Die Start-up-Szene in Sachsen-Anhalt ist der Generationsvertrag und die Wohlstandsversicherung für unsere Kinder und Kindeskinder. Und unseren Wohlstand können wir nur halten und mehren, wenn neue, junge und wachstumsstarke Unternehmen am Ort unterstützt werden und hier Arbeitsplätze schaffen, Steuern zahlen, die dann wieder in unsere Volkswirtschaft zurückfließen. Das sagt Jonas Krakau. Er arbeitet seit knapp zehn Jahren in der Gründungsförderung der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg und hat mehr als 100 Unternehmensgründungen begleitet. Dadurch hat er natürlich auch einen guten Überblick, was Start-ups in welcher Phase ihrer Gründung so brauchen. Und wie wir gerade gehört haben, hängt aus seiner Sicht an Start-ups der künftige Wohlstand Sachsen-Anhalts.
Ja, Start-ups und Sachsen-Anhalt, das ist vielleicht nicht die erste Verbindung, die im Kopf gezogen wird. Die meisten Menschen, auch ich lange, denken da wahrscheinlich erst einmal an Großstädte wie Berlin, Hamburg oder München. Genau, und dabei hat Sachsen-Anhalt gar nicht so wenige Start-ups und grundsätzlich auch ziemlich gute Voraussetzungen für Unternehmensgründungen. Wie genau die aussehen und wo es noch hakt, darüber sprechen wir heute bei Dazwischen.
Ja, wir freuen uns, dass ihr wieder mit dabei seid. Katja, wie war denn deine Woche? Was ist seit unserer letzten Folge passiert? Wir haben uns ja auch seitdem nicht gesehen. Was ist bei dir passiert? Ich muss zugeben, deine Inspiration der letzten Folge hat mich noch so ein bisschen begleitet. Wir haben ja viel über Begegnungsorte und über Begegnungen mit anderen Menschen gesprochen. Und ich bin letztes Jahr in ein neues Haus gezogen. Da gibt es ein Vorderhaus, da ziehen jetzt gerade ganz viele neue Nachbarn und Nachbarinnen ein. Und dann habe ich nach unserer Folge gedacht: Mensch, die muss ich eigentlich mal kennenlernen. Wir müssen uns einfach mal treffen und uns auch so ein bisschen austauschen. Und jetzt habe ich so ein Nachbarschaftstreffen organisiert im Mai und freue mich da irgendwie drauf, weil das tatsächlich nochmal so ein Ort ist für Begegnungen. Und ja, das war so ein bisschen deine Schuld, muss ich ganz ehrlich sagen.
Wie ging es dir denn nach der Folge? Ja, erst mal eine schöne Schuld, die ich auf mich nehme. Ja, freut mich tatsächlich. So ein bisschen ähnlich. Ich finde, Nachbarschaftssachen, ja, irgendwie lebt man ja ganz oft aneinander vorbei. Und ich habe mit zwei Freunden, die nebenan wohnen, wir gucken immer auf so eine Wiese, auch zwischen dem Vorderhaus und dem Hinterhaus, und die sieht ganz furchtbar traurig aus. Und jetzt haben wir unseren Vermieter geschrieben, ob wir die nicht schöner machen dürfen. Und das dürfen wir. Und wir werden eine kleine Sitzecke hinmachen und auch ein paar Hochbeete hinstellen. Und ich habe quasi jetzt, bevor ich heute hergekommen bin, die Aussagen an die Nachbarn ausgehängt mit: Hey, wir machen das und habt ihr nicht Lust mitzumachen? Und wenn ihr nicht mitmachen wollt, auch okay, aber ihr dürft es voll gerne mitnutzen oder euch einfach an den Blumen erfreuen, die da bald dabei sind. Also auch so ein bisschen schön, also positiver Impact in unserem Leben schon mal.
Das ist doch toll! Und ich bin auch gespannt, was unsere Dazwischen-Community so erzählt, was seit der letzten Folge bei denen passiert ist. Leonard, es ist wieder bei uns im Studio. Schön, dass du da bist! Hi! Du hast letzte Woche ja zum ersten Mal den Newsletter geschrieben und hast auch die Kommentare und Rückmeldungen im Blick. Was kam denn da so rein? Ja, wir haben wieder super cooles Feedback bekommen und schöne Anmerkungen. Ich glaube, nicht nur ihr seid inspiriert worden, aber viele haben auch von vornherein schon zu Hause ganz viel gemacht. Robert Box zum Beispiel aus Kainer hat uns geschrieben zu unserer Folge über die Begegnungsorte und er hat erzählt, dass sie in Kainer auch Begegnungsorte haben. Er organisiert dort zusammen mit anderen Mitstreitern verschiedene Projekte für den Ort und die machen echt richtig viel. Also von einer Nachtwächtertour über ein weltweit bekanntes Projekt als Funkdorf bis zum mobilen Kino vom Fahrrad-Einhänger. Da ist eigentlich alles dabei.
