Nichtstun macht produktiver.
Warum unser Gehirn gerade in Pausen Höchstleistungen vollbringt und weshalb Langeweile manchmal der Anfang der besten Ideen ist, darum geht’s heute bei uns hier im Spektrum Podcast. Mein Name ist Max Zimmer. Schön, dass ihr dabei seid. Spektrum der Wissenschaft, der Podcast von detektor.fm.
Mal ehrlich, wann habt ihr das letzte Mal ganz bewusst einfach mal nichts gemacht? Kein Smartphone, keine E-Mails, kein Podcast auf den Ohren. Einfach nur eine kurze Pause. Einfach mal den Blick schweifen lassen, keine Ablenkung. Ich selber muss mich zu sowas regelrecht zwingen, und ich glaube, das geht vielen Menschen so. Viele von uns haben dabei auch sofort ein schlechtes Gewissen, denn ja, produktiv sein, das gilt ja so ein bisschen als Tugend, und Nichtstun wirkt dann irgendwie schnell wie Zeitverschwendung, gerade in den heutigen Zeiten.
Aber wer glaubt, Pausen seien verlorene Zeit, der irrt sich gewaltig. Denn Erkenntnisse aus der Hirnforschung zeigen, dass unser Gehirn gerade in Ruhephasen lernt, Erinnerungen festigt und auch kreative Lösungen entwickelt. Nichtstun also als Schlüssel zu besseren Leistungen. Das klingt ja erstmal irgendwie paradox, scheint aber tatsächlich so zu sein. Mit anderen Worten: Während wir vermeintlich nichts tun, läuft im Kopf ein äußerst produktives Programm ab. Und vielleicht hat es auch damit zu tun, dass wir kreative Einfälle oft genau dann haben, wenn wir aufhören, krampfhaft danach zu suchen.
Gespräch mit Anna von Hopfgarten
Über all das wollen wir sprechen mit Anna von Hopfgarten. Sie leitet bei Spektrum der Wissenschaft die Redaktion Life Sciences und ist heute mein Gast. Hallo Anna.
Hallo Max. Ja, Anna, viele Menschen haben bei Pausen ein schlechtes Gewissen. Das ist aber gar nicht nötig, habe ich jetzt gelesen bei euch.
Nee, überhaupt nicht. Also, sofern die Pausen jetzt nicht ein gewisses Maß übersteigen, würde ich mal sagen. Also sogar im Gegenteil. Pausen zu machen ist sogar sehr wichtig, vor allem dann, wenn man viel arbeitet oder auch gerade was Neues lernt, wenn man für Prüfungen lernt und so weiter. Dann ist es sehr wichtig, zwischendurch mal abzuschalten und nichts zu tun. Und zwar braucht erstens der Körper Pausen, aber auch der Kopf. Und zwar nicht nur, um Stress abzubauen und zu entspannen, sondern eben auch, um Neues zu lernen, um Gelerntes besser im Gehirn zu behalten.
Ja, bei euch in Spektrum wird in dem Artikel ein Experiment beschrieben. Da übten Menschen nur wenige Sekunden und haben dann direkt Pause gemacht. Und was haben denn die Forschenden dabei entdeckt?
Ja, also die Versuchspersonen hatten eigentlich eine ganz einfache Aufgabe. Die sollten auf einer Computertastatur immer wieder möglichst schnell eine bestimmte Ziffernfolge, sagen wir mal 4, 1, 3, 2, 4, und ihre Finger lagen auf den Zahlen. Also der kleine Finger auf der 1, Ringfinger auf der 2 und so weiter. Und die mussten ihre Finger dann einfach nur in der richtigen Reihenfolge bewegen und zwar immer wieder und möglichst schnell. Und nach zehn Sekunden folgte dann immer eine kurze Pause und dann ging es weiter. Und ja, wie es jetzt nicht anders zu erwarten war, wurden die Teilnehmer relativ schnell besser dabei.
So, was lernt man schnell? Das Interessante aber war, dass eben sie nicht während der Übungsphasen besser wurden, sondern immer dann, wenn sie gerade vorher eine kurze Pause gemacht haben. Das heißt, das eigentliche Lernen fand in der Pause statt. Und ein wichtiger Begriff dabei ist Replay, habe ich gelernt. Was genau passiert denn dabei im Gehirn und warum hilft das vielleicht beim Lernen auch?
