Wirtschaft Arbeit jetzt. Ein detektor.fm Podcast in Kooperation mit Clockodu, der digitalen Arbeits- und Projektzeiterfassung für mehr Klarheit über Projekte, Ressourcen und Budgets.
Willkommen zurück zu Wirtschaft Arbeit jetzt. In der letzten Folge haben wir über agiles Arbeiten gesprochen und wie es sich auf die Produktivität von Unternehmen auswirkt. Heute bleiben wir beim Thema Organisation und Produktivität und schauen auf einen Faktor, der oft unterschätzt wird: die Arbeitsplatzgestaltung. Denn egal, ob Büro, Homeoffice oder hybride Arbeitsumgebung, die Frage ist: Wie muss ein Arbeitsplatz gestaltet sein, damit Menschen wirklich produktiv, konzentriert und gleichzeitig gesund arbeiten können? Darüber spreche ich heute mit Professor Martin Klaffke von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.
Hallo, Herr Professor Klaffke.
Hallo, Herr Nießen.
Herr Professor Klaffke, wenn wir über Produktivität sprechen, denken viele zuerst an Prozesse, Tools oder auch das Thema Führung. Welche Rolle spielt die Arbeitsplatzgestaltung denn im Vergleich dazu?
Arbeitsplatzgestaltung ist ja letztlich die Basis für die Prozesse. Also, Arbeitsplatzgestaltung muss so ausgerichtet sein, damit Effizienz, also Produktivität und auch Effektivität maximal werden. Und gerade im Büro heißt das eben auch, über zeitgemäße Gestaltung von Büros nachzudenken, die den aktuellen Prozessen im Büro maximale Unterstützung bieten.
Wenn wir da jetzt in die letzten Jahre zurückblicken, nicht nur mit Fokus auf Corona, aber auch sonst, was ja ins Auge fällt, ist, dass es immer unterschiedlichere Arbeitszeitmodelle gibt: Vier-Tage-Woche oder Kerntage, an denen ich ins Büro komme, Tage, an denen ich zu Hause bin. Heißt das vor allen Dingen, wenn wir also über Arbeitsplatzgestaltung sprechen, Flexibilität steht im Mittelpunkt.
Also, man muss bei der Arbeitsplatzgestaltung zunächst einmal sagen: Der Arbeitsplatz, wenn wir jetzt über einen Büroarbeitsplatz sprechen und nicht über einen Arbeitsplatz in Immobilienarbeiten oder in anderen Bereichen, Krankenhäusern, Industrie, wenn wir über den Büroarbeitsplatz sprechen, ist grundlegenderweise erst mal zu sagen: Es gibt hier keine Standardlösung. Aus allein arbeitswissenschaftlicher Perspektive gilt es zunächst erst einmal, die Aufgabe anzuschauen und dann zu gucken, wie kann diese gestaltet werden.
Das bedeutet, wenn in einem Unternehmen oder in einem Team verschiedene Aufgaben und verschiedene Tätigkeiten im Laufe eines Tages oder im Laufe einer Woche wahrgenommen werden, heißt das eben auch, dass es hierfür unterschiedliche Settings braucht. Mit anderen Worten: Ich brauche einen Arbeitsplatz, der verschiedenste Tätigkeiten optimal unterstützt. Und das ist eben nicht ein Arbeitsplatz, sondern das ist eher ein Ökosystem von Arbeitsmöglichkeiten, wie man sagen würde.
Das kann also so sein, dass man morgens, wenn man ins Büro kommt, erst mal im Work Café eincheckt, dort mit der Tasse Tee oder Kaffee die ersten E-Mails abarbeitet, dass man dann vorübergehend sich einen Arbeitsplatz in einem Open Space sucht, weil man vielleicht noch zwei, drei Aktivitäten am Rechner machen möchte mit dem Laptop, mit dem Notebook. Und dann beginnen höchstwahrscheinlich die Meetings. Denn der Grund, warum Leute zunehmend mehr heute ins Büro kommen, wo wir im Wesentlichen auch hybrid arbeiten in vielen Unternehmen, ist eben, sich in der Realität zu treffen, Kreativitätsprozesse, Austausch, Projektarbeiten, miteinander zusammenzuarbeiten und eben auch in diesem Austausch kreative Prozesse anzustoßen.