Und er sagt aber auch, was wir auch ein bisschen angesprochen haben: Trotz des Leerstands gibt es keinen richtigen so dritten Ort. Es gibt nicht so etwas wie das Mitmachlokal und es scheitert auch in Kainer ganz oft an der Finanzierung. Und er würde sich da oft eine etwas langfristigere Unterstützung aus der Politik wünschen, weil er sagt, ganz oft gibt es halt nur so eine kurze Förderung und dann geht das wieder zurück. Aber cool, dass sie so viel zusammen organisieren. Und ich finde auch, mobiles Kino vom Fahrrad klingt auch richtig cool. Ich finde auch! Und ich glaube, das ist echt ein Beispiel für ganz, ganz viele. Also uns haben auch wirklich viele Leute geschrieben. Und einer, der uns geschrieben hat, der hat direkt auch Feedback gegeben, was wir jetzt benutzen können. Das ist nämlich Jan Wagner aus Halle, der sich gemeldet hat. Und der hat gesagt: Mensch, kümmert euch doch vielleicht mal um das Thema soziale Innovation und gemeinwohlorientierte Gründung. Und wir sprechen heute ja über Start-ups und da sind natürlich auch viele gemeinwohlorientierte Ideen und Gründungen dabei, sodass wir darauf direkt ein bisschen eingehen können.
Ja, danke, Leonard, dass du es mitgebracht hast. Und danke an euch alle für eure Einsendungen, auch die, auf die wir jetzt hier nicht eingehen konnten. Wir freuen uns da wirklich mega drüber und finden das super wertvoll und können daraus auch ganz viel ziehen. Und wenn ihr auch etwas loswerden wollt, Lob, konstruktive Kritik oder spannende Hinweise, dann schreibt uns eine Mail an dazwischen@detektor.fm. Und ihr erreicht uns aber auch bei Facebook oder Instagram. Sucht dort einfach nach detektor.fm.
Liebe Marie, letzte Woche hast du mich ja an einen Ort mitgenommen und diese Woche bin ich mal dran. Wir befinden uns im Nordwesten von Halle, so überhalb der Peisnitz, nicht weit von der Wilden Saale entfernt. Aber ich muss gleich vorwegnehmen, mit Natur hat der Ort, an dem wir uns befinden, gar nicht viel zu tun. Denn der Technologiepark Weinberg Campus ist ein riesiges Gelände, über 130 Hektar groß, wo hundert Unternehmen und Institute der Uni und Forschungsinstitute angesiedelt sind. Also wirklich so nebeneinander das Biozentrum, Fraunhofer, Max-Planck-Gesellschaft und dazwischen so ein Haus, was ehrlicherweise ein bisschen lustig aussieht. Also wir stehen hier vor dem ältesten Gebäude des Technologie- und Gründerzentrums auf dem Weinberg Campus. Und weil man nicht ganz wusste, was das wird mit diesem Technologie- und Gründerzentrum, ob das klappt in den 90er Jahren, als sie es gebaut haben, haben sie es vorsichtshalber im Stile eines Wohnhauses gebaut. Da oben sieht man es auch noch ganz gut mit den schrägen Fenstern. Genau, und dann hat man eigentlich peu à peu, als man dann gemerkt hat, oh, das scheint ja ganz gut zu laufen, das ist ausgebucht, so Stück für Stück angebaut. Und deswegen sieht das auch so ein bisschen witzig aus.
Das ist Edgar Bocek, Startup-Berater am Weinberg Campus. Und der hat mich dann auch mit reingenommen in dieses älteste Gebäude, in dem sich heute der Innovation Hub befindet. Ja, und wenn man da reingeht, dann gibt es gleich rechts so eine Art großen Glaskasten, den Accelerator. Und als ich da war, fand da gerade ein Workshop mit mehreren Start-ups statt.
Okay, und was ist das für ein Workshop? Das war ein Workshop zum Thema Markteintritt und Vertrieb. Und das ist deswegen ganz spannend, weil viele Gründerinnen und Gründer auf dem Weinberg Campus aus der Wissenschaft kommen. Also man hat sich da vor allem auf Biotech-Unternehmen und digitale Innovationen spezialisiert. Ich habe nachher auch noch mal so ein paar Beispiele mitgebracht, damit man sich das einfach noch ein bisschen besser vorstellen kann. Naja, und diese Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die müssen sich natürlich alles, was man so zur Unternehmensgründung braucht, erst mal so drauf schaffen. Und dabei hilft eben der Weinberg Campus, weil er mehr als ein Büro ist, in dem man sich beraten lässt. Tatsächlich war ich auch schon mal auf dem Weinberg Campus für ein, zwei Interviews. Also es war ein interessanter Ort auf jeden Fall.
Ja, der hat so ein bisschen so einen Spirit, man merkt das schon. Und Edgar Bojcek hat im Gespräch immer wieder das Wort Ökosystem benutzt. Und ich finde, dass das irgendwie ein passendes Bild ist, weil auf dem Campus in Halle so ganz viel zusammenkommt. Also man vermietet da Büros, Laborflächen für die Start-ups. Da sitzen natürlich auch Start-ups, die es schon geschafft haben. Und man schreibt eben jedes Jahr Startup-Elevator-Programme aus. Und ungefähr 20 Start-ups pro Jahr werden dann eben dabei auf ihrem Weg von der Idee bis zur Marktreife begleitet. Und ja, potenzielle Gründerinnen und Gründer können sich eben dafür bewerben. Und die Gründenden werden dabei dann so ganz individuell betreut, hat mir zumindest Edgar Bojcek erzählt.
