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Visitors are seen at the entrance of Art Basel the world’s premier modern and contemporary art fair during the preview day on June 13, 2017 in Basel. Art Basel will take place to the public from June 15 to 18 in Basel. (Photo by Fabrice COFFRINI / AFP)
Bild: Fabrice Coffrini | AFP

Monopol-Podcast | Art Basel 2026

Werke mit Tiefgang

Kunst wieder vermehrt live erleben — das ist eines der Versprechen der diesjährigen Art Basel, die vom 18. bis 21. Juni 2026 wieder Kunstbegeisterte aus aller Welt in die Schweiz lockt. Was gibt es zu entdecken und wie geht es dem Kunstmarkt gerade eigentlich?

Mit 290 der weltweit führenden Galerien, die zur Art Basel Werke zeigen werden, ist die Messe in der Schweiz eine der wichtigsten weltweit. Mittlerweile hat sie vier Ableger: in Miami Beach, Paris, Hong Kong und seit Anfang des Jahres auch in Katar. Das Emirat steht für Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. Beobachterinnen und Beobachter sehen in dieser Erweiterung der Art Basel vor allem zwei Gründe: die Region möchte sich als neues kulturelles Zentrum hervortun und finanzielle Gründe.

Leichte Erholung im Kunstmarkt

„Dem Kunstmarkt geht es durchwachsen“, sagt Elke Buhr vom Monopol-Magazin. Immer mehr große Galerien verkleinern sich oder schließen Zweigstellen. Zuletzt wurde etwa bekannt, dass die renommierte Pace Galerie unter der Leitung von Marc Glimcher nicht nur mehrere Mitarbeitende entlässt, sondern auch 50 Künstlerinnen und Künstler in Zukunft nicht mehr vertreten wird. Das Galeriensystem sei zu groß, zu kommerziell, zu unpersönlich geworden, so Glimcher in der New York Times in seiner Begründung zu diesem Schritt.

Gleichzeitig wachse der Kunstmarkt aber auch wieder leicht. Laut aktuellem Art Basel and UBS Art Market Report 2026 sind die Verkäufe im vergangenen Jahr wieder um 4 Prozent gestiegen. Eine leichte Stabilisierung zeichne sich ab, heißt es im Report. Auch Maike Cruse, Leiterin der Art Basel, sieht der Messe optimistisch entgegen.

Wir erleben gerade wieder einen Aufwärtstrend, der sich bereits letztes Jahr angedeutet hat und in den starken Mai-Auktionen in New York weitergeführt wurde. Was wir gesehen haben, ist, dass hochkarätige Arbeiten einen starken Markt haben.

Maike Cruse leitet die Art Basel

Maike Cruse leitet die Art Basel Foto: Debora Mittelstaedt

Vor dem Hintergrund des schrumpfenden Online-Handels, soll in Basel vermehrt die persönliche Begegnung mit den Werken gefördert werden. Deswegen wird es in diesem Jahr die neue Initiative „Basel Exclusive“ geben. Hier verzichten Galerien im Vorfeld darauf, einzelne Werke bereits vor der Messe online zu promoten oder auch zu verkaufen, so Maike Cruse.

Werke, die nachklingen

Über mindestens zwei Werke weiß man aber trotzdem schon etwas. Im vergangenen Jahr sind die iranisch-deutsche Künstlerin und Bildhauerin Nairy Baghramian und der ghanaische Künstler Ibrahim Mahama mit dem Art Basel Award ausgezeichnet worden. Sie bespielen deswegen in diesem Jahr zwei zentrale Plätze in Basel. Nairy Baghramian wird auf dem Messeplatz ihre Installation „Modèle vivant (S’empilant)“ (2026) zeigen. Ihre Werke sind im ersten Moment oft schwer zu greifen, es lohnt sich einer zweiter Blick, beschreibt es Sebastian Frenzel. Ihn erinnern sie oft an Gliedmaßen, an organische Körper, oder sie muten futuristisch an. Und manchmal würden die Installationen aussehen wie der Schutt der Moderne.

Alles bleibt so wunderbar in der Schwebe und eigentlich vermittelt das einen guten Eindruck für den Irrsinn der Gegenwart.

Sebastian Frenzel, Monopol-Magazin

Sebastian Frenzel, Monopol-Magazin Foto: Monopol

Auf dem Münsterplatz wird Ibrahim Mahama seine Installation „The God of Small Things“ (2026) zeigen. Der Titel ist einem Werk der indischen Schriftstellerin und Aktivistin Arundhati Roy entlehnt. Mahama ist bekannt geworden für seine Arbeit mit Jutesäcken, die u.a. für den Kohle- und Kakaohandel verwendet wurden. Die Schweiz zählt zu einem der größten Abnehmer von Kakao aus Ghana.

Ibrahim Mahama nimmt die Materialien, die die globalisierte Wirtschaft benutzt, an denen man dann diese Geschichte ablesen kann.

Elke Buhr, Monopol-Magazin

Elke Buhr, Monopol-MagazinFoto: Ramona Razaghmanesh

Für sein aktuelles Werk in Basel arbeitet er u.a. mit dem Stoff Batakari, der traditionell im Norden von Ghana hergestellt wird und ursprünglich für Kleidung der Oberschicht verwendet wurde. Außerdem verwendete er Gummireste, sogenannte Headpans, und alte Planen.

These traditional hand-woven textiles were made for royalty, and subsequently as garments for the everyday person. Around the period of independence, when our first president was declaring independence, he wore one of that material together with his comrades.

Ibrahim Mahama, Künstler

Ibrahim Mahama, Künstler Foto: Art Outreach Singapore, Courtesy of the Artist, APALAZZOGALLERY and White Cube

In dieser Folge von „Kunst und Leben“, dem Podcast in Kooperation mit dem Monopol-Magazin, spricht detektor.fm-Moderatorin Sara-Marie Plekat mit Elke Buhr und Sebastian Frenzel vom Monopol-Magazin über die bevorstehende Art Basel, die vom 18. bis 21. Juni 2026 in der Schweiz stattfinden wird.

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