Hier ist der Antritt, der Fahrrad-Podcast auf detektor.fm mit der dritten Juli-Ausgabe 2026.
Mein Name ist Georg Meyer und ich bin nicht allein in diesem Studio. Wer sind denn Sie?
Ich bin Christian Bollert. Vielleicht hat mich der oder die eine oder andere schon mal hier und da gehört. Schön, mal wieder hier zu sein, Mensch.
Finde ich auch, Christian. Grüße dich! Gleichfalls, ich grüße dich. Ja, wie geht’s? Gut. Gut, ja. Ja, es ist wie so, wenn ich bekannte Kinder frage, wie es ihnen geht. Ja, gut. Wie war es in der Schule? Gut, ja. Ja, gibt es noch mehr zu sagen als gut? Oder ja, schon wahrscheinlich.
Also, du sprichst mich jetzt auf den Fahrradteil meines Lebens an, wahrscheinlich. Ja, ja, ja. Es gibt mir auch eine Zahnarztgeschichte erzählen. Ach Gott, das lassen wir dir. Obwohl, ich werde besser. Das ist gut.
Aber ja, fahrradmäßig habe ich ein schönes Tandem-Wochenende neu gehabt. Das fand ich sehr gut. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Dieser Gegenstand ist einfach ja, ich kann es nur immer wieder sagen, einfach ein super Gegenstand.
Und ich bin ein bisschen rausgekommen, weil eigentlich war vorher nicht so toll, weil ich war krank. Ich wollte eigentlich in Urlaub fahren, das hat nicht geklappt. Das heißt, mir fehlt so ein bisschen das, was du glaube ich, abgeholt hast in den letzten Tagen oder Wochen. Aber es wird einfach so ein bisschen nachgeholt werden. Und ja, so ist es halt manchmal. Kann man nichts machen, passiert.
Kann man nichts machen. Ja, stimmt. Ich saß relativ lange im Auto die letzten Tage, insgesamt vier Tage. Insgesamt vier Tage. Okay, also ja, ich werde dich in dieser Ausgabe noch dazu befragen, zu dem, was du da gemacht hast. Du warst in den Pyrenäen. Vier Tage Auto klingt nach zwei Tagen hin und zwei Tagen Rückfahrt. Das kann man so sagen. Genau.
Übrigens, mit dem Elektroauto hat sehr gut geklappt. Ei, ja, okay. Die Frau in der Ausleihe hat mich ganz verdattert angeguckt, hat gesagt, das hat ja noch nie jemand gemacht. Da habe ich gesagt, naja, das glaube ich nicht. Also die war so, die dachte so, das geht ja gar nicht. Da muss man überall vier Stunden warten und so.
Es ist krass, wie selbst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Autovermietung einem noch erzählen, dass man mit dem Elektroauto nicht drei Meter fahren kann. Also von Leipzig bis in die Pyrenäen. Wie habt ihr das gemacht? Erzähl doch mal.
Ja, im Prinzip Mietwagen genommen, Elektroauto genommen und halt die Route sich mal angeguckt. Und dann sieht man, sind so knapp 1600 bis 1700 Kilometer, je nachdem, wo man hin will. Das muss man mit dem Auto fahren, wenn man die Räder hinten reinpacken will. Oder das war so unsere Idee, weil es ein bisschen kompliziert ist. Gerade dann vor der Ordnung Ruhe jemand fragen, der sich ausgibt, kann nerven.
Und wir haben irgendwie entschieden, nehmen wir mal mit dem Elektroauto und dann halt Auto ausgeliehen, zwischen Stop geplant, natürlich irgendwo, ich sag mal, zwischen Elsass und Besançon, so jeweils. Und also auf dem Hinweg, also in der burgundischen Pforte, sozusagen. Richtig, richtig. Da, wo der Comté genossen wird und der Dijon-Senf.
Und also auf der Hinfahrt waren wir in Besançon und auf der Rückfahrt in Mulhouse. Man kann es auch sagen. Mit dabei war Gregor, unser Musikchef. Wir sind dazu zwei drunter gedügelt. Und es hat super geklappt.
Also klar, man hat, weil ich weiß nicht, wer sich auskennt mit Elektroautos, das große Problem ist nicht unbedingt, dass es zu wenig Ladesäulen gibt, sondern dass es ungefähr 30 Trilliarden Anbieter gibt und man immer irgendwie so ein bisschen oder immer mal wieder genötigt wird, sich irgendwo ein Account anzulegen.
Und es ist manchmal ein bisschen kompliziert, ein bisschen nervig. Sind Berichte ab, Vorgang irgendwie ab, dann ist die Säule defekt oder so. Aber ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie oft wir jetzt geladen haben. Lass mich vielleicht acht, neun Mal oder so. Zweimal gab es ein bisschen größere Hässeln mit, man muss nochmal neu starten, man muss nochmal andere, irgendwie eine andere Säule fahren, weil die nun gerade wirklich defekt ist. Aber noch niemand hat gesagt, dass sie defekt ist.
Aber das hat an sich so gut geklappt. Also du kannst mit dem Ding länger fahren, als du fahren solltest, weil du musst irgendwann mal eine Pause machen. Also wir haben dann immer so nach zweieinhalb, drei Stunden eine Pause gemacht. Da muss man immer einen Kaffee trinken und nach 20 Minuten ist das Ding wieder voll.
Also diese Schnellladesäulen an den Autobahnen, das funktioniert richtig, richtig gut. Man muss ein bisschen darauf achten, dass man halt Schnellladesäulen findet und dass man jetzt nicht irgendwie so eine ganz popelige Steckdose an der Supermarkt-Tankstelle irgendwie sich nimmt. Dann dauert es wirklich vier Stunden, so wie die Frau in der Autovermietung dachte, dass man überall vier Stunden gefangen ist an jedem Rastplatz.
Aber wirklich nach 20 bis 40 Minuten ist das Auto proppe voll wieder und du kannst einfach weiter drei, dreieinhalb vier Stunden fahren, wenn du möchtest. Hat sehr, sehr gut geklappt.
Und ich muss sagen, irgendwie fühlt es sich auch besser an, wenn man an den Tankstellen vorbeifährt und dann an die Ladesäule. Irgendwie hat gut geklappt. War super.
Ich bin im Winter mit einem Freund von Frankfurt in die Provence gefahren, auch mit dem Elektroauto, und war da auch ganz gespannt drauf, wie das läuft. Und da hatte ich das so, dass man so, also er hat, das ist ein Firmenwagen von ihm und hat da auch eine entsprechende Routine.
Und ich habe so festgestellt, okay, man muss halt manchmal bei verschiedenen Anbietern, man muss auf verschiedenen Seiten oder Apps irgendwie suchen, wo man irgendwie was findet. Obwohl mittlerweile, das muss man sagen, der QR-Code, lustigerweise, da so ein Revival feiert. Mit QR-Code kann man meistens direkt bezahlen und dann muss man meistens dann nur noch die Kreditkarte eingeben.
Manchmal geht nur PayPal oder Google Pay oder irgendwie sowas. Aber in der Regel funktioniert das gerade an den Autobahnen mit den QR-Codes ganz gut. Genau, wenn man da ist.
Aber die verschiedenen Säulen zu finden, das war irgendwie da so ein Ding. Also er hatte da so verschiedene Quellen. Aber das Auto, was wir zum Beispiel ausgeliehen haben, ohne jetzt zu tief einsteigen zu wollen, das hat dir auch immer vorgeschlagen, wo du laden sollst und hat dann schon gesagt, da kommst du mit zwölf Prozent Ladung an, da ist eine Schnellladesäule, davon sind sechs frei von zwölf oder irgendwie so.
Also du kannst auch in den bewährten Kartendiensten dieser Welt ganz einfach nach Ladesäule suchen und du findest unendlich viel. Du musst halt eher gucken, ist es eine Schnellladesäule? Muss ich mich da irgendwie extra nochmal anmelden oder so? Genau, und das hatte bei uns auch eigentlich dann ganz gut funktioniert.
Und ich fand irgendwie auch, wenn man sich da ein bisschen umstellen muss, weil man dann halt einfach irgendwie solche Sachen noch checkt. Und bei einer klassischen Benzin-Diesel-Tankstelle ist das einfach, da fährst du ran, da weißt du, gibst irgendwie da deinen Saft, den du da brauchst.
Ich fand es aber trotzdem irgendwie entspannter. Ja, ich bin auch irgendwie ein großer Freund. Ich fahre schon seit Jahren tatsächlich auch in Urlaub mit Elektroauto. Habe ich mir ein bisschen auch von Gregor abgeguckt, muss ich sagen. Der hat damit glaube ich angefangen vor ein paar Jahren.
Und da dachte ich so, ach so, du fährst auch nach Dänemark mit dem Elektroauto und so. Und dann stellt man übrigens fest, die Ladeinfrastruktur in Dänemark ist deutlich besser als in Deutschland. Also es ist eigentlich gar nicht so kompliziert.
Und also ich kann es wirklich nur empfehlen, wenn man ein bisschen Lust hat, sich darauf einzulassen und eben ein bisschen auch mal zu suchen und so. Aber es ist jetzt wirklich nicht, also ich war vorher so ein bisschen abgeschreckt, dass ich so dachte, oh Gott, das könnte wahnsinnig kompliziert sein. Ist es aber nicht. Also wirklich.
Ist ja auch normal, oder? Wenn man das, bevor man das erste Mal probiert, so ging mir das auch so. Aber ich muss auch sagen, das hat bei uns da richtig gut funktioniert. Ich wusste das gar nicht, dass ihr jetzt so lange gefahren seid. Lustig, jetzt haben wir hier so eine…
Ja, ich vergleiche das so ein bisschen mit, als ich angefangen habe, mit dem Handy zu bezahlen. Da war ich am Anfang auch so, geht das? Und muss ich da immer noch eine Karte mitnehmen und so? Und dann klappt es mal nicht, weil irgendein Supermarkt die Kasse ausgefallen ist oder so.