Das sind die Gründe, warum Leute zunehmend ins Büro kommen. Und die aktuellen Studien zeigen, dass der beste Mix auch zwischen mobilem Arbeiten oder Arbeiten von zu Hause und Arbeiten im Büro so eine Mischung ist aus zwei Tagen zu Hause und drei Tagen im Büro. Aber wie gesagt, das ist wirklich abhängig. Und das möchte ich sagen, es ist mir ein Anliegen: Es ist wirklich abhängig von den Tätigkeiten. Wenn man Tätigkeiten macht, die kreative Prozesse permanent umfassen, wenn man ständig im Austausch sein sollte mit anderen, dann würde ich auch dafür plädieren, viel mehr Zeit im Büro zu verbringen, als das, was klassischerweise irgendwelche Betriebsvereinbarungen zur sogenannten mobilen Arbeitslösungen umfassen.
Diese Vorstellung, wir sind zwei Tage zu Hause und drei Tage im Büro, und daraus ergibt sich sozusagen ein Anspruch, das ist keine Fragestellung, die etwas zu tun hat mit dem, was wirklich Produktivität unterstützt, sondern das sind dann eher Fragestellungen von Employer Branding und wir wollen Beschäftigte binden und dergleichen. Aber mit der Produktivität, weil bestimmte Tätigkeiten dieses Zusammenarbeiten erfordern, hat das weniger was zu tun aus meiner Sicht.
Jetzt haben Sie zu Recht eingeschränkt bei Ihrer Aussage zu Beginn auf meine Frage, sozusagen auf diesen Büroarbeitsteil. Wir kennen das, glaube ich, alle aus dem amerikanischen, aus den US-Filmen, diese kleinen Arbeits-Cubicles, wo sie im Prinzip mit so einer kleinen Papptrennwand von allen anderen getrennt sind und was so ein bisschen arbeitsbienenmäßig und sehr wenig angenehm ausschaut. Hin zu das, was man als moderne Arbeitswelt in jeder Designzeitschrift sehen kann, mit irgendwelchen Rückzugsräumen, Sesselchen und allem Schicken. Aber wir reden ja jetzt, haben Sie auch zu Recht gesagt, immer über diese Büroarbeit.
Und da kann ich mir natürlich einen Tisch besorgen, den man hochfahren kann, dass ich auch mal stehen kann. Aber wie verändern sich die anderen Arbeitsplätze, also die Industriearbeitsplätze, wo der Müllwerker jeden Tag hinten auf dem Auto steht? Also gibt es da auch diese Veränderungen oder vergessen wir die?
Die vergessen wir nicht. Wenn wir das Thema ein bisschen breiter spielen und auch wenn wir das Thema New Work etwas breiter spielen und auch uns bewusst wird, was mit New Work gemeint ist. Viele Personen sind der Auffassung, wir machen ja New Work, wir haben ja Homeoffice eingeführt oder wir arbeiten hybrid. Das ist eine Facette von New Work, aber New Work, neue Formen des Arbeitens, was ja ursprünglich auf Friedhof Bergmann und seinen Kapitalismuskritik aus den 70er Jahren zurückgeht, dieses New Work wird ja heute im Wesentlichen mit Flexibilisierungsmechanismen verbunden.
Und zwar Flexibilisierung, das möchte ich auch deutlich sagen, die in beide Richtungen geht, wo man einerseits sagt, wir versuchen, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und damit eben eine maximale Humanzentrierung und Individualisierung der Tätigkeiten des Arbeitslebens herbeizuführen. Und auf der anderen Seite Flexibilisierung aus Sicht des Unternehmens, indem man Strukturen schafft, die es eben erlauben, über Flexibilität Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Scrum, Kanban, Design Thinking, also das sind so ein paar Methoden in dem Zusammenhang.
