Was läuft heute online und in Videostreams, TV-Programmen und Dokus? Empfohlen vom Podcastradio detektor.fm.
Hallo liebe Serienfans! Es ist Freitag, der 6. Februar, und heute sprechen wir über eine Serie, die in den letzten Monaten einfach überall war. TikTok am Durchdrehen, Booktalk außer Kontrolle. Ex, naja, in Flammen. Heated Rivalry ist nicht einfach nur eine neue Serie; sie ist jetzt schon ein internationales Popkultur-Phänomen. Eine dieser Produktionen, die eigentlich ganz leise gestartet sind und dann plötzlich lauter waren als jedes Stanley Cup Finale.
Worum geht’s? Zwei Eishockey-Stars, eine Rivalität, sehr viel Spannung und so viel Hitze, dass man sich fragt, wie das Eis da bitte heil geblieben ist. Finale: Kanada gegen Russland mit den vielversprechenden Nachwuchstalenten Shane Hollander. Shane Hollander, ich wollte mich vorstellen. Okay. Aus Russland: Ilya Rozanov. Du bist echt ein super Spieler. Ja, er ist richtig gut. Vielleicht sogar der Beste. Wir werden uns jetzt ziemlich oft sehen. Ja, Boston und Montreal spielen oft gegeneinander.
Im Mittelpunkt stehen Shane Hollander und Ilya Rozanov, zwei der größten Stars des Major League Hockey. Der eine ruhig, kontrolliert, kanadisch korrekt. Der andere laut, russisch und absolut furchtlos. Auf dem Eis sind sie erbitterte Gegner, von Medien und Fans jahrelang als Erzfeinde aufgebaut. Abseits davon passiert etwas, das so gar nicht in die Welt des Profisports passt.
Wie viel Druck spüren Sie von den Fans und der Eishockeywelt insgesamt? Es ist schwer, so in der Öffentlichkeit zu stehen. Also, du wirst hier von keinem erzählen oder? Was als geheime Affäre zwischen den beiden jungen Rookies beginnt, entwickelt sich über acht Jahre hinweg zu einer emotionalen Achterbahnfahrt aus Nähe, Verdrängung, Sehnsucht und ganz viel unausgesprochenem Gefühl. Und ja, das ist Slowburn vom Feinsten. Naja, zumindest die Liebe, die Leidenschaft, die brennt von Anfang an lichterloh.
Heated Rivalry lebt von einem ständigen Hin und Her: Monate ohne Kontakt, dann wieder Momente voller Intensität. Sex ist dabei nie Selbstzweck, sondern lange Zeit die einzige Sprache, die Shane und Ilya überhaupt miteinander sprechen können. Auch wenn die Serie mit nackter Haut nicht geizt, glänzt sie vor allem mit emotionaler Tiefe. Leistungsdruck, toxische Maskulinität im Profisport, internalisierte Homophobie und die Angst, sich selbst und anderen gegenüber ehrlich zu sein – all das wird überraschend sensibel erzählt.
Visuell ist das Ganze ein echtes Brett: starke Bilder, eine extrem klug eingesetzte Musikauswahl und eine Ästhetik, die irgendwo zwischen Sportsdrama, Romance und Indie Vibe liegt. Die kanadische Low-Budget-Produktion basiert auf dem gleichnamigen Roman von Rachel Reed aus der Game Changers Reihe – ein absoluter Fanliebling in der Romance-Community. Und die Adaption gilt schon jetzt als eine der gelungensten Buchumsetzungen der letzten Jahre.
Hudson Williams und Conner Storey wurden durch Heated Rivalry über Nacht zu Stars, und ihre Chemie trägt die Serie mühelos durch alle sechs Folgen der ersten Staffel. Hinter der Kamera steht Jacob Tierney, bekannt aus Letterkenny, und Charles C., der hier beweist, dass er nicht nur Comedy kann, sondern auch große Gefühle. Staffel 2 ist bereits bestätigt. Fans müssen sich allerdings bis frühestens 2027 gedulden.
Die erste Staffel von Heated Rivalry startet ab heute bei HBO Max, wöchentlich mit einer neuen Folge. Das war unser Tipp am Freitag. Wenn ihr mehr Streaming-Tipps wollt, dann hört doch morgen wieder rein. Ihr findet uns überall, wo es Podcasts gibt, zum Beispiel bei Amazon Music, Deezer oder Apple Podcasts. Tipp und Skript kamen heute von Niklas Metzinger, Audioschnitt Wiebke Stark. Und ich bin Jessi Jus. Wir hören uns.