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Foto: Künstler Julius von Bismarck und Politikerin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD). Foto: Marc Beckmann
Bild: Der Künstler Julius von Bismarck und die Politikerin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD). Foto: Marc Beckmann

Monopol-Podcast | Kunst und Politik

„Wir brauchen ein neues Wort für Natur“

Wie könnte eine nachhaltige Zukunft aussehen? Darüber haben Mitte März die SPD-Politikerin Rita Schwarzelühr-Sutter und der Künstler Julius von Bismarck diskutiert.

Kunst und Politik im Dialog

Wie könnte eine nachhaltige Zukunft aussehen? Und welche Impulse und Vorschläge kommen dabei aus der Kunst und der Politik? Unter dem Titel „Welt im Wandel — ein Dialog zwischen Kunst und Politik über Zukunftswege“ trafen dazu Mitte März der Künstler Julius von Bismarck und die Politikerin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) zusammen. Rita Schwarzelühr-Sutter ist Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Julius von Bismarck beschäftigt sich in seinen Werken mit den Veränderungen, die der Mensch der Natur zufügt. Bekannt ist er etwa für seine Werkreihe „Punishment“ (2011 — 2012). Hierfür reiste er in die Schweiz, nach Brasilien und in die USA, um mittels einer Peitsche gegen Naturgewalten anzukämpfen. In seiner Arbeit ist ihm die zunehmende Entfremdung der Menschen zur Natur aufgefallen, insbesondere im Vergleich unterschiedlicher Kulturkreise. So sei das Leben mit der Natur für die Menschen im Amazonas ein anderes als etwa in Europa.

Wir müssen vergessen, was wir bisher über Natur, über Landschaft oder auch über Naturschutz wissen.

Julius von Bismarck, Künstler

Julius von Bismarck, Künstler Foto: Marc Beckmann

Er spricht sich dafür aus, das Wort für Natur abzuschaffen, um Platz für einen neuen Zugang zu schaffen. Die Kunst biete ihm da viele Freiräume und Möglichkeiten.

Auch Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) empfindet die aktuelle Lage in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz als sehr disruptiv. Grund dafür sei auch eine zunehmende Polarisierung innerhalb der Gesellschaft. Julius von Bismarck kritisiert, dass der aktuelle Umweltschutz und die Politik eher dazu tendieren, existierende Strukturen zu schützen. Dieses konservative Denken führe zur absoluten Katastrophe. Rita Schwarzelühr-Sutter erwidert:

So wie es immer war, das verändert sich. Wohin die Reise geht, das kann noch niemand sagen.

Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare SicherheitFoto: Marc Beckmann

Sie plädiert deswegen dafür, mehr auf Zusammenhänge zu schauen und offen für Entwicklung zu sein.

In dieser Folge von „Kunst und Leben“, dem Podcast in Kooperation mit dem Monopol-Magazin, spricht Elke Buhr, Chefredakteurin des Monopol-Magazins, mit dem Künstler Julius von Bismarck und der Politikerin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) über Impulse aus Kunst und Politik für eine nachhaltige Zukunft. Das Gespräch fand im Rahmen der Talk-Reihe „Zukunft und Zeitgeist“ der BMW Foundation in Berlin statt.

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