Manifesta 16 im Ruhrgebiet
This is not a church, das ist keine Kirche. So lautet das Motto der Manifesta 16 im Ruhrgebiet, die vor etwas mehr als einer Woche losging. Bis Anfang Oktober kann man gleich in vier Städten Kunst und Gemeinschaft erleben, und das vor allem in Kirchen. Denn die stehen ebenso wie das Ruhrgebiet vor großen Veränderungen in den kommenden Jahren. Das ergaben Recherchen der Manifesta: Rund 20.000 Kirchen sollen in den nächsten Jahren geschlossen oder abgerissen werden. Dabei stellt sich die Frage, was diese einstigen Orte der religiösen Einkehr und Begegnung darüber hinaus sein könnten. Diese konkret politische Frage wird bei der Manifesta mittels Kunst ausgehandelt, wie sie das tut. Darum geht es unter anderem in dieser Folge. Mein Name ist Sarah Marie Plekat. Hallo! Kunst und Leben – der Monopol Podcast von detektor.fm.
Orte der Begegnung
Orte der Begegnung schaffen lebendige Zentren in der Nachbarschaft. Und das vor allem in ehemaligen Bergarbeitervierteln. Das sind die Leitplanken dieser Manifesta 16 im Ruhrgebiet, die außerdem ihr 30-jähriges Jubiläum feiert. Elke Buhr, Chefredakteurin des Monopol Magazins, war bei der Eröffnung in der Zeche Zollverein in Essen dabei. Erstmal hallo Elke! Hallo! Das Ruhrgebiet steht ja wie keine andere Region in Deutschland für Transformation und auch herausragende Industriekultur. Hedwig Fien, die Gründerin der Manifesta, hat das Ruhrgebiet mit Los Angeles verglichen im Gespräch mit dir. Hier fährt man eher mit dem Auto, und ja, lebendige Innenstädte weichen den Einkaufszentren.
Jetzt findet die Manifesta ja gleich an vier Städten statt. Wie hast du dich da jetzt eigentlich bewegt? Natürlich mit dem Auto. Also die Manifesta hat so ganz hoffnungsvolle Fahrradwege irgendwie eingezeichnet. Die kann man sich so runterladen, oder man kann natürlich auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Das dauert allerdings echt lange, und ich komme ja aus dem Ruhrgebiet, und ich bin das ja auch so gewohnt. Also ich fahre eigentlich total ungern Auto, aber wenn ich zu Hause bin, dann ist das halt so normal. Also wenn man wohnt sowieso direkt immer an der Autobahn, dann geht es hoch, runter und so weiter.
Auto und Kunst
Also ich muss zugeben, ich habe mir das Auto von meiner Mutter geliehen und bin durchs Ruhrgebiet gegurkt mit dem Auto, und es hat echt mal wieder Spaß gemacht. Obwohl, wie gesagt, generell finde ich das Auto eine dumme Erfindung, aber um da jetzt schnell rumzukommen, hat es gut funktioniert. Ich hatte irgendwann gelesen, dass man so drei Tage einplanen sollte, um irgendwie alles zu sehen. Was würdest du sagen? Ja, drei Tage sind auf jeden Fall gut. Also ich hatte jetzt so, ja, ich hatte eigentlich so 24 Stunden mehr oder weniger, und ich habe vielleicht mehr als die Hälfte gesehen, aber ich war auch schnell. Ich habe mich auch beeilt, und ich glaube, wenn man es in Ruhe macht und zwischendurch noch schnell irgendwo gemütlich was isst oder so, dann sind drei Tage richtig, richtig gut.
Ja, ich sehe dich gerade schon vor mir so rumdüsen von einer Kirche zur nächsten. Was mich genau darauf bringt, nämlich die Kirchen, in denen das ja stattfindet. Besondere Orte, Kirchen, die es zwar dem Namen nach noch sind, aber keine Gotteshäuser mehr. Die stehen jetzt im Mittelpunkt. Warum? Die Manifesta hat ja immer seit einigen Ausgaben so ein urbanistisches Projekt. Also das heißt, die gucken immer, was braucht eigentlich die Stadt oder der Ort, wo sie hingehen. Was brauchen die Bürgerinnen und Bürger dort? Was fehlt? Was ist da gerade los?
Urbanistische Projekte
Und diesmal haben sie halt eine Recherche gemacht und haben herausgefunden, dass den Menschen dort vor allen Dingen Orte der Begegnung fehlen – nicht kommerzielle Orte der Begegnung. Das hat sich dann kombiniert mit der Erkenntnis, dass im Ruhrgebiet so und so viele tausend Kirchen, also wie in ganz Deutschland, in den nächsten Jahren frei werden oder jetzt auch schon frei sind, also leer stehen. Man weiß nicht, was man damit machen soll. Und deswegen haben sie gesagt: Okay, wir stellen jetzt dieses Thema auf die Agenda. Wir stellen jetzt diese eine Frage: Was machen wir mit diesen Kirchen, und können wir die nicht als Gemeinschaftsorte nutzen?