Aber so ähnlich ist das. Aber nicht schlimmer. Also ganz im Gegenteil. Ich fand es ziemlich bequem und angenehm. Und man kommt, das fand ich auch interessant, an spannende Orte.
Zum Beispiel, ich glaube, unser allererster Stopp war irgendwo in Baden-Württemberg. Das war so ein zweistöckiger Bäcker, der hätte dir auch gut gefallen. Der war mitten in der Pampa, so neben einem großen Werk von Würth. Also offensichtlich ist das da so eine Art Kaffeeversorgung von Würth.
Und die hatten aber extra Ladesäulen. Und ich dachte, wie klug. Da standen alle Autos und die Leute haben natürlich einen Kaffee getrunken, haben einen Kuchen gegessen. Und da waren Leute, die ihren Sonntagsausflug mit dem Rad gemacht haben und Leute, die mit dem Elektroauto von der Autobahn runtergefallen sind. Also mega klug.
Und das sortiert sich so ein bisschen um, was so für Geschäftsmodelle damit verbunden sind. Und genau, da gibt es so Betriebe, die dann irgendwie ihre Chance sehen, so okay, stellen wir uns halt so eine Säule hin. Ja, wie klug.
Also du musst quasi nichts ausgeben für Akquise. Im besten Fall verdienst du noch mit an der Elektro-Säule. Total gute Idee. Also ich meine, da andere geben dafür Geld für Werbung aus oder so.
Und du kommst automatisch dahin, weil du brauchst diese Schnellladesäule oder du möchtest sie gerne haben. Und die Rolle der klassischen Tankstelle, die ändert sich auch so. Ich kenne es vom privaten Fahren so ein bisschen die Überlegung.
Da war früher das ja okay, du nimmst halt als Checkpoint irgendeine Tankstelle, weil da ist immer jemand da und die hat offen. Und das ist nicht mehr so. Und ich kenne hier auch Orte. Ich hatte irgendwie letztes Jahr in einer kleinen Stadt an der Elbe so ein Gespräch in so einer Tankstelle, weil da gab es einen Klassiker. Leider gab es nicht mehr so viel zum Einkehren.
Und dann war meine Tankstelle und haben wir uns dann auch gefragt, so okay, was passiert, wenn die Tankstelle auch nicht mehr diese Rolle übernimmt, die sie ja teilweise hat? Ja, Brötchen und so, diese ganzen kleinen… Ja, absolut.
Und das wird auch für die Privatszene oder hat es wahrscheinlich schon längst beinhaltet, das auch Änderung, wie man so seine Checkpoints verlegt. Aber um das auch vielleicht noch zu sagen, wo du es gerade erwähnt hast mit der Tankstelle.
Ich habe es auch mindestens zweimal erlebt, dass ich so dachte, ah, wie klug von Tankstellen-Gesellschaften. Die haben mittlerweile ja auch oft vier oder sechs Ladesäulen. Kann ja gut sein, dass in ein paar Jahren das dann nur noch ein paar Benziner oder gar keine mehr gibt.
Und die schon auch diesen Ort bewahren, weil wenn du jetzt brauchst, ja auch einen kleinen Moment. Das heißt, dann kannst du auch wieder einkaufen gehen. Und das hört man ja immer wieder, dass für die Tankstellenpächter das Benzin gar nicht so interessant ist, sondern die Snacks und so.
Und damit kannst du dir eigentlich auch wieder die Kunden ranholen, wenn du genug Ladesäulen hast. Die sind dann halt 20 Minuten da, die trinken bei dir einen Kaffee, die essen ein Eis, die kaufen irgendwas aus der Auslage. Also so doof ist das gar nicht.
Deswegen, also ich kann es ganz konkret sagen, eine deutsche Firma und eine französische. Da dachte ich so, okay, das geht so in die Tankstelle der Zukunft. Also das könnte auch irgendwie… Also von daher.
Und das ist total interessant, wie sich dieser Ort ja eigentlich früher mal so, wenn man sich überlegt, wo dieser ganze also alles, was irgendwie mit diesem Prinzip betrieben ist, das ist ja eigentlich das Backbone sozusagen. Das ist die Struktur, die das ganze System aufrecht erhält.
Und diese Struktur ändert sich jetzt. Das ist spannend. Ja, du hast vorhin gesagt, es fühlt sich auch besser an, irgendwie dahin zu fahren mit dem Elektroauto. Warum fühlt es sich besser an für dich?
Naja, weil man natürlich irgendwie weiß, hey, also in aller, allermeisten Fällen steht auch an den Säulen, dass sie mit Ökostrom irgendwie betrieben werden, dass man eben doch umweltfreundlicher unterwegs ist. Ich weiß, Akku, Batterie und so, auch alles nicht so easy peasy, aber irgendwie ist es schon besser, als da zu wissen, okay, hier gehen jetzt, weiß ich nicht, sechs, sieben, acht, neun, zehn Liter dauerhaft irgendwie fossile Energie aus dem Auspuff raus.
Und dann ist irgendwie besser. Und ehrlicherweise auch ein ziemlich komfortables Fahren. Also sehr entspannt, sehr easy. Gute Beschleunigung, muss man auch sagen. Also macht Spaß. Da habt ihr wahrscheinlich auf den Bergstraßen in den Pyrenäen… Ja, da nickt er so.
Aber wer hätte das gedacht? Was ist der Fahrrad-Podcast Antritt? Wir sprechen aber erst mal zehn Minuten über ja, Elektromobilität auf dem Weg zum Fahrradfahren. Zum Fahrradfahren kann auch mal so sein. So ist es halt, wenn Christian Bollert hier zu Gast ist.
Eigentlich ist er ja nicht ganz so Gast. Er wohnt ja immer noch ein bisschen so. Ich habe immer noch ein Zimmer in diesem Podcast. Und wenn er dann mal wieder da ist, dann kann das auch sein, dass wir über sowas sprechen.
Wir werden aber noch weiter über Christians Erlebnisse in den Pyrenäen sprechen und zwar mit dem Rad und ums Rad. Und darum geht es nämlich in diesem Podcast Antritt, der Fahrrad-Podcast von detektor.fm.
Lukas ist Ingenieur und beschäftigt sich mit untertägigen Gasspeichern. Und um die zu erreichen, ist er immer wieder auf langen Dienstreisen unterwegs. Vor ungefähr einem Jahr hat er sich entschieden, diese Dienstreisen statt mit dem Auto lieber mit Zug und Rad durchzuführen.
Und wie das funktioniert, gerade auch wenn man nicht gerade an einem Fernverkehrsdrehkreuz wohnt, darüber spreche ich mit Lukas in diesem Podcast. Und erstmal geht es hier aber um Christians Erlebnisse rund um die Königsetappe der Tour de France in den Pyrenäen.
Christian, jetzt habe ich schon ziemlich fundiert erfahren, wie du in die Pyrenäen gekommen bist, welches Verkehrsmittel das deiner Wahl gewesen ist. Jetzt möchte ich eigentlich mal wissen, warum bist du denn in die Pyrenäen gefahren?
Es gibt, glaube ich, mehrere Gründe. Der eine ist relativ plausibel und einfach. Ich war noch nie da. Das heißt, es stand schon länger auf meiner Liste und ich dachte, irgendwann, irgendwann machst du das mal. Und diesen Gedanken habe ich bestimmt schon seit ein paar Jahren.
Und irgendwie dachte ich so, irgendwann ist natürlich auch irgendwie Quatsch. Mach es doch einfach mal. Du warst letztes Jahr da, war sicher auch nochmal ein kleiner Auslöser. Dann habe ich mir die Strecke angeguckt von der diesjährigen Tour und dachte so, interessant, in Spanien starten, Barcelona, dann da irgendwie so rüber. Könnte ja passen.
Dann wusste ich, unser Musikchef Gregor, habe ich schon kurz erwähnt, mit dem ich mit dem Auto her in die Pyrenäen gefahren bin und auch wieder zurück. Gregor ist wahrscheinlich der größte Tour de France-Fan, den ich hier in unserem Büro wenigstens kenne und wahrscheinlich auch nördlich der Alpen.
Der ist schon nach Kopenhagen gefahren zum Start, der ist nach Italien zum Start gefahren und wieder zurück über die Alpen. Er war, glaube ich, in Düsseldorf beim Tourstart. Also er ist ständig irgendwie beim Tourstart. So, am Anfang, wenn ich das kombiniere und ihn mal frage, ob er sich das vorstellen könnte, könnte sich das ausgehen.
Und tatsächlich war er, glaube ich, relativ schnell überzeugt, damit dabei zu sein. War auch noch nie in den Pyrenäen. Und dann haben wir einfach, ich glaube, irgendwann im Januar mal geguckt, ob es noch Unterkünfte gibt.
Waren dann relativ positiv überrascht, dass da noch gar nicht so alles ausgebucht ist. Das ist in den Alpen ein bisschen anders. Da ist, sobald die Strecke raus ist, kannst du vergessen, dass du in Alp du es oder so noch ein Zimmer bekommst.
Aber in den Pyrenäen scheint das alles ein bisschen entspannter zu sein, weil es ja auch weiter weg ist. Und da haben wir zwei aus unserer Sicht sehr, sehr schöne Unterkünfte gefunden. Einmal in Ax-les-Thermes und einmal in Bagnères-de-Luchon. Das ist so ein bisschen südlich von Luchon.
Und ja, dann haben wir gesagt, gut, dann machen wir das mal. Fahren wir mal hin. Und es war relativ klar, dass wir so vier Tage mitnehmen können. Vier Tage Tour. Und aber wollten logischerweise auch selber ein bisschen fahren und haben das dann auch gemacht.