Wir sind sozusagen die Dienstleistungs-Unit. Wir machen Beratung für die Start-ups. Also erst mal herausfinden: Was ist das richtige Business Model? Kenne ich meine Wertschöpfungsketten? Kenne ich den Markt? Dann Pitch-Training: Wie rede ich mit Investoren? Wie spreche ich die an? Wie verkaufe ich mich gut? Marketing. Und wir integrieren sie in unser Ökosystem. Also das heißt, Pilotkunden finden beispielsweise oder Kollaborationspartner finden oder eben Investoren finden. Der Weinberg Campus scheint auf jeden Fall, so von dem, was er gerade erzählt hat, ein guter Anlaufpunkt zu sein für alle, die ein Startup gründen wollen. Und auch als würde man sehr passgenau beraten werden, was ich wirklich brauche für meine Idee. Genau, und das auch schon super lange. Das hat mich ehrlich gesagt überrascht. Also das macht man schon seit 1993 da und es hat schon über 300 Firmengründungen gegeben.
Okay, krass! Das wusste ich wirklich noch nicht, dass es diesen Weinberg Campus seit 1993, also kurz nach der Wiedervereinigung, gibt. Was war denn damals die Idee? Weil Start-ups, also das Wort gab es ja so 1993 noch nicht. Kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber natürlich gab es auch schon vor der Wiedervereinigung eine ganz starke Forschungslandschaft in Halle. Also zum Beispiel gibt es einen der ältesten Biochemie-Studiengänge Deutschlands, aber auch Materialwissenschaften, Chemie, Pharmazie. Und man wollte da eben eine Struktur schaffen, damit Ausgründungen aus diesen Forschungseinrichtungen den Raum haben, den sie eben brauchen. Und mittlerweile läuft das Technologie- und Gründerzentrum so gut, dass eben alle Büro- und Laborflächen eigentlich fast immer ausgebucht sind. Und deswegen wird dieses Jahr auch noch ein Neubau eröffnet und es sind auch noch zwei weitere geplant. Und natürlich fließen da auch ziemlich viele Fördergelder rein.
Wenn etwas gefördert wird vom Land oder vom Bund, dann steht ja dahinter immer auch ein großes Interesse. Welches Interesse hat Sachsen-Anhalt daran? Ja, das habe ich Edgar Bocek auch gefragt. Und er hat mir zuerst einmal erklärt, dass die meisten Fördergelder tatsächlich vom Bund und auch von der EU kommen. Aber die Frage, was hat zum Beispiel Sachsen-Anhalt davon, die ist ja trotzdem berechtigt. Am Ende ist es Wirtschaftsförderung. Am Ende sind das natürlich Arbeitsplätze. Und das sind auch hochqualifizierte Arbeitsplätze. Das sind am Ende Steuergelder fürs Land. Das sind Gewerbesteuereinnahmen natürlich. Und das ist natürlich auch ein Innovationstreiber für die Region, für Industrien, die eine große Zukunft haben. Und ich denke, das ist gerade in unseren Zeiten derzeit besonders wichtig. Also Innovation bringt eine Transformation mit sich. Transformation der Wirtschaft. Und das ist eigentlich der Weg, der, ich finde, es sollte noch mehr davon geben.
Und wie viele dieser Start-ups, die in Sachsen-Anhalt gegründet wurden, haben quasi, ich sage mal, das schon zurückgeben können im Sinne von Arbeitsplätzen geschaffen, große Steuereinnahmen? Du hast ja vorhin schon gesagt, du hast ein paar Beispiele mitgebracht. Genau, ich habe Gründerinnen und Gründer von drei Start-ups getroffen, die spannenderweise an so ganz unterschiedlichen Punkten stehen. Das erste Start-up ist eigentlich noch gar keins, soll aber mal eins werden und heißt Advanced Neuroscience Alternatives. Ich habe mit Andrea aus Spanien und Fernando aus Mexiko gesprochen. Die beiden stammen von der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg und haben da eine Alternative zu Tierversuchen entwickelt. Ich sage mal, im Detail ist es relativ kompliziert, aber vereinfacht könnte man sagen, sie entwickeln so eine Art Plattform für menschliches Gehirngewebe, an der man dann zum Beispiel Medikamente testen kann, statt dafür eben Mäuse oder Ratten zu verwenden. Das heißt also, Tierversuche könnten langfristig dann komplett wegfallen.