Und deswegen haben sie diese Kirchen eben zu den Orten ihrer Manifesta gemacht. Und das ist auch, ja, das ist lustig, weil die Kirchen, die sind halt in den Stadtteilen drin. Das heißt, man kommt dann auch, man ist nicht im Zentrum der Stadt, sondern man ist halt irgendwo in Gelsenkirchen Ueckendorf oder in Essen Karnap oder wie auch immer. Kommt halt in diese auch irgendwie netten Vororte oder Stadtteile. Und teilweise sind die architektonisch auch richtig interessant, weil es wurde ja, also das Ruhrgebiet war ja während des Zweiten Weltkriegs komplett sehr bombt.
Architektonische Vielfalt
Und dann haben sie halt das teilweise auch mit interessanter modernistischer Architektur wieder aufgebaut, diese Kirchen, die halt zum Zentrum dieser Stadtviertel werden sollten. Deswegen heißen sie auch Pantoffelkirchen, weil man mit Pantoffeln hingehen sollte. Das macht es auf jeden Fall für die BesucherInnen deutlich einfacher, wenn sie an den Orten schon sind. Dann müssen sie nicht ins Auto steigen, sondern können einfach um die Ecke gehen.
Welche … du hast jetzt schon den Fokus auf die Gemeinschaft, vor allem die nicht kommerziellen Gemeinschaftsorte oder Begegnungsorte angesprochen. Welche Angebote macht denn da die Manifesta ganz konkret? Welche Beispiele hast du gefunden? Es gibt da wirklich sehr, sehr viele partizipative Angebote. Also zum Beispiel war ich in einer Kirche in Bochum und habe mir da die Ausstellung angeguckt, und dann kam ich in so ein Hinterzimmer, und auf einmal waren da so ich glaube so acht türkische Frauen, die einfach so ein super Essen gekocht hatten. Und das war halt auch eine Kunstperformance.
Partizipative Angebote
Und ja, da habe ich mich sehr drüber gefreut. Und das war auch sehr lustig, weil mein Bruder war mit, und mein Bruder ist Ingenieur. Und der war so: Ach, ich dachte immer, Performance ist, wenn sich jemand irgendwie in den Arm schneidet oder so. Und ich so: Nein, das kann auch sein, wenn man total lecker zu essen bekommt. Also das war schon mal ganz toll. Eine andere tolle Performance, die ich gesehen habe, war von der Künstlerin Harin Al Sindy. Die hat schon Monate vor der Manifesta angefangen, mit Schülerinnen und Schülern zu arbeiten und hat mit denen so Heuschrecken gebastelt.
Und es ging eigentlich, also der Ursprung war, also es ging ganz viel um kurdische Lieder, um die Frage der Migration, des Vertriebenwerdens. Und dann waren also alle Schülerinnen und Schüler da eingeladen mitzumachen. Und ich war dann gerade zufällig da, als das dann vorgestellt wurde. Und da war halt dieses, es war alles voll. Und diese Schülerinnen und Schüler, die haben dann so eine riesige Heuschrecke dann in so einem festlichen Umzug dann zu dem Ausstellungsraum getragen. Und dann haben sie traurige kurdische Lieder gesungen. Und alle waren so total bewegt, und die Eltern mussten weinen. Und es war wirklich, es war alles total voll.
Gemeinschaftsgärten und Musikstationen
Also das war total schön, also dass man auch dann ja wirklich die Leute mit einbezieht. Und ansonsten, ja, es gibt alles. Es gibt mehrere Gemeinschaftsgärten, man kann Tee trinken, es gibt eine Musikstation, wo man gemeinsam Musik hören kann und so. Also es ist wirklich sehr, sehr offen. Und gleichzeitig gibt es natürlich auch noch klassische Kunstwerke. Also es ist auch eine interessante Ausstellung als Ausstellung. Ich hatte auch gelesen, Basketball kann man auch in der Kirche spielen. Bei dem Wetter jetzt vielleicht auch mega angenehm, oder? Ja, ja, es war sowieso, es war da auch schon ziemlich heiß. Und da war es irgendwie eine ganz gute Aktion, einfach in die Kirche zu gehen. Da ist es ja immer kühl.
Kuratorische Perspektiven
Mit Gösseit Dottasch, einem der KuratorInnen, spreche ich im zweiten Teil dieser Folge. Bei ihm geht es vor allem um Werke von ehemaligen GastarbeiterInnen und deren Nachkommen. Zieht sich das jetzt wie ein roter Faden durch alle anderen Ausstellungen, oder gibt es, also welche anderen Themen werden da noch verhandelt? Also die Manifesta ist von dem kuratorischen Team, war die ganz schön groß und kompliziert aufgestellt. Also es gab drei Zweierteams von jeweils einer sehr betagten kuratorischen Persönlichkeit und einem jungen Menschen.
