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Bild: Cast Of Thousands | shutterstock.com

Forschungsquartett | Gesundheit

Neues aus der Medizin

Wie können digitale Tools die mentale Gesundheit unterstützen? Und welches Potenzial bergen Peptide für die Antibiotikaforschung? Die Max-Planck-Gesellschaft bietet Antworten.

Das Forschungsquartett — dieses Mal in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft

Digitale Tools für die mentale Gesundheit

Immer mehr Menschen leiden unter einer psychischen Störung: In Deutschland ist rund jeder vierte Erwachsene betroffen. Doch das Gesundheitswesen ist überlastet, wenn es um mentale Gesundheit geht: Wartezeiten für ein Erstgespräch liegen bei mehreren Monaten — und ein Erstgespräch bedeutet nicht gleich einen Therapiebeginn.

Am Max-Planck-Institut für Psychiatrie wird deshalb getestet, wie digitale Tools wie Apps und Wearables Unterstützung bieten können. Mithilfe einer Smartwatch oder anderer Wearables sollen Daten zu Schlaf, Bewegung und Reaktionsmuster gesammelt und anschließend mit der App „actiself“ ausgewertet werden. Nach mehreren Wochen wird ein Verhaltensprofil und ein Programm mit konkreten Übungen und Aufgaben erstellt.

Es ist alles eher im Präventionsbereich — nicht im Krankheitsbereich, wo man schon weiß: ‚Ich bin depressiv und ich gehe jetzt zum Hausarzt.‘ Das ist eher davor, wenn man sich richtig gestresst fühlt. Man weiß: ‚Ich fühle mich nicht wohl, aber es geht irgendwie noch alles.‘

Victor Spoormaker, Psychologe und Forschungsleiter am Max-Planck-Institut für Psychiatrie

Victor Spoormaker, Psychologe und Forschungsleiter am Max-Planck-Institut für PsychiatrieFoto: Achim Schmidt

Neue Peptide, neue Antibiotika?

Seit Jahren entwickeln immer mehr Krankheitserreger eine Resistenz gegen Antibiotika. Verschiedenen Studien zufolge kann das in den kommenden Jahren zu Millionen Toten führen. Am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie arbeiten nun verschiedene Forschungsteams daran, mithilfe von Peptiden unter anderem neue Antibiotika-Wirkstoffe zu entwickeln. Dafür wird mit Künstlicher Intelligenz gearbeitet und zum Beispiel versucht, den genetischen Bauplan bekannter Peptide zu verändern.

Es ist ein ständiger Kampf zwischen unseren Medikamenten und der Resistenz von Bakterien. Und es ist auch miteinander verknüpft: Je mehr ich praktisch die Medikamente einsetze, desto schneller lernen die Bakterien, resistent zu werden.

Tobias Erb, synthetischer Biologe und Direktor am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie

Tobias Erb, synthetischer Biologe und Direktor am Max-Planck-Institut für terrestrische MikrobiologieFoto: Christ Kettner

Wie können digitale Tools bei der Diagnose und Behandlung von psychischen Erkrankungen helfen und welche neuen Ansätze gibt es in der Antibiotikaforschung? Das beantworten detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew und ihre Kollegin Alina Metz in der neuen Ausgabe vom „Forschungsquartett“. Über mentale Gesundheit und Hilfe von Apps spricht der Psychologe Victor Spoormaker. Er ist Forschungsleiter am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. Und welche Möglichkeiten Peptide bieten, das weiß Tobias Erb, synthetischer Biologe und Direktor am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in München.

Zur aktuellen Ausgabe des Magazins „MaxPlanckForschung“ geht es hier.

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