Wahnsinnig spannend! Ganz genau. Und das hat noch einen anderen Vorteil, denn bei Tierversuchen lassen sich ja nicht alle Ergebnisse einfach so auf den Menschen übertragen. Logisch, Menschen und Ratten sind eben doch noch zwei verschiedene Wesen. Das Gewebe von Advanced Neuroscience Alternatives, das ist aber komplett menschlich. Ich habe dich ja aber eben so verstanden, dass es hier noch nicht mal ein Start-up gibt. Also an welcher Stelle stehen die denn gerade? Genau, die sind noch in der sogenannten Pre-Seed-Phase. Also das ist so etwas wie die Ideen- und Testphase, bevor ein Start-up so richtig gegründet wird und finanziert wird. Und Advanced Neuroscience Alternatives, die nehmen eben auch an diesem Start-up-Accelerator teil, an verschiedenen Workshops, entwickeln da gerade noch so ihr Geschäftskonzept. Und das Netzwerk, was dabei entsteht, das ist für ihre Gründung eben auch total wichtig, haben mir Andrea und Fernando erzählt.
Wir waren überrascht, weil die Informationen nicht so leicht zugänglich sind. Man muss sich wirklich vernetzen. Aber sobald man Teil dieses Netzwerks ist, merkt man, dass es viel Unterstützung gibt, auch finanziell und in Form von Kontakten. Ohne Netzwerk fehlen Kontakte zu Laboren, Partnern oder Kunden. Ohne Netzwerk ist es kaum möglich, erfolgreich zu starten. Ich finde es auch großartig. Auch die Workshops und Bootcamps sind sehr hilfreich. Wir kommen aus der Wissenschaft, lernen hier aber viel über Kundenentwicklung, Markteintrittsstrategien und Geschäftsmodelle. Also mega coole Idee! Ich finde ganz allgemein überhaupt diesen Forschungsbereich, der sich damit auseinandersetzt, wie man langfristig auf Tierversuche verzichten kann, wahnsinnig spannend. Ich weiß aber auch, dass diese Forschung sehr lange braucht. Welchen Zeitplan haben die beiden denn?
Also die wollen jetzt im Herbst die Fördergelder beantragen und dann nächstes Jahr ihre Entwicklung patentieren lassen. Danach wollen sie eben offiziell gründen. Diesen Schritt hat ein anderes Unternehmen aus dem Programm schon gemacht. Ester Biotech ist zwar ein Unternehmen mit Sitz in Leipzig, aber ich habe es trotzdem mal mitgebracht. Zum einen, weil die eben von diesem Programm am Weinberg Campus profitieren, zum anderen aber auch, weil ich diese Idee, die die haben, richtig cool finde. Es geht nämlich um ein Riesenproblem unserer Zeit: das Recycling von Plastik. Das läuft ja normalerweise so, dass man das mechanisch macht. Also da wird sozusagen dieser Kunststoff immer mehr zerkleinert, dann irgendwann aufgeschmolzen. Und Ester Biotech, die setzen jetzt auf molekularer Ebene an. Das heißt, die haben ein Enzym entwickelt, das Kunststoff in seine kleinsten Teile aufspalten kann, sogenannte Monomere. Und die können sie dann wieder aufarbeiten und neuwertiges Material in Originalqualität herstellen.
Okay, das könnte ja langfristig das Plastikproblem lösen, oder? Ja, vielleicht. Es gibt da so ein paar Hürden, würde ich mal sagen. Also Nummer eins ist, mit dem Retten der Weltenmeere kann man jetzt nicht unbedingt Geld verdienen. Das heißt, man muss erst mal überlegen, wie sieht ein Businessmodell aus, mit dem man auch leben kann. Und dazu kommt, man muss es auch erst mal schaffen, das Verfahren jetzt hoch zu skalieren. Also daran arbeitet das Team gerade. Derzeit bewegt man sich aber eher so im 100-Liter-Maßstab. Es ist noch nicht so unfassbar viel. Und für den nächsten Skalierungsschritt müssen sie jetzt erst mal 1,5 Millionen Euro einwerben. Sind da also auch gerade dran, sind in Gesprächen. Das läuft nach eigener Aussage auch ganz gut. Aber man muss jetzt erst mal schauen, was da passiert. Langfristig sehen die Chancen, dass Ester Biotech da wirklich eine gute Lücke füllen kann, gar nicht so schlecht aus, meint zumindest Mitgründer Martin Hirschfeld.
2030 ist eine absolute Schallmauer, vor allem der Verpackungsindustrie, weil dann neue Verfahren, Recyclingverfahren erforderlich werden. Es gibt bisher hauptsächlich Recyclingquoten. Das heißt aber auch, ich kann gewisses Downcycling abbilden, also dass ich eben Verschlechterungen der Qualität habe. Das Entscheidende ist jetzt, dass ich eben dieses schlechte Material, wie wir es tun, wieder an den Anfang des Kreislaufs bringen in einer sehr hohen Qualität, das auch für Lebensmittelanwendungen geeignet ist, zum Beispiel. Und da gibt es aktuell eine Lücke. Ohne neue Recyclingtechnologien wird diese Lücke nicht zu schließen sein. Dadurch entsteht jetzt der Druck, was sehr gut ist für uns. Dann hoffe ich, dass der Druck auch dazu führt, dass Sie wirklich Investorinnen und Investoren finden, um das umzusetzen. Weil ich glaube, der Druck ist eigentlich schon sehr lange da.