Und eine davon, Andra Rottenberg, ist eine interessante ehemalige Museumsdirektorin aus Polen. Hat mit einem jungen Polnischen, also was ich eigentlich sagen will, ist, es gibt ja verschiedene Einwanderungsgeschichten im Ruhrgebiet. Und unter anderem die polnische Einwanderung, die ist auch im Vordergrund. Also es gibt viele polnische Beiträge. Es gibt dann diese Gastarbeitergeschichten, die Gösseit Dottasch erzählt. Aber es gibt darüber hinaus auch generell das Thema der Gemeinschaft. Und die KünstlerInnen, die da ausstellen, sind sehr, sehr divers. Also die kommen von ganz unterschiedlichen Ecken.
Diversität der KünstlerInnen
Aber ich finde es super, dass gerade diese beiden Nationalitäten, also die türkischen KünstlerInnen und auch die polnischen, die sind sehr gut repräsentiert. Und ich finde das total wichtig für Deutschland, weil das irgendwie wichtige Gruppen sind in Deutschland, die man so auf diese Weise auch noch nicht in den Vordergrund gestellt hat. Viele der ausgestellten Werke wurden vorher noch in keinem Museum gezeigt oder sind institutionell nicht vertreten. Gab es für dich, beziehungsweise welche Neuentdeckungen gab es da für dich von der Kunstseite?
Also vor allen Dingen fand ich es interessant, dass es auch klassische, also sagen wir mal etabliertere KünstlerInnen da gab. Weil man sollte ja denken, also oft ist es so, dass die Manifesta halt sehr, sehr jung und experimentell ist und so. Und aber in dem Fall fand ich auch schön, gab es auch mal es gibt Ankerpunkte von Leuten, die man auch kennt und die auch so ein Format haben. Also zum Beispiel Miroslaw Balka, ein ganz wichtiger polnischer Künstler. Der hat so eine ganz düstere schwarze Madonna aus Kohle vor eine der Kirchen gestellt. Und das ist sehr, sehr eindrucksvoll.
Etablierte KünstlerInnen
Oder Jason Dodge ist auch ein etablierter Künstler. Der hat so in einer sehr dunklen Backsteinkirche so eine Bodenarbeit gemacht, wo er teilweise mit Pflanzen auch mit Holzstücken und so weiter, also praktisch den ganzen Boden so bespielt in so einer Installation, was ich ganz toll fand. Und was mich überrascht hat: Malgorzata Megatas ist da. Die kennen wir von vielen Documentas und anderen Ausstellungen für ihre gestickten oder zusammengenähten Kunstwerke, die Szenen aus der Roma Community zeigen. Und die hat diesmal so eher so ein bisschen abstraktere Wachsskulpturen dahingestellt, auch direkt auf den Altar. Das fand ich total super.
Auftragswerke und Leihgaben
Also es hat insgesamt wirklich richtig Spaß gemacht, sich auch die Kunst anzugucken. Und es ist ja, wenn ich es richtig verstanden habe, auch eine Mischung aus Auftragswerken für die Manifesta und Werken, die bereits da waren, also die quasi als Leihgaben dann jetzt ausgestellt wurden, noch mal in einem anderen Kontext. Richtig? Ja, die haben wirklich einen sehr großen Teil neu produziert. Und das ist ja eigentlich auch immer so der Ehrgeiz von so Ausstellungen, dass sie viele neue Sachen zeigen. Und das hat auch wirklich gut funktioniert.
Oder manchmal wurden auch Sachen, die es schon gibt, dann halt variiert oder ergänzt. Also die Pina Ogrenci zum Beispiel zeigt eine sehr, sehr tolle Videoinstallation. Das war ein Film, den ich schon mal gesehen hatte über auch die Geschichte der türkischen Gastarbeiter im Ruhrgebiet, in die diese Stahlarbeiter. Das ist eine ganz tolle Geschichte. Und das hat sie dann so ergänzt noch mal mit einer eher assoziativen Videoarbeit, die dann direkt auf den Altar, auf den Jesus, so projiziert wird. Und da sieht man dann halt, da siehst du dann diese türkischen Frauen, teilweise mit Kopftüchern und so, die dann halt auf dieses Kreuz projiziert werden. Und so, das ist schon, finde ich, schon total spannend. Also wirklich gut gemacht.
Transformation und Begegnungsräume
Jetzt ist ja eines der oder das große Thema eigentlich der Region Transformation und auch jetzt bei dieser Manifesta ganz konkret die Frage, ja, wie man nicht kommerzielle Begegnungsräume schaffen kann, Orte auch umwidmen kann, ihnen eine neue Begegnung geben kann. Jetzt gibt es ja schon auch sehr etablierte Veranstaltungskonzepte, nenne ich sie jetzt mal, oder Veranstaltungen, zum Beispiel die Urbane Künste Ruhr, die sich auch mit dieser Thematik unter anderem auseinandersetzen, aber auch die Ruhrtriennale, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise Kunst, Menschen und Leben im Ruhrgebiet zusammenbringen. Was kann jetzt die Manifesta darüber hinaus schaffen?
