Kultur als Ort der Begegnung
Kultur ist erstmal ein Ort der Begegnung. Sie bringt Menschen zusammen, sie teilt sie nicht gleich in Lager auf. Und mich persönlich treibt gerade die Frage um, wie wir eben gerade verhindern können, dass Kultur so ein politisches Kampffeld wird. Die Gesamtgemengelage ist natürlich schon lange die, dass wir im Land Sachsen-Anhalt ganz genau wissen, wo wir durch rechtspopulistische Kräfte in der Kultur gedroht werden. Dieser Kulturkampf hat tatsächlich ja schon vor einigen Jahren begonnen mit den ersten Anfragen.
Ich glaube, das größte Problem ist im Moment, dass schon Erste anfangen einzuknicken, Veranstaltungen abzusagen, Dinge anders zu formulieren, aus Angst vor einer möglicherweise zukünftigen AfD-Regierung. Das finde ich total verheerend. Ich finde, wir müssen das Gegenteil tun, deutlich sagen, wer wir sind, was wir wollen und was wir vor allen Dingen nicht wollen. Das sind verschiedene Stimmen aus der Kulturszene in Sachsen-Anhalt, und das ist ja eine wahnsinnig vielfältige Szene: sieben öffentliche Theater, zwei eigenständige Orchester, fünf Welterbestätten, über 150 Museen und natürlich eine riesige freie Kulturszene.
Druck von rechts
Ja, eine wirklich große Gemeinschaft, von der sich ein Teil, wir haben es gerade gehört, sich Sorge macht. Sie stehen vor der Frage, wie gehen wir um mit dem Druck, der da von rechts kommt, mit den Forderungen, die im AfD-Wahlprogramm stehen, denn sie sind zum großen Teil abhängig von öffentlichen Geldern. Und deshalb haben sich fast 150 Verbände, Initiativen und Kultureinrichtungen aus Sachsen-Anhalt zusammengeschlossen und eine gemeinsame Erklärung unterschrieben, die sich gegen rechtsextreme Einmischungen in die Kulturszene richtet. Denn die AfD widmet der Kultur sehr große Aufmerksamkeit, eine Strategie, die wir bei rechtspopulistischen Parteien auf der ganzen Welt sehen.
Doch warum ist Kulturpolitik ein so wichtiges Spielfeld für die AfD? Wie geht die Kulturszene in Sachsen-Anhalt damit um, und gibt es überhaupt Wege, sich da resilienter aufzustellen? Darüber sprechen wir heute bei Dazwischen. Vorher schauen wir, wie immer kurz zurück. Wir haben ja letzte Woche das Interview mit Max Schneller geführt, und das blieb bei mir irgendwie noch so ein bisschen im Nachklang hängen.
Rückblick auf das Interview
Marie, wie ging es dir damit? Ja, bei mir auch, weil ich finde, also unabhängig, wie man jetzt vielleicht zu seiner politischen Haltung stehen mag, fand ich es wahnsinnig interessant, wie jemand so jung, so engagiert und aktiv sein kann und auch so eine, ich finde schon so klar differenzierte auch Meinung hat. Das muss ich ehrlich sagen, habe ich von noch nicht so vielen erlebt. Und ich würde auch sagen, ich mit 17, ich war auf jeden Fall noch nicht so weit.
Ich würde sogar sagen, viele Leute sind auch mit über 17 dann nicht so weit wie der Max ist. Und ich habe echt im Nachgang so ein paar Mal gedacht: Mensch, wenn wir alle nur so ein Viertel, vielleicht sogar nur so ein Zehntel von dem Engagement an den Tag legen würden wie dieser junge Mensch, dann wäre schon irgendwie ganz schön was gewonnen in unserer Gesellschaft. Obwohl wir ja ganz viele Menschen treffen, die sich viel ehrenamtlich engagieren und so. Aber das war schon echt nochmal ein neues Level und hat mich ganz schön beeindruckt.
Auf jeden Fall. Mich würde auch interessieren, hat er euch auch beeindruckt oder generell? Habt ihr Lob, Anmerkungen, Kritik, Hinweise? Dann schreibt uns. Die E-Mail-Adresse ist dazwischen@detektor.fm. Oder ihr schickt uns eine Nachricht oder Sprachnachricht via WhatsApp. Die Nummer lautet 01756807345. 01756807345. Die verlinken wir natürlich auch in den Shownotes.
Einfluss der AfD auf die Kulturszene
Marie, heute sprechen wir darüber, wie die AfD versucht, die Kulturszene in Sachsen-Anhalt zu beeinflussen. Ein sehr bekanntes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist Arne Semsrott. Dem haben wir ja schon mal eine ganze Folge hier im Podcast gewidmet. Genau. Also wer es aber verpasst hat, der sollte im Juni eigentlich eine Lesung in der Stadtbibliothek Magdeburg halten. Die wurde dann durch die Stadtverwaltung abgesagt, mutmaßlich auf politischen Druck der AfD, weil Arne Semsrott eben seit Jahren unter anderem vor der Gefahr vor autoritären Strukturen und der AfD warnt.