Kommen wir zurück zu Ihrer Frage: Was ist denn mit dem Müllwerker oder der Müllwerkerin, die auf dem Müllfahrzeug sitzt? Auch da ist New Work möglich, weil New Work meint nämlich obendrein Flexibilisierung und gleichzeitig eben Partizipation. Und selbstverständlich kann der Müllwerker, die sich nicht irgendwie Patienten per Robotik oder ferngesteuert von zu Hause aus pflegen, und das Müllfahrzeug muss irgendwie auch mit der Mülltonne bestückt werden. Das wird sich nicht verändern.
Allerdings das, was ich schon ändern kann, ist: Ich kann Partizipation erlauben bei dem Thema Schichtplanung. Wann arbeite ich, wie arbeite ich, wie kann man denn auch hier Möglichkeiten geben, sozusagen zu partizipieren und mehr Flexibilität eben zu erfahren? Das ist durchaus auch in diesen Tätigkeiten möglich, die man tendenziellerweise eher sozusagen der Old Economy zuschreiben würde.
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Jetzt sind schon ganz unterschiedliche Begriffe gefallen. So ein paar Buzzwords, die immer herumschwirren, sind Flexdesk-Policy, Third Places, Rückzugsräume. Wie haben die denn diese Büro- und Arbeitswelten in der Vergangenheit verändert?
Also, sind die so wichtig, wie viele behaupten, oder sind das eher Buzzwords aus Ihrer Sicht?
Naja, sie sind Ausdruck eben eines Ökosystems von Arbeitsmöglichkeiten. Wenn ich davon ausgehe, dass in einem Team oder in einer Abteilung im Laufe einer Woche oder eines Tages eben verschiedene Tätigkeiten gemacht werden von Leuten zu unterschiedlicher Zeit, führt es dazu, dass eben diese Tätigkeiten unterschiedlich durch Arbeitsplatzszenarien unterstützt werden müssen.
Das eine braucht eine Besprechungseinheit von vielleicht drei, vier Plätzen. Das nächste braucht einen Rückzug, aber der Rückzug muss eben nicht das Einzelbüro sein, sondern kann eben auch eine kleine Bibliothek sein, das kann eine Alkove sein, das kann ein In-Between-Raum, also sozusagen eine Einheit sein, die in Gängen aufgebaut ist.
Also, es geht darum herauszufinden, welche räumlichen Unterstützungsmöglichkeiten sind für eine bestimmte Tätigkeit erforderlich. Also nochmal: Einzelbüro mit der Rückzugsmöglichkeit muss nicht dadurch gelöst werden, dass ich wirklich ein Einzelbüro habe, sondern kann auch dadurch gelöst werden, dass jemand einen entsprechenden Zugang zu Besprechungsräumlichkeiten hat, wo diese Ungestörtheit eben gegeben ist.
FlexDesk-Konzept meint damit, dass ich eben keinen mir zugeordneten Arbeitsplatz mehr habe, sondern dass ich, je nachdem welche Tätigkeit relevant für mich gerade ist, ich den allerbesten Platz suche. Und das umfasst dann eben als Arbeitsmöglichkeiten nicht nur das Büro, sondern selbstverständlich auch das Arbeiten von zu Hause, was man oftmals eben als Homeoffice dann bezeichnet, oder eben auch das Arbeiten an anderen Orten, sogenannten Dritten Orten im Sinne von Oldenburg.
Und das kann eben der Coffeeshop sein, genauso wie eine Lounge einer Airline, genauso wie eine Bibliothek, also eben Orte, wo ich auch die Möglichkeiten, also Sitzmöglichkeiten finde, möglicherweise auch Steckdosen, wenn ich da mobil mit meinem Laptop unterwegs bin, um den mit Strom zu versorgen. Das wären dann sozusagen diese Third Places. Also mit anderen Worten: Ich defundiere, ich bewege mich zwischen diesen Arbeitsmöglichkeiten entsprechend meiner Arbeitsaufgabe. Das ist ein modernes Arbeitsplatzkonzept und nicht ich bin zwei Tage im Homeoffice, weil das eben hier mal gerade die Homeoffice-Regelung vorsieht.
