Plattenkoffer mit Boris Dlugosch

Boris Dlugosch kompiliert

05.07.2019

Wie auch in den vergangenen Jahren steht die Juli-Ausgabe unserer Plattenkoffer-Reihe ganz im Zeichen des Think-Festivals bei Leipzig – präsentiert von detektor.fm. Dafür schauen wir einem der auftretenden Acts in die Plattentasche. 2019 ist neben Größen wie Sven Väth, Pan Pot und Robag Wruhme auch eine House-Legende aus Hamburg dabei – Boris Dlugosch.

Boris Dlugosch kompiliert

Klassiker von Grace Jones, The Beatles und Prince finden sich neben aktuellen Club-Hits – ein Blick in den Plattenkoffer von Boris Dlugosch
Collage: Detektor.fm

Der Plattenkoffer. Immer freitags ab 19 Uhr.


Zur Clubkultur gehört auch das Temporäre und Flüchtige – Clubs eröffnen und schließen, Off-Partys beleben für wenige Nächte brachliegende Fabriken. Vieles davon gerät schnell in Vergessenheit. Doch manche Orte bleiben auch lange nach ihrem Ende noch im kollektiven Szene-Gedächtnis. Das Front in Hamburg gehört zweifelsohne dazu. Bis zur letzten Party im Frühjahr 1997 prägte der Club das heutige Bild eines queer-freundlichen, musikalisch offenen Underground-Clubs maßgeblich mit. Und: Das Front war der erste deutsche Laden, in dem House gespielt wurde.

Einer der wenigen Resident-DJs im minimalistisch eingerichteten Front-Keller war Boris Dlugosch. Er legte dort rund zehn Jahre lang regelmäßig auf. Einen musikalischen Eindruck aus dieser Zeit liefert die Compilation ”Running Back Mastermix: Front by Klaus Stockhausen & Boris Dlugosch“, erschienen bei Gerd Jansons Running Back-Label. Anders als heute wurde damals viel diverser aufgelegt: Aus der Kelleranlage schallten ebenso Electronic, House und Disco wie auch Funk, Soul, Boogie und Hi-NRG.

Boris Dlugoschs Offenherzigkeit spiegelt sich genauso in seinen eigenen Tracks und Remixen wider. Er hatte dabei nie Scheu, Underground und Mainstream zusammenzubringen. Sein größter eigener Hit ist „Never Enough“, gemeinsam mit Sängerin Róisín Murphy.

Seinen Plattenkoffer-Mix für detektor.fm hat Dlugosch in zwei Teile unterteilt: Anfangs gibt es die musikalischen Wurzeln des Hamburgers zu hören, später eine Auswahl an aktuellen Lieblingstracks.

Boris Dlugosch live erleben?

Boris Dlugosch wird am 28. Juli 2019 beim 11. Think-Festival am Cospudener See bei Leipzig als DJ auftreten – und wir verlosen Tickets. Einfach bis zum 18. Juli eine E-Mail an musik[at]detektor.fm mit dem Betreff „Think“ schicken, Vor- und Nachnamen von Ihnen und Ihrer Begleitung nicht vergessen und Daumen drücken. Die Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail. Viel Glück!

Zur weiteren Einstimmung auf das Think-Festival empfehlen wir die Plattenkoffer von Daniel StefanikMathias KadenFilburt, Panthera Krause, Lydia Eisenblätter und Peter Invasion. Sie alle werden auch am 28. Juli am Cospudener See auflegen.


Tracklist

1. The Beatles – Dear Prudence
2. David Bowie – Right
3. Grace Jones – Pull Up To The Bumper
4. Prince – Mountains
5. West India Company – Ave Maria
6. Junior Byron – Dance to the Music
7. International Music System – An English ’93
8. Gerry Read – It’ll All Be Over (DJ Koze Rmx)
9. Alan Dixon – La Danza
10. Leopard Eats Luke – Music
11. Usha Uthup vs. Alex Israel – Usha (Daphni Edit)
12. Lime – I Don’t Wanna Lose You (Boris Dlugosch Edit)