Arne Semsrott hat dann protestiert und am Ende sogar zweimal in Magdeburg gelesen. Aber der Fall zeigt eben auch, wie viel Druck die AfD da jetzt schon auf die Verwaltung und die Kulturszene in Sachsen-Anhalt ausübt. Im Landtag hinterfragt sie regelmäßig mit Anfragen die politische Neutralität von öffentlich geförderten Kulturzentren, um zum Beispiel die Auftritte von unliebsamen Künstlern abzusagen.
Und Ende Juni hat sie im Landtag ja auch einen Antrag eingereicht, der staatliche Kulturförderung an ein Bekenntnis zur deutschen Nationalkultur koppeln sollte. Der ist gescheitert, dann im Landtag. Nach den Wahlen könnte das aber anders aussehen, wenn die AfD wirklich die meisten Stimmen holen sollte. Denn die Partei spricht in ihrem Wahlprogramm ja von einer patriotischen Kulturpolitik. Sie schreiben da: „Wir werden Sachsen-Anhalt zum Musterland der Kulturpolitik machen“ und streben einen Fokus auf Heimat und Brauchtum an, statt auf zeitgenössische oder internationale Kunst.
Reaktionen der Kulturszene
Und sie wollen eben Kulturförderung an ein Bekenntnis zur „deutschen Nationalkultur“ koppeln und so im Zweifel auch unliebsame Institutionen streichen. Genau. Und auch wenn das nicht sonderlich überraschend ist, als das Wahlprogramm im April rauskam, hat es in der Kulturszene in Sachsen-Anhalt einen ganz schönen Sturm ausgelöst. Ich habe darüber mit Annegret Labs, der Direktorin des Kunstmuseums Magdeburg, gesprochen.
Und dann war eigentlich relativ schnell klar, wir müssen um Aufmerksamkeit zu erzeugen tatsächlich einen Titel finden, der viele Menschen anspricht. Wir wollen jetzt nicht einzelne KulturakteurInnen darin vereinigen, sondern wir wollen versuchen, die ganze Kultur in Sachsen-Anhalt auf unsere Seite zu bekommen. Aus dieser Idee heraus ist Anfang Mai das Netzwerk „Kultur ist Vielfalt und Heimat“ entstanden, in dem sich wirklich ziemlich viele der großen Kulturakteure des Landes zusammengetan haben, aber auch Einzelpersonen aus ganz Deutschland. Man kann da ein gemeinsames Statement unterschreiben, aber auch spenden, um das gemeinsam zu veranstalten.
Inhalt des Statements
Okay, aber was steht denn da jetzt genau in diesem Statement? Das ist relativ lang. Ich trage es dir jetzt nicht komplett vor, aber um es vielleicht kurz zusammenzufassen: Heimat entsteht dort, wo Vielfalt, Respekt und ein gleichberechtigtes Miteinander gelebt werden. Kunst und Kultur schaffen Räume für Begegnungen, fördern den demokratischen Austausch und stärken eine offene Gesellschaft. Deshalb stellen sich die Unterzeichnenden entschieden gegen Rechtspopulismus, Ausgrenzung und jede politische Einflussnahme auf Kunst und Kultur.
Kultur ist Vielfalt und Heimat. Das ist ja ein interessanter Name, denn gerade der Heimatbegriff wird ja von rechtspopulistischen und rechtsextremen Kräften stark vereinnahmt. Genau, aber das wird ja dann oft sehr eindimensional beschrieben, dieser Begriff Heimat. Also Heimat ist dann da, wo du geboren wurdest, zum Beispiel. Und dieses Netzwerk wollte dem eben etwas entgegensetzen.
Verschiedenheit der Kulturen
Und das hat auch Annegret Labs mir nochmal erzählt: „Für uns ist es wichtig, dass Heimat ja auch aus diesen Verschiedenheiten besteht, die für uns Kultur ausmacht. Also Heimat ist dort, wo alle Kulturen gleichwertig anerkannt werden, wo wir sie leben auf Augenhöhe. Also wir sind ja hier schon lange als Einwanderungsland in Deutschland nicht nur mit unseren Kulturen beschäftigt, sondern mit allen anderen auch. Und das ist ja in der Kultur tatsächlich das, was die Kultur ausmacht.
Und das war uns wichtig: Kunstfreiheit, Meinungsfreiheit, Gegenab und Ausgrenzung, demokratische Werte verteidigen, die kulturelle Arbeit wirklich auf eine Basis stellen, die tolerant ist und diese Freiheit mitnimmt. Ein schönes Beispiel dafür ist eine sehr politische Installation, die gerade im Kunstmuseum Magdeburg in der Klosterkirche zu sehen ist. Die Bilder habt ihr bestimmt schon gesehen, denn das ging ziemlich viral.