Wenn du sagst, vier Tage Tour mitnehmen, heißt das, ihr habt bei vier Etappen am Streckenrand gestanden? Das war die ursprüngliche Idee. Tatsächlich haben wir bei drei Etappen am Streckenrand gestanden. Die eine Etappe haben wir dann aus logistischen Gründen in einem Radcafé am Fuße des Tourmalet geguckt, was auch nicht die schlechteste Idee war. Ganz im Gegenteil, war super.
Da haben wir mal ein bisschen Piano gemacht und sind nur so eine kleine Talrunde gefahren. Der ganz klassische Coffee Ride. Es war für uns eine Überführungsetappe, ein Ruhetag und aber gleichzeitig auch ein Coffee Ride.
Ich habe davon mitbekommen, dass ihr bei dieser Etappe irgendwie in der Nähe wart. Ich dachte auch so, wäre die einzige. Deswegen wollte ich dich auf die ansprechen. Jetzt scheint es mir so, dass ihr bei anderen vielleicht noch ein bisschen näher dran gewesen seid am Renngeschehen.
Also bei der Tourmalet-Etappe waren wir direkt oben auf dem Tourmalet. Ihr wart direkt oben? Okay, ich habe in der Übertragung, ich habe’s live gesehen. Ich habe geschaut, ob ich euch sehe. Ich habe euch nicht gesehen.
Okay. Wir hatten auch Regenjacken an, deswegen war mir schwer zu erkennen. Aber tatsächlich waren wir, haben es im Nachhinein nochmal schnell geguckt, ob man ob die Kamerabilder uns irgendwie eingefangen haben. Aber die waren immer auf der anderen Straßenseite. Also ich habe nicht gesehen. Genau.
Und haben dann auch einmal umgeschnitten, als gerade wen gehabt bei uns. Also wirklich paar Sekunden später. Aber ja, also die haben wir mitgenommen. Ich kann auch sagen, wir waren in Les Angles. Also das war unsere erste Etappe. War auch ehrlicherweise unsere längste Etappe. Also damit sind wir eingestiegen.
Dann haben wir, wie gesagt, so einen Tag Überführungsetappe gemacht. Da haben wir uns ein Café gesetzt und so ein Fahrradcafé und sehr entspannt mit Kuchen die Etappe geguckt. Und dann sind wir an die Strecke der Flachetappe nach Po.
Und dann zum großen Finale sind wir den Tourmalet hoch von der Seite, wo sie runtergefahren sind, und haben dann einen fantastischen Blick gehabt. Also darüber könnte ich jetzt stundenlang reden, aber du möchtest mich ja auch noch ein bisschen was…
Genau, ich möchte genau über diesen Tag was von dir wissen, weil da kommt irgendwie ganz viel zusammen. Hast gesagt, Gregor ist der größte Tour de France-Fan, den du kennst. Der muss ein größerer Fan sein als ich oder Jens. Das ist also, das ist möglich. Aber ist auch erstmal so.
Dann seid ihr an diesem Berg gewesen und du hast schon erwähnt, ich war letztes Jahr da. Ich war auch vorletztes Jahr da. Also ich habe so, dieser Berg hat also für mich eine große Bedeutung. Wie ist das für dich? Du bist zum ersten Mal in den Pyrenäen. Du näherst dich zum ersten Mal dem Tourmalet. Ist das ein Pass wie jeder andere oder was passiert damit Christian Bollert? Wie fährt er dort hoch? Wie ist das an so einem Tag?
Also für mich war es schon anders, weil es war ja der letzte Tag. Also es war irgendwie klar, für uns war es auch quasi die Abschluss-Etappe, Königs-Etappe, was auch immer. Klammer auf, anstrengungsmäßig glaube ich gar nicht, weil wir hatten am ersten Tag, haben wir uns ziemlich abgeschossen mit 110 Kilometern und 3000 Höhenmetern.
Das war deutlich anstrengender. Aber klar, es war irgendwie vollkommen abzusehen, dass es dieser legendäre Tourmalet ist, den man da irgendwie hochfährt, dass wir sehr wahrscheinlich eine Vorentscheidung der Tour dort erleben werden.
Und ich hatte tatsächlich eher so die ganze Zeit so ein paar Fragen, wo zur Hölle verbringe ich die vier Stunden da oben in der Sonne, im Schatten, damit ich nicht verbrennen mit meiner weißen Haut? Was machen wir da überhaupt dann die ganze Zeit? Wo stellen wir uns hin? Also logistische Fragen haben sich so ein bisschen gestellt.
Finden wir vielleicht noch ein Café, wo wir eine Stunde abhängen können im Schatten oder irgendwie so, damit ich nicht die ganze Zeit irgendwie auf der Wiese sitzen mit allen anderen und warten. Und dann beim Hochfahren hatte ich so das Gefühl, und es lag natürlich daran, dass wir schon drei Tage vorher in den Pyrenäen waren, dass der sich ganz gut fahren ließ, ehrlicherweise.
Also es war jetzt gar nicht so ein ekliger Berg oder so, sondern es war eigentlich ziemlich gleichmäßiges Bergauf-Fahren. Wir haben dann, vielleicht hast du das dann in den letzten Jahren ja auch mitbekommen, es gibt ja noch so eine neben Strecke, diese extra gebaut in alten, oder es gibt diese alte, diese alte alternative Lorrain-Finion-Weg, nennen sie den jetzt, glaube ich, mittlerweile.
Die haben wir genutzt, um hochzufahren. Wird auch empfohlen, da lieber nicht runterzufahren, sondern hochzufahren, weil es doch sehr schrotterig ist teilweise und hier und da so ein bisschen schlechte Straßen. Aber zum Hochfahren war das ziemlich cool, zumal wir das beide gesehen haben.
Wir beide fast vorbeigefahren. Ich hatte da gerade, glaube ich, eine Banane gegessen oder so. Dann habe ich gesagt, ist nicht hier dieser Weg? Und dann, ja, ja, zack. Aber der ist landschaftlich auch sehr schön, weil das kommt, das kommt einem dann so ein bisschen vor, als ob man wandern ist.
Also wirklich ganz klassisch. Irgendwie man fährt dann noch mal durch so ein Tal, wo so ein Fluss durchfließt. Und da sind dann auch eigentlich nur Wanderer und noch fünf andere Radfahrer oder so. Und insgesamt ging das ganz gut.
Also wie gesagt, aber ich glaube, wir hatten natürlich auch so einen kleinen Trainingseffekt von den anderen drei Tagen. Deswegen, wenn ich den jetzt aus dem Stand gefahren wäre, vielleicht doch noch ein bisschen anstrengender gewesen.
Und oben fand ich es dann schon sehr beeindruckend, weil wir sind ja quasi von der Rückseite gekommen. Dann so diesen krassen Blick ins Tal zu haben. Und wir hatten natürlich nicht nur den krassen Blick ins Tal, sondern ja auch noch den krassen Blick ins Tal mit überall sind Menschen und Wohnwagen und so.
Also wir konnten so, das lässt sich immer so ein bisschen schwer schätzen, zwei, drei, wenn es hochkommt, vielleicht vier Kilometer weit runter gucken die Strecke. Und hatten damit natürlich auch sehr früh dann so das Gefühl, ah, da kommen sie. Das muss irgendwie, also man konnte im Prinzip bis zu diesem letzten Ort gucken, La Mongie, da wo die großen, diese großen Hotels stehen.
Okay. Und das, aber ich hatte jetzt keinen so Gänsehauten-Moment oder so. Ich fand es schon sehr cool, da zu sein und beeindruckend, aber jetzt auch nicht irgendwie. Also ich habe, glaube ich, nicht so eine ganz spezielle Verbindung, so wie du, wie ich das zu diesem Berg.
Genau, habt ihr diese Stadt Tour gesehen? Ja, ja, okay. Hat auch gleich ein Bild gemacht. Sehr gut. Du kennst die Geschichte der Stadt Tour? Ich habe das, glaube ich, ja im Podcast auch schon mal erzählt.
Also es gibt da so ein ganz schönes Ritual. Diese Stadt, ich weiß nicht, sagt man Stadt Tour dazu? Also so eine Metallstruktur. Genau, ist eine Skulptur und die wird im Herbst, wird die runter ins Tal gefahren.
Ich glaube, auf die Westseite von da sind wir gekommen. Genau, von dort seid ihr gekommen. Können wir auch noch dazu sagen. Ich habe sie eben kurz eingegeben. Also der Anstieg, den ihr gut trainiert, da halbwegs locker hochgedrückt habt, so 1400 Höhenmeter, ein bisschen mehr.
Es sind 18 Kilometer, also ist schon ein Stück. Aber eben keine 30 oder so. Ja, und im Frühjahr zur Eröffnung des Passes, zur Wiedereröffnung, wird diese Skulptur auf einem Lkw hochgefahren, mit musikalischer Begleitung.
Das wird ungefähr im Radtempo gemacht und wird halt von hunderten Radfahrern und Radfahrerinnen begleitet. Da steckt schon so ein bisschen, wenn man sich da so ein paar Videos von anschaut, da steckt schon so ein bisschen von dieser Bedeutung drin, die dieser Berg hat, also für die Leute, die dort zumindest Rad fahren, wahrscheinlich auch für ein paar mehr.
. Und das, ja, für mich war das die zweite Mal, wo ich da gewesen bin, war das so ein Ding: Okay, du bist jetzt hier an diesem Ort, den du aus so vielen Übertragungen kennst und aus so vielen Geschichten.
Also es war ja ein Donnerstag, und es war trotzdem natürlich brechend voll. Also klar, es waren so Typen wie wir, die sich Urlaub genommen hatten für irgendwie eine Woche Pyrenäen. Wir hatten in unserer Unterkunft auch zwei englische Pärchen, die auch, also eins war so richtig intuit, die sind auch jetzt dann noch mal in den Alpen und so.
Also die sind dann dafür, dass sie für das Wochenende extra angereist sind. Und aber auch ganz viele Französinnen und Franzosen haben ja offensichtlich sich freigenommen. Sie saßen am Rand, auch in der Abfahrt. Finde ich auch immer interessant, da sitzen dann Leute, verbringen den ganzen Tag da, um dann in der Abfahrt die Leute kurz vorbeiziehen zu sehen.
