Buch gearbeitet. Da sind neun Reisen drin gewesen. Jetzt kann man anfangen, seine Rechnung zu machen. Die hat mir ja nicht jemand querfinanziert. Alleine das ist eine Sache.
Jetzt weiß jeder, wie er seine Rechnung aufstellen muss, um zu überlegen, ob man dann da irgendwann mit Geld verdient. Ja, und dann verdient man damit. Ja, genau. Man verdient damit, aber eben in meinem Empfinden halt Glück. Das verdiene ich damit ganz stark und Zufriedenheit.
Das führt dazu, dass ich wieder ganz neu mit Menschen in Verbindung treten kann. Und das ist wert. Wie groß ist die Auflage? Du hast es erwähnt. Dreieinhalbtausend ist die erste Auflage. So, jetzt kam Legends of Steel vor zehn Jahren ungefähr. Jetzt ist Räder aus Stahl erschienen. Lass uns mal zum Abschluss noch ein kleines Gedankenexperiment machen.
Stell uns mal vor, in zehn Jahren bringst du wieder so einen Bildband raus. Hast die Möglichkeit dazu. Jetzt mal abgesehen davon vom Titel, ob der sich jetzt nochmal in eine andere Sprache, ob er dann vielleicht auch französisch ist oder so, das ist egal. Aber was denkst du, wie sieht dein Thema, dieser Stahlrahmenbau und auch die Art des Stahlrahmenbaus, die du thematisierst, also die von diesen Werkstätten, wo Leute von Hand Einzelstücke herstellen?
Wie wird sich das Thema entwickeln? Einfach nur als Spekulation. Ja, das ist jetzt ein bisschen eine tricky Frage. Ja, das tut mir leid. Nee, mir braucht es überhaupt nicht leid tun, weil das wird zum Glück keine zehn Jahre dauern. Das kann ich sagen.
Ja, aber jetzt mal vom Buch abgesehen. Nee, genau, weil Dinge in Arbeit sind. Glücklicherweise wird es nicht mehr zehn Jahre dauern. Ja, aber stellen wir uns mal vor, du bringst in zehn Jahren ein neues Buch raus. Wir haben ja hier schon gesagt, Murten, dort warst du, als er schon gestorben ist. Und wir haben diese großen Namen.
Mir fällt an der Stelle immer zum Beispiel Pegoretti ein. Also wir haben ja, die Zeit schreitet voran, das Rad in Anführungsstrichen dreht sich weiter. Menschen beenden diesen Beruf oder sie versterben auch. Und ich frage mich an der Stelle so ein bisschen, weil ich es spannend finde, weil der Stahlrahmenbau ja auch so eine lange Tradition hat, wie der sich fortschreiben wird.
Ich finde, man kann viel davon jetzt schon erkennen. Aha, was erkennst du? Naja, in meinen Augen ist das ganz Entscheidende zum Beispiel die Lastenradszene. Oder überhaupt Cargobikes spielt Stahl da eine große Rolle, aus deiner Sicht? Ja, also gerade das ist ein Bereich, wo ich zumindest in meiner Wahrnehmung feststellen darf, dass sich das Feld unglaublich erweitert.
Und da eben auch wirklich in kleinen Serien so spezifische Erweiterungen dieses Themas umsetzen lassen. Das ist, glaube ich, einer der Bereiche, der ganz wichtig ist. Da darf übrigens auch Elektrik noch dazu kommen. Also das ist eine Sache, die Kombination aus Stahl und E-Antrieb ist sowieso, glaube ich, eine, die dürfen wir jetzt nicht unterschätzen.
Wenn wir jetzt dann sagen, worüber reden wir in 10 Jahren? Da wird der menschliche Antrieb dabei sein, das ist gar keine Frage. Aber es ist unweigerlich so, dass der, und das E-Bike, da auch ihren Einzug finden wird. Und sicherlich wird sich diese Rolle des Maßrahmens zum Beispiel, wenn wir dabei bleiben beim Maßrahmenbau, auch nochmal verändern.
Und dann ist es auch wiederum eine Frage vom Zeitgeist, inwieweit dann halt der Rahmenbauer fast ein Stück weit auch ein Mechatroniker dann auch noch ist und die Sachen dann versteht. In vielen Bereichen ist es so, weil das kleine Universalgenies sind. Die Mechatroniker sind universal. Die Rahmenbauer? Achso. Die Rahmenbauer.
Es ist wirklich verrückt, was die draufhaben. An der Stelle müssen wir natürlich aus Transparenzgründen sagen, dass du auch für einen Hersteller von E-Bikes arbeitest. Also von daher auch an der Stelle ein bisschen eine Einsicht hast.
Okay, aber ich sehe da so als Entwurf jetzt so, es könnte ja sein, dass wir in 10 Jahren Stahlrahmenbau haben, bei dem auch Motoren eine Rolle spielen. Ja, das kann ich mir schon vorstellen. Und wenn wir mal noch ein, zwei Schritte zurückgehen und uns das anschauen, worüber wir gesprochen haben bei dem Pantografieren, wo ich irgendwie im Kopf das Bild hatte, zum Beispiel von einer Kapelle, die eine Kuppel hat und die ist ganz toll verziert.
Und man kann auch sagen, ja, wofür ist das da? Das ist eine Verneigung vor dem Glauben, vor was auch immer, worum es da geht. Diese Art des Umgangs mit Fahrrädern haben wir gerade noch in dieser Stahlrahmenszene. Ich sehe sie in dieser Form zum Beispiel nicht unbedingt im Carbonrahmenbau.
Also zumindest nicht in gelungener Form über so eine Ornamentik. Ich finde die meisten Sachen im Carbonrahmenbau, wo das versucht wird, für mich die kommen mir ab und zu ein bisschen verunglückt vor. Aber das ist nur mein persönliches Urteil. Ich schweife ein bisschen ab.
