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Im Laden KrimzKrams in Zeitz findet ein beliebtes Reparaturcafé statt. Foto: Katja Schmidt
Bild: detektor.fm | Katja Schmidt

DAZWISCHEN | Reparaturcafé Zeitz: Von Brotschneidemaschinen und Reparaturkultur

Wenn DDR-Küchenmaschinen Menschen verbinden

Reparieren ist in Sachsen-Anhalt bis zum Mauerfall für viele fast alltäglich gewesen. Seit einigen Jahren scheint die Reparaturkultur zurückzukommen. Eine Folge über Identität, Einsamkeit und die verbindende Kraft des Instandsetzens.

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Reparaturkultur in Sachsen-Anhalt

Reparieren hat in Sachsen-Anhalt Tradition. Besonders zu DDR-Zeiten ist das Reparieren mehr als ein Hobby gewesen, es hat eine richtige Reparaturkultur gegeben. Denn es war eine Notwendigkeit, vom Staat erwünscht und ein wichtiger Teil des alltäglichen Lebens. Die Reparaturkultur hat deshalb auch die Identität vieler Menschen geprägt. Denn wer gut reparierte oder eigene Sachen bauen konnte, ist in der Gemeinschaft angesehen gewesen.

Das kann man für die DDR ganz deutlich sehen, dass Menschen, die gute Kompetenzen hatten im Reparieren auch häufig ein ganz hohes Ansehen genossen.

Reinhild Kreis, Historikerin

Mit dem Mauerfall und dem Eintritt in die kapitalistische Überfluss- und Wegwerfgesellschaft ändert sich das rapide. Viele Menschen fühlen sich mit ihren Fähigkeiten entwertet. Doch seit einer Weile scheinen sich wieder mehr Menschen für das Reparieren zu begeistern, in vielen Städten öffnen Reparaturcafés.

Reparaturcafé Zeitz

Für den Podcast hat Katja das Reparaturcafé im „KrimzKrams“ in Zeitz besucht. Dort hat sie DDR-Küchenmaschinen von innen gesehen, mit herzlichen Leuten gesprochen und ganz schnell gemerkt: Hier geht es um viel mehr als ums Reparieren. Denn hier, wo Fremde einander helfen, in Erinnerungen schwelgen, gemeinsam nach Lösungen suchen und dankbar sind, entstehen Begegnungen, die verbinden und Zusammenhalt erzeugen.

Irgendjemand meinte mal: „Ach, morgen ist wieder Repariercafé, da muss ich schnell noch was kaputt machen.“

Kathrin von Ow, Projektleiterin Reparaturcafé

Im Podcast diskutieren Marie und Katja über die verbindende Kraft des Reparierens, sprechen mit der Historikerin Reinhild Kreis über die Reparaturkultur in den ostdeutschen Bundesländern und fiebern mit, als einer alten Brotschneidemaschine neues Leben eingehaucht werden soll. Wie das alles mit Demokratie und Zusammenhalt in Sachsen-Anhalt zusammenhängt, das erfahrt ihr in dieser Podcastfolge.

Der DAZWISCHEN-Podcast

Wir liefern mit „DAZWISCHEN“ im Jahr der Landtagswahl ein ausgewogenes, kritisches und differenziertes Bild von Sachsen-Anhalt. Habt ihr Fragen, Anregungen oder Themenwünsche? Schreibt uns gern eine Mail an dazwischen@detektor.fm. Uns interessieren eure Projekte, Lieblingsorte und Helden des Alltags. Außerdem wollen wir diesmal wissen: Was haltet ihr vom Reparieren? Für spannende Anlaufstellen und Hintergründe empfehlen wir euch den DAZWISCHEN-Newsletter. Hier bekommt ihr tiefe Einblicke, ein Update zum „Recht auf Reparatur“ der EU, Fotos und Veranstaltungstipps direkt zum Thema.

Der Podcast „DAZWISCHEN“ entsteht im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Media Forward Fund gGmbH. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der BEBE Medien GmbH.

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