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Mountainbiker ohne Motor. Foto: Martin Dinse
Mountainbiker ohne Motor. Foto: Martin Dinse

Antritt | Maxi Dickerhoff über die Identitätskrise des Mountainbikes

Ist das Mountainbike falsch abgebogen, Maxi Dickerhoff?

Maxi Dickerhoff liebt Mountainbikes und macht sich Sorgen. Denn Bikes ohne Motor spielen eine immer kleinere Rolle. Woran liegt’s?

In dieser Ausgabe von „Antritt“ geht es mit Maxi Dickerhoff ums Mountainbike und seinen möglichen Bedeutungsverlust.

Mountainbike als Innovationsmaschine

Das Mountainbike hat die Fahrradwelt mindestens einmal umgekrempelt. Was als Ausbruch von ein paar kalifornischen Hippies aus dem regulierten und konservativen Straßenradsport in Kalifornien begann, hat in den Neunzigerjahren zum Höhenflug angesetzt.

Die Stollenräder für (fast) jedes Gelände haben technische, sportliche und kulturelle Impulse gesetzt. Stabile Rahmen, starke Bremsen, schnelle und präzise Schaltungen, schlauchlose Reifen: Diese Innovationen haben jahrzehntelang auf den gesamten Fahrradmarkt ausgestrahlt. Rennräder, Reiseräder, selbst Alltagsräder und Cargo Bikes haben technisch vom Mountainbike gelernt. Ob es ohne den Einfluss des Stollenklassikers die boomende Spielart der Gravelbikes überhaupt geben würde, kann man hinterfragen.

Das vielleicht überzeugendste Argument für den Kauf eines Mountainbikes ist allerdings nicht nur dessen Technik gewesen. Vielmehr war es das Versprechen der Freiheit auf dem Trail, des direkten Naturerlebnisses, des Ausbruchs aus Konventionen und der Gemeinschaft auf dem Trail, das unzählige Menschen aufs Mountainbike gebracht hat.

Mountainbike auf dem Trail in die Nische?

Doch die Zeiten, in denen das Mountainbike maßgebliche Impulse setzt und für breite Schichten attraktiv ist, sind vorbei — zumindest, wenn man auf das unmotorisierte MTB schaut. Denn dessen Verkäufe sind in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Für 2024 gibt der Zweirad-Industrie-Verband 54 000 in Deutschland verkaufte MTB an, die 820 000 E-Mountainbikes gegenüberstehen. Das entspricht einem Anteil im einstelligen Prozentbereich. Maxi Dickerhoff hat sich (nicht nur) angesichts dieses Verhältnisses in einem Artikel gefragt: Ist das Mountainbike falsch abgebogen?

Darin stellt er unter anderem fest, dass das Mountainbike technisch immer weiter ausdifferenziert und in viele verschiedene Kategorien diversifiziert wurde. Dementsprechend ist seiner Ansicht nach die Kommunikation entsprechend technisch und zu wenig an den Motiven der Nutzenden orientiert. Immer weniger Menschen wollen Mountainbikes ohne Motor kaufen.

Maxi Dickerhoff im Gespräch

Maxi Dickerhoff ist leidenschaftlicher Mountainbiker und dem Sport seit Jahrzehnten verbunden. Als Rennfahrer, Journalist, Brand Manager und freischaffender Fotograf ist das Mountainbike eine Konstante in seinem Leben. Aktuell arbeitet Maxi unter dem Namen Inside Out Studio als professioneller Fotograf für Outdoor-, Sport- und Abenteuerproduktionen für Marken und Unternehmen. Außerdem ist er Markenbotschafter für die Schweizer E-Bike-Marke Cilo.

Über die Entwicklung des Mountainbikes, den Vergleich mit dem Gravelbike, den Einfluss des E-MTB aufs unmotorisierte Bike und neue Trends wie 32-Zoll-Bereifung und mehr spricht Gerolf in dieser Ausgabe mit Maxi Dickerhoff.

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