Aber ja, dann sitzen die da an ihren Tischchen, essen ihren Kartoffelsalat. Und schon interessant. Und das finde ich krass, welche Stärke dieses Event hat, die diese Rundfahrt ja auch so lange geht und wie sie immer wieder für so viele Leute, und nicht nur für irgendwelche Radbekloppten, sondern generell ja, und so eine Anziehungskraft hat.
Ankunft am Pass
Und okay, ihr fahrt da hoch bis zum Pass, und ihr wart da vier Stunden vorher, bevor sie durchgefahren sind, hast du gesagt. Also ungefähr, nehmt uns mal kurz mit, eine Stunde zu früh, als wir eigentlich dachten, weil wir hatten ein bisschen Puffer eingeplant.
Ja, ihr hattet ja einen Trainingseffekt aus den letzten Tagen. Nimm uns mal ein Stück mit, erzähl uns mal was da so passiert, bevor das Feld oder dann das auseinandergerupfte Feld dort durchkommt, weil das ist ja nochmal so ein eigenes Ding.
Also du bist da oben, es sitzen schon haufen Leute rum. Was passiert dann? Ja, also als allererstes mal natürlich alle erstmal ein Foto von dem Passschild, was natürlich total zugeklebt ist. Und eben aber auch von der Stadt-Tour.
Und dann gucken erstmal alle, dass sie irgendwie sich versorgen. Also dann gibt es so einen Shop, da in dem Fall standen auch ein paar Grills und so, weil natürlich wirklich tausende Leute da irgendwie oben waren. Und es war ein gutes Geschäft, glaube ich, für die beiden Cafés, die es da gab.
Da war eine riesen Leinwand aufgebaut, und wir hatten dann tatsächlich Glück, dass wir so ein bisschen aus Zufall, würde ich sagen, in dem einen Café wirklich noch einen Platz gefunden haben. Ich glaube, es war ein bisschen, war nicht so gedacht, war eigentlich irgendwie reserviert für irgendwelche Leute, die kamen aber erst später.
Und dann saßen wir halt da. So, da haben wir noch einen schönen Kaffee gekriegt, aber man hat schon gemerkt, es wurde dann immer voller, und jeder suchte sich dann da irgendwie so seinen Platz und guckt, wo er vielleicht noch irgendwie an der Strecke was sehen kann.
Kulinarische Erlebnisse
Die, die aber natürlich schon ewig da sind, sind die Wohnwagen-Leute, die sich da ihre besten Spots gesichert haben. Da gibt es nicht viele. Da gibt es nicht viele Spots. Aber wir haben dann tatsächlich einen, ich bin ja hier ziemlich heller Hauttyp, wir haben dann einen, also nachdem wir erstmal da noch so eine Stunde dann Kaffee getrunken haben in dem Café, haben wir uns dann auch erstmal Platz gesucht oder mal was zu essen geholt.
Und also kulinarisches Angebot da jetzt natürlich auch nicht so herausragend, muss man sagen. Da gibt es ein bisschen Würste und Baguette oder so und Käse-Baguette. Das ist dann so die Auswahl, die man hat. Viel Bier wird getrunken, interessanterweise, hätte ich auch nicht gedacht.
Also viele Leute stellen sich da echt einige Biere rein. Und wir haben dann aus unserer Sicht sehr clever einen super Platz hinter einem Wohnwagen gefunden, im Schatten, mit Blick ins Tal und dann auf die Ostseite, wo sie hochkommen. Das war fantastisch.
Sind dafür aber natürlich auch erstmal mit den Ratschuhen da irgendwie durch die Gegend gestolpert und ein bisschen hier über den Fels und da nochmal vorbei, weil überall sitzen ja Leute und haben irgendwas aufgebaut, haben Tische aufgebaut und so weiter und so fort.
Die Werbekarawane
Und in diesem Wohnwagenschatten hatten wir einen fantastischen Blick. Und dann geht es natürlich so ein bisschen los, dann kommt die Werbekarawane irgendwann. Und erzähl doch mal was zu dieser Werbekarawane.
Es ist interessant, weil ich glaube, die allermeisten Leute sagen so: Ja, ach, die Werbekarawane ist gar nicht so. Aber 90 Prozent der Leute drehen komplett durch, egal was da rausgeworfen wird, irgendwelche Schlüsselanhänger. Das müssen wir vielleicht ein bisschen erklären, was das eigentlich ist.
Also wie lang ist das? Sind das ganz normale Autos, die dort fahren? Sind es nämlich nicht. Ja, das sind schon extra dafür produzierte Wagen, kann man sagen. Ein bisschen vielleicht wie Karneval.
Also ich finde, ich hatte schon so eine Mischung aus, also war auch schon dankenswerterweise häufiger bei der Tour. Es ist immer so eine Mischung aus Karneval und Hotel-Animationsurlaub, weil die Typen, die da draufstehen, die Frauen und die Männer, die schreien die ganze Zeit.
Die sind irgendwie klar am Tourmalet, erst recht. Die wissen dann auch, bis oben muss ich noch schreien, dann ist irgendwie Feierabend. Die ballern die Musik laut, läuft irgendwelche Musik, und es soll die ganze Zeit so Party-Stimmung sein.
Und so, ich glaube, Kriege und ich, wir haben uns das eher so angeguckt, aber man hat gemerkt, auch die älteren Leute und so, die rennen dann, die werfen halt irgendwelche Goodies dann immer rein, weil sich nicht.
Dann gibt es eine M&M-Packung und dann gibt es ein Schlüsselband und irgendwie so. So richtig großartig wertvoll ist das alles nicht, aber es soll natürlich so ein bisschen Stimmung anheizen und die Produkte irgendwie näher bringen.
Da gibt es dann irgendwie den Weichkäse von Lavash Kiri, die gibt es, glaube ich, schon seit 800 Jahren, so gefühlt. Und natürlich M&Ms, aber dann auch so irgendwelche Hotelketten oder irgendein, der neue Spiderman-Film, dann kommt halt so eine Spiderman-Figur, die dann so hochgefahren wird und so.
Und interessanterweise auch so Etappenstartorte. Also ich glaube, Monaco hat sich da auch eingekauft und so. Und klar, was sollen die da auch verschenken? Steuererklärung oder so.
Also dementsprechend, also es ist jetzt nicht so, also aus einer reinen Konsumenten-Sicht ist es jetzt nicht so attraktiv, da unbedingt alles abzugreifen. Aber Kinder finden es natürlich wahnsinnig geil, und sehr, sehr viele Leute haben dann auch wirklich Spaß dran.
Und das hat dann schon so eine gewisse Party-Atmosphäre. Und am Tourmalet war das schon auch so, du hast dann auch Leute, die natürlich sich besonders Mühe geben mit irgendwie Kostümen oder so.
Also wir hatten so eine Disco-Queen, so ein Typ im Schweinskostüm, natürlich die üblichen Borat-Anzüge und so. Also da sind schon Leute, die dann wirklich darauf hin arbeiten, sozusagen, wenn dann die Werbekarawane kommt, spätestens in ihrem Outfit zu sein und auch irgendwie Gas zu geben und irgendwie Spaß zu haben.
Besondere Momente
Man sieht es in der Übertragung manchmal, dass so Leute mit diesen Bergwertung-Shirts an der Seite stehen. So ganz viele, so haben ganz viele Leute in weißen Shirts mit roten Punkten. Genau, das sind so Sachen, wo ich denke, okay, ihr habt alle zugegriffen, ihr habt alle irgendwie was gefangen.
Ich habe eine wunderbare Galerie gesehen bei Escape Kollektiv, wo so die besten Fahrzeuge der Werbekarawane so der letzten 20, 30, 40 Jahre gezeigt wurden, so diese Themenfahrzeuge.
Also ich glaube, in diesem Jahr ist so eine Honigmelone richtig gut dabei und eine Erdbeere muss da irgendwie durchfahren, habe ich gesehen. Das kann sein, ja. Eine meiner Favoriten aus dem… Ich fand Dachfenster ganz toll.
Also die Autos sind dann wirklich so gestaltet. Und einer meiner Favoriten, da dachte ich so, smart, ja. Eine meiner Favoriten war so ein kleiner Renault, der für Partex-Werbung gemacht hat.
Und Partex hat dann einfach auf das Dach des Renaults das baugleiche Auto verkehrt herum nochmal draufgeschraubt oder irgendwas. Und das war dann das Partex-Auto.
Also es sind auf jeden Fall so ein paar sehr skurrile Gefährte, die so auf allen vier, also die vier reden, aber die, die wie so Spaßgefährte, die man so links und rechts so ein bisschen… Und die dann auch so gewackelt haben und so.
Das fanden die Leute natürlich richtig geil. Und es gab bei uns in der Kurve war es ein bisschen steil. Das heißt, 45 Autos sind da liegen geblieben. Das frage ich mich ja, weil die fahren ja wirklich die komplette Tour mit.
Genau. Und fahren immer davon. Ich frage mich, okay, was passiert dann? Wie ist die Logistik? Wie viel Puffer ist eingeplant, wenn die mal an so einem Pass verrecken? Weil das ist ja wirklich steil und eng.
Ich glaube, vier der fünf Fälle haben sie die Leute aus dem Publikum gelöst und einfach angeschoben, weil die Erdbeere da hochgeschoben. Und einer hat aber irgendwie, ich glaube, hat ehrlicherweise einfach nur die Nerven verloren.
Der hat dann da abgeparkt. Also der ist dann rückwärts, hat dann alle weggehen lassen und so. Und der ist dann, nachdem die ganze Karawane durch war, haben sie ihn am Ende auch angeschoben. Ist er weitergefahren.