Ja, was auch ganz spannend ist, finde ich, die denken zum Beispiel über einen, ja zumindest langfristig, über einen Standort in Leuna nach, dass ein neuer Bereich erschlossen werden, der sich eben auf biobasierte Chemie konzentriert oder spezialisiert. Und das könnte ja auch so ein Motor sein, um da den nötigen Transformationsprozess hinzubekommen. Super spannend, vielleicht auch für eine unserer kommenden Folgen. Denn die Chemieindustrie, auch eine der wichtigsten Branchen Sachsen-Anhalts, der werden wir eine eigene Folge widmen. Und vielleicht können wir dann darauf nochmal zurückkommen. Das fände ich total spannend.
Vorher würde ich dir gerne noch von einem dritten Start-up erzählen, bei dem ich war. Das heißt Period Trap, 2019 gegründet und seit letztem Jahr mit zwei eigenen Produkten auf dem Markt: einer Zahnpasta und einem Zahnreinigungsgel. Also das ist bestimmt toll, aber erst mal würde ich jetzt sagen, das ist nicht so wahnsinnig innovativ, oder? Zahnpasta? Du bist nicht beeindruckt, ich merke schon, du bist nicht beeindruckt. Nein, aber es ist natürlich eine spezielle Zahnpasta, vor allem für Menschen, die unter Parodontitis leiden. Also das ist so eine Krankheit, die schwindet aufgrund von Bakterien des Kieferknochens und es kommt dann eben zu Zahnfleischbluten und man kann dabei sogar Zähne verlieren. Also schon, glaube ich, unangenehm und auch nicht besonders schön, wenn man diese Krankheit hat. Also keine ganz normale Zahnpasta. Genau, keine ganz normale Zahnpasta.
Ich kann ja nur noch mal ganz kurz erzählen, was bei Parodontitis normalerweise passiert, denn die Therapie ist ziemlich aufwendig und auch langwierig. Und Period Trap kommt genau an diesem Punkt ins Spiel, denn die haben ein Enzym entwickelt oder ein Enzym gefunden im ersten Schritt, das diese Bakterien, die eben Parodontitis auslösen, blocken. Und zwar nur diese Bakterien, also nicht die guten Bakterien, die wir so in unserer Mundflora haben. Und mit diesem Prinzip haben die eben diese Zahnpasta entwickelt, die man ganz normal zu Hause verwenden kann und zusätzlich eben ein Gel, was man so in der Zahnarztpraxis nach der Zahnreinigung zum Beispiel auftragen kann.
Okay, das ist ziemlich cool. Sind sie denn auch erfolgreich? Ehrlich gesagt, so erfolgreich, dass die Zahnpasta im Moment komplett ausverkauft ist und das Team gerade so unter Hochdruck auf die nächste Marge hinarbeitet. Und man spürt da schon auch, das hast du ja vorhin so ein bisschen angesprochen, so ein Verantwortungsgefühl. Also die Firma hat selbst vom Weinberg Campus profitiert, sitzt da auch immer noch und unterstützt auch weiterhin dieses Netzwerk, also gibt auch so Wissen weiter. Das ist schon irgendwie inspirierend und ich finde, man fühlt es auch, wenn man irgendwie da ist. Und darüber hinaus hat mir der CEO Pierre Tangermann auch erzählt, warum Sachsen-Anhalt eigentlich so ein guter Standort für Start-ups ist.
Ich denke, was jeder sagt, sind die kurzen Wege, dass das von Vorteil ist. Wir kennen Ansprechpartner. Es ist übersichtlich und übersichtlich bedeutet, Räume sind noch nicht belegt. So große Ökosysteme hast du zwar das Geld, aber Themen sind belegt, Räume sind belegt, Kapazitäten sind nicht da. Ich denke, das ist das, warum eben dann auf solchen Wachstumsmärkten, warum die wachsen. Und das sehe ich für Sachsen-Anhalt doch sehr stark, dass da Potenzial da ist.
Katja, du hast dich ja in Vorbereitung auf diese Folge mit wahnsinnig vielen Leuten unterhalten. Würdest du sagen, Sachsen-Anhalt ist grundsätzlich ein gutes Start-up-Land? Also am Weinberg Campus sind sich alle einig, mit denen ich gesprochen habe, also einig, dass es so ist. Ich habe mir die Frage in der Vorbereitung dieser Episode natürlich auch gestellt, gemeinsam mit unserem Redakteur Leonard. Und der hat sich deshalb mit Jonas Krakau getroffen. Den haben wir ja schon mal ganz am Anfang der Folge gehört. Der hat über zehn Jahre Unternehmen bei ihrer Gründung begleitet, weiß also ganz genau, was Start-ups so brauchen zur Gründung. Lass uns mal hören, was der zu der Frage gesagt hat.