Politische Installation im Kunstmuseum
Da steht nämlich so ein riesengroßes weißes Nashorn, das den Blick und den Gang durch diesen mittelalterlichen Kirchenraum versperrt. Der Künstler ist Itamar Goff, geboren 1989 in Tel Aviv. Itamar kam auf mich zu und sagte: „Bei euch renozidisieren sich die Menschen ja auch schon.“ Ich gucke ihn an und sage: „Ich weiß gar nicht, was du meinst. Was heißt denn renozidisieren?“ Dann haben wir festgestellt, im Hebräischen gibt es diesen Begriff, und zwar dafür, sich totalitären Gedankengut annähern, also sich unhinterfragte Meinungen anderer anzufließen.
Das heißt, dass im Hebräischen, im Englischen, im Deutschen, im Französischen gibt es das überhaupt nicht. Deshalb haben wir dieses Tier dort aufgebaut und diese überdimensionale Größe und vermitteln das natürlich auch mit Texten und vor allen Dingen auch mit der musikalischen Installation, die zu diesem Tier gehört. Man merkt, die Menschen beschäftigen sich damit: Was ist Kunstfreiheit? Was ist unsere Meinungsfreiheit? Was passiert da eigentlich in unserer Gesellschaft im Moment?
Herausforderungen für die Kulturszene
Also auf der einen Seite ist das natürlich total schön, dass da jetzt so ein Austausch entsteht. Auf der anderen Seite, naja, muss man ja auch sagen, dass das Kulturpublikum ja jetzt nicht unbedingt repräsentativ für die gesamte Gesellschaft ist. Das ist ja auch wieder nur ein Teil. Und in Sachsen-Anhalt gibt es ja trotzdem sehr viele Menschen, zumindest noch aktuellen Umfragen, die beispielsweise um bis zu 40 Prozent die AfD wählen. Ja, natürlich wird man mit solchen Installationen nicht alle erreichen.
Trotzdem versucht das Netzwerk da schon auch raus aus der eigenen Blase zu kommen, hat mir Annegret Labs erzählt. Deshalb sind wir aber zum Beispiel mit dem Netzwerk „Kultur Vielfalt Heimat“ auch nach draußen gegangen. Also wir haben Veranstaltungen gemacht und werden das auch weitertun, um auch die zu erweichen, die vielleicht noch unsicher sind oder die gar nicht wissen, was es eigentlich bedeutet, dieser Rechtsruck, wenn der in der Kultur tatsächlich stattfindet, was wir dann noch tun oder was wir dann alles nicht mehr tun können.
Bedeutung der Kultur
Ja, und gerade in der Kultur ist das ja, finde ich, ziemlich naheliegend, denn ich glaube, wir genießen schon, oder zumindest die meisten von uns genießen es natürlich auch, mal eine Shakespeare-Inszenierung im Theater zu sehen. Und das ist eben auch das, was Annegret Labs dann immer so dem entgegensetzt, wenn Leute da sagen: „Ja, also wir brauchen sozusagen nur diesen Vielfaltsbegriff oder diesen Kulturbegriff. Wir können zurückgehen bis in die Antike. Da ist nix deutsch.“ Ja, also diese Idee von der deutschen Kultur. Ich meine, wollen wir Verdi wirklich nicht mehr im Theater hören? Wollen wir wirklich keine Shakespeare-Aufführungen mehr haben? Oder wollen wir wirklich keine Kunst mehr in den Museen sehen, die aus Frankreich oder Italien oder aus Südafrika entstanden? Also ich glaube nicht, dass wir das wollen.
Angriffe auf die Kulturszene
Aber warum greifen eigentlich autoritäre Kräfte so oft die Kulturszene an? Also ich meine, wir haben das ja schon irgendwie gesehen in Polen, in den USA, in Ungarn. Überall gab es großen Druck und teilweise auch große Einschränkungen für diese Szene. Aber warum ist Kulturpolitik, die sonst ja eigentlich eher stiefmütterlich behandelt wird, wo ständig Gelder gestrichen werden, warum ist die genau da plötzlich so wichtig? Darüber habe ich lange mit Christoph Bartmann gesprochen. Der hat nämlich ein Buch geschrieben mit dem Titel „Attacke von rechts – der neue Kampf um die Kultur“ und war damit auch mehrfach bei Veranstaltungen vom Netzwerk „Kultur ist Vielfalt und Heimat“ zu Gast.
