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Das Neueste aus der Musikszene im deutschsprachigen Raum.
Bild: Aleksey Boyko / shutterstock

Musikzimmer – Ausgabe 05/2020

Das Musikzimmer im Mai

Im Mai-Musikzimmer ist die Leipziger Band baby of the bunch zu Gast und die Schauspielerin Sandra Hüller spricht über ihre ersten eigenen Songs. In der Newcomer-Ecke treffen Oxymetazolin-Sucht auf wolkig-verwaschene Popsongs.

Playlist

  1. BRTHR – Speak Loud (If You Speak Love)
  2. The Girl & The Ghost – Silent Messages
  3. Sandra Hüller – The One
  4. Andrew Applepie – All About Money
  5. Girlwoman – Rote Riesen schlafen nicht
  6. Ira Atari – Berlin, Berlin
  7. Anna Erhard – Thinking of an End
  8. baby of the bunch – Ur Mom
  9. Slut – For The Soul There Is No Hospital
  10. The Micronaut – Swimming
  11. Angela Aux & Sam Irl – Killer Kid (Dub)

Die nächste Musikzimmer-Ausgabe kommt am 17. Juni 2020. Bis dahin läuft immer mittwochs um 19 Uhr im Wortstream die Wiederholung dieser Folge. Da werden die Songs auch ausgespielt, im Podcast gibt’s die leider nur leicht gekürzt.

Ihr wollt auch unter den Newcomern im Musikzimmer sein? Wir bringen eure Band ins Radio! Schickt uns eure Songs, am besten per Link (Soundcloud, Bandcamp, Dropbox …) an musikzimmer[at]detektor.fm.


Newcomer-Vorstellungen

Statt „das Internet“ Bandy McBandface zur Band des Monats erklären zu lassen, kuratieren wir seit einigen Monaten die Newcomer im Musikzimmer ohne Abstimmung und Wettbewerb. Weil sie im Gegensatz zu den restlichen Songs in der Sendung nur angespielt werden, kriegen sie dafür hier mehr Platz.

Luise Weidehaas

Verträumt und melancholisch ist die Musik von Luise Weisehaas, die sie selbst „Zartcore“ nennt. Ein äußerst passender Name für ihren zeitlosen Sound aus gezupfter Gitarre und melancholischem Gesang. Die Songwriterin kommt ursprünglich aus Meißen, lebt aber schon einige Zeit in Düsseldorf. Beides Städte, die ein für Weidehaas wichtiges Attribut teilen: sie liegen an einem großen Fluss. Denn Wasser ist ihr Lieblingselement, entsprechend hat sie ihr Album „Shore“ genannt, viele der Songs spielen am Wasser, einer heißt sogar „Pazifik“ und ihr Label hat sie nach dem Nationalpark Point Reyes in Kalifornien benannt. Die Songs ihres Debütalbums sind zurückhaltend arrangiert, aufgenommen hat sie es unter anderem mt dem Multiinstrumentalisten David Schütte vom Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld.

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Tausend Trailer

Bitte mal Hand hoch: wer kennt noch Rage Against The Machine? Die waren eine der bekanntesten Vetreter einer Musikrichtung, die Rap und Gitarren vereinte und damals (in den 90ern) Crossover genannt wurde. Bei Tausend Trailer aus Köln geht es nicht ganz so heiser-revolutionär zu und auch ihre Gitarrenverstärker sind nicht auf Anschlag gedreht, aber auch sie vereinen Rock & Popeinflüsse mit Sprechgesang. Mal nachdenklich und ruhig, mal rockig geht es in ihren Songs zu. Ihre Texte handeln von allem, was sie bewegt: Liebe, Leben und Freundschaft, aber auch mal sozialkritische und politische Themen. Ihre erste EP trägt den weltumspannenden Titel „Sydney & New York“.

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Sorry3000

Zum Thema „Süchtig nach Nasenspray“ gibt es erstaunlich viele Selbsthilfe-Videos. Seit kurzem gibt es auch den passenden Song zum Thema, der heißt natürlich „Nasenspray“ und kommt von der Band Sorry3000 aus Halle an der Saale. Sie selbst beschreiben ihre Musik als trendblinden Loserpop – das klingt vielversprechend! Auf intensiv bis nervtötendem Synthiebandsound thematisiert Stefanie Heartmann eindringlich das Ringen mit ihrem nasenspraysüchtigen Freund und beklagt die fehlende Rezeptpflicht: „Er ist jetzt mein Patient, denn er hat sich in eine Sackgasse reinentwickelt und ich bin seine Rettung – doch es wird schwer“. Von Sachsen-Anhalt aus machen sich Sorry 3000 auf den langen Weg, um alle Zukurzgekommenen und Unzufriedenen mit leeren Versprechungen aus den Sackgassen zu holen.

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Cloud Cloud

Marten Kaffke kommt aus Wien und spielt bei der sympatisch schrulligen Band Kids N Cats. Zusammen mit der Kieler Musikerin Katja Seiffert hat er jetzt noch ein neues Projekt gegründet namens Cloud Cloud. Der Bandname ist Programm: Wolkig und verwaschen ist dieser abgedunkelte Wave-Pop-Entwurf, gehaucht und weich. Es geht natürlich um die Liebe, entsprechend heißt auch ihr erster Song „Love“. Katja Seifferts Stimme trägt kühl, fast monoton durch die Strophen, was eine angenehme Diskrepanz zu den großen Fragen des Songs aufwirft: „What you’re willing to give for love?“ Am 5.6. erscheint die erste EP von Cloud Cloud mit dem Titel „What Are My Options?“.

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