Ja, ich glaube, die Manifesta, die geht halt wirklich in die Stadtteile rein. Also diese Kunst in diesen fantastischen alten Industriedenkmälern, das ist im Ruhrgebiet ja etabliert. Und es war auch total schön, dann die Eröffnungsparty dann nochmal auf der Zeche Zollverein zu haben, weil das wirklich eines der schönsten Gelände ist, was ich überhaupt kenne. Das ist so spannend. Und da kann man auch so viel rumlaufen und sehen und gucken. Und diese Architektur ist so toll, wie das da in diesem Park einsortiert ist.
Zugang für Anwohner
Jedenfalls kennen die Menschen im Ruhrgebiet ja schon diese Orte. Und das sind Orte, wo man hingehen muss. Und jetzt ist es eigentlich ein bisschen so, dass die Manifesta zu den Menschen kommt. Also es ist auch die Idee, die wollen auch, dass hauptsächlich wirklich Anwohner in die Ausstellung kommen. Und deswegen gibt es auch ständig halt Programme und immer wieder Einladungen und so, dass wirklich die Leute aus der Region dann dahin kommen.
Und die gehen vielleicht, die kaufen sich ja vielleicht nicht die Tickets zur Ruhrtriennale, und der Eintritt ist frei. Also das war denen auch total wichtig, dass man halt jederzeit reinlaufen kann. Es ist ja auch vielleicht ein bisschen komisch für Kirchen, überhaupt Eintritt zu nehmen. Ich glaube, es hätte sich auch komisch angefühlt. Aber das war eine große Anstrengung für die Manifesta, dass sie es geschafft haben, das Budget aufzubringen, dass sie das frei machen konnten. Und ich glaube, das ist auch total wichtig. Und ich denke auch, dass wirklich die Leute dann auch neugierig sind und anschauen.
30 Jahre Manifesta
Außerdem ist es auch ein runder Geburtstag in diesem Jahr. Vor 30 Jahren wurde die Wanderbiennale Manifesta gegründet von Hedwig Fien. Wie hat sie die Manifesta geprägt? Sie hat sie wahnsinnig geprägt. Also allein, sie hat das ja wirklich im Alleingang erfunden und dann auch durchgesetzt. Und die Manifesta geht ja alle zwei Jahre an einen neuen Ort. Sie wird eingeladen. Aber natürlich wird sie nicht einfach so eingeladen, sondern es gibt vorher natürlich Anbahnungen, Vorschläge.
Hedwig Fien hat irgendwie ein sehr großes diplomatisches Talent. Sie hat irgendwie diese. Außerdem musste sie natürlich die Businessseite immer zusammenhalten, das Geld besorgen und so. Also sie hat das wirklich sehr, sehr gut gemacht. Und ich fand das auch interessant, dass sie ja wirklich schon vor Jahren diese Wende gemacht hat, also gesagt hat: Okay, wir können jetzt nicht einfach kommen und da Kunstwerke abwerfen. Also Drop of Art, das funktioniert nicht, sondern wir müssen wirklich ganz genau gucken, was will eigentlich diese Stadt, wie funktioniert diese Stadt?
Urbanistische Wende
Also diese urbanistische Wende der Manifesta, die sie auch wirklich auszeichnet vor anderen Ausstellungen. Also das war manchmal ein bisschen extrem, auch fand ich. Also dass man wirklich von der Kunst dann gar nicht mehr so viel spürte, sondern es wirklich nur noch darum ging, Orte zu vitalisieren oder so. Aber wenn das eine Balance bekommt, dann finde ich es immer richtig toll. Und in diesem Fall ist das auch mal wieder gelungen, fand ich.
Das ist jetzt die vorerst letzte Manifesta mit ihr. Wer kommt denn danach? Weißt du das schon? Ja, das wissen wir schon. Das sind zwei ganz, ganz tolle, super kompetente Frauen. Also sie haben es aufgeteilt. Hedwig ist jetzt doppelt. Also das ist Emilia van Linden, die schon länger mit der Manifesta gearbeitet hat, und Catherine Nichols. Und Catherine Nichols war Kuratorin am Hamburger Bahnhof, immer lange und hat aber auch eine der besten Ausgaben der Manifesta kuratiert, nämlich die in Pristina.
Und die ist dann, glaube ich, eher so für die kuratorische Seite. Und Emilia van Linden ist für die Organisation, für das Management. Und ich glaube, die beiden, die werden das zusammen richtig super machen. Da sind wir auf jeden Fall sehr, sehr gespannt, was da alles noch kommt. Aber natürlich auch auf das, was wir jetzt noch bis Anfang Oktober sehen werden. Vielen Dank, Elke, Chefredakteurin des Monopol Magazins. Vielen lieben Dank, Elke, für das Gespräch. Dankeschön!
Gespräch mit Gössel Dottasch
Ja, und im zweiten Teil dieser Folge spreche ich mit Gössel Dottasch. Er ist einer der acht Creative Mediator. So werden bei der Manifesta nämlich die KuratorInnen genannt. Die Manifesta 16 findet in diesem Jahr im Ruhrgebiet statt und das an gleich mehreren besonderen Orten gleichzeitig. Gemäß dem Motto „This is not a church, das ist keine Kirche“, öffnen zwölf ehemalige Gotteshäuser in vier Städten ihre Türen für die Kunst. Welche neuen Räume sich dadurch eröffnen, darüber spreche ich unter anderem mit Gössel Dottasch. Er hat die Ausstellungen in drei Kirchen in Gelsenkirchen für die Manifesta kuratiert. Hallo, schön dass du da bist! Hallo, toll dabei zu sein!