Eigentlich wollte ich dich fragen, diese Art der Huldigung, die man an einem Fahrradrahmen vollzieht, diese Verneigung vor diesen Möglichkeiten, vor diesem Gegenstand. Ist die in zehn Jahren noch da? Ja, ganz klar.
Ich würde aber tatsächlich, wenn ich die Chance bekomme, da kurz nochmal einsteigen. Du bekommst die Chance, ja. Weil das sehr, fand ich gerade sehr spannend, weil die Antwort in meinen Augen von dem Thema, was du gerade angerissen hast, liegt in dem abschließenden Punkt.
Bleiben wir beim Maßrahmenbau, die dann über den Lackierprozess entsprechend vollzogen wird. Der Lackierprozess, diese Künstler, weil die müssen wir mit erwähnen. Und da sind wir bei meinem nächsten stärkeren Buch, das ist Gesamtkunstwerk. Dahinter ist ja nicht nur derjenige, der diesen Rahmen gebaut hat.
Nein, dann kommt in meinen Augen im Normalfall eben das, was du gerade, diese Kapelle, dieses Malen von, dieses Pantografieren rein. Dieses, was ist denn dein Bild, was du damit umgesetzt haben möchtest, wenn es nicht irgendwie ganz rigide Vorgaben gibt.
Bei Pegoretti hast du es erwähnt, da gibt es ja den größten Freak der Welt, was die Lackierung angeht. Die sind halt Referenz für viele. Ob der durchgehend auf LSD war oder halt einfach nur ein begnadeter Künstler ist, die Frage. Aber das passiert halt genau am Abschluss dieses Prozesses.
So wie es bei mir auch passiert ist. Also jetzt dann am Ende des Tages weißt im Buch gibt es meinen Maßrahmen von Flo gestaltet, zweimal. Einmal unlackiert im Rennen, im Kapitel über das Rennen in Griechenland, das Rennen in den Mountain Race.
Und dann jetzt in finaler Form am Abschluss des Prozesses vom Rahmenbau, Kapitel über Flo, wo dann dieses Rad einfach sein finales Gesicht bekommen hat, nachdem der Lack tatsächlich umgesetzt worden war. Finde ich eine sehr gute Ergänzung, dass gerade dieser Lackierberuf eine ganz große Rolle spielt.
Hohe Kunst. Hohe Kunst und auch viel am Ende mit dem letztendlichen Erscheinungsbild des Rades zu tun hat. Ich kann aber auch sagen, dass Pegoretti nicht durchgehend auf LSD war. Soviel weiß ich. Das ist beruhigend, ja.
Ja, da ging es ganz viel um Musik, glaube ich. Also er hat auch sehr viel bei der Arbeit Musik gehört. Und das ist aber eine andere Geschichte. Aber es ist schön, dass wir in diesem Gespräch auch zu diesen Themen gekommen sind.
Bengt Stirler hat veröffentlicht, bei Erscheinen dieses Podcasts wahrscheinlich die Räder aus Stahl, heißt es von Rahmenbauern, Sammlern und Klassikern. Ist erschienen im Delius Classing Verlag, kostet 49,90 Euro, hat 224 Seiten und ungefähr 200 Abbildungen.
Und Bengt ist zu einem Gespräch über dieses Buch hier am Antritt zu Gast gewesen. Bengt, ich sage dir vielen Dank für das interessante Gespräch. Ich danke ganz herzlich, dass ich hier sein durfte. Es war schön. Und viel Spaß mit dem neuen Projekt. Ciao. Danke. Ciao.
Fazit
Die Seele eines Fahrrads. Wer hat sie je gesehen? Vielleicht wir alle, vielleicht niemand von uns. Vielleicht gibt es sie gar nicht oder vielleicht ist sie immer dann da, wenn wir… Ich finde es völlig okay, das an dieser Stelle einfach offen zu lassen und festzustellen, in diesem Podcast haben wir es mit einem Werkzeug zu tun, das auf sehr viele verschiedene Arten funkeln kann und dessen Geschichte und Funktion zieht immer wieder Menschen in ihren Bann.
Ich schaue hier gemeinsam mit euch immer wieder drauf und vielleicht bringt uns das alle ein Stück weiter darin, unsere eigene Faszination zu verstehen und natürlich auch denen Respekt zu zollen, die für uns diese Maschinen herstellen und dabei einen Haufen Erfahrung und Engagement einfließen lassen.
Ich bin wirklich gespannt, wie sich das Thema in den nächsten zehn Jahren weiterentwickeln wird. Und es ist eine verdammt gute Nachricht, dass wir bis dahin nicht einfach abwarten müssen, sondern dass es einen Haufen richtig guter Räder gibt, mit denen wir unterwegs sein können. Im ganz konkreten, wie auch im übertragenen Sinn.
Wenn ihr wieder mit dabei sein wollt, dann checkt am kommenden Freitag, den dritten April, euren Podcatcher oder kommt ins Steady oder Apple Podcasts Peloton, denn dort gibt es die nächste Folge des Antritts schon ein Stück eher. Wie das genau geht mit dem Peloton, das seht ihr in den Show Notes.
Und wenn ihr uns erreichen wollt, findet ihr uns auf Instagram, Mastodon und unter Antritt. Ich sage auf jeden Fall vielen Dank für die Aufmerksamkeit an euch alle. Vielen Dank für den schönen Schnitt an Tim Schmutzler und gute Fahrt, wo immer ihr auch rollt. Wir hören uns wieder schon in der nächsten Woche, wenn ihr wollt. Macht’s gut, bis dahin. Ciao.
[Musik: Nick Drake – Day Is Done]