Einfluss der AfD auf die Kultur
Und ich habe ihn zuerst gefragt, warum die Kulturszene für die AfD zum Beispiel so interessant ist. Über Kultur bestand längere Zeit jetzt im liberalen Spektrum im Diesseits der Brandmauer der Konsens, dass die Politik sich nicht zu sehr dort einmischen solle. Man hat die Kultur eigentlich gewähren lassen. Das war übrigens immer auch eine Qualität konservativer Kulturpolitikerinnen und Politiker, dass die, auch wenn sie vielleicht inhaltlich mit dem ein oder anderen nicht froh wurden, gesagt haben: „Lasst die Kultur machen.“
Und unterdessen hat sich aber bei der AfD rechts außen der Verdacht eingeschlichen, dass mit der Kultur unabhängig davon, wer gerade regiert, eine linksgrüne Nebenregierung etabliert wird. Da sitzen linksliberale Menschen mit viel gutem Gehalt und viel Macht und bestimmen, ähnlich wie auch in Medien, Schulen, Kirchen, bestimmen sie unser Tun und Denken und nehmen Einfluss auf unsere gesellschaftlichen Überzeugungen und Haltungen. Und das tun sie alles überwiegend mit Staatsknete, was die Sache besonders unangenehm macht aus der Sicht der AfD.
Internationale Beispiele
Und das ist also so eine Art Stall, der ausgemistet werden müsste, endlich. Und seitdem das so Konsens ist, ganz rechts wird überall, ja nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern der Welt von rechts auf die Kultur eingewirkt. Sie haben sich ja verschiedene internationale Beispiele angeschaut: USA, Polen, Österreich. Welche Muster kann man dabei erkennen?
Also zunächst mal glaube ich, es ist ganz unterschiedlich, je nachdem, ob in Ländern der Staat sehr großen Einfluss auf die Kultur hat. Also das ist bei meinen Beispielen sicher in Polen der Fall, auch in Österreich, auch in Deutschland. Oder aber ob die Kultur mehr oder weniger im privaten Sektor angesiedelt ist, so wie in den USA. Man könnte also denken, die Kultur ist weniger bedroht von Eingriffen von rechts, wenn sie ohnehin so privat verfasst ist.
Einflussnahme auf die Kultur
Aber man kann in den USA ja auch sehr schön sehen, dass unter Trump man sich jetzt also die wenigen staatlichen Kulturleuchttürme, wie beispielsweise eben das Kennedy Center in Washington, dass die unter die Ägide der Trump-Administration gestellt werden sollen. Anderswo versucht man es von vornherein, von Staatswegen breit in die Kultur zu intervenieren. Das war so in Polen der Fall in der Ära der PiS, also der rechtspopulistischen oder rechtskonservativen Partei 2015 bis 2023. Da ging es immer um Kultur, aber noch mehr eigentlich um Medien.
Also erst mal hat man versucht, die Medien unter Kontrolle zu kriegen. Das geht ja auch immer einfacher, weil es da weniger Akteure gibt. Das ist bei der Kultur aufgrund der vielen Akteure und vielen Einrichtungen natürlich alles viel schwieriger. Man hat versucht in Polen also alles das, worauf der Staat Einfluss nehmen kann, das sind die nationalen Kultureinrichtungen dort, das Personal auszutauschen und die Kuratorien oder so zu entmachten oder mit Parteigängern zu ersetzen und alles, was man auf dem Feld tun konnte.
Herausforderungen für autoritäre Regierungen
Ich würde sagen, unterm Strich mit mäßigem Erfolg. Der Kultur ist nicht so ohne Weiteres beizukommen, selbst in autoritär verfassten Staaten oder unter solchen Regierungen, weil sie sich immer auf so vielen Ebenen abspielt. Jetzt würde mancher vielleicht auch sagen, wenn eine demokratisch gewählte Partei Kulturpolitik verändern möchte, dann ist das ja auch erst mal ein normaler demokratischer Prozess. Wo verläuft für Sie die Grenze zwischen legitimer Kulturpolitik und dann eben dem Angriff auf die liberale Demokratie oder Kulturszene?
Also es ist nachvollziehbar, wenn eine politische Partei kulturpolitisch bestimmte Stichworte setzt. Bei der AfD ist jetzt aber im Vorgefühl eines großen Wahlsieges, zunächst in Magdeburg und dann vielleicht auch in Schwerin, es so, dass man sich vorstellt, man könnte das so ähnlich machen wie Trump in den USA. Also man hat sozusagen das Popular Vote gewonnen, hat einfach absolute Mehrheit, kann durchregieren und dann kann man so Regierungsprogramme eins zu eins umsetzen, wie wir sie von der AfD ja schon gelesen haben.
Mögliche Szenarien
Und die müssen auch gar nicht mehr zur Diskussion gestellt werden. Also da ist so ein Systemwechsel vorgesehen im Kulturellen und Kulturpolitischen, den es in Deutschland so noch nicht gegeben hat seit 1945 oder 1949, seit der Gründung der Bundesrepublik. Insofern hat das eine völlig neue Qualität und hat nichts damit zu tun, was man kennt als reguläre Machtwechsel unter demokratischen Parteien, die auch nur Kulturpolitik, die hier und da ihre eigenen Akzente setzen will.