Generell sind die Bedingungen für Start-ups in Sachsen-Anhalt im Bundesvergleich sehr, sehr gut. Wir haben eine extrem dichte Forschungslandschaft. Das heißt, wir haben sehr viele sehr gut ausgebildete Menschen. Wir haben viele frühphasige Förderungen, die einfach zu erreichen sind. Wir haben eine Politik, der das Thema sehr, sehr wichtig ist. Wir haben aktuell einen Ministerpräsidenten, der vorher Wirtschaftsminister war, der da auch einen Fokus drauf legt. Wir haben eine extrem gute Infrastruktur im Bundesvergleich. Wir haben eine sehr ausgebaute Kinderbetreuung. Wir sind sehr gleichberechtigt hier im Land. Eine der größten Herausforderungen, die ich aktuell sehe, ist, dass sich unser Land noch ziemlich unter Wert verkauft.
Ja, wie du schon gehört hast, Jonas Krakau sagt, die Bedingungen sind insgesamt gut. Es fehlen eben große Unternehmen, die Potenzial haben, richtig viel Geld zu investieren und kleinere Start-ups eben richtig groß zu machen. Das sieht man tatsächlich auch im Bundesvergleich. In den Ländern, wo es einfach mehr solcher Investoren gibt, wird auch viel mehr gegründet. Im Jahr 2025 gab es in Sachsen-Anhalt 33 Neugründungen. Mal im Vergleich: Bayern hatte über 700, Nordrhein-Westfalen mehr als 650. Also das sind schon ganz, ganz andere Dimensionen. Man muss aber auch sagen, Sachsen-Anhalt lässt ziemlich viel Potenzial liegen. Denn der Transfer von den Unis und den Hochschulen in die Wirtschaft, der funktioniert eben auch noch nicht so gut, wie er könnte.
Wir müssen uns das ja so vorstellen: Wenn man aus der Grundlagenforschung heraus eben eine Geschäftsidee entwickeln will, dann müssen die Gründer oder Gründerinnen mit den Hochschulen erst mal klären, wie so die Rechteübertragung des geistigen Eigentums aussieht. Und da gibt es nicht so richtig Regeln. Also es macht jede Uni zum Beispiel irgendwie so ein bisschen anders. Und das ist natürlich auch ein großes Hindernis. Denn wenn ich noch nicht weiß, ob ich das Recht am geistigen Eigentum mitnehmen kann, kann ich auch nicht gründen. Das brauche ich ja, das muss ich ja vorher klären.
Ja, und das ist natürlich nicht nur ein großes Hindernis, das ist am Ende ja auch verschenktes Potenzial, weil da sehr wahrscheinlich viele Ideen in den Schubladen liegen, die einfach aus solchen Gründen nicht umgesetzt werden. Trotzdem sagt ja Jonas Krakau, dass Start-ups den zukünftigen Wohlstand Sachsen-Anhalts sichern werden. Wie kommt er denn darauf? Ich würde sagen, das erklärt er am besten nochmal selbst.
Jeder bekommt ja mit, dass wir in einem großen Transformationsprozess sind. Die Welt ändert sich. Unsere Schlüsselindustrie, wie die Automobilindustrie in Deutschland, besteht von massiven Herausforderungen. Und wenn wir keine neuen Produkte finden, verschwinden auch die Unternehmen vom Markt. Das bedeutet, wir haben keine Arbeitsplätze im Land mehr. Das bedeutet, wir haben keine Steuereinnahmen mehr. Das heißt, wir können unsere Schulen nicht mehr finanzieren.
Unsere Infrastruktur würde komplett zusammenbrechen. Die meisten Unternehmen, die wir hier in der Region oder die wir in Sachsen-Anhalt haben, sind auf diese Transformation angewiesen. Waren irgendwann mal Startups. Das heißt, unser kompletter Wohlstand, unsere komplette Wirtschaft basiert auf Unternehmen, die irgendwann mal Startups waren. Und unsere zukünftige Wirtschaft, unser zukünftiger Wohlstand, basiert auf dem, was wir heute als Startup nennen, also auf den Junggründungen.
Für Jonas Krakauer können wir also ohne Startups einpacken. Und die Zahlen sprechen auch dafür. Laut wirtschaftlichen Schätzungen generiert jeder Euro, der in Gründungsförderung investiert wird, im Schnitt zwischen fünf und sieben Euro für Sachsen-Anhalt. Bei hochinnovativen Unternehmen wie zum Beispiel Byte Robotics sind es sogar sechs bis zwölf Euro. Also es lohnt sich auf jeden Fall auch wirtschaftlich und finanziell.
Der Magdeburger Professor Matthias Reiter hat uns etwas ganz Ähnliches geschrieben. Er sagt, wenn die Großunternehmen in Sachsen-Anhalt in ihrer Innovationskraft nachlassen, dann kommt es eben zu Massenentlassungen an den Produktionsstandorten. Das heißt, wenn Sachsen-Anhalt wirtschaftlich modernisiert werden und wachsen soll, dann bedarf es insbesondere der Startups. Das klingt jetzt für mich aber auch so, dass dann die Politik alles daran setzen muss, weiterhin Startups zu fördern und noch bessere Bedingungen zu schaffen.