Gelsenkirchen und Migration
Gelsenkirchen war einst die reichste Stadt Deutschlands, zählt heute zu den ärmsten. Wie hast du da erst mal so grundsätzlich gefragt mit deiner Arbeit angefangen? Bevor ich angefangen habe mit der Arbeit, war auffällig, wie viele Personen aus Gelsenkirchen kommen aus meiner Umgebung oder erzählt haben, dass sie in Gelsenkirchen gelebt haben. Unter anderem Ennis Maci, die in Gelsenkirchen gelebt hat, hat sich auch mit dem Ort beschäftigt. Mit der konnte ich mich austauschen. Es war Stefanie Weber, eine Kuratorin in München, die aus Gelsenkirchen kommt, die mir Eindrücke aus ihrer Jugend aus Gelsenkirchen erzählt hat.
Das heißt, ich war durch verschiedenste Biografien schon auf diese Stadt und wie vorbereitet. Was ich auch wusste, ist, dass der Fußballspieler Mesut Özil aus Gelsenkirchen kommt und dort seine Karriere angefangen hat. Es gibt auch eine ganze Dokumentation, die sich mit den Anfängen in Gelsenkirchen so beschäftigt. Was mich von vornherein in Gelsenkirchen interessiert hat, war die Migrationsgeschichte. Sie ist auch verbunden an den Reichtum dieser Stadt. Das Wirtschaftswunder in der Ruhrregion ist nicht vorstellbar ohne die Arbeitsmigrantinnen, die sogenannten Gastarbeiterinnen, die ab den 50er Jahren nach Deutschland gekommen sind bis zum Anwerbestopp.
Migrationsgeschichte und Kulturproduktion
Und die Migrationsgeschichte ist etwas, auf das ich schon natürlich sehr neugierig war. Ich habe in Berlin gearbeitet oder arbeite gerade in Berlin zum Thema Kreuzberg für den Gropiusbau. Ich hatte mich für die Ausstellung in Frankfurt, an der ich vor zwei Jahren kuratiert habe, zusammen mit dem MMK, ebenfalls für Frankfurt interessiert und wollte wissen, wie ist die Kulturproduktion in der Region, vor allem die historische Kulturproduktion, die sich Gedanken darüber macht, wie migrantische Personen durch Kultur angesprochen werden können oder das Ganze selbst gestalten können.
Gastarbeiterinnen und ihre Kunst
Seit Jahren beschäftigst du dich intensiv mit migrantischer Kunst und Kunst von Gastarbeiterinnen, sogenannten Gastarbeiter-Arbeitsmigrantinnen. Das ist ja auch eines der großen Themen jetzt auf der diesjährigen Manifesta. In der Thomaskirche zum Beispiel zeigst du Werke, die noch nie in einem Museum ausgestellt wurden. Jetzt erstmal grundsätzlich gefragt, um welche Themen geht es denn da eigentlich in den Werken? Die Künstlerinnen, viele der Künstlerinnen, die ich in der Ausstellung zeige, die sind in den 70er Jahren nach Deutschland gekommen. Und nicht alle beschäftigen sich in der Zeit aus der Gruppe dieser Künstlerinnen beschäftigen sich mit Themen, die die Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten treffen.
Lebenssituationen und Sehnsüchte
Für meine Auswahl wurde es dann natürlich entscheidend. Es sind verschiedenste Lebenssituationen, die von den Künstlerinnen und Künstlern aufgegriffen werden. Das kann ein Picknick sein, das man in einem Stadtpark sehen kann. Es kann ein Bild sein, in dem ein Künstler wie Cezar Topal zurückblickt auf die Heimat, aus der er zurückkommt. Er ist ein kurdischer Maler, konnte in der Zeit, in der er in der Türkei war, wo die Sprache verboten war, wo auch Teile der Kultur nicht gelebt werden konnten, sich stärker als kurdische Personen in Deutschland irgendwie zu identifizieren und Bilder malen, die sowohl die Landschaften, aber auch was die Kleidung und andere Traditionen betrifft, sich damit zu beschäftigen.
Es sind auch starke Bilder der Sehnsucht an einen Ort, den man verlassen hat und wo man vielleicht lange nicht mehr hingehen kann. Er übrigens war ein Künstler, den ich schon in Frankfurt zeigen konnte. Also ein paar von den Künstlerinnen sind in Museen. Wir haben sie sogar teilweise aus Museen ausgeliehen. Bei Agbabeh Kalam ist das so, dass wir das, das ist ein Triptychon. Es geht um das Gefälle zwischen Arm und Reich. Es nennt sich „Das Arm malen“. Das ist ein Bild, das wir aus Oberhausen ausgeliehen haben. Eine andere Arbeit von Blas Iskanyaris, der Rollstuhlfahrer. Eine Arbeit, die aus einer sehr wichtigen Ausstellung von 1975 stammt, die „Fremdarbeiter“ heißt. Die haben wir aus Hagen ausgeliehen.