Und damit haben wir eben dann die Third Places, wir haben FlexDesk und Rückzugsmöglichkeiten wären eben dann Möglichkeiten, um Menschen die im Wesentlichen auf der offenen Fläche, das ist ja dann das Konzept, auch oftmals, dass man eben Arbeitsplätze auf die Fläche bringt, aber um sich eben aus dieser vielleicht auch oftmals sozialen Dichtesituation dann herauszunehmen, zurückzuziehen, zur Ruhe zu kommen, vielleicht auch mal an einem Dokument sehr intensiv arbeiten zu können, braucht es eben diese Option.
Und das sind in Unternehmen ganz unterschiedlich ausgestattet. Also bei Airbnb sind zum Beispiel Rückzugsorte können Karawanen sein. Da hat man mitten auf der Fläche irgendwelche Wohnwagen geschaffen, wo man sich hineinbewegen kann oder ein Zelt. Also das kann auch eine gewisse spielerische Anmutung haben, um damit auch so ein Stück weit den Ernst der Arbeitssituation in den Hintergrund treten zu lassen, mehr Kreativitätsimpulse auch zu geben.
Also nicht nur das Einzelbüro, sondern das kann auch eine abgeschirmte Hängematte sein. Es gibt Unternehmen, die haben neben den Rückzugsmöglichkeiten auch noch Bereiche, wo man sich einfach mal entspannen kann. Also Meditationsräume, Schlafkabinen, ähnlich aufgebaut wie die Schlafräume, die oftmals Airlines anbieten, wenn es darum geht, Passagiere, die umsteigen, kurz ausruhen zu lassen. Bis hin zu Möglichkeiten, dass sie farblich anders gemacht sind, mit viel Bällchenbädern. Also, sie werden alles Mögliche finden. Also gerade zu der jeweiligen Organisation passt.
Und vielleicht noch einen Punkt, der auch in dem Zusammenhang sein kann: Also die Meditationsräume habe ich bereits angesprochen. Das ist eben auch ein Raum, wo man sich zurückziehen kann. Und je diverser unsere Gesellschaft wird und auch religionsdiverser eine Gesellschaft auch wird, können eben solche Meditationsrückzugsorte, die können sowohl genutzt werden, um einfach mal sich mit seiner Mindfulness-App auseinanderzusetzen, also eine Achtsamkeitsübung zu machen, oder eben auch ein Gebet zu sprechen, je nachdem, was da die einzelnen Religionen eben auch gebeten.
Jetzt haben wir viel darüber gesprochen, wie sich Arbeitsplätze in den letzten Jahren verändert haben und welche Elemente notwendig sind, um Produktivität und auch Gesundheit zu fördern. Wie sieht Ihrer Ansicht nach denn das Büro der Zukunft aus? Gibt es so etwas oder schaffen wir das Büro irgendwann vollkommen ab?
Das Büro werden wir sicherlich nicht vollkommen abschaffen. Das Büro hat einfach eine ganze Reihe an weiteren wichtigen Funktionen. Es schafft Identität. Die Räumlichkeiten eines Unternehmens erzählen sehr viel über das Unternehmen. Es ist eine Möglichkeit, Kultur zu vermitteln. Das Büro wird zunehmend näher auch zu so einer Art Lagerfeuer werden, wo man dann zusammenkommt, um sich auszutauschen, miteinander in Kreativprozesse einzusteigen.
Das sind sicherlich zwei zentrale Aspekte des Büros, auf die Sie nicht verzichten können. Warum kommen Kreativarbeiter und Arbeitende ins Büro? Weil sie sich austauschen wollen, weil sie miteinander in einen Diskurs gehen wollen. Es gibt auch Studien, die zeigen, Ihnen, dass Kreativprozesse besser funktionieren in einem Miteinander, in einem physischen Raum, wo alle anderen sich befinden, als wenn alle von zu Hause aus oder wo auch immer auf Bildschirmen starren.