Sie beginnen ja Ihr Buch mit Beispielen aus Sachsen-Anhalt. Warum gerade dieses Bundesland? Warum haben Sie sich das ausgesucht? Das lag einfach so nahe, weil zu der Zeit die AfD-Fraktion im Landtag in Magdeburg so hervorgetreten ist mit ihrer Polemik gegen das Bauhaus, also wegen dem vom Land Sachsen-Anhalt gefundenen Landes-Slogan „Hashtag modern denken“. Und das war also der der AfD-Fraktion und namentlich dem Abgeordneten Till Schneider ein Dorn im Auge.
Versuchsstation für Kulturpolitik
Und ihr Hashtag für eine kommende AfD-Regierung wäre dann „deutsch denken“. Also diese Polemik gegen das Bauhaus fand ich doch hochinteressant. Sie hat sich ja bis heute fortgesetzt und sie geht auch nicht weg. Und man muss sich angucken, was in Sachsen-Anhalt dann als nächstes passiert. Sachsen-Anhalt ist so ein bisschen was wie die Versuchsstation einer kommenden aggressiven Kulturpolitik von rechts. Und das wird vielleicht in anderen Teilen Deutschlands so noch gar nicht wirklich wahrgenommen oder ernst genommen.
Aber da kann man es eigentlich schon sehen. Und zum Beispiel, ich war jetzt kürzlich in Magdeburg, war auch eingeladen, hatte Gelegenheit, mit Leuten aus der Kulturszene zu sprechen. Und da ist die Sorge schon riesengroß. Die Kulturszene und die demokratischen Parteien haben sich ja auf ein Kulturfördergesetz verständigt. Ein Gesetz mit dem man sich resilienter machen kann. Das fand dann in Magdeburg im Landtag eine Mehrheit, also von CDU bis Linke. Und die AfD hat sich enthalten.
Mögliche Szenarien bei einer AfD-Regierung
Es war der Versuch, sich im Rahmen des Möglichen zu schützen vor der AfD, vor den Regierungen, wenn die AfD regiert oder möglicherweise sogar mit absoluter Mehrheit regiert. Also das ist so ein Schritt. Was wäre denn aus Ihrer Sicht das wahrscheinlichste Szenario, wenn so eine Partei wie die AfD tatsächlich das Kulturministerium übernehmen würde?
Also ich glaube, man wäre in der AfD erst mal überrascht, wie schwierig Kulturpolitik ist und wie vielgestaltig, wie viele Ebenen es da gibt und worauf man Einfluss nehmen kann und worauf eben nicht. Und was auch möglicherweise juristisch möglich ist und was eben nicht möglich ist. Also da würden Sie wahrscheinlich erst mal überrascht sein. An Durchregieren ist da so ohne weiteres gar nicht zu denken.
Herausforderungen für die AfD
Ich denke auch, dass es schwierig wird mit Personal. Es gibt im Moment noch nicht in dem Umfang rechtsaußen Personal für Kultur und Kulturpolitik, also Theaterintendantinnen und Museumsleiter und Gedenkstättenleiter. Und so sehe ich jetzt nicht unmittelbar, dass die alle aus den Reihen der AfD oder ihrer Sympathisanten besetzt werden können. Das ist ein weiter Weg. Es ist auch, glaube ich, ein großer Unterschied zur nationalsozialistischen Machtergreifung, wo sich die Reihen sehr schnell schließen ließen, nachdem man die Amtsinhaber gefeuert hatte.
Und dann wird man sehen, wo können wir wirklich Einfluss nehmen oder wo können wir, wenn wir schon nicht Institutionen gänzlich in unserem Sinne umgestalten können, wir bestehende Institutionen irgendwie beschädigen. Also wenn man sie nicht komplett zerstören kann, dann kann man sie stören, so wie die AfD den parlamentarischen Betrieb stört mit diesen ganzen Anfragen und so. Also eigentlich so eine Art Lähmung der Kultur, bevor man selber Ideen hat oder umsetzen kann, was denn an die Stelle treten soll.
Erinnerungskultur als Angriffsziel
Das ist aber kein Umstand, der einen irgendwie zufriedenstellen kann oder beruhigen sollte. Mit so einer Mischung aus aggressiven, brachialen Methoden und dann so Verfahrenstricks und so kann man schon eine Menge im destruktiven Sinn, eine Menge erreichen in der Kultur. Ein wichtiges Feld in der ganzen Debatte ist ja Erinnerungskultur. Warum spielt gerade dieser Bereich für die Bewegung, für die rechte Bewegung so eine große Rolle?