Vielfalt der KünstlerInnen
Eine andere Arbeit von Ismail Choban, ebenfalls ein Künstler, der in der Zeit nach Deutschland kommt und an diesen Themen und Weise arbeitet, ist aus Solingen. Das heißt, wir haben unterschiedlichste Gruppen an Arbeiten. Bei anderen Künstlerinnen, wie zum Beispiel Issan Ece und Nesla Gür, sind es Werke, die noch bei den Künstlerinnen liegen und sie für diese Ausstellung ausgeliehen haben. Das sind Porträts von teilweise fiktiven Personen, wie bei Yildirim Denizli, aber teilweise sind es auch Porträts von ihren Freunden.
Issan Ece zum Beispiel kommt Anfang der 70er Jahre nach Köln, arbeitet dort bei einem Automobilzulieferer, wird in seinem Umfeld ermutigt, Kunst zu studieren, weil er so gute Zeichnungen hat, und schafft es tatsächlich, an einer Kunstakademie aufgenommen zu werden. Er ist in der Klasse von Gerhard Richter. Er kennt Gerhard Richter nicht, aber man merkt, es ist ein Austausch auf einer künstlerischen Ebene zwischen Gerhard Richter und ihm. Und er porträtiert fünf seiner Freunde, mit denen er nach Deutschland gekommen ist, ebenfalls aus Istanbul nach Köln und in derselben Fabrik und Weise arbeiten und macht daraus fotorealistische Bilder, Gemälde, die an Reisepassdokumente erinnern, die abgestempelt sind mit einem Stempel, in dem der Bundesadler zu sehen ist, und darüber steht der Begriff „Gastarbeiter“.
Ausstellung in der Kirche
Diese Arbeiten, die in seiner Studienzeit entstanden sind, das sind zum Beispiel Arbeiten, die noch nie institutionell gezeigt worden sind und im Kontext der Ausstellung sehr viel Sinn machen und viel Zuspruch vom Publikum finden. Viele der KünstlerInnen, die ausgestellt werden, sind muslimisch geprägt oder sozialisiert. Wie ist das jetzt für die Teilnehmenden in einer Kirche auszustellen, die zwar keine Kirche mehr ist, aber mal eine war? Für die Auswahl der KünstlerInnen und für das Gespräch der KünstlerInnen war das überhaupt kein Thema. Zwar kommen Momente drin vor, wo ihre Auseinandersetzung mit Migration, migrantischen Personen so erkennbar machen, dass das Personen aus der Türkei und so sind, die muslimisch sind.
Für mich war es auch kein Problem, in einer Kirche auszustellen. Ich bin muslimisch sozialisiert, bin als junger Teenager auch in eine Koranschule gegangen, wollte unbedingt das Arabische Alphabet lernen. Ich erinnere mich, dass Kirchen für mich Orte waren, die ich nie besucht habe und auch wirklich sehr scheu war. Also selbst Kirchen, die in meiner Nachbarschaft waren, in die bin ich sehr, sehr lange nicht dafür so reingegangen.
Zugang für das Publikum
Was mich mehr beschäftigt hat, als ob das für die KünstlerInnen eine Hürde ist oder nicht, war wie ist das für das Publikum? Weil die Themen beschäftigen sich mit Migrationsgeschichte. Wie gesagt, Gelsenkirchen hat eine sehr starke Migrationsgeschichte, besonders die aus der Türkei ist sehr prominent. Das ist die zweitgrößte Sprachgruppe in Gelsenkirchen. Mich hat eher beschäftigt, ob das für sie eine Hürde ist. Weil sie kennen die Kirchen als Kirchen, an denen sie irgendwie so vorbeigehen. Und wie kann man die Kirchen öffnen und das Orte machen, auf die sie neugierig sind und in das sie dann natürlich auch reingehen und sich irgendwie so aufhalten? Das ist die stärkere Auseinandersetzung gewesen.
Und vielleicht liegt die Hürde gar nicht so stark darin, dass das ein ehemaliges christliches Gotteshaus war, sondern dass die Gewohnheiten so sind, dass man sie immer als Kirche wahrgenommen hat und dass diese Perspektive sich irgendwie so verändern müsste, damit sie die Orte aufsuchen können.
Und wie hast du das gemacht? Also, wie lockst du das Publikum rein? Ich wollte mit den Inhalten der Ausstellung etwas erzählen, von dem ich denke, dass das besonders für die erste Generation der Migrantinnen interessant sein kann. Zu sehen, dass etwas, was ihr Alltag ist, von Künstlerinnen festgehalten worden ist. Bilder sind, die sie vermutlich noch nie gesehen haben, eben weil es gar keine institutionelle Ausstellung gab und ähnliche Momente.