Ja, ich muss allerdings sagen, bisher, also zumindest bei den Startups, mit denen wir gesprochen haben, waren alle ziemlich zufrieden mit den Bedingungen, die sie vorgefunden haben. Aber fast alle von ihnen haben natürlich auch die Sorge geäußert, dass sich das nach den diesjährigen Landtagswahlen ändern könnte. Weil die Sorge mitschwingt, dass die AfD, so wie es jetzt gerade aussieht, die meisten Stimmen holen könnte.
Ja, genau. Und die haben ja jetzt gerade am Wochenende in Magdeburg ihr Wahlprogramm vorgestellt. Und Jonas Krakauer hat ziemlich deutliche Worte gefunden, was das in seinen Augen für die Startup-Szene in Sachsen-Anhalt bedeuten würde. Das AfD-Wahlprogramm ist meiner Einschätzung nach ein Genozid an unserem Wohlstand und ein Verbrechen an zukünftigen Generationen. Was wir im Gründungskontext brauchen, sind vor allen Dingen freie Märkte. Also eine Partei, die einen Dexit fordert, ist völlig kontraproduktiv zu Unternehmen, die international erfolgreich sein wollen und international an der technologischen Spitze stehen wollen.
Bei uns sind ca. 60 bis 70 Prozent der Unternehmen auf internationale Fachkräfte angewiesen. Wenn sich bei uns im Land eine Stimmung der Ausländerfeindlichkeit etabliert, werden wir diese verlieren. Dann die Punkte der vollständigen Abkehr von der EU. Das bedeutet für das Land Sachsen-Anhalt direkt einen Einbruch der Gründungskultur aus den Universitäten und Hochschulen um 70 bis 80 Prozent. Die Gründungsunterstützungen in der frühen Phase sind EU-finanziert im Land Sachsen-Anhalt. Diese Sorge habe ich auch auf dem Weinberg-Campus wahrgenommen. So ein Wahlsieg der AfD wäre ein großer Einschnitt für die Gründerlandschaft.
Jonas Krakauer hat uns auch gesagt, dass er allein vier Unternehmen kennt, die ganz aktuell ihre Ansiedlung davon abhängig machen, wie die Wahlen ausgehen. Krass! Das bedeutet langfristig, wenn sie es nicht machen würden, einen wahnsinnigen Verlust für das Land. Es ist nicht nur so, dass die Startup-Szene die bevorstehende Landtagswahl beschäftigt, ganz allgemein die Wirtschaft. Gerade eben, ihr habt es auch gehört bei Jonas Krakauer, gerade Unternehmen, die auf dem internationalen Markt agieren, die Fachkräfte aus der ganzen Welt beschäftigen und brauchen, die schauen da mit Sorge hin.
Weil nicht nur die mit Sorge hinschauen, sondern auch wir das Thema wahnsinnig wichtig finden. Wollen wir auch in einer kommenden Folge zum Thema Wirtschaft und AfD da noch mal genauer hinschauen. Ja, da bin ich auch schon ganz gespannt. Vielleicht noch ganz zum Schluss, Marie. Wir haben ja jetzt schon ganz viel über den Wirtschaftsfaktor von Startups gesprochen, über Innovationen.
Aber viele Unternehmen haben ja auch einen enormen sozialen Impact. Also zum Beispiel gibt es in Magdeburg ein Kinder-MRT, das wahrscheinlich vielen Kindern, besonders Frühchen, das Leben retten kann. Und ich habe auch noch ein anderes Beispiel mitgebracht aus Magdeburg. Sagt dir Periodically etwas? Nee, das ist ein Startup aus Magdeburg, das sich zum Ziel gesetzt hat, kostenlose Periodenprodukte, also Binden und Tampons, zur Verfügung zu stellen.
Dafür haben sie Spender entwickelt, aus denen man die Produkte einfach rausnehmen kann und damit gleich im ersten Jahr 2021 einen siebenstelligen Umsatz generiert. Mittlerweile machen die Millionen Gewinne. Und ganz nebenbei haben die auch noch einen gesellschaftlichen Wert, wie ich finde, weil das Thema Periode dadurch enttabuisiert wird und einfach viel mehr auch in die Öffentlichkeit getragen wird.
Ja, ganz genau. Also ich meine, seien wir mal ganz ehrlich. Ich finde, über die Periode wird in ganz vielen Situationen und auch Konstellationen immer noch so ein bisschen verschämt gesprochen. Und das, obwohl das einfach ein ganz normaler biologischer Prozess ist, den ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung irgendwann in ihrem Leben eben jeden Monat durchläuft. Das ist doch irgendwie absurd.
Absolut. Und dann muss genau diese Hälfte sich auch jeden Monat darum kümmern, auf irgendeine Art und Weise die Produkte zu kaufen oder kommt an öffentliche Räume. Wo fällt mir gerade ein dazu? Raststätten, Toiletten. Was können Männer auf den Toiletten kaufen? Kondome und andere Sachen. Aber einen Tampon zu bekommen oder was anderes ist einfach unmöglich. Genau. Und ja, gleichzeitig ist ja das Toilettenpapier zum Beispiel immer kostenlos.