Das sind Prozesse, die in unseren Hörnern ablaufen, die momentan dafür sprechen, dass solche Prozesse, Kreativprozesse, besser im Raum stattfinden. Die Frage ist: Wie wird das Büro aussehen? Sehr unterschiedlich, eben abhängig von der Kultur eines Unternehmens, abhängig von den Tätigkeiten, die dort gemacht werden.
Ich persönlich glaube, je mehr wir sehen, dass Routinetätigkeiten durch künstliche Intelligenz auch übernommen werden, so mehr auch sozusagen Tätigkeiten wegfallen werden, Berufsbilder sich wandeln, Stellen damit neu geschnitten und damit auch Teams und Abteilungen neu aufgebaut werden. Wird man sehen, dass sich eben auch Büroarbeit in der Zukunft wandelt.
In der Konsequenz bedeutet das, dass natürlich auch der Büroraum als solcher sich anpassen muss. Und da ist das Stichwort Flexibilität. Es macht wenig Sinn, als Arbeitgeber dann Büros zu schaffen, die statisch sind, sondern es ist sinnhaft, sich über Büros Gedanken zu machen, die eben entsprechend der veränderten Tätigkeitswelt auch angepasst werden können.
Das sind flexible Büroeinheiten, flexible Büromöbel, aber eben auch flexible Räume, die man verkleinern kann, wenn bestimmte Tätigkeiten möglicherweise in dem Ausmaß nicht mehr stattfinden, wie sie bisher stattgefunden haben. Also zum Beispiel hochkonzentriertes Arbeiten und gleichzeitig Räumlichkeiten, die ich aufmachen kann für Teamprozesse, für Kreativprozesse, weil das sind die Gründe, warum Leute ins Büro kommen, weil man sich miteinander austauschen möchte.
Und was natürlich dann auch noch weitere, sage ich mal, vielleicht Attraktivitätspunkte dann bedarf, wie so Ausruhflächen. Man kann sich darüber nachdenken, auch dann Büros zu gestalten, die von vornherein Gesundheitsaspekte mit berücksichtigen. Also nicht das Gym in das Büro hineinbringen, sondern das Büro von vornherein so gestalten, dass jeder Prozess zu einer gesundheitsoptimierten Maßnahme wird.
Es gibt ja Büros, sogenannte Active Office Konzepte, wo sie zum Beispiel Besprechungen im Stehen stattfinden oder wenn sie von einem Raum in den anderen Raum gehen, hängen an der Decke zum Beispiel Bälle runter und auf die schlagen sie einmal, bewegen die, nehmen sich dann Mikroimpulse in ihren Oberarm hinein geleistet. Also all das sind Dinge, die man sozusagen als gesundheitsförderliche Aspekte mit in die Büroumwelt hineinbringen sollte. Plus Farbe, plus Biophilie, wie man also mit der Natur in Verbindung stehen kann. All das sind sicherlich Aspekte, die eine moderne Büroausgestaltung ausmachen.
Das sagt Professor Martin Klaffke von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Mit ihm habe ich heute hier in dieser Episode von Wirtschaft Arbeit jetzt über die Arbeitsplatzgestaltung gesprochen, wie Räume unsere Arbeit verändern können. Ich sage vielen herzlichen Dank für das Gespräch.
Sehr gerne.
Arbeitsplatzgestaltung ist weit mehr als eine Designentscheidung. Sie beeinflusst, wie wir denken, entscheiden und zusammenarbeiten. Vielleicht ist genau das eine der entscheidenden Fragen der modernen Arbeit: Wie können Unternehmen Arbeitsplätze so gestalten, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen und Anforderungen gerecht werden?
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Wirtschaft Arbeit jetzt. Ein detektor.fm Podcast in Kooperation mit Clockodoo, der digitalen Arbeits- und Projektzeiterfassung. Für mehr Klarheit über Projekte, Ressourcen und Budgets.