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slowthai
Foto: Universal

Keine Angst vor Hits

Die Jagd nach dem 13. Ton

Skandalrapper slowthai kombiniert einen Trennungssong mit einem verstörenden Traumvideo, Fenne Lily besingt auf ihrem zweiten Album Einsamkeit und Acid Pauli zollt der Modular-Szene musikalisch Tribut. All das und mehr in Keine Angst vor Hits, unserem wöchentlichen Musik-Update.

Neue Alben

Deradoorian – Find The Sun

Angel Deradoorian war von 2006 bis 2011 Bassistin und Sängerin bei Brooklyns Vorzeige-Hipsterband, den Dirty Projectors. Dann hat sie angefangen solo Musik zu machen, die vor allem von Krautrock im allgemeinen und von ihrer Lieblingsband CAN im speziellen beeinflusst ist. Das hört man auch deutlich auf ihrem zweiten Album “Find The Sun”. Inhaltlich könnte die berühmte Tempelinschrift “Erkenne dich selbst!” als Leitmotiv dienen, denn in ihren Songs setzt sich die 34-Jährige mit Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung auseinander und der Einsicht, dass wir viel mehr können, als wir uns oftmals zutrauen. Finde die Sonne in dir selbst!

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Acid Pauli – MOD

Die sogenannten Modular-Szene ist eine Mischung aus enthusiastischen Hobby-Bastlern, Studio-Besitzern, Herstellern und Künstler*innen, die sich für aus Modulen bestehende Instrumente begeistern. Martin Gretschmann alias Console alias Acid Pauli ist nicht nur ein umtriebiger DJ und Remixer, sondern auch Teil dieser Szene. Mit seinem neuen Album “MOD” setzt er ihr ein musikalisches Denkmal. Die Tracks bestehen aus wabernden oder zuckenden Texturen, metallischen Sounds, Loops, Beeps und Blips. Am besten hört man das ganze Albem am Stück und lässt sich in die faszinierende Welt der modularen Synthie-Sounds entführen.

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Fenne Lily – Breach

Die britische Musikerin Fenne Lily ist für Songs mit entrückter Aura und sanftmütiger Schönheit bekannt geworden. Solche sind vor allem auf ihrem 2018er Debütalbums „On hold“ zu finden. Ähnliches kann man auch über die Stücke auf ihrem neuen Album „Breach“ sagen, was vor allem an ihrem feenhaften Gesang liegt. Sie wendet sich aber auch vermehrt dem Indierock zu, ihr Songwriting ist zupackender. Schwermütige Indiepopballaden, Folksongs und Dreampop bevölkern das Album, das zum wiederholten Hören einlädt.

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Neu auf der Playlist

The Avalanches – Music makes me high

Das selbstbetitelte Debütalbum von The Avalanches war eine Demonstration, was mit Sample-basierter Musik alles möglich ist. Sie türmten Schicht um Schicht um Schicht und erzählten ihre Songs wie kleine Geschichten, in denen auch nach dem x-ten Mal Hören noch Neues zu entdecken war. Dennoch sind die jetzt durchgehört, denn leider ist das letzte Avalanches-Album schon 16 Jahre alt. Vor einigen Wochen kam schon eine Doppelsingle, gleich mit den namhaften Gästen Jamie XX und Neneh Cherry. Und nun verdichten sich die Zeichen, dass wir nicht mehr lange auf ein Album warten müssen. Beweisstück B: Eine neue Single, die Early-House-Hommage namens „Music Makes me high“.

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slowthai – feel away (ft. James Blake, Mount Kimbie)

Slowthai, das ist Tyron Kaymone Frampton. Der junge Rapper aus Northampton, UK hat sich in den letzten zwei Jahren nicht nur in den Charts, sondern auch in den Klatschspalten etabliert: Er präsentierte zum Beispiel einen gefakten, abgetrennten Kopf von Boris Johnson auf der Bühne. Und auf den NME Awards 2020 sprang er vom Podest, um sich auf eine Beinahe-Schlägerei mit dem Publikum einzulassen. Besser als Manieren zeigen, kann slowthai: Rappen. Die Gorillaz hatten ihn kürzlich bereits als Gast, nun holt sich slowthai selbst prominente Unterstützung. Und zwar von niemand geringerem als James Blake und Mount Kimbie. Den gemeinsamen Song „Feel Away“ hat slowthai seinem Bruder gewidmet, der vor vielen Jahren im Säuglingsalter verstorben ist. Das gibt dem verstörende Video – bei dem es vordergründig eher um Vergessenwerden und Auf-sich-gestellt-Sein nach einer gescheiterten Beziehung geht – eine zweite Ebene.

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Future Islands – Moonlight

Synth-Pop kann schnell generisch wirken: Bisschen Komfort-Gedudel, warme Stimme, viel 80er-Anleihen und Pathos. Fertig ist die schwelgerische Durchschnittlichkeit. Future Islands schaffen es trotzdem, diesem Genre Neues abzugewinnen. Oder es wenigstens so gut zu machen, dass die Musik komplett geschmeidig ins Ohr flutscht. Und dann haben sie ja noch diesen unprätentösen und sehr authentischen Sänger Sam Herring. Der vermittelt live immer den Eindruck, absolut in der Musik von Future Islands aufzugehen, während er völlig selbstvergessen über die Bühne tanzt und zappelt. Bevor das neue, sechste Studioalbum „As Long As You Are” im Oktober erscheint, releasen sie noch “Moonlight”. Der Song ist gefühliger und zärtlicher Song über Verdruss und Akzeptanz in der Liebe.

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