Ja, Replay heißt so viel wie Wiederholung. Und genau das passiert im Gehirn, wenn wir beim Lernen kurze Pausen machen. Und zwar bei diesem Experiment haben Forscher sogenannte Magnetoenzephalogramme von den Versuchspersonen angefertigt. Das wird auch mit MEG abgekürzt. Dabei werden winzige Magnetfelder am Schädel erfasst, die durch die elektrischen Ströme in den Nervenzellen im Gehirn entstehen. Und damit kann man feststellen, welche Hirnareale gerade aktiv sind. So ähnlich wie bei der funktionellen Magnetresonanz-Tomografie (FMRT), kennt man ja auch.
Allerdings der Vorteil von dem MEG ist, dass es eine deutlich höhere zeitliche Auflösung hat. Also man kann damit Aktivitätsschwankungen aufzeichnen, die sich innerhalb weniger tausendstel Sekunden abspielen. Also sehr, sehr schnell. Und während die Versuchspersonen nun ihre Finger bewegt haben, zeigte das MEG erwartungsgemäß die Aktivierung unterschiedlicher Bereiche im motorischen Kortex. Das ist das Areal, das für die Bewegungssteuerung zuständig ist, weil jeder Finger von einem ganz eigenen kleinen Kortexbereich angesteuert wird. Das heißt, je nachdem, welchen Finger man gerade bewegt, wird ein anderer winziger Bereich aktiv. Das konnten die messen.
So, und jetzt komme ich zu dem Replay. Also das Überraschende war, dass in den kurzen Pausen im Gehirn die Aktivitätsabfolge zu sehen war wie in der Übungsphase, obwohl sie in den Pausen ja ihre Finger gar nicht bewegt haben, nur etwa um das 20-fache beschleunigt. Das heißt, in den Pausen hat das Gehirn das Gelernte nochmal im Zeitraffer neu durchgespielt. Und je häufiger das passiert ist, desto besser wurden die Teilnehmer nach der Pause. Sehr wahrscheinlich verfestigt also das Gehirn in den Pausen das Gelernte durch dieses Wiederholen. Und das, also lange Zeit dachte man, dass so etwas ausschließlich im Schlaf, im Tiefschlaf passiert. Das ist ja auch schon länger bekannt, dass man besser lernt, wenn man nach dem Lernen eine Runde schläft.
Aber inzwischen zeigen immer mehr Studien, dass das auch im Wachzustand passieren kann, und zwar vor allem während der Pausen. Also das heißt, das Gehirn arbeitet eben auch dann weiter, wenn wir gar nichts in Anführungszeichen tun.
Was passiert im Gehirn?
Womit beschäftigt es sich denn in diesen Momenten?
Ja, das ist eine gute Frage. Das wird auch immer mehr jetzt erforscht. Also unser Autor Frank Lührweg, der hat für den Artikel mit einer Psychologin gesprochen, mit der Sabrina Kraus. Und die hatte ein sehr schönes Bild dafür. Sie vergleicht unser Gehirn mit einer Küche. Und das, womit wir uns so kognitiv beschäftigen, also unsere Erfahrungen und das, was wir lernen und neu aufnehmen, das sind unsere Einkäufe. Und die stellen wir erst mal in der Küche ab, bis kaum noch Platz ist. Und erst wenn wir eine Pause machen, dann räumen wir die Einkaufstüten aus und sortieren die Inhalte in die Schränke.
Also das ist das, was in den Pausen passiert, dass alles, was aufgenommen wurde, sortiert wird und in die Schränke, ins Langzeitgedächtnis, überführt wird. Also es ist sehr schwer vorstellbar, aber das Gehirn tut tatsächlich nie nichts. Also selbst wenn wir scheinbar nichts tun, ist es immer aktiv. Also selbst wenn wir einfach nur auf den Horizont starren, passiert was im Gehirn, und es wendet sich dann einfach anderen Dingen zu als den Aufgaben, die man vorher hatte.
Das Default Mode Network, das ist auch noch ein Begriff, den man in dem Zusammenhang vielleicht kennen sollte. Was hat es denn damit auf sich?