Der hätte das auch geschafft, aber er hat sich irgendwie nicht getraut, glaube ich, den Leuten zu sagen, hier, schieb mich mal an oder war da ein bisschen nervös. Aber ja, es war interessant.
Es fuhr auch so ein Abschleppauto mit. Also es fährt auch ein Abschleppauto mit, was, glaube ich, dann im Fall der Fälle doch die Strecke irgendwie nochmal freiräumt. Man muss da hochkommen.
Man muss dann auf der anderen Seite ja auch schnell runter. So vor allen Dingen dürfen die ja nicht verrecken, wenn das Feld kommt. Das ist dann nicht mehr so viel Zeit.
Also bei uns war schon so, man hat schon so gemerkt, aber in der Dreiviertelstunde kommt das Feld. Das da möchtest du nicht, dass die Erdbeere noch im Weg steht. Genau.
Und mein Vater, also ne Pogacar, da gab es dann so den einen Schwenk wieder auf den Motorradtacho. Der war, glaube ich, bei 104 km/h oder so. Also da wird schon, also ja, ob die Erdbeere das schafft, kurz vor ihm runter zu fahren.
Aber okay, also diese Werbekarawane finde ich immer nochmal so ein, also das hat irgendwie so eine Zeit, weil natürlich alle warten irgendwie und trinken da ihr Bierchen oder so.
Und durch, wenn die Werbekarawane kommt, dann weiß man auch, jetzt geht’s los. Und wenn die Werbekarawane durch ist, dann dauert es noch so, naja, eine Viertelstunde oder so, und dann kommen die Helis.
Ankunft der Helikopter
Das wollte ich dich gerade fragen. Dann hörst du den Hubschrauber. Erstmal kommen diese vier Übertragungshelis, wo ich auch irgendwann mal gelernt habe, drei davon brauchst.
Einer ist irgendwie Ersatz oder so. Es muss wohl irgendwie so ähnlich sein wie bei GPS, dass die drei das dann das Signal der anderen Helis weiter übertragen und so. Und dann kam bei uns aber tatsächlich auch noch so fette Limousinen.
Und wir dachten, ah ja, Macron lässt sich wieder hochfahren. War auch so, aber wir haben dann im Nachhinein gesehen, es war nicht nur Macron, es war auch noch Xi Jinping.
Also der chinesische Staatspräsident war gerade zu Besuch, und Macron hat ihm den Tourmalet gezeigt. Weil das habe ich auch gelernt, irgendwie, Macrons Großmutter kommt aus der Gegend, und die Geschichte erzählt er wohl auch sehr oft.
Und deswegen hat er auch eine ganz besondere Verbindung zu den Pyrenäen und zum Tourmalet. Und deswegen guckt er sich die fast jedes Jahr an. Und er hatte aber eben gerade einen kleinen Business-Tag mit Xi Jinping, und dann hat er den mitgenommen.
Offensichtlich ist er da ein paar hundert Meter weiter von uns, war der chinesische Staatspräsident. Wir sind auch aus diesem Café rausgeschmissen worden, weil eine chinesische Delegation dann irgendwann kam.
Also ich glaube, für die war das eigentlich reserviert. Also da war nochmal extra Aufriss, weil da war dann auch richtig so Sicherheitsalarm und so. Also wirklich so, sagen wir mal, acht gepanzerte Limousinen und so Soldaten und der ganze Pipapo.
Und da dachten wir erst, Macron ist aber wichtig. Aber Xi Jinping war die Erklärung. Wenn du da jetzt oben stehst und dann ist die Karawane schon durch und dann kommen die Helis, macht das was mit dir?
Das hatten wir jetzt schon tatsächlich dann zwei Tage vorher immer so gehabt. Aber es ist schon cool, weil die Vorfreude steigt dann so ein bisschen. Also das ist schon nochmal so, dann fängt man an zu gucken, ist da hinten schon ein rotes Auto hier von also die von der Tour sozusagen, der Rennkommissär.
Und kommt da vielleicht auch schon Pogacar oder Wienergart und so. Also dann, dann geht’s so endgültig los. Dann wartet man, eigentlich dauert dann meistens noch mal einen kleinen Moment, aber dann steigt die Spannung.
Vergleich mit Konzerten
Ja, ich hab mich gefragt, weil ich dich ja auch so ein bisschen kenne. Du hast neulich hier vom Konzert in Manchester erzählt, vom Oasis-Konzert, bei dem du warst. Und du gehst öfter so auf Konzerte, und ich weiß nicht, wenn so, hier, Oasis, Manchester, fucking in the bushes, dieser erste Track läuft, so, okay, jetzt geht’s los.
Und ich hab mich gefragt, okay, wenn dann die Helis kommen, ist es da oben das gleiche Gefühl, dass man so denkt, okay, jetzt? Ja, ist ein bisschen so. Ist ein bisschen so, als ob das Licht ausgeht.
Ich merke schon, so ganz beim Konzert, so ganz Manchester war es nicht für dich, oder? Ganz, nee, London warst du, glaube ich. Das war Manchester, doch. Doch, London. Na, egal. Hello, Manchester.
Nein, das war schon, ich würde schon sagen, also ich hatte, also ehrlicherweise so die richtigen Gänsehaut-Momente hatte ich, als die Fahrräder vorbeigefahren sind. Da habe ich gemerkt, ah krass, das ist schon irgendwie nochmal was anderes.
Emotionale Momente
Was macht da Gänsehaut? Wie hast du, was ist da passiert? Die Helis waren da, die vier Helis. Genau, dann dauert es nochmal 20 Minuten, dann kommen irgendwie die Fahrer. Und dann, klar, sie wissen ja mittlerweile, glaube ich, alle.
Pogacar war da schon ausgerissen, hatte dann so gefühlt für uns und das war wohl auch so eine gute halbe Minute Vorsprung. Und dann kam da vorbei, und als Wienergart kam und man sah, wie auch gelitten hat irgendwie und wie ihm aber auch irgendwie klar war, ich krieg den Typen nicht.
Und jetzt kommt auch noch die scheiß Abfahrt, und da ist ja noch mal schneller. Das war schon hart zu sehen. Dann kam die andere Gruppe mit Lipo Witz und so. Auch im Nachhinein ganz spannend, weil Lipo Witz war offensichtlich viel stärker am Berg oder in der Situation stärker am Berg.
Und ich glaube, er dachte da auch, okay, heute zeige ich es ihm, dem Remco. Aber Remco ist ja dann in der Abfahrt wieder reingefahren. Aber das war in dem Moment noch nicht klar. Da war Remco ein bisschen weiter hinten.
Und dann, ja, dann kommen die deutschen Fahrer, und dann kommen irgendwie so Leute wie Viktor Kampenarzt oder so, die auch irgendwie einen coolen Style haben und irgendwie einfach witzig sind.
Und den zum Beispiel habe ich auch sehr direkt gesehen, und er hat auch ein bisschen gelächelt, weil ich habe ihn dann auch irgendwie angebrüllt, angefeuert, und er hat mich nicht erkannt, aber er fand es irgendwie gut.
Werden zum Beispiel, weiß ich nicht, wen, gegart oder so, die sind so richtig im Tunnel. Da passiert auch fast nix. Und dann, wenn dann so die allerletzten oder der Typ im Bergtrikot wusste, das ist mein letzter Tag, der hat sich da feiern lassen.
Für den war das nochmal eine Genussfahrt über den Tourmalet. Und dann gab es auch einen, der hat wirklich in jeder Kurve irgendwie ein Wheelie gemacht. Also der hat sich da total hoch feiern lassen.
Das war schon ganz cool zu sehen, vor allen Dingen im hinteren Bereich, weil an dem Tag war keine Gefahr, aus dem Regiment zu fliegen. Und die hatten dann auch teilweise richtig Spaß und haben irgendwie auch abgeklatscht mit den Leuten und solche Sachen.
Nach dem Rennen
Also das war schon eine sehr coole Atmosphäre. Und dann kommt irgendwann der Besenwagen. Und was passiert? Dann kommt danach noch irgendwas? Ja, Chaos, weil alle wollen weg.
Alle wollen auf einmal los. Und das war schon ein bisschen… Also ich habe es einmal erlebt in Alpe d’Huez. Da war es noch deutlich schlimmer. Da fanden alle zusammen quasi in Schritttempo diesen Berg wieder runter, weil so viele Leute sind.
Das war zum Glück bei uns nicht so, sondern man konnte ganz gut runterfahren. Aber wenn der Besenwagen kommt, und ehrlicherweise schon kurz vorher, dann fangen die ersten an, schon loszufahren.
Dann rupfen die wieder runter von der Straße und so. Und da war einmal nochmal so richtig Chaos. Da mussten diese Limousinen mit Xi Jinping und Macron, die mussten auch noch durch.
Das heißt, da wurde erstmal wieder eine Gasse gebildet und so. Da war aber schon alles voll. Da war so ein bisschen, war so zehn Minuten ein bisschen Chaos auf dem Berg. Aber dann hat sich das so ein bisschen sortiert.
Dann sind die Fahrradfahrer halt links und rechts irgendwie, nachdem welches Tal sie wollten, wieder gefahren. Ja, das war dann eigentlich ganz cool. Und die Etappe war ja auch noch nicht zu Ende.
Fazit
Das heißt, wir sind dann runtergefahren, haben dann später noch geguckt, wie es irgendwie weitergeht. Dieser ganze Wahnsinn, dass da so viele Leute da hinkommen, also bis zu Xi Jinping und allem Möglichen.
Was ist das, was sie da hinzieht? Kannst du es benennen? Weißt du, was das ausmacht? Also klar, die Tour de France, aber was… Ja, ich glaube schon, das, was du auch mal gesagt hast, dass das Stadion quasi die Straße ist.
So dieses, also dass man so dicht dran ist. Ich glaube schon auch, das weiß ich jetzt nicht, so gefährliches Halbwissen. Das Xi Jinping, also Macron weiß man, der fährt ja auch immer mit.
