In der Bronx
Jake LaMotta ist Boxer. Im Ring ist er eine Naturgewalt: brutal, präzise, unaufhaltsam. Außerhalb des Rings ist er wie ein Getriebener: eifersüchtig, kontrollierend. Er misstraut seiner Frau Vickie, provoziert Streit mit seinem Bruder Joey und kämpft weniger gegen seine Gegner als gegen sich selbst. Während seine Karriere Höhen erreicht, beginnt sein Privatleben zu zerbrechen.
„Wie ein wilder Stier“ erzählt diese Geschichte nicht als klassisches Sportdrama, sondern als Charakterstudie. Der Film begleitet Jake LaMotta mehrere Jahrzehnte lang und zeigt, wie Ruhm, Gewalt und männliche Selbstbilder ineinandergreifen.
Ein Film als Selbstrettung
Für Regisseur Martin Scorsese war dieser Film überlebenswichtig. Ende der 1970er steckte Scorsese in einer massiven persönlichen Krise. Nach dem Erfolg von „Taxi Driver“ war er körperlich ausgelaugt, kokainsüchtig und ernsthaft krank. Er selbst sagte später, er habe sich innerlich genauso verloren gefühlt wie Jake LaMotta. Sein Freund Robert De Niro überredete ihn, „Wie ein wilder Stier“ zu drehen.
„Wie ein wilder Stier“ könnt ihr auf Netflix sehen.
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