Na, da gibt es natürlich prominente Aussagen zum Gruseln, wie zum Beispiel Gaulands Fliegenschiss-Rede im Deutschen Bundestag. Also eigentlich der Appell daran, doch die große deutsche Geschichte endlich wieder in den Vordergrund zu rücken und von dem zwölfjährigen Zwischenspiel der Nationalsozialisten endlich Abstand zu nehmen, erinnerungskulturell. Und dann gibt es auch dieses berühmte Wort von Björn Höcke über die erinnerungspolitische Wende um 180 Grad, dass die deutsche Erinnerungskultur NS-lastig ist. Das ist der AfD ein Dorn im Auge, so wie es in den USA Trump und den seinen ein Dorn im Auge ist, wenn so Themen wie Sklaverei, Rassismus und so in den Vordergrund gerückt werden.
Umgestaltung der Erinnerungspolitik
Da gibt es ja ganze Listen von Wörtern, die in der staatsbürgerlichen Bildung einfach gar nicht mehr verwendet werden dürfen. Und so ähnlich würde sich das die AfD auch vorstellen. Also dieses nicht nur leicht den Kurs ändern, sondern tatsächlich umpolen der Erinnerungspolitik. Und es würden auch die Besuche der Jugendlichen bei diesen Gedenkstätten künftig wegfallen. Also ich glaube, Erinnerungspolitik ist tatsächlich eines der heißesten Eisen in dieser Attacke von rechts.
Notwendigkeit einer kulturpolitischen Überlegung
Sie kritisieren in Ihrem Buch, dass Demokraten und Demokratinnen die Kulturpolitik häufig unterschätzen. Was sollten wir jetzt gerade konkret anders machen, wenn wir es ernst nehmen? Ich glaube, es wäre eine große kulturpolitische Überlegung notwendig. So ähnlich wie dieses Kulturfördergesetz in Sachsen-Anhalt könnte man sich mal auf Bundesebene vorstellen, was tatsächlich Not täte, um die Kultur im Rahmen des politisch Möglichen.
Also wenn die anderen Wahlen gewinnen, wird es sowieso immer heikel. Aber was im Rahmen des politisch Möglichen getan werden kann, um die Kultur besser abzusichern. Da gibt es ja so Überlegungen wie Kultur als Staatsziel, Kultur ins Grundgesetz, Kultur mit einer bestimmten finanziellen Ausstattung so ein Festschreiben. Und dann würde ich denken, zeigt was ihr könnt. Spielt so gut, wie ihr nur spielt, als wenn es ums Theater ginge.
Zusammenfassung
Also zeigt, wozu ihr in der Lage seid, also wozu eine freie Kulturlandschaft in der Lage ist, wozu die auch Finanzierung verdient. Ich würde mir Bühnen und andere Spielstätten wünschen, die tatsächlich ihre, sagen wir, Resilienz durch herausragende Produktionen unter Beweis stellen. Also vielleicht noch mal ganz kurz zusammengefasst: Kultur gilt als soziales und kritisches Fundament einer demokratischen Gesellschaft. Sie schafft öffentliche Räume für den Diskurs, fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt und dient als eine Art Frühwarnsystem für politische und gesellschaftliche Veränderungen.
Deshalb sehen wir den Angriff von rechts auf die Kultur eben auch international, weil es in der Kultur eben auch viel um Werte und auch um Identität geht. Genau damit arbeitet die AfD ja auch in ihrem Wahlprogramm. Da steht ja: „Die deutsche Identität sei wesentlich auch Ergebnis deutscher Kunst.“ Ja, aber allein schon zu sagen, was deutsche Kunst eigentlich ist, das ist ja irgendwie relativ schwierig, denn wir sind ja beeinflusst. Wir leben ja in einer Welt mit anderen Menschen.
Einfluss auf die deutsche Identität
Also natürlich ist unsere Identität, wenn es denn so etwas Kollektives überhaupt gibt, die ist beeinflusst von griechischen Philosophen, vom Rechtssystem und auch vom Verwaltungsprinzip des Römischen Reiches, von der französischen Revolution. Und selbst jemand wie Johann Wolfgang von Goethe, den man jetzt vielleicht so als sehr deutsche Kultur hochhalten würde, für den war seine Italienreise einer der entscheidendsten Wendepunkte in seinem Leben. Also das sind nur so ein paar Beispiele, um mal aufzuzeigen, dass diese Diskussion auch so ein bisschen eindimensional ist.
Trotzdem gibt es ja Angriffe auf die freie Kulturszene. Trotzdem gibt es ja Teile in der Bevölkerung, die da irgendwie eine Einteilung vornehmen wollen in etwas in deutsche Kunst und in Kunst, die ihrer Ansicht nach nicht deutsch ist. Wie geht denn die Kulturszene damit um? Wie schützen sie sich? Ja, einen wichtigen Punkt hat ja Christoph Bartmann schon angesprochen. Die Kulturszene kann das natürlich nicht alleine.