Also die gucken sich das schon an. Die wollen nicht nur oben im VIP-Bereich stehen und die mal für ein paar Minuten durchfahren sehen, sondern die wollen schon auch mal die Strecke hochfahren und dieses Flair einfach mitbekommen.
Von da trifft sich ja die ganze Welt. Das muss man einfach sagen. Da sind Leute aus der ganzen Welt, die extra ihren Urlaub nehmen und dahin fliegen, um einmal am Tourmalet zu stehen, wenn die Tour vorbeikommt.
Und das ist schon besonders. Und das ist auch eine sehr friedliche Atmosphäre. Es ist irgendwie, ja, also das kann man echt schwer beschreiben. So eine ganz besondere Szenerie, so eine Anerkennung auch für jeden Fahrer, der da durchfährt, aber auch für jeden, der es da irgendwie selber mit dem Rad hoch geschafft hat und so.
Also und dann halt diese krassen Berge. Ja, ich glaube, das ist die Mischung, so der Sport, die Stimmung, die Bedeutung für die Orte und für die Leute auch vor Ort.
Also jeder wusste auch, egal mit wem wir geredet haben, ja, ja, hier, da ist die Etappe, da geht es hin. Übermorgen sind sie da und so. Oder kam es diesmal nicht dabei? Das war so unser Hausberg, den sind wir am Tag davor gefahren.
Das weiß dann aber jeder vor Ort. Also da ist es irgendwie, sind alle informiert. Und in jedem Café und überstehen so auch so Anwohner-Informationen. Hier, ab um zehn ist das gesperrt, ab um zwölf ist das gesperrt, da kannst du nicht mehr lang und so.
Das macht natürlich auch ganz viel mit der Region. Vielleicht ist ja auch was, worauf sich alle irgendwie einigen können. Also es ist nicht, es ist nicht kontrovers, wo man jetzt irgendwie die allermeisten jedenfalls die sagen, heute wäre ich aber gerne über den Tourmalet im Auto gefahren.
Die bleiben dann einfach fern, das interessiert die nicht. Aber es ist nicht so kontrovers, sondern es ist ja eher was, was in vielen Leuten irgendwie positive Gefühle hervorruft.
Und dann fahren die alle hin, und wie du gesagt hast, die ganze Welt trifft sich. Auf so eine weltweite Aufmerksamkeit auf deinen Heimatort, das ist ja auch geil.
Also ich glaube, das genießen die Leute schon auch. Und im Prinzip ist dieses Bild von den Helikoptern auch ein gutes Bild, weil für den einen Moment ist der Tourmalet halt im Mittelpunkt mit den vier Helikoptern der Übertragung und dann noch den zwei Helis, die halt dem Feld irgendwie folgen.
Also die ganze Welt trifft sich am Tourmalet. Und manchmal kommt es dazu, dann kann Viktor Kampenarzt Christian Bollert grüßen, der da oben steht und ihm zujubelt.
Und Christian hat mir und uns davon erzählt. Vielen Dank, Christian. Sehr, sehr gern. Hier im Antritt geht es um alle möglichen Fahrrad-Themen.
Und das sind nicht etwa nur Sportpolitik, Branche und Technik. Nein, jeden Tag werden Millionen Fahrräder bewegt und viele Menschen leben einfach mit dem Fahrrad. Und diese Alltagsgeschichten die finden wir sehr interessant.
Und in den letzten Wochen hat mich die Geschichte von Lukas aus Freiberg hellhörig werden lassen. Denn Lukas hat uns geschrieben, und er hat seit ungefähr einem Jahr das Fahrrad in seine Dienstreisen integriert.
Und darüber möchte ich gern mehr erfahren. Ich kann mit Lukas sprechen und grüße herzlich nach Freiberg in Sachsen. Hallo Lukas, willkommen im Antritt. Ja, hallo, schön, dass ich dabei sein darf.
Lukas, ich freue mich, dass wir drüber sprechen können. Du hast einen Job mit Dienstreisen und Nachtschichten. Was machst du genau? Ja, also ich bin Projektingenieur für untertägige Gasspeicheranlagen.
Also wir betreuen verschiedene Gasspeicher in Deutschland und auch Europa. Und ja, da müssen wir als Bauleiter auf verschiedenen Baustellen dann mitwirken. Und ja, das hat sehr viel Reisetätigkeit mit.
Okay, und ihr macht das auch teilweise nachts. Und wenn ich höre untertägig und Freiberg, dann denke ich sofort an die Bergakademie. Hat das was damit zu tun? Hast du dort studiert?
Also genau, in Freiberg habe ich studiert, mit einem kurzen Auslandsaufenthalt und bin seitdem auch in Freiberg ansässig. Also ich bin dann quasi hier auch geblieben, hab mir hier meinen Job gesucht und gefunden und bin auch ganz glücklich, dass ich hier bin.
Genau, das ist eine kleine, feine Stadt mit ja sehr ruhigen Ecken und ja auch noch recht anspruchsvoller, ja, Fahrrad-Topografie, sage ich mal. Ja, um die beneide ich dich ein bisschen.
Ich bin nicht so weit entfernt, aber halt in der Tieflandsbucht. Aber ab und zu bin ich auch bei dir in der Gegend. Du hast mir geschrieben, dass du ungefähr vor einem Jahr entschieden hast, deine Dienstreisen mit Rad und Zug zu machen.
Wie hast du dir denn vorher gemacht? Ja, ganz klassisch mit dem Dienstwagen. Also hier in Freiberg losgefahren, bis zu meinem Dienstort, bis zum Hotel gefahren und dann ja gewartet, bis die Nachtschicht anfing.
Das war teilweise sehr anstrengend, da wir auch zwölf Stunden Schichten dann haben. Und ja, die Autofahrt, die hat einen dann recht geschafft. Schon viel Zeit zum Ausruhen war dann nicht, bevor es auf Arbeit ging.
Und ich habe mir dann gedacht, probier es doch einfach mal anders. Nimm dein Fahrrad mit im Zug, kannst du ausruhen und eventuell noch die eine oder andere E-Mail beantworten, was du im Auto auch nicht kannst.
Und ja, so ist das gekommen. Und ist das, was ihr da macht auf den Dienstreisen, ist das was, was hauptsächlich in Nachtschichten stattfindet? Nein, nicht nur.
Also wir haben größtenteils 24/7-Dienst, also immer ungefähr eine Woche bis 10 Tage, die wir auf der Baustelle sind, bevor dann die Ablöse durch einen Kollegen kommt. Da haben wir zwei Kollegen dann vor Ort, einer für die Tagschicht, einer für die Nachtschicht.
Aber ich bin ja viermal Nachtschicht, sodass ich da im Prinzip am Tag des Schichtbeginns quasi. Losfahren muss ich in der Früh, und ja, so ist die Diensteinteilung bei uns.
Ja, Gasspeicheranlagen untertägig, hast du gesagt, ist das eigentlich was Gefährliches? Also, klingt für mich auch ein bisschen so, ne? Gefährlich ist das nicht.
Also, wir speichern im Prinzip in größeren Hohlräumen Gas, also nicht nur Erdgas. Jetzt sind seit Neuestem auch Wasserstoff und andere Gase, Druckluft kann man speichern, beispielsweise Helium.
Die stehen unter einem gewissen Druck, aber gefährlich ist das an sich nicht, wenn die Technik beherrscht wird, was in Deutschland ja sehr hohen Sicherheitsregularien entspricht. Von daher kann ich eigentlich sagen, das ist eine relativ sichere Angelegenheit.
Ich finde trotzdem, dass dieses stundenlange Autofahren und dann danach in die Nachtschicht gehen, das klingt zumindest ganz schön anstrengend. Gab es für dich irgendeinen konkreten Impuls, der dich so auf die Idee gebracht hat, ich mache das jetzt mal anders und integriere auch das Fahrrad rein?
Gab es da irgendeinen Auslöser? Ja, ein Kollege von mir hat es auch schon gemacht, zwar nicht mit dem Zug. Der hat sein Fahrrad dann mitgenommen im Auto und ist dann vom Hotel zur Baustelle immer mit dem Fahrrad gependelt.
Ich habe mich mit ihm dann mal auf einer Dienstbesprechung mehr oder weniger unterhalten, und es hat eigentlich den Anreiz gegeben, das auch mal auszuprobieren. Ich habe das dann erst an einer Baustelle gemacht, die nicht so weit vom Hotel entfernt war. Das war ein 5 Kilometer Radweg.
Inzwischen mache ich es aber auch bei anderen Baustellen, wo wir auch schon mal 10 bis 15 Kilometer pro Strecke haben. Ja, das ist eigentlich ganz angenehm, dann nach der Nachtschicht früh, wenn man müde ist, noch mal kurz Frischluft zu bekommen und am Hotel dann müde und relativ schnell auch in den Schlaf zu kommen. Das hat sich eigentlich ganz gut bewährt.
Das klingt jetzt irgendwie ziemlich angenehm. Also, ich stelle mir das gut vor, so gerade nach einer Nachtschicht, dann irgendwie noch ein bisschen Frischluft zu bekommen. So wie du das beschreibst, ich finde es auch interessant, wenn man das in Gegenden macht, in denen man nicht wohnt, die vielleicht ein bisschen unbekannt sind. Also, kriegt man ja auch immer schöne Sachen mit.
Aber gibt es auch Nachteile? Ja, mit dem Zug das Fahrrad mitzunehmen ist relativ kompliziert in Deutschland. Man kann halt nicht einfach einsteigen und das Fahrrad mitnehmen. Man muss es vorher schon relativ gut planen. Also ich plane dann auch relativ viel Zeit beim Umstieg ein, dass ich da auch mal eine Zugverspätung ausgleichen kann.
Gerade wenn man im Fernverkehr unterwegs ist, braucht man ja für jeden Zug eine Reservierung. Dann wäre es doof, wenn man unterwegs strandet und sein Fahrrad dann nicht mehr im Zug mitnehmen kann, wenn ein Zug Verspätung hatte und man den Anschluss nicht bekommt. Das würde ich jetzt als einzigen Nachteil betrachten.
