Musikvideo der Woche | Kafka Tamura – Bones

Erfrischend kühle Pool-Party

12.08.2015

Passend zur Saison präsentiert Kafka Tamura ein Musikvideo, das sich gewaschen hat. Entspannt treibt die Sängerin mit einem rosa Gummireifen auf einem hellblauen Pool. Man wird fast neidisch, da ist der Pool plötzlich leer und sie sitzt alleine auf dem Trockenen. Was ist passiert?

Es ist wohl zu schön, um wahr zu sein. Cocktails schlürfen und die Seele baumeln lassen. Womöglich wartet der Diener mit einem flauschigen Handtuch am Beckenrand. Oder man wacht auf den trockenen und kalten Kacheln am Grunde des Pools auf. Kafka Tamura zeigen mit dem Video zu „Bones“ zwei Welten, perfekt in Szene gesetzt.

Unterkühlte Symmetrie gefällig?

Die Kameraführung ist ruhig und geradlinig, die eingefangenen Bilder bestechen durch gnadenlose Symmetrie. Da wirken selbst die entspannten Poolszenen pragmatisch aufgeräumt, und dieser Effekt wird durch die kalte Atmosphäre im Schwimmbad noch verstärkt. Dabei ist das Musikvideo in keiner Weise beklemmend, sondern eher nüchtern, unterkühlt. Und das ist in der Sommerhitze sehr angenehm.

Das Video zeigt die Schere zwischen dem, was man hat, und dem, wonach man sich sehnt. – Maurice Gajda

Kafka Tamura gelingt ein Sommerhit

Ananas, Cocktails und Glitzer-Make-up, ein wunderbar kühles Nass und Männer mit Masken. Das Musikvideo der Woche hat alles, was man sich an einem heißen Sommertag nur wünschen kann. Sowohl Augen- als auch Ohrenschmaus, hat der Song das Zeug zum Sommerhit. Was Maurice Gajda im Video zu „Bones“ von Kafka Tamura noch alles entdeckt und interpretiert, hat er detektor.fm-Moderatorin Teresa Nehm erzählt.

RoomIm Zentrum steht die Sängerin, die anderen Bandmitglieder sind eher Beiwerk, und dienen dem Beauty-Band-Shot. Was aber sehr schön konzipiert ist.Maurice Gajdaverschafft sich mit kühlen Musikvideos Erfrischung, wenn kein Ventilator in der Nähe ist. 

Redaktion: Sonja Dietschi

Maurice Gajda stellt jede Woche ein neues, außergewöhnliches Musikvideo vor.

Das Video zum Song

Kafka Tamura mit „No Hope“ (Studiokonzert)