Pop-Kultur | Maik Schierloh und Jakob Turtur über die Clubszene in Berlin

"Verschwundene Orte"

16.08.2018

Die Clubszene in Berlin verändert sich. Die Clubs von Maik Schierloh und Jakob Turtur müssen zum Beispiel in diesem Jahr schließen. Beim Pop-Kultur-Festival in Berlin hat detektor.fm-Moderatorin Sara Steinert mit den beiden gesprochen.

Clubszene Berlin

Die Clubszene in Berlin besteht aus weit mehr als Elektro-Clubs und Underground-Partys. Zum Beispiel gehören auch alternative Projekte wie die „Bar Babette“ von Maik Schierloh dazu. Ein Barbetrieb mit Austellungsraum – seit 15 Jahren. Mit über 190 Ausstellungen und Events hat Maik Schierloh die Club- und Kunstszene in den letzten Jahren bereichert.

Doch der Vermieter verlängert den Mietvertrag nicht und somit muss die „Bar Babette“ im Oktober dieses Jahres geschlossen werden. Ein Schicksal, das durch große Immobilien-Investoren in Berlin immer wieder Ladenbesitzer, Bar- und Clubbetreiber ereilt.

Alles im Wandel

Auch das Clubkollektiv „Jonny Knüppel“ musste dieses Jahr schließen. Jakob Turtur ist einer der „Jonnys“, wie sie sich selber nennen, und ehemaliger Mitarbeiter des Kollektivs. 2015 haben die Mitglieder eine alte Autowerkstatt zu einem Ort für Kunst und Kultur umgestaltet. Dabei sollte ein Raum für ein Zusammenkommen und Mitgestalten entstehen. Nach einigen Hürden bekamen die „Jonnys“ dann im April den Bescheid, dass sie in zwei Wochen das Gelände räumen sollen.

Die Clubszene in Berlin verändert sich zunehmend, immer wieder müssen alternative Projekte und Clubs schließen oder umziehen. Denn Immobilien-Investoren verlängern oft die Mietverträge nicht. detektor.fm-Moderatorin Sara Steinert hat auf dem Pop-Kultur-Festival in Berlin mit Maik Schierloh und Jakob Turtur darüber gesprochen.