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Beim Dreh zu Sigrids neuem Musikvideo lief nichts wie geplant. Ein tolles Video ist trotzdem draus geworden. Bild: Screenshot | youtube.com
Bild: Screenshot | youtube.com

Musikvideo der Woche | Sigrid mit „Mine Right Now“

Best Worst-Case-Szenario

Warum auch manchmal etwas schiefgehen muss, damit Dinge besonders gut werden, zeigt die norwegische Sängerin Sigrid mit ihrem Musikvideo zu „Mine Right Now“. Es ist unser Musikvideo der Woche.

Wenn alles schiefläuft? Improvisiere!

Mehrere Wochen lang hat eine Filmcrew mit 40 Leuten diverse Filmsets für den Videodreh in einem ungarischen Nationalpark aufgebaut. Alles ist fertig, alle am Start. Wer fehlt? Sigrid – Sängerin und eigentlicher Star des Musikvideos. Aufgrund diverser Probleme mit ihrer Flugverbindung hat sie es nicht zum Drehort geschafft. Die Crew stand vor der Entscheidung: Abreisen oder ohne sie drehen? Sie haben sich dann entschieden, das Projekt durchzuziehen. Im Mittelpunkt steht allerdings nicht Sigrid, sondern der Regisseur des Videos, Max Siedentopf.

Man muss auch sagen, dass der Typ optisch natürlich auch weit weit weg von Sigrid ist und auch weit weit weg von Modelqualitäten, sondern das ist halt einfach ein sympathischer Typ, der einfach talentiert ist, was Regiearbeit angeht. Und dann steht der einfach vor der Kamera und weiß nicht so richtig, wo hinten und vorne ist, und das spürt man auch und das finde ich wirklich witzig an dem Video. – Maurice Gajda Musikvideo-Auskenner

Wenn eine Sache schiefgeht, geht alles schief

Das war nicht das Einzige, was schiefgelaufen ist. Die Crew war vom Pech verfolgt. Von Drohnen, die in einen See abstürzen und nicht mehr aufzufinden sind, über Sets, die durch Starkregen unbrauchbar geworden sind, bis hin zu einer Fahndung nach einem Serienmörder, wegen dem sie den Nationalpark verlassen mussten. Weitergedreht haben sie trotzdem.

Am Ende sind all diese Pannen nicht im Outtakes-Ordner gelandet, sondern in das Musikvideo eingeflossen. Wie sie das umgesetzt haben und warum das Video dadurch zu etwas Besonderem wird, darüber hat detektor.fm-Moderatorin Lara-Lena Gödde mit Maurice Gajda gesprochen.

Ich glaube, sich sowas auf dem Reißbrett auszudenken, das ist schon sehr abstrakt. Da sagt glaube ich kaum eine Plattenfirma oder ein Mensch: ‚Ja, lass uns das genauso machen.‘ Ich kann mir gut vorstellen, dass es tatsächlich ein tolles Zufallsprodukt ist.Maurice Gajda
Musikvideo der Woche – Sigrid 06:43

Redaktion: Jonas Enke

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