Musikzimmer – Ausgabe 03/2018

Das Musikzimmer im März

21.03.2018

Diesen Monat im Musikzimmer: Kat Frankie spricht im Interview über Protestsongs und schlechtes Benehmen, unsere Band des Monats Anger zelebriert sphärischen Dreampop und in der Demoecke tummeln sich allerhand spannende Newcomer. Dazu neue Musik von Die Nerven, Ilgen-Nur und Perel.

Das Neueste aus der Musikszene im deutschsprachigen Raum. Bild: detektor.fm

Playlist

  1. Die Nerven – Niemals
  2. Ilgen-Nur – Matter Of Time
  3. Kat Frankie – Home (Interview)
  4. Kitty Solaris – Cold City
  5. Anger – Sunday Depression (Band des Monats)
  6. Hope – Drop Your Knives
  7. International Music – Für Alles
  8. A Tale Of Golden Keys – Open The Door
  9. Acht Eimer Hühnerherzen – Eisenhüttenstadt
  10. Perel – Alles
  11. The Micronaut – Oldnew

Die nächste Ausgabe des Musikzimmers läuft am 18. April. Bis dahin gibt es immer mittwochs um 19 Uhr im Wortstream die Wiederholung der aktuellen Ausgabe.

Derweil könnt ihr in der Demoecke für unsere nächste Band des Monats abstimmen. Ihr macht selbst Musik? Wir bringen euch ins Radio! Schickt uns eure Songs, am besten per Link (Soundcloud, Bandcamp, Dropbox…) an musikzimmer[at]detektor.fm.


Musikzimmer News

Musikindustrie begrüßt Haltung der Regierung zu „Value Gap“

Wie viel Geld sollen Online-Plattformen wie Youtube an Urheber zahlen? Für eine Klärung dieser Frage hat sich die Bundesregierung kürzlich im Europäischen Rat ausgesprochen. Das sei dringend erforderlich, damit die Kultur- und Kreativwirtschaft angemessen an den Erlösen beteiligt wird, die mit ihren Inhalten von Online-Plattformen erzielt werden. GEMA, der Bundesverband Musikindustrie und der Verband unabhängiger Musikunternehmen begrüßen diese Stellungnahme.

Bislang können Plattformen eine Lizenzpflicht für die genutzten Inhalte abstreiten, indem sie sich als bloße Infrastrukturanbieter darstellen. Diese Thematik wird seit Jahren unter dem Stichwort „Value Gap“ diskutiert. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, denn laut einer aktuellen Studie findet in Deutschland fast die Hälfte des Musik-Streamings über Video-Streaming-Dienste statt. Die tragen aber gerade mal 2 Prozent zum Branchenumsatz der Musikindustrie bei. Demgegenüber stehen 35 Prozent durch die Audio-Streaming-Dienste, die reguläre Lizenzen erwerben.

Erste Acts fürs Alinae Lumr bestätigt

Auch in diesem Jahr lädt das Alinae Lumr Festival wieder zu einem beschaulichen Wochenende aufs Land. Bereits zum vierten Mal gibt’s vom 17. bis 19. August im brandenburgischen Storkow nicht nur Wiesen, Seen und Heidekraut, sondern auch Indiekracher zu erleben und interessante neue Bands zu entdecken. Unter anderem dabei in diesem Jahr Will Wiesenfelds Elektronikprojekt Baths, das britische Neoklassik-Jazz-Trio Mammal Hands und die großartige israelische Künstlerin Noga Erez.

Immergut Eröffnungsabend im Landestheater Neustrelitz

Bevor es am 25. Mai beim Immergut so richtig losgeht, kann man sich auch in diesem Jahr wieder beim Eröffnungsabend warmtanzen. Der Abend steht unter einem ganz besonderen Thema: alle Künstler kommen vom Hamburger Label Grand Hotel Van Cleef. Dazu gehören Torpus & The Art Directors, die niederländische Musikerin Sue The Night und Tim Neuhaus. Stattfinden wird das Ganze im Großen Haus des Landestheaters Neustrelitz.

Alte Helden, neue Musik

The Velvet Underground, Spacemen 3 und The Jesus & Mary Chain stehen beim Sound von International Music Pate: Stoische Drums, verzerrte Gitarren mit viel Echo, dazu gibt es deutsche Texte zwischen Schlager und Dada. Zusammen mit Olaf Opal haben International Music ihr Debütalbum aufgenommen. Es heißt „Die besten Jahre“ und erscheint am 27. April.

Einen Blick in die Vergangenheit wagt Robert Görl, seines Zeichens eine Hälfte der Deutsch Amerikanischen Freundschaft, kurz DAF. Sein Album „The Paris Tapes“ enthält musikalische Skizzen, die Mitte der 80er Jahre entstanden sind. Damals durfte Görl nicht in die USA einreisen und in Deutschland wurde nach ihm gefahndet, da er sich vermeintlich dem Wehrdienst entzogen hatte. Er setzte sich nach Paris ab und arbeitete dort an eben jenen Songs, die jetzt erstmals veröffentlicht werden. „The Paris Tapes“ von Robert Görl erscheint am 21. April bei Gröndland Records.

Fast acht Jahre sind seit dem letzten Lebenszeichen von The Green Apple Sea vergangen. Mit „Northern Sky Southern Sky“ hat sich das Nürnberger Sechstett in die Herzen aller Indiefolk-Fans gespielt. Nachdem sie zuletzt unter anderem mit Künstlern wie Cat Power und Bill Callahan gespielt haben, erscheint am 18. Mai nun ein neues Album namens „Directions“.