Und sie eventuell auch durch ihre Kinder oder ihre Enkelkinder animiert werden, in die Ausstellung zu gehen, die sie arbeiten und sehen und sich mit den Geschichten der Eltern über diese Werke verbunden fühlen. Das andere war die Umbenennung, das ich durch die Namen der Orte sofort markieren wollte. Das sind keine Kirchen mehr. Es ist eine Musikhalle, die nach Hattai Engen benannt ist, einem Musiker aus Berlin, der in den 80er Jahren im Bazar in der Bülowstraße aufgetreten ist.
Es ist ein Teegarten, benannt nach Ferdaner Sittich, einer Person, die in Düsseldorf gelebt hat und sie und ihre Kinder selbst ein Enkelkind Opfer eines rassistischen Brandanschlags wurden, das kaum aufgearbeitet worden ist und an dem jetzt Aktivistinnen dran sitzen, um für Anerkennung zu kämpfen. Dann ist es ein Wohnzimmer, benannt nach Haba Güllec, einer Arbeitsmigrantin, die in Gelsenkirchen tätig war.
Und wir hoffen auch, mit der Wehberei, die im Pfarrhaus tätig ist, die anderen Geschichten der Handarbeit, der textilen Arbeit und Ähnliches mit aufnehmen zu können. Die findet schon in der Ausstellung statt, aber wir würden gerne auch das Wissen, was diese Arbeiterinnen haben und die Feinmotorik, die sie mitgebracht haben, aber auch so ein künstlerisches Verständnis, das durch die verschiedensten textilen Arbeiten, an denen sie tätig gewesen sind, dass sie sich darüber austauschen können.
Aber auch, dass dieses Wissen aufgezeichnet wird und ein Teil eines größeren Archivs sein kann. Die Manifesta ist ja eine Wanderbiennale, findet also alle zwei Jahre in einer anderen Stadt oder Region statt. Vor zwei Jahren war das in Barcelona, nun jetzt im Ruhrgebiet.
Und da geht es jetzt bei der Manifesta nicht nur darum, also natürlich auch darum, tolle Kunst zu zeigen, aber vor allem darum, auch die Orte und Menschen, an denen sie gezeigt wird, aktiv mit einzubeziehen, anzusprechen, Möglichkeiten zu schaffen. Davon hast du ja gerade auch schon gesprochen. Ein bisschen in die Zukunft vielleicht geschaut oder auch ins Jetzt, in die Vergangenheit.
Wie war das jetzt in Gelsenkirchen? Was kannst du darüber sagen, was über die Manifesta hinaus vielleicht bleiben kann, bleiben wird? Wo knüpft die da an? Wo schreibt sie sich ein? Ich glaube, was Manifesta als Ganzes für das Ruhrgebiet und wie so der spannende Aspekt, der glaube ich definitiv und wie so bleiben, dass sie sich gezielt allein mit einer urbanistischen Frage beschäftigt und zwar: Was passiert mit den Kirchen, die nicht mehr genutzt werden können?
Es sind, das wurde häufig genannt, in Deutschland etwa 20.000 Kirchen, die dabei sind, irgendwie so leer zu stehen, nicht mehr genutzt werden. Manche von den Kirchen werden vermutlich abgerissen werden. Andere Kirchen werden von privaten Personen genutzt. Die Kirche hat also verschiedenste Regeln, wie sie diese Räume und wie so vergibt.
Wie können diese Räume anders und wie so genutzt werden? Wie können sie als soziale Räume genutzt werden? Und wie können Formate, wie die aus der Kunst, aus der Performance, aus der Musik, dazu einen Beitrag leisten in der Umnutzung dieser Räume? Sich allein damit zu beschäftigen, ist glaube ich schon mal etwas, was so diese Manifesta im Ruhrgebiet und wie so auszeichnet.
Sie hat eben den verschiedensten Kuratorinnen, ich bin ja einer von acht Kuratorinnen, insgesamt sehr viele Vorschläge gemacht. Der Vorschlag, den ich im Ruhrgebiet, also in Gelsenkirchen, gemacht habe, war, dass das Räume werden, die von der migrantischen Community genutzt werden können. Sie das für verschiedenste Anlässe und wie so nutzen können, dass die migrantischen Communities, die vielleicht, also besonders die, die muslimisch geprägt sind, gar keinen Bezug zur Kirche haben, einen inklusiven Moment irgendwie so wahrnehmen können und dadurch die Kirche als neutralere Orte wahrnehmen können, um damit dann die vorhin erwähnten Hürden abzubauen.
Das andere ist die Frage der Nachhaltigkeit, die gar nicht nur in die Zukunft und so blickt, sondern da, wo Manifesta selbst irgendwie so ansetzt zu arbeiten. Es ist die Urbane Kunst der Ruhr, die für die Bonifatiuskirche Ferdan das Satellitärgarten schon mal natürlich so Vorschläge gemacht hat, eine Aktivierung vorgenommen hat.
