detektor.fm-Session mit International Music

Wirklich ungoogelbar?

Wenn sich Velvet Underground in einer Essener Trinkhalle formiert hätten, dann klängen sie vielleicht wie International Music. Das Debütalbum des Trios hat es 2018 bei vielen Kritikern an die Spitze der Jahrescharts geschafft. In der detektor.fm-Session spielen sie zwei Songs von „Die besten Jahre“.

International Music – eine „richtige Band“

Zwei Drittel von International Music kennen sich schon lange: Pedro Goncalves Crescenti und Peter Rubel, die beiden Sänger der Band, sind alte Schulfreunde mit Vergangenheit in gemeinsamen Bands. Und als Akustik-Duo „The Düsseldorf Düsterboys“ haben sie bereits erste Songs aufgenommen. Der Traum der beiden ist es, beim Label Staatsakt unterzukommen, weil sie dessen Publikations-Politik mögen.

Das ist das Gute am Staatsakt-Label. Maurice Summen, der Chef, hat eine eigene Haltung. Und veröffentlicht Musik um der Musik willen. Ohne direkt kommerzielle Erwartungen an das Produkt zu stellen, das er ja letzten Endes da auf den Markt wirft. – Pedro Crescenti, Bassist und Sänger bei International Music

Den Labelchef Marice Sumen treffen sie zufällig persönlich und er zeigt sich sehr interessiert. Aber Peter und Pedro wollen auch wieder „eine richtige Band“, wie sie sagen. Laut soll sie sein. Mit Verstärkern und E-Gitarre und Bass und vor allem: mit Schlagzeug.

Wir wollten wieder so einen Sound und so eine Energie haben, die man in dieser Formation hat. Und dann war nur noch die Frage: Wie kriegen wir einen Schlagzeuger? – Peter Rubel, Sänger und Gitarrist von International Music

Zwischen Bolzplatz und Kompositions-Studium

Weil sie ihn vom Kicken kennen, setzen sie Joel Roters ans Schlagzeug. Zwar hat er noch nie Drums gespielt, aber er lernt es während der Proben.

Ich wusste gar nicht so genau, was da auf mich zukommt. Aber ich hab gedacht: Wir fangen damit einfach mal an. – Joel Roters, Schlagzeuger bei International Music

Zu hören ist sein Laientum jedenfalls nicht auf dem 2018 erschienen Debütalbum „Die besten Jahre“. So attestieren es zumindest die Kritiker. In vielen Jahrescharts taucht das Album weit vorne auf. Die tageszeitung und der Musikexpress küren es sogar jeweils zum Album des Jahres. Und auch bei detektor.fm steht es ganz oben auf der Liste der besten Alben.

Liegt das an der Tatsache, dass Peter Rubel an der Folkwang Universität in Essen Komposition studiert? Was halten die Profs dort von seiner Musik? Und sind International Music wirklich ungoogelbar? Diese Fragen beantworten International Music im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Bernadette Huber. Außerdem spielen sie in bester Düsseldorf Düsterboys-Manier zwei Akustik-Versionen von „Für alles“ und „Daddy is rich“.


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