Notwendigkeit finanzieller Absicherung
Also wenn wir eine freie, eine unabhängige Kulturszene haben wollen, dann müssen wir sie finanziell besser absichern und auch gegen politische Einflussnahme schützen. Das Kulturfördergesetz in Sachsen-Anhalt, das könnte da ein guter Anfang sein. Man muss aber auch hier einschränkend sagen, wenn die AfD die absolute Mehrheit bekommt, könnte sie dieses Gesetz auch einfach umschreiben, sodass eben nur noch Institutionen Fördermittel erhalten, die eben in diese Vorstellungen passen.
Deswegen könnte man auch überlegen, Kultur als Staatsziel festzulegen, sie ins Grundgesetz zu schreiben oder sogar eine bestimmte finanzielle Ausstattung festzuschreiben, damit man sie eben vor politischer Einflussnahme, egal von welcher Richtung, schützt.
Und der Autor Christoph Bartmann hat dann noch einen letzten Punkt gemacht, den er selber total wichtig findet, nämlich dass die Häuser, die Kulturinstitutionen, mit ihrer Exzellenz überzeugen, denn dann sind sie schwieriger kaputt zu machen und finden vielleicht sogar andere Finanzierungsmodelle, als sich eben von öffentlichen Geldern abhängig zu machen.
Das hat mir auch Volker Ude erzählt. Der hat mir eine Sprachnachricht geschickt. Er ist der Intendant der Köthener Bachfesttage. Ich habe jetzt angefangen, öffentlich zu sagen, dass ich keine Subventionen annehmen werde von einer AfD-geführten Landesregierung, weil die mich dann erpressen können.
Und gerade mit dem Thema Bach und vielen anderen verwandten Themen, diese ganzen mitteldeutschen Komponisten, das passt natürlich wunderbar in deren nationalistische Strategie. Und das will ich um jeden Preis vermeiden. Ich habe angefangen, mir Strategien zurechtzulegen, mit PartnerInnen zu sprechen, um im Fall der Fälle davon unabhängig zu sein.
Ich bin inzwischen sicher, dass sich andere Wege der Finanzierung finden lassen und werde mich auf gar keinen Fall darauf einlassen oder einknicken. Das ist natürlich eine starke Haltung, wo ich auch sagen muss: Interessant wird es dann werden, ob solche Institutionen das überhaupt durchhalten.
Denn, naja, wenn sich Häuser eigenständig finanzieren müssen, muss man natürlich aufpassen, dass Kultur nicht nur noch für die Elite zugänglich ist, weil eben ohne öffentliche Gelder die Ticketpreise hochgehen, um das irgendwie zu finanzieren. Denn öffentliches Geld führte dazu, dass beispielsweise auch günstigere Tickets angeboten werden können.
Ja, das ist ja ehrlicherweise mit den Eliten zumindest heute schon oft ein Problem, an dem die Kulturszene auch arbeiten muss. Und einige Kulturakteure machen das auch schon über Solidaritätstickets oder eben so etwas wie kostenfreie Tage in Museen.
Annegret Labs vom Kunstmuseum hat mir dazu noch eine kleine Geschichte erzählt, die ich auch ganz eindrücklich fand. Wir haben auf dem Sachsen-Anhalt-Tag ein Glücksrad gehabt und haben Eintrittskarten von Museen, aber auch sogar Opernkarten für das Theater Magdeburg verglücksradelt.
Und da hat man natürlich gemerkt, dass die Menschen sich riesig freuen, wenn sie eine 40 Euro teure Karte bekommen und sagen: „Das ist ja Wahnsinn, wir fahren nach Magdeburg ins Theater, ins Theater des Jahres.“ Das ist ihnen schon bewusst. Und das macht natürlich Mut.
Und das heißt für uns als Kultureinrichtung natürlich auch: Wir müssen dringend darüber nachdenken, was es Kultur kosten darf. Also das ist eine große Diskussion, die wir, egal wie das im Herbst ausgeht, in der Kultur dringend führen müssen, damit eben alle Menschen Zugang zu kulturellen Angeboten haben und auch deren Wert überhaupt schätzen können.
Eine positive Entwicklung vielleicht noch: Wir haben ja vorhin von diesem Statement vom Netzwerk Kultur ist Vielfalt und Heimat gesprochen. Das ist jetzt im Juli im Stadtrat in Magdeburg diskutiert worden, und dann haben sich die demokratischen Parteien mit einem überfraktionellen Antrag diesem Statement angeschlossen.
Und ich finde, das ist schon auch nochmal so ein Zeichen, wie wichtig die Kultur in der Stadtszene ist und wie man sich sozusagen auch als Stadtrat da aufstellt. Naja, und nicht nur in Magdeburg.
Ich würde sagen, in dieser Folge ist insgesamt klar geworden, dass Kultur über die Stadtgrenzen hinaus wichtig ist und mehr als nur ein Theater, Museum oder Bibliothek. Kulturschaft sind Orte, an denen wir uns begegnen, Inhalte, mit denen wir uns auseinandersetzen, die uns vielleicht auch manchmal anpiksen und kurz ärgern, aber ans Nachdenken bringen, über die wir streiten können.