Ja, das ist der englische Ausdruck für Ruhezustandsnetzwerk. So sagt man das im Deutschen auch. Und das ist ein Netzwerk von Hirnarealen, die immer dann aktiv sind, wenn man seine Gedanken frei wandern lässt. Also wenn man keine konkrete Aufgabe zu erledigen hat, dann fangen ja die Gedanken meist an zu wandern. Und man überlegt, ob man jetzt was richtig gemacht hat, wie man es das nächste Mal anders machen könnte, warum der jetzt so komisch geguckt hat und all solche Gedanken gehen einem ja dann oft durch den Kopf.
Wenn man so die Gedanken frei wandern lässt, dann springt dieses Netzwerk an Hirnarealen an. Und das haben Forscher vor knapp 30 Jahren durch Zufall entdeckt. Also zu der Zeit hat man sehr viel mit der funktionellen Magnetresonanz-Tomografie (FMRT) experimentiert, weil man herausfinden wollte, welche Funktionen verschiedene Hirnareale haben. Da hat man zum Beispiel Versuchspersonen im Hirnscanner Texte lesen lassen oder Rechenaufgaben lösen lassen. Und dann hat man die resultierende Hirnaktivität verglichen mit der Hirnaktivität beim Nichtstun, damit man dann herausfinden konnte, okay, in dem Areal sind die Nervenzellen aktiver als beim Nichtstun. Also ist dieses Hirnareal wohl irgendwie relevant für diese Tätigkeit.
So, und was die Forscher aber dann irritiert hat, war die Tatsache, dass es einige Hirnregionen gab, die bei den Aufgaben sogar weniger aktiv waren als beim Nichtstun. Das heißt, beim Nichtstun haben die Nervenzellen in den Bereichen gefeuert, aber sobald die eigentliche Aufgabe begann, haben die Nervenzellen aufgehört zu feuern. Und daraufhin hat man dann noch weitere Untersuchungen gemacht und hat dann eben dieses Default Mode Network entdeckt. Und das ist ein Netzwerk von Hirnarealen, wie ich schon gesagt habe, das über das gesamte Gehirn verteilt ist.
Die Aktivität all dieser Areale steigt und fällt im selben Rhythmus. Das heißt, die Bereiche senden quasi in derselben Frequenz, kann man vereinfacht sagen, und kommunizieren so miteinander. Und genau, wenn wir eben keine spezielle Aufgabe haben, dann richten wir unsere Gedanken meist nach innen. Dann fängt dieses Default Mode Network an zu arbeiten.
Pausen und Smartphone-Nutzung
Jetzt ist es ja heute so, dir geht es vielleicht so, dass viele Menschen, ich schließe jetzt vor mir, auf andere gar keine richtige Pause mehr machen, sondern eher sich in Pausen vielleicht mit dem Smartphone beschäftigen, zum Beispiel. Ist das jetzt aus Gehirnsicht eine richtige Erholung oder ich vermute mal eher nicht. Warum vielleicht nicht? Also was bräuchte unser Gehirn vielleicht stattdessen?
Ja, ich mache das auch leider viel zu oft. Aber ja, das ist aus mehreren Gründen nicht unbedingt ratsam. Gerade wenn man viel am Bildschirm arbeitet, was ich ja mache, du ja auch, dann sollte man in seinen Pausen nicht weiter auf Bildschirme starren und Texte lesen, weil das einfach auch fürs Gehirn eine sehr ähnliche Tätigkeit ist. Und bei gleichförmigen Tätigkeiten ermüdet das Gehirn mit der Zeit oder die Bereiche, die eben für diese Tätigkeit notwendig sind. Und wenn man dann in seinen Pausen etwas ganz Ähnliches macht, dann tritt kein Erholungseffekt ein. Dann ist man nach der Pause genauso erschöpft oder kann sich genauso wenig konzentrieren wie vorher.
Also es wäre besser, dann Blumen zu gießen oder den Rasen zu mähen oder was auch immer, ein bisschen rauszugehen, weil das im Gehirn ganz andere Regionen beansprucht. Dann können sich in der Zeit die Nervenzellen, die man eben für die Bildschirmarbeit braucht, wieder erholen.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob Gärtner oder andere Leute, die eben körperlich arbeiten, denn ihre Pausen mit dem Smartphone verbringen sollten. Ich kenne da jetzt keine Forschung zu. Ich vermute, es ist im gewissen Maße eher erholsam als jetzt für Leute wie dich und mich, wo wir den ganzen Tag auf den Bildschirm starren. Hängt natürlich auch sehr davon ab, was man mit seinem Smartphone tut.
