Album der Woche | Die höchste Eisenbahn – Ich glaub dir alles

Eine Woche Musik, ein Jahr Texte

19.08.2019

Die höchste Eisenbahn haben als Live-Band begonnen. Diesen Anspruch haben sie jetzt auch bei den Aufnahmen für ihr drittes Album verfolgt. Denn im Tonstudio hat erstmals Moses Schneider die Produktion begleitet.

Alle fest in der deutschen Indie-Szene verwurzelt: Moritz Krämer, Felix Weigt, Max Schröder und Francesco Wilking (vlnr)
Foto: Joachim Gern

Die Höchste Eisenbahn - Ich glaub dir alles

Ich glaub dir alles

Die Höchste Eisenbahn

(Tapete / Indigo, bereits erschienen)

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Das Album der Woche wird präsentiert von Dockin. Promo-Code: detektor.fmDockin10


Die höchste Eisenbahn – ursprünglich ein Live-Projekt

2011 haben sich Die höchste Eisenbahn gegründet. Moritz Krämer und Francesco Wilking wollten eine Live-Band haben. Krämer ist bis heute sehr aktiv als Solo-Künstler, Wilking auch bekannt als Sänger der Band Tele. Die höchste Eisenbahn sollte eine Bühnenband werden, die in jeder Stadt mit anderen GastmusikerInnen spielt:

Wir hatten mal den Plan, dass in jeder Stadt, in der wir spielen, jemand anderes dazu kommt. – Moritz Krämer, Sänger und Gitarrist bei Die höchste Eisenbahn

Mittlerweile hat sich doch eine eher feste Bandstruktur gebildet: Max Schröder und Felix Weigt bilden das musikalische Fundament für die poetischen Kurzgeschichten der beiden Sänger. Und auch Weigt und Schröder sind in der deutschen Indie-Szene bekannt. Schröder hat schon für Tomte und Leslie Clio Schlagzeug gespielt. Und Weigt spielte zum Beispiel bei Kid Kopphausen Bass. Mit „Ich glaub dir alles“ ist jetzt das dritte Album der kleinen Supergroup erschienen.

Live-Produktion von Moses Schneider

Auch an den Reglern hatten Die höchste Eisenbahn diesmal namhafte Unterstützung: Mit Moses Schneider hat einer der aktuell gefragtesten Produzenten die Entstehung des Albums im Tonstudio begleitet. Die beiden Vorgänger-Alben hatte die Band noch selbst produziert. Dank Schneider ist die Band ihrem Live-Anspruch nun auch bei den Aufnahmen zu „Ich glaub dir alles“ gefolgt. Die Band spielte die Stücke zusammen in einem Raum ein. Bei den beiden Vorgängeralben wurden die Songs dagegen eher Spur für Spur aufgenommen.

Das ist schon was anderes, als wenn Du sagst: Ich mach jetzt ein Lied und fang an mit einem Beat. Und auf den Beat setze ich ne Bassline. Und auf die Bassline setz‘ ich ne Gitarre drauf. Und irgendwann am Ende setz‘ ich den Gesang drauf mit einem Text. Oder Du schreibst das Lied von vorne bis hinten fertig und nimmst dann alle zusammen auf. – Francesco Wilking über die Live-Aufnahmen der Band. – Francesco Wilking von Die höchste Eisenbahn.

Das hat der Band gut getan, findet Christian Erll aus der detektor.fm-Musikredaktion. Er hat die beiden Sänger getroffen und stellt das Album „Ich glaub Dir alles“ im Gespräch mit Gregor Schenk vor. Dabei klären sie auch die Frage, welchen Einfluss die Golden Voyager Records auf das Album hatten.