Ja, und so ganz selbstverständlich in jeder öffentlichen Toilette vorhanden. Und das ist natürlich auch für Menschen, die nicht so viel Geld haben, irgendwie diskriminierend. Also die können sich teilweise nicht ausreichend Menstruationsprodukte leisten. Es geht also bei diesem Unternehmen, bei Periodically, auch um Chancengleichheit. Und deswegen wurden die auch ausgezeichnet als Wegweiser in eine gleichberechtigte Zukunft. Ziemlich cool und freut mich total, dass so ein Unternehmen aus Sachsen-Anhalt kommt.
Finde ich auch. Und es ist auf jeden Fall auch nicht das einzige Unternehmen, auf das wir stolz sein können. Also was mir diese Recherche gezeigt hat, war wirklich, wie viele tolle Ideen und auch Startups wir in Sachsen-Anhalt haben, die die Welt vielleicht ja auch so ein bisschen besser machen können. Hier im Podcast schauen wir ja in jeder Episode neben unserem großen Thema der Woche immer auch noch etwas detaillierter in die einzelnen Regionen Sachsen-Anhalts.
Und ihr wisst es mittlerweile, es gibt dafür verschiedene Kategorien. Wir hatten Lieblingsorte, wir haben euch Veranstaltungstipps mitgebracht. In der vergangenen Woche haben wir über den Ideenwettbewerb Revierpionier gesprochen. Was hast du heute mit dabei, Marie? Ich bringe heute einen Held mit. Oh, wie schön! Da haben wir ja letzte Woche gefragt. Und dann haben uns Leute Helden und Heldinnen geschickt. Wen hast du uns mitgebracht?
Genau, wir hatten euch gefragt. Wir haben ja tolle Zusendungen bekommen. Und eine davon kommt von Max Bergmann aus Dessau. Sein Held kommt nicht aus Dessau, sondern aus Aschersleben und heißt Holger Schmidt. Holger Schmidt ist Lehrer und der Organisator einer deutsch-armenischen Talentshow in Aschersleben. Die heißt The Golden Ten und ist inzwischen nicht nur in Aschersleben ein Riesending. Die Gewinner durften sogar schon bei der deutschen Hitparade im armenischen Fernsehen auftreten.
Ich finde es ein bisschen lustig und skurril und einfach am Ende toll. Und diese Show bringt irgendwie Menschen zusammen. Und sie trägt natürlich auch zum deutsch-armenischen Austausch bei. Max Bergmann schreibt zu Holger Schmidt: solche Lehrkräfte braucht Sachsen-Anhalt. Holger Schmidt belebt die Region Aschersleben. Darum möchte ich ihn definitiv als Held des Alltags vorschlagen.
Ich finde, man kann an dieser Stelle sagen: Vielen, vielen Dank, Holger Schmidt, dass du Sachsen-Anhalt zu einem besseren Ort machst und Aschersleben natürlich ganz im Speziellen. Habt ihr auch noch Ideen, Tipps, Hinweise, Menschen oder Projekte, die wir an dieser Stelle mal vorstellen sollen, dann schreibt uns oder schickt uns eine Sprachnachricht an dazwischen@detektor.fm. Denn diese Kategorien haben wir jede Woche.
Also her mit euren Heldinnen und Helden, Lieblingsorten und überhaupt spannenden Tipps, die wir unbedingt mal erwähnen sollten. Und ansonsten gibt es noch mehr Input in unserem wöchentlichen Newsletter. Abonnieren lohnt sich. Und wenn euch unser Podcast und unser Newsletter gefallen, dann sagt es doch gerne weiter. Empfehlt uns einer Freundin oder einem Freund. Es kann natürlich auch eine Kollegin oder ein Kollege sein, vielleicht ja auch aus einem Startup oder einfach aus dem Büro.
Nächste Woche Donnerstag gibt es hier im Podcast dann wie gewohnt eine neue Folge von Dazwischen. Und da geht es nach Dersheim. Dort gibt es seit zehn Jahren einen selbst organisierten Dorfladen, und wir sprechen darüber, warum sich die Nahversorgung gerade im ländlichen Raum so verändert hat, warum ein Dorfladen wie Dersheim keine Blaupause für alle ist und was es braucht, um in allen Regionen eine Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs, wie es so schön heißt, sicherzustellen.
Da bin ich schon ganz gespannt. Ich freue mich drauf und ihr hoffentlich auch. Bis nächste Woche. Dieser Podcast ist eine Kooperation von detektor.fm und dem Media Forward Fund. Podcast Hosts Marie Landes und Katja Schmidt. Community-Redakteurin Anne Koslowski. Podcast-Redaktion Leonard Schubert. Cover Design Claudia Dölling und Anja Kremer von Sisters of Design. Originalmusik Florian Sievers. Audioproduktion Benjamin Serdani, Stanley Beidorf und Tim Schmutzler. Projektleitung Christian Bonnert.