Letztendlich, viele scrollen ja endlos durch Social Media, sehen sich Videos an, chatten und so weiter. Da kommt eben das Gehirn überhaupt nicht zur Ruhe. Und auch wer eigentlich körperlich arbeitet, kann so eben sein Gehirn nicht vernünftig erholen. Ich weiß nicht, ob du das auch kennst, aber man fühlt sich danach ja auch nicht wirklich entspannt, sondern eher so überladen und hat immer so das Gefühl, wenn ich jetzt aufhöre, dann verpasse ich vielleicht noch irgendwas. Also es ist ja kein erholsames Gefühl danach.
Nee, überhaupt nicht, weil man ja auch mit so einer Frequenz dann Informationen reinkriegt, wenn man jetzt nicht gerade nur einen Artikel liest, sondern wirklich durch Videos scrollt oder sowas. Dazu passt eigentlich ganz gut, dass ihr auch schreibt oder beschreibt, warum Natur für die Erholung so gut ist und für uns.
Und ich glaube, das ist etwas, was vielleicht auch jeder und jede kennt. Ich versuche oft in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang zu machen. Hier ist so ein kleiner Wald bei mir um die Ecke und versuche, da zumindest kurz reinzukommen, weil man einfach merkt, dass einen das anders erholt. Manchmal habe ich das Handy dann doch dabei und gucke trotzdem im Gehen aufs Handy. Ich versuche es manchmal nicht zu tun, aber solche Spaziergänge im Grünen, das ist schon gut fürs Gehirn und für die Regeneration.
Ja, genau. Also da gibt es auch diverse Studien zu, und es ist einfach so, dass man in der Natur seine Gedanken meist schweifen lässt. Also wenn man eben nicht ein Handy dabei hat, sondern tatsächlich einfach etwas achtsamer durch den Wald oder durch die Natur geht, dann bleiben die Gedanken meist nicht an einer Stelle, sondern die springen. Man sieht wieder etwas Schönes, und dieses Hin- und Herwandern der Gedanken, das aktiviert dieses Default Mode Network sehr stark.
Und inzwischen weiß man auch, dass dieses Netzwerk eng mit dem parasympathischen Nervensystem zusammenhängt. Das ist ein Teil des Nervensystems, der sehr wichtig ist für Erholung und Regeneration. Und aus dem Grund scheint es auch so zu sein, dass ein Spaziergang in der Natur eben sehr gut ist für die Stressbewältigung, dass der Körper da wirklich dieses ganze Stresssystem runterfährt.
Langeweile und ihre Bedeutung
Hast du auch ein bisschen das Gefühl, dass so Pausen vielleicht einen schlechten Ruf haben, weil Langeweile so einen schlechten Ruf hat? Weil das ist ja definitiv so. Also es ist ein total negativ behaftetes Wort, aber nach allem, was du mir so erzählst, klingt das ja eher nach einem erstrebenswerten Zustand, zumindest ab und zu.
Ja, also Langeweile ist tatsächlich etwas ganz Wunderbares. Meine Kinder sehen das sicherlich anders, aber es ist tatsächlich so, dass man ohne Langeweile auf viele Ideen gar nicht kommen würde. Das ist so eine Art Warnsignal, dass wir geistig unterfordert sind, und das muss man spüren. Also wenn wir das spüren, dann suchen wir uns eine neue Tätigkeit und kommen möglicherweise auf ganz neue Ideen.
Und das Problem ist, dass viele die Langeweile betäuben, bevor sie ihnen überhaupt bewusst wird. Also das Smartphone ist hier wahrscheinlich der allerbeste Langeweilekiller überhaupt. Nur das Problem ist, wenn wir gar nicht spüren, dass uns langweilig ist, dann suchen wir auch nicht nach Strategien, die Langeweile loszuwerden. Und so versuchen wir vielleicht erst gar nicht, unser Leben interessanter zu gestalten.