Die Manifesta kennt diese Arbeit, sie ist sehr wertschätzend dieser Arbeit gegenüber. Und wir machen quasi eine weitere Aktivierung an einem Ort, das so stattgefunden hat. Und über diese verschiedenen Zeiträume und über diese verschiedenen Aktivierungen kann sich so etwas auch so festsetzen im Langzeitgedächtnis eines Stadtteils, dass es Kirchen gibt, dass sie so genutzt werden können.
Ein anderer Moment von einer Langzeitigkeit ist, mit Archiven zusammenzuarbeiten, diese Archive in der Stadt zu lassen, eventuell auch Möglichkeiten zu schaffen, dass Kunstwerke, vor allem die historischen, die in den drei Orten ausgestellt werden, Teil werden könnten einer Sammlung von Museen, die in der Region sind. Sowohl die Künstlerinnen hätten großes Interesse daran, aber auch verschiedene Museen haben schon Interesse gezeigt an den Arbeiten, die dort ausgestellt werden.
Das ist relativ breit aufgestellt, wie Nachhaltigkeit funktionieren könnte. Jetzt läuft die Manifesta seit dem 20. Juni. Wir nehmen heute am 25. Juni auf. Erscheinen wird die Folge am 30. Der Transparenz halber, weil ja manche Dinge sich in der Zwischenzeit vielleicht auch noch verändern können.
Was für Rückmeldungen oder Begegnungen hattest du jetzt schon in den vergangenen Tagen an den Orten in Gelsenkirchen, jetzt in Bezug auf die Ausstellungen? Ja, also eine Sache, die nicht über die Ausstellung zu läuft, sondern die Art, wie ich mich in der Gegend bewege, sind meine Mittagspausen. Ich bin in der Gegend auch immer essen gewesen. Es gibt einen Imbiss, das heißt Ibus Ujabashe.
Und irgendwann kannten sie mich. Ich habe dann versucht zu erklären, woran ich arbeite und versuche zu erklären, was die Manifesta ist. Und wir konnten die Gespräche immer so Stück für Stück fortsetzen. Als die Künstlerinnen kamen und sich die Ausstellung angeguckt haben, sind wir ebenfalls in der Mittagspause dort hingegangen. Auch da gab es Gespräche.
Und mein Eindruck ist, dass die Menschen die bei Ibus Ujabashe arbeiten, so eine Neugierde entwickelt haben. Und ich würde sehr gerne jetzt in den Tagen da nochmal hingehen und einen von denen oder mehrere von denen, wenn es möglich ist, in einer Arbeitspause mit rübernehmen in die Bonifatius Kirche Felder eines Sattel Tee Garten und den Ort präsentieren, mit denen wir ins Gespräch kommen.
Das sind Begegnungen, auf die ich sehr große Lust habe und von denen ich mir auch natürlich so erhoffe, dass sich das dann weiter rumspricht. Die Begegnungen, die in dem Raum selbst stattgefunden haben. Ich kann nicht alle Personen lesen, die in den Räumen drin sind, aber ich merke, dass Personen auf mich zukommen, Fragen stellen zu den Arbeiten, aber auch Personen aus dem professionellen Betrieb.
So sind meistens die ersten Ausstellungstage geprägt, die auf mich zukommen und Fragen zu einzelnen Künstlerinnen und Künstler haben, aber auch zu den Geschichten hinter den Werken. Deshalb Göse Tottasch, einer der acht KuratorInnen der Manifesta 16 im Ruhrgebiet. Vielen lieben Dank für das Gespräch.
Sehr gerne. Noch bis Anfang Oktober könnt ihr Kunst in gleich vier Städten erleben, denn die Manifesta 16 ist in Bochum, Dortmund, Essen und Gelsenkirchen zu Gast. Mehr Infos zu den Ausstellungsorten und zum Programm findet ihr auch auf der Website der Manifesta. Die packe ich euch auf jeden Fall auch noch mal in die Shownotes zu dieser Folge.
Übrigens, der Eintritt für die Manifesta 16 im Ruhrgebiet ist für alle Menschen kostenlos. Kunst und Leben, der Podcast in Kooperation mit dem Monopol Magazin, gibt’s immer zweimal im Monat und zwar am Dienstag.
Ja, und in der kommenden Folge, da geht’s gleich politisch weiter, denn wir sprechen über das Werk von Christoph Schlingensief, der wie kein anderer seiner Generation die Grenzen der aktivistischen Kunst ausgetestet hat. Wo kann sein Wirken und sein Werk uns heute, auch 16 Jahre nach seinem Tod, in der aktuellen, krisenbehafteten Weltlage Denkanstöße und Anknüpfungspunkte geben?
Wenn ihr das nicht verpassen wollt, dann folgt uns doch gerne im Podcatcher eurer Wahl. Produziert hat diese Folge Tim Schmutzler. Vielen lieben Dank an dieser Stelle. Mein Name ist Sarah Marie Plekat. Ich bedanke mich bei euch fürs Zuhören.
Ja, kommt gut durch die heißen Tage, sucht euch ein schattiges Plätzchen, trinkt viel, passt auf euch auf und hört Podcasts. Bis dann. Macht’s gut. Tschüss. Kunst und Leben, der Monopol Podcast von detektor.fm.