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Bild: Meaw_stocker | shutterstock.com

Mission Energiewende | Nachhaltiger Kunststoff

Plastik next generation

Viele unserer Alltagsgegenstände sind aus Kunststoffen: Vorratsdosen, Legosteine — Plastik ist aber auch in Kosmetikprodukten, Putzmitteln, in Tee und Kaugummi und damit auch längst in unseren Körpern. Aber wie wäre es eigentlich, wenn Kunststoff künftig recycelbar und nachhaltig wäre?

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Nachhaltiger Kunststoff: abbaubar und recyclebar

„Kunststoffe, die vollständig recycelbar sind. Immer wieder.“ Das ist das Versprechen von aevoloop, ein Start-up aus Leipzig. Manuel Häußler ist von Haus aus Chemiker, während seiner Doktorarbeit an der Universität Konstanz hat er neuartige Plastikmoleküle mit „Sollbruchstellen“ aus Sauerstoffatomen entwickelt — und damit die Basis gelegt für eine neue Generation von sogenannten Hochleistungskunststoffen.

Dieser Kunststoff wird abgebaut wie Fett. Nicht ganz so schnell, weil es ein großes Molekül ist, aber der Mechanismus an sich ist genau der gleiche und der funktioniert. Also das heißt, ein Organismus in der Natur, so ein Mikroorganismus, der denkt sich da: ‚Ja, hab ich schon mal gesehen, ist bisschen zäh, das Zeug, aber ich krieg’s auseinander.‘

Manuel Häußler, Geschäftsführer und Co-Founder aevoloop

Manuel Häußler, Geschäftsführer und Co-Founder aevoloopQuelle: aevoloop

Während konventioneller Kunststoff ausschließlich aus stabilen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen besteht, ersetzt aevoloop einzelne Glieder durch Verbindungen, die sich wieder gezielt öffnen lassen — durch eine Art Sollbruchstelle. Dabei entstehen langkettige Dicarbonsäuren, die später als neue, kreislauffähige Polymere dienen.

Plastik, das die Welt verändern könnte

Der neuartige Kunststoff ist genauso leicht, bruchfest und elastisch wie konventionelles Plastik. Aber eben vollständig und unendlich oft recycelbar, biologisch abbaubar und damit kreislauffähig. Das Material kann z.B. zu Verpackungen, Textilien und Spritzgussteilen verarbeitet werden. Die Erfindung überzeugt: Im Oktober 2025 sicherte sich das Unternehmen 8,25 Millionen Euro Finanzierung. Das Start-up, sagt Häußler, ist aber auch in einem komplizierten Markt unterwegs.

Europa ist nicht mehr in der Lage, den eigenen Kunststoffbedarf überhaupt zu decken, recycelter Kunststoff ist teurer als neuer Kunststoff. Und es gibt bisher keine Strategie, wie man aus diesem Teufelskreis entkommt. Das heißt, wenn man das jetzt zu Ende denkt, müsste man eigentlich reißerisch sagen, Europa verkommt zu einem ineffizienten Recycler von chinesischem Billigplastik.

Manuel Häußler

Mit seinen Mitstreitern will Häußler das Material Kunststoff revolutionieren. Wie das gelingen kann und wo die Herausforderungen liegen, das erfahrt ihr in der aktuellen Folge des Klima-Podcasts von detektor.fm. Für diese Folge von „Mission Energiewende“ hat Ina Lebedjew mit Dr. Manuel Häußler gesprochen. Er ist Mitgründer des Leipziger Start-ups aevoloop.

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