Innovation durch Perspektivwechsel
Hinter all diesen Beispielen steckt dasselbe Prinzip: Cross Innovation. Dabei wandern Ideen, Technologien oder Denkweisen aus einer Branche in eine andere. Für zahlreiche Unternehmen wird genau dieser Blick über den Tellerrand gerade immer interessanter. Denn viele Herausforderungen sind zu komplex, um sie nur innerhalb der eigenen Branche zu lösen.
Innovationsforscher Prof. Dr. Thorsten Posselt von der Universität Leipzig hält Cross Innovation deshalb für „ein sehr hoffnungsvolles Konzept, um neue Impulse und große Sprünge in Branchen hineinzubringen“.
Eine zentrale Rolle dabei spielt die Kultur- und Kreativwirtschaft. Denn Kreative bringen andere Arbeitsweisen, neue Formate und oft auch einen nutzerzentrierten Blick auf Probleme mit. Auch die Politik sieht darin großes Potenzial:
Dort, wo Kreativität auf etablierte Geschäftsmodelle trifft, erleben wir ganz viel Kraft und damit Innovation.
Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie
Foto: Tom PeschelCross Innovation bei Ottobock
Wie das konkret funktioniert, zeigt das Beispiel des Prothesenherstellers Ottobock. Das Unternehmen arbeitet aktuell gemeinsam mit Kreativen aus Design, Musik, Gaming und darstellender Kunst an der Frage: Wie können Menschen direkt nach einer Amputation besser und schneller unterstützt werden?
Welche Ideen bei solchen Projekten entstehen, wo Cross Innovation an Grenzen stößt und was es braucht, damit die Zusammenarbeit gelingt — darum geht es in der ersten Folge der neuen Staffel „Machen statt Quatschen“.