Ja, gut, und manchmal regnet es halt, dann zieht man sich halt eine Regenjacke drüber. Das sehe ich allerdings jetzt nicht als Nachteil. Ich fahre eigentlich relativ gern bei Regen, da die Sonne da nicht so auf dem Kopf scheint und es nicht so warm ist. Also, es bringt dann auch ein bisschen Abkühlung. Das finde ich eigentlich ganz angenehm.
Du hast mir geschrieben, dass deine Kollegen anfangs ziemlich skeptisch gewesen sind. Sind sie das immer noch, und warum überhaupt? Ja, durchaus. Also, wir arbeiten in einer Branche, die jetzt nicht so viel für den Fahrradverkehr tut, sage ich mal. Also, wir sind in der Erdöl- und Erdgasbranche, ja doch eher auf der Schiene Auto und Verbrennungstechnologie unterwegs.
Ja, die Kollegen sind jetzt auch nicht so die Fahrradfahrer. Das wurde anfangs eher belächelt von einigen und auch relativ skeptisch betrachtet. Ja, schafft er es dann rechtzeitig auf Arbeit? Bekommst du jeden Zug oder strandest du unterwegs? Aber inzwischen, inzwischen haben sie es einigermaßen akzeptiert.
Beim Dienstreiseantrag steht dann auch kein Auto mehr als Standort dann drauf, sondern wird erst mal gefragt, womit ich denn fahren möchte. Also, das hat sich schon eingepegelt. Der eine oder andere ist halt dann trotzdem ein bisschen verdutzt, wenn ich dann sage, ja, ich fahre wieder mit dem Fahrrad dahin. Aber bisher hat es alles funktioniert, und ich denke, die Kollegen haben sich auch darauf eingestellt.
Okay, aber immerhin, den Dienstreiseantrag, den hast du dann schon ein bisschen verändert, ein bisschen beeinflusst. Jetzt mal unabhängig davon, ob das deine Intention ist, da irgendwie andere zu inspirieren. Meinst du, dass das so ein bisschen auch so einfach Leuten so vor Augen führt, hey, guck mal, das kann hier auch vorteilhaft sein, wenn man das Ganze so organisiert, dass das Leute zum Nachdenken bringt?
Bestimmt. Also, wir haben einige Kollegen, die auch in der Freizeit viel mit dem Fahrrad fahren. Jetzt sind nicht unbedingt immer zwar zur Dienstreise. Aber ich kann mir vorstellen, dass vielleicht in der Zukunft der eine oder andere das doch mal vielleicht ausprobieren wird. Vielleicht auch mal bloß ein Fahrrad ausleihen. Also, ich hoffe, es wird vielleicht so.
Ja, ansonsten lässt sich das leider nicht umsetzen, aber auch viel hin und her transportieren müssen. Das lässt sich dann in Zukunft mit dem Fahrrad ein bisschen schlecht organisieren. Aber für dort, wo es möglich ist, könnte man das durchaus mal. Ja, und du meinst, es jetzt sowas, wo man irgendwie Material mitnehmen muss und so wahrscheinlich?
Ja, genau. Also, wir haben im Prinzip unsere ganze Ausrüstung, die wir im Baubüro dann brauchen: Drucker, PC und so weiter. Die muss ja alles transportiert werden. Wenn ich jetzt zu Beginn oder zum Ende eines Projekts dann fahre, dann muss ich schon überlegen, doch mit dem Auto zu fahren, weil sich es anders nicht organisieren lässt.
Aber ja, in anderen Perioden des Projekts, da kann man schon mal mit dem Fahrrad fahren. Das lässt sich ganz okay. Ich verstehe. Also, ihr richtet dann quasi wie so ein kleines zeitweiliges Büro da vor Ort ein mit so einem ganzen Materialien. Genau, wir sind dann auf der Baustelle vertreten mit einem Bürocontainer und haben dann unseren Standort dann quasi dort direkt und sind dann auch Ansprechpartner für die anderen Unternehmen, die dann auf der Lokation arbeiten.
Ja, jetzt hast du vorhin gesagt, du musst fürs Fahrrad reservieren im Fernverkehr. Also entnehme ich dem, gehe ich davon aus, dass es kein Faltrad ist. Was ist denn für ein Fahrrad, das du damit hast? Also, ich habe ein relativ einfaches Mountainbike, mir vor ein paar Jahren zugelegt, einfach für den Stadtverkehr und beziehungsweise auch für ein paar Touren hier in der Umgebung.
Da wir doch viele nicht befestigte Wege hier haben, hat sich das ganz gut bewährt. Und das nehme ich auch mit zu Dienstreisen. Also, es ist ein stinknormales Fahrrad, mehr oder weniger, mit ein bisschen Ausrüstung noch zum Transport. Also, ein Gepäckträger hat es noch bekommen, dann hin und nach hinein ein paar Gepäcktaschen und das eine oder andere Gadget, dann Flaschenhalterung und so weiter, damit man auch mal längere Passagen mal überbrücken kann.
Aber das ist jetzt nichts Besonderes, also reines Alltagsfahrrad eigentlich. Jetzt bist du ja nicht nur Radfahrer, sondern du bist auch, wie du mir geschrieben hast, Schienenfreund, so umschreibe ich das zumindest mal, so wie ich das auch ein bisschen bin. Du bist jetzt durch dieses neue Dienstreiseverhalten mehr auf die Bahn angewiesen als vorher, bist nicht so unabhängig.
Wie zufrieden bist du denn mit der Bahn? Also, Verbesserungswürdig ist das, das kann man unbestritten sagen. Es gibt andere Länder, in denen es wesentlich unkomplizierter von Städten geht, sei jetzt zum Beispiel die Schweiz mal angedacht. Aber ich bin jetzt schon seit einigen Jahren immer mal wieder mit dem Zug unterwegs.
Also, ich mache jetzt keine Statistik, aber so im Durchschnitt denke ich mal, so 10.000 bis 15.000 Kilometer kommen im Jahr schon zusammen, die ich mit dem Zug fahre. Von daher ist man da auch schon ein bisschen geübt darin. Man vermeidet dann kurze Umstiegszeiten, man schaut, wo sind die Umstiege, wie viele Bahnsteige muss ich in dieser Zeit überbrücken.
Und dahingehend plant man dann seine Umstiegszeiten dementsprechend. Und wenn man ein bisschen mehr Gepäck mit hat, vielleicht noch ein Fahrrad, was man auch mal eine Treppe hoch und runter tragen muss, dann versucht man schon, Verbindungen zu suchen, die einem da am besten passen. Es nimmt manchmal ein bisschen mehr Zeit in Anspruch, aber das entspannt dann auf der Reise, wenn man nicht von einem Bahnsteig zum nächsten hetzen muss, sondern sich da auch ein bisschen Zeit lassen kann.
Ich kenne das große Problem bei Reisen mit dem Rad, wenn man mehr als einen Zug benutzt und umsteigen will und dann zum Beispiel ein Zug, von dem wird gestrichen oder kommt so weit zu spät, dass man die anderen verpasst. Und dann ist das, wenn man als Person unterwegs ist, nicht ganz so schlimm, weil man nimmt halt den nächsten. Radreservierung hat man dann aber in dem Fall ja nicht für den nächsten Zug.
Ist das für dich ein Problem, oder kannst du solche Fälle tangieren? Die dich nicht so direkt auf der Reise? Ist es mir das zum Glück noch nicht passiert. Im Vorfeld dann schon. Das war bei mehreren Reisen inzwischen schon so, dass ein Zug im Vorfeld schon gestrichen wurde. Das wurde dann ein paar Tage vorher angekündigt. Da hatte man dann noch Zeit zum Reagieren und sich eine neue Verbindung rauszusuchen.
Wie ich das jetzt auf einer Reise mache, wenn mir dann kurzfristig ein Zug ausfällt, das weiß ich jetzt auch noch nicht. Ob ich damit mit dem Nahverkehr dann versuche weiterzukommen oder dann schnell schaue, dass ich noch einen anderen Zug bekomme. Ja, das ist mir zum Glück noch nicht untergekommen.
Das einzige, was mir mal passiert ist, ist, dass die Fahrradreservierung in einem ICE in einem Zugteil war. Also, das Fahrrad am einem Zugende war und ich im Abteil dann im anderen Zugteil war und ich somit nicht durch den Zug gehen konnte, um mein Fahrrad zu holen. Das ist dann ja unterwegs mir erst aufgefallen. Dann habe ich noch schnell am Schalter dann eine Umbuchung vorgenommen. Das hat auch relativ unkompliziert geklappt.
Das war somit das aufregendste, was mir jetzt auf einer dieser Reisen passiert ist. Ja, okay. Also, so ein zweiteiliger Zug, wo man auch nicht im Zug dann irgendwie in einen anderen Zugteil rübergehen kann, wahrscheinlich während der Fahrt. Ja, genau.
Ja, okay. Ja, bei dem anderen Fall ist zumindest meine Erfahrung, es hilft manchmal, wenn man dann irgendwie mit dem Personal freundlich redet. Also, habe ich auch schon erlebt, dass dann Sachen möglich gemacht werden oder was zum Beispiel auch sein kann. Irgendwie ein anderes Triebfahrzeug ist da eine andere Baureihe, die noch keinen Fahrradtransport hat. Auch da kann man ja manchmal reden.
Nun habe ich mal geschaut, wie das so ist mit den Verbindungen von Freiberg, so Dienstreise per Rad. Da könnte ich mir vorstellen, wenn das jemand aus Berlin sagt oder aus Erfurt oder Kassel oder Frankfurt oder so, dann wäre das irgendwie klar, weil von dort ist man schnell in alle möglichen Richtungen unterwegs. In Freiberg habe ich pro Tag nur zwei Fernverkehrsverbindungen gefunden.
