|
Die Natur hat sich im Grenzstreifen während des Kalten Krieges fast 40 Jahre lang ungestört entwickeln können. Das haben Naturschützer und Naturschützerinnen in Ost und West schon weit vor dem Fall der Mauer erkannt und direkt im Dezember 1989, auf Initiative des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), das Grüne Band Deutschland gegründet. Es ist das erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt.
Heute ist das fast 1.400 Kilometer lange Grüne Band zwischen der Lübecker Bucht im Norden und dem Thüringer Wald und dem Frankenwald Bayern im Süden ein Verbund aus fast 150 Biotopen und damit laut BUND der längste Biotopverbund der Welt.
Grünes Band Sachsen-Anhalt: Nationales Naturmonument
Sachsen-Anhalts Grünes Band ist seit 2019 „Nationales Naturmonument“. Das Bundesland hat mit einer Länge von 345 Kilometern nach Thüringen den zweitlängsten Anteil am Grünen Band. Allerdings befinden sich mit insgesamt 100 Kilometern auch die größten Lücken im Grünen Band Sachsen-Anhalt.
Im Sachsen-Anhalter Teil kommen seltene Tierarten wie Fischotter, Gottesanbeterinnen, Libellen und Reptilien wie die Zauneidechse und die Schlingnatter vor.
Das Grüne Band lässt sich am besten zu Fuß und mit dem Fahrrad erkunden. Der BUND hat dazu verschiedene Touren erstellt. Auch die Grenzmuseen in Sachsen-Anhalt liegen im Grünen Band und bieten Touren an. Des weiteren bietet die Grenzwandler-App Orientierung. |