Ja, und das ist natürlich sehr schade. Aber klar, ich kann mich auch noch an meine Jugend erinnern, noch komplett ohne Internet und Smartphone in einer Kleinstadt. Da habe ich auch die Langeweile gehasst. Also im Nachhinein habe ich aber eben auch schöne Dinge gemacht, zu denen ich mich ohne Langeweile nie durchgerungen hätte.
Ja, total. Also ich müsste auch jetzt wirklich überlegen, wann wir das letzte Mal so richtig langweilig war oder wenn ich die zumindest gespürt habe und nicht eben irgendwie auf dem Sofa lag und am Smartphone rumgescrollt habe.
Fazit und praktische Tipps
Was schließen wir denn jetzt daraus? Heißt das jetzt, wir sollten möglichst oft nichts tun oder gibt es auch Grenzen und Situationen, in denen das dann eher schadet?
Ja, es gibt definitiv auch Grenzen. Also es gibt so ein bisschen so einen Trend. Es gibt auch manche Influencer und Autoren, die meinen, man könnte durch nichts tun per se sein Leben verändern und man sollte seinem Default Mode Network so viel Futter wie möglich liefern. Da sind aber manche Experten skeptisch und meinen, es kommt eher auf ein gesundes Gleichgewicht an.
Weil das Problem ist, wenn man sich sehr viel mit sich selbst beschäftigt, dann kann das auch Überhand nehmen. Und wenn man immer wieder in so Grübelschleifen verfällt, dann kann das eben auch sich negativ auswirken auf die Stimmung und kann auch zu so leichten depressiven Symptomen führen. Und insbesondere Menschen, die da ohnehin zu neigen, die sollten da ein bisschen darauf achten, dass das eben ausgeglichen ist.
Also man weiß zum Beispiel auch, dass Menschen mit Depressionen ein ungewöhnlich aktives Ruhezustandsnetzwerk haben. Und deshalb muss man immer so ein bisschen gucken, dass man das in der Waage hält.
Verstehe, okay. Und nach allem, was wir jetzt so gehört haben über die Langeweile und die Möglichkeit, dem Gehirn Pausen zu geben, kannst du vielleicht noch aus den Erkenntnissen ein paar praktische Tipps ableiten zum Schluss?
Ja, ich kann eigentlich nur noch mal Werbung machen für echte Pausen. Also dass man bei der Arbeit immer mal wieder aufsteht, aus dem Fenster sieht. Das reicht ja manchmal, dass man einfach mal Richtung Horizont guckt. Da kommt der Körper schon runter. Und dass man mal seinen Gedanken freien Lauf lässt. Ich meine, wie du das machst, in der Natur spazieren gehen, ist natürlich auch wunderbar, um die Batterien aufzuladen.
Ja, und zum Schluss halt noch mal sagen, dass man echt keine Angst vor Langeweile haben sollte und dass man bewusst auch mal eben Phasen des Leerlaufs zulassen sollte und eben nicht sofort zum Smartphone greifen. Ja, ich denke, da kommt man dann viel eher mal auf Ideen, die die Langeweile dann halt auch noch viel nachhaltiger vertreiben.
Also dann kommt sie auch so schnell nicht wieder, weil man tolle Ideen hatte, die man vielleicht nicht gehabt hätte, wenn man sofort Langeweile mit Social Media vertrieben hätte.
Also Appell an uns alle: Lasst uns unseren Gehirnen ab und zu mal eine echte Pause gönnen. Und mehr dazu, wenn ihr nochmal nachlesen wollt, findet ihr auf spektrum.de.
Und liebe Anna, dir sage ich vielen, vielen Dank fürs Erklären.
Ja, ich habe zu danken. Und das war es für diese Woche vom Spektrum Podcast. Vielen, vielen Dank euch, dass ihr dabei wart. Gerne auch kommende Woche wieder zuhören. Wie immer am Freitag gibt es dann eine neue Folge von uns. Und bis dahin gerne den Podcast abonnieren, kommentieren, bewerten und teilen. Das würde uns sehr freuen. Auch dafür vielen, vielen Dank. Mein Name ist Max Zimmer und ich sage Tschüss und macht’s gut. Spektrum der Wissenschaft, der Podcast von detektor.fm.