Wie machst du das? Fährst du dann über Dresden und ist es trotzdem wirklich noch konkurrenzfähig schnell zum Auto? Also, ja, wir haben nur zwei Verbindungen zurzeit. Eine ganze Zeit lang war es auch gar keine. Dann musste ich mit der Regionalbahn dann erst nach Dresden fahren.
Ja, also, konkurrenzfähig zeitmäßig ist es definitiv nicht. Also, mit dem Auto brauche ich, wenn ich gut durchkomme, fünf Stunden, fünfeinhalb Stunden. Im Zug sind es dann doch mal acht bis neun. Allerdings habe ich dann halt die Möglichkeit, im Zug noch zu arbeiten. Ich kann im Zug schlafen, ich kann ein Buch lesen, ich kann Musik hören.
Gut, das kann ich im Auto auch, aber ich bin relativ frei in meiner Reisegestaltung. Im Auto bin ich ja dann doch eher ans Lenkrad gefesselt, sage ich mal. Und das ist eigentlich schon ein Grund, weshalb ich da mit dem Zug fahre, einfach um nicht so gestresst anzukommen und dann doch ein bisschen Entspannung während der Fahrt zu haben.
Das macht für mich eigentlich schon den Reiz dieser Fortbewegungsart aus, weshalb ich die auch gerne nutze. Sei es auch, wenn sie dann mal drei oder vier Stunden länger dauert. Kannst du dich erinnern, jetzt aus dem letzten Jahr, in dem du das so gemacht hast mit Rad und Zug, an eine Baustelle, wo du sagst, da hat es besonders gut für mich funktioniert?
Da war meinetwegen die Bahnfahrt richtig gut und dann auch die Fahrt vor Ort, dann hin zwischen Hotel und Baustelle. Also, ich sage mal so, eine kleine Ausfahrt des Monats, vielleicht eine Ausfahrt des Eisenbahnfahrrad-Jahres. Ja, so eine Baustelle beziehungsweise ein Projekt ist da recht günstig gelegen, weil ich dann auch nur zwei Umstiege hatte.
Einmal in Dresden und einmal in Dortmund. Da konnte ich durchfahren. Das war die andere Baustelle, die war im Münsterland gelegen. Relativ günstig, auch im Ort war direkt ein Bahnhof. Das Hotel war nur zwei Kilometer vom Bahnhof entfernt und die Baustelle war auch bloß fünf Kilometer vom Hotel.
Also, das lief alles sehr gut. Ich hatte nicht die Angst, dass ich da einen Zug verpasse zwecks Fahrradbindung und so weiter oder Reservierung. Ich konnte mit dem Fernverkehr ohne Umstieg von Dresden bis Dortmund durchfahren. Das war ganz angenehm. Man konnte sechs Stunden durchschlafen, mehr oder weniger, oder arbeiten. Das ließ sich ganz gut machen.
Ja, ansonsten die andere Baustelle, wo ich öfters bin, ist in Ostfriesland. Dort ist das Hotel dann zehn Kilometer vom Bahnhof entfernt, drei Orte weiter. Da muss man erst mal hinkommen und dann vom Hotel sind es auch noch mal zwölf bis 15 Kilometer, je nach Lokation, wo wir sind.
Ja, und die Fahrzeit nimmt dann auch entsprechend mehr in Anspruch durch häufigere Umstiege, durch kürzere Fahrten teilweise. Also ist man manchmal bloß eine halbe Stunde im Zug. Aber an und für sich lässt sich das trotzdem relativ gut machen.
Klingt für mich so, dass du das jetzt nicht nur für ein Jahr mal so ein bisschen gemacht hast und wieder zurückwechselst, sondern schon so, dass du jetzt da so einen neuen Modus gefunden hast für Dienstreisen. Ist es so? Ja, definitiv. Also, ich versuche das auch in Zukunft so beizubehalten, dass ich nach Möglichkeit dann diese Variante nutze.
Und ja, das hat sich eigentlich bewährt. Also, ich mache das recht gerne. Man kommt relativ entspannt am Hotel an, geht dann entspannt in die Nachtschicht und dann ist man dann früh dementsprechend müde, dass man dann gleich ins Bett sich legen kann und ausschlafen kann.
Und dann ist man abends wieder fit, hat noch ein bisschen Bewegung zwischendurch und kommt eigentlich an den Orten, wo ich war, auch relativ mit dem Fahrrad gut zurecht. Es gibt überall Radwege, außerorts. Im Ort jetzt selber manchmal nicht, aber im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland ist man dort relativ rücksichtsvoll dem Fahrradfahren gegenüber, habe ich so den Eindruck gehabt.
Von daher mache ich das recht gerne und werde es auch zukünftig weiter so forcieren, dass ich diese Reiseart nutze. Lukas aus Freiberg in Sachsen ist Ingenieur und beschäftigt sich mit untertägigen Gasspeichern. Dafür ist er ziemlich viel unterwegs auf Dienstreisen, und er hat das umgestellt, wie er die Dienstreisen gestaltet.
Er macht es nicht mehr mit dem Auto, sondern jetzt mit Bahn und Fahrrad. Und ich finde es ziemlich interessant, das zu hören, wo man vielleicht auch sonst sagen würde, naja, so richtig so lange Dienstreisen, da geht das ja nicht mit Zug und Fahrrad. Es scheint doch so zu sein, auch wenn man nicht direkt an dem Fernverkehrsdrehkreuz wohnt.
Lukas, ich sage vielen Dank dafür, dass du mir davon erzählt hast und vor allen Dingen viel Spaß auch auf den kommenden Dienstreisen. Ja, vielen Dank. Schön, dass ich dabei sein durfte. Viele Grüße in die Runde und auf Wiedersehen.
Manchmal passt es. Es ist gar nicht so explizit geplant gewesen, aber auch in dem Gespräch mit Lukas ging es darum, wie man mit verschiedenen Verkehrsmitteln zu einem Ziel kommt, was manchmal nah ist, manchmal ein bisschen weiter entfernt.
Und so ist es ja auch bei Christian gewesen, der in den Pyrenäen gewesen ist. Ganz zum Abschluss, Christian, noch die Pyrenäen für dich. Hat es sich gelohnt? Wirst du wieder hinfahren? Ja, auf jeden Fall hat es sich gelohnt. Ich werde auch wieder hinfahren, wahrscheinlich jetzt nicht morgen, aber es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich da bin.
Und es gibt auch noch ein paar Pässe, die ich noch fahren will. Und damit ist es mit Christians Pyrenäen-Ambitionen so wie mit diesem Podcast. Den gibt es auch nochmal. Das dauert aber nicht so lang. Und zwar schon in der nächsten Woche wird es den geben, am kommenden Freitag, am 24. Juli.
Ihr erreicht uns unter antritt@app.detektor.fm und bei Instagram und Mastodon. Und ich kann sagen, ich freue mich sehr auf all die Leute, die das jetzt hier vielleicht gerade hören, während sie unterwegs sind zum Treffen mit dem Antritt-Peloton. Da sind ein paar Leute unterwegs nach Leipzig.
Wir nehmen den Live-Podcast auf am Wochenende. Ich freue mich sehr drauf und wünsche allen, die da unterwegs sind, und auch allen anderen, die hier zugehört haben, gute Fahrt. Und darauf freue ich mich auch sehr. Es ist wirklich, also für mich persönlich, für Antritt der Termin des Jahres.
Also dementsprechend dem Fieber ich auch entgegen, mindestens genauso wie dem Tourmalet. Wollte ich gerade sagen, es steht für dich noch über dem Tourmalet. Ja, alles klar, dann gehen wir ins Wochenende. Ciao! Tschüss!
Sommerregen auf deiner Haut. Träumst vom Winter unterm Blau. Sag, spürst du das? Spürst du das auch? Kalter Regen auf deiner Haut. Träumst vom Sommer im kalten Grau. Sag, frierst du nicht? Frierst du nicht auch?
Und du sagst, du willst mich nicht. Dann schreibe ich eben ohne dich mein eigenes Liebesgedicht. Und du sagst, du liebst mich nicht. Dann werde ich eben extra für dich ganz kalt. Sommerregen auf deiner Haut. Träumst vom Winter unterm Blau.
Sag, spürst du das? Spürst du das auch? Kalter Regen auf deiner Haut. Träumst vom Sommer im kalten Grau. Sag, frierst du nicht? Frierst du nicht auch? Und du sagst, du willst mich nicht. Dann schreibe ich eben ohne dich mein eigenes Liebesgedicht.
Und du sagst, du liebst mich nicht. Dann werde ich eben extra für dich ganz kalt. Vielleicht hast du recht, ich mach mich gerne zau. Wenn alle Strecke reißen, schieße ich mich raus. Doch ich dachte immer, jeder Flirrsaal, egal wie drauf, auch im lautesten Raum.
Es ist nicht Schuld der Stadt, wir sahen nur, wie sie aus. Deine Sicht benebelt um ein Himmelgrau, eingemauert zwischen Anonym und nackter Haut. Und sag, wie oft soll ich dich noch enttäuschen? Du brauchst nicht viel, um mich zu verteufeln.
Stand auf dem Podest, weit über dem Rest. War so heiß, so als wäre es ein Contest. Stellst mir vor, ich würde mich nur betäuben. Wohin willst du zurück, fern die Freunde? Jetzt ist es so kalt, es fühlt sich so an, so als ob der Sommer nie da war.
Sommerregen auf deiner Haut. Träumst vom Winter unter’m Blau. Sag, spürst du das? Spürst du das auch? Kalter Regen auf deiner Haut. Träumst vom Sommer im kalten Grau. Sag, frierst du nicht? Frierst du nicht auch?
Und du sagst, du willst mich nicht. Dann schreibe ich eben ohne dich mein eigenes Liebesgedicht. Und du sagst, du liebst mich nicht. Dann werde ich eben extra für dich ganz kalt.