In Zeiten des Fachkräftemangels gewinnt die Mitarbeitendenbindung für Unternehmen an Bedeutung. Ein zentrales Instrument dafür ist das Onboarding, da es maßgeblich beeinflusst, wie gut neue Mitarbeitende im Unternehmen ankommen. Deshalb stellt sich die Frage: Wie gelingt ein gutes Onboarding?
In der siebten Folge von „Wirtschaft. Arbeit. Jetzt!“ spricht Host Claudius Nießen mit Kiki Radicke, Head of People and Culture bei Adacor, über das, was man im Einarbeitungsprozess tun sollte — und was lieber nicht. Dabei wird deutlich: Der Onboarding-Prozess eines Unternehmens zeigt, wie gut ein Unternehmen organisiert ist.
Fehler im Onboarding-Prozess
Die Wechselbereitschaft von Arbeitnehmenden steigt, wenn sie sich von ihrem neuen Arbeitgeber nicht angemessen eingearbeitet fühlen. Zu den typischen Fehlern gehören zu kurze Onboarding-Prozesse, zu viele Informationen innerhalb kurzer Zeit, fehlendes Feedback und eine zu geringe individuelle Ausrichtung auf die jeweilige Person. Sehr wichtig sei zudem ein klares Erwartungsmanagement, sagt Kiki Radicke im Podcast. Mit neuen Mitarbeitenden sollte im Vorfeld besprochen werden, welche Rolle sie einnehmen, welche Erwartungen es an sie gibt und welche Ziele innerhalb der Probezeit erreicht werden sollen.
Idealerweise wird die Einarbeitung nicht als einmaliger Schritt verstanden, sondern als strukturierter Prozess, der neuen Mitarbeitenden Orientierung gibt, ihnen den Einstieg ins Unternehmen erleichtert und sie langfristig bindet. Außerdem sollte der Einarbeitungsprozess auch immer wieder intern geprüft werden — was geht besser, was kann automatisiert werden und wo sollte die persönliche Komponente größer sein?