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Undra Dreßler (SPD), Geschäftsführerein von LAMSA zum Thema Migration in Sachsen-Anhalt. Bild: Marie Landes
Bild: Undra Dreßler (SPD), Geschäftsführerein von LAMSA zum Thema Migration in Sachsen-Anhalt. | Bild: Marie Landes

DAZWISCHEN | Migration in Sachsen-Anhalt

„80 Prozent denken darüber nach, das Land zu verlassen“

Das Thema Migration spaltet Sachsen-Anhalt: Die AfD fordert Remigration, andere setzen auf Zuwanderung. Eine Folge über die Lage im Land, Haustürgespräche und Forderungen von Betroffenen.

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Sachsen-Anhalt streitet über Migration

Migration ist vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Topthema für viele Menschen. Etwa 192.000 Menschen ohne deutschen Pass leben in Sachsen-Anhalt. Die AfD sagt: zu viele. Sie fordert in ihrem Wahlprogramm unter anderem, das Grundrecht auf Asyl abzuschaffen, auf die Anwerbung „kulturfremder Fachkräfte“ zu verzichten und Remigration statt Integration. Andere Parteien sind uneins. Viele bewegen sich in ihren Maßnahmen zwischen der Anwerbung junger Fachkräfte, Maßnahmen zur Integration und Maßnahmen zur Begrenzung von Zuwanderung.

Migranten blicken mit Angst auf die Wahl

Viele Migrantinnen und Migranten sind besorgt über die aktuelle Situation und blicken ängstlich auf die anstehende Wahl. Sie berichten über eine stetig steigende Anzahl an Übergriffen und rassistischen Vorfällen. Undra Dreßler (SPD), Geschäftsführerin des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt (LAMSA), berichtet davon, dass eine deutliche Mehrheit der befragten Mitglieder darüber nachdenkt, das Land zu verlassen.

Wir konnten als Landesnetzwerk eine extreme Zunahme rassistischer Vorfälle feststellen. 80 Prozent unserer Mitglieder denken darüber nach, Sachsen-Anhalt zu verlassen.

Undra Dreßler (SPD), Geschäftsführerin LAMSA

Haustürgespräche für ein besseres Miteinander

Um dem Entgegenzutreten, hat LAMSA elf Forderungen an die Politik übergeben und versucht unter anderem mit Haustürgesprächen, in den Dialog zu treten, Vorurteile abzubauen und Menschen dazu zu bewegen, sich für die Demokratie einzusetzen und eine Partei aus dem demokratischen Spektrum zu wählen.

Man kann unterschiedliche Meinungen haben, aber man sollte sich respektvoll behandeln und die Menschenwürde achten: Daraus besteht unser Zusammenleben.

Undra Dreßler

Die Lage der Migration bei DAZWISCHEN

In dieser Podcastfolge schauen Marie und Katja auf die Lage der Migration in Sachsen-Anhalt. Sie diskutieren über Probleme und Vorurteile, sprechen mit Betroffenen, begleiten Haustürgespräche und ordnen ein. Sie reflektieren dabei ihre Rolle als Journalistinnen und stellen sich einmal mehr die Frage: Wie kann ein gutes Zusammenleben in unserer Gesellschaft gelingen? Das alles in der neuen Folge von DAZWISCHEN.

Der DAZWISCHEN-Podcast

Wir liefern mit „DAZWISCHEN“ im Jahr der Landtagswahl ein ausgewogenes, kritisches und differenziertes Bild von Sachsen-Anhalt. Habt ihr Fragen, Anregungen oder Themenwünsche? Engagiert ihr euch und möchtet uns davon erzählen? Schreibt uns eine Mail an dazwischen@detektor.fm. Außerdem empfehlen wir euch den DAZWISCHEN-Newsletter. Hier bekommt ihr jede Woche Hintergrundinformationen, Fotos und Veranstaltungstipps direkt zum Thema.

Der Podcast „DAZWISCHEN“ entsteht im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Media Forward Fund gGmbH. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der BEBE Medien GmbH.

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