Und naja, vor allem erweitert sie so unseren eigenen Horizont und bringt eben oft auch ganz verschiedene Menschen und Blickwinkel zusammen und setzt so Impulse: Wie wollen wir gemeinsam die Zukunft gestalten?
Und da gibt es eine Initiative, die haben wir euch in der Bildungsfolge schon mal vorgestellt: Lida aus Sachsen-Anhalt, die veröffentlicht auf ihrem YouTube- und Instagram-Account jede Woche einen neuen Song von Musikern und Musikerinnen aus der Region, die eben ihren Blick auf das Land und die politische Situation gerade verarbeiten.
Ich habe für diese Folge auch noch mal mit dem Initiator David Perner gesprochen, und der sagt: „Wir müssen auch so ein bisschen das Positive nicht aus dem Blick verlieren. Wir sind hier, wir sind viele. Wir kommen hier aus Sachsen-Anhalt. Wir stehen für Demokratie, für Vielfalt und eben für ein Bundesland, in dem niemand Angst haben muss, anders zu sein.
Mein Wunsch ist, dass wir uns nicht nur darüber unterhalten, was wir verhindern wollen, auch mit Blick auf September, sondern dass wir viel öfter darüber sprechen, welche Gesellschaft wir eigentlich gemeinsam gestalten wollen, dass wir ins positive Denken kommen.
Und da kann Kultur ein kraftvoller Ort sein. Natürlich braucht es auch eine Gegenwehr, ein Dagegen gegen die antidemokratischen Bestrebungen. Aber es braucht eben auch ein Dafür für das, was Sachsen-Anhalt in Zukunft ausmachen kann.
Und der Grundsatz ist, dass wir bunter sind, als viele das von uns glauben. Mit diesem Aufruf, sich positiv einzusetzen, sind wir fast am Ende unserer Folge angekommen.
Wenn ihr euch dafür interessiert, wie die Kulturszene in Sachsen-Anhalt sich gerade für Vielfalt engagiert, dann schaut doch mal auf die Webseite des Netzwerks Kultur ist Vielfalt und Heimat. Dort gibt es auch viele interessante Veranstaltungen zu diesem Thema.
Apropos Veranstaltung, du hast für diese Folge einen Tipp mitgebracht. Ganz genau, thematisch passend. Wir haben ja vorhin schon von dem großen weißen Rhinozeros gehört. Und das geht jetzt auf Tour in Sachsen-Anhalt.
Das Rhinozeros reist im Sommer durch das Land Sachsen-Anhalt. Es eröffnet an verschiedenen Orten Räume für Gespräche über autoritäre Tendenzen, über Demokratie und individuelle Verantwortung. Ab dem 30. Juli bis zum 11. August ist es in der alten Brauerei in Dessau zu sehen.
Und seine letzte Station macht es ganz im Süden des Landes, ab dem 30. August in der Nikolaikirche in Zeitz. Also verpasst es nicht, es lohnt sich. Ja, mehr Infos und witzige Fotos vom Riesen-Rhino findet ihr auch in unserem Newsletter.
Wenn ihr den noch nicht abonniert habt, macht das doch total gerne. Und schaut gerne auch mal auf die Homepage vom Landesnetzwerk der Kulturfördervereine. Das hat nämlich zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die antretenden Parteien um die Beantwortung von wichtigen Fragen rund um die Kulturszene gebeten.
Und die Antworten, die geben einen ganz guten Überblick über die kulturpolitischen Ziele der verschiedenen Parteien. Den Link packen wir euch auch in die Show Notes.
Marie, ich bin nächste Woche im Urlaub, aber dafür hast du richtig hohen Besuch. Ja, das ist korrekt. Ministerpräsident Sven Schulze ist bei uns zum langen Interview zu Gast, beziehungsweise ehrlicherweise, wir fahren zu ihm nach Magdeburg, aber er ist zu Gast bei uns in der Folge.
Wir sprechen mit ihm über Themen, die die Menschen in Sachsen-Anhalt bewegen. Ich glaube, das wird wirklich ein sehr spannendes Gespräch. Ja, das wird bestimmt spannend. Ich lausche dann vom Ostseestrand, was der Ministerpräsident da so für Antworten hat.
Ja, und wir hören uns dann nächste Woche. Ich freue mich darauf. Bis dahin!
Dieser Podcast ist eine Kooperation von detektor.fm und dem Media Forward Fund. Podcast Hosts: Marie Landes und Katja Schmidt. Community Redakteurin: Anne Koslowski. Akneig Podcast Redaktion: Leonard Schubert. Cover Design: Claudia Dölling und Anja Kriemer von Sisters of Design. Originalmusik: Florian Sievers. Audioproduktion: Benjamin Serdani, Stanley Beidauf und Tim Schmutzler. Projektleitung: Christian Bollert. Copyright WDR 2021.