Detektor FM destilliert
Die spannendsten, skurrilsten und witzigsten Interviews von detektor.fm. Herzlich willkommen bei Detektor FM destilliert im September 2026. Nach der traditionellen Sommerausgabe im August gibt es diesmal eine Besonderheit: Ich habe niemanden aus dem detektor.fm-Team im Studio. Das hat einen guten Grund. Diese Woche konzentrieren sich fast alle auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Am Sonntag, dem 6. September, wird ein neuer Landtag gewählt.
Für unser Sachsen-Anhalt-Projekt „Dazwischen“ bin ich nach Zerbst in Anhalt gefahren. Der Grund dafür ist nicht das Zerbster Schloss, das Freibad oder Katharina die Große. Ich bin nach Zerbst gefahren, weil die Stadt ein fast perfekter statistischer Zwilling ist. Bei der letzten Landtagswahl haben die Menschen in Zerbst teilweise bis auf die Kommastelle so gewählt wie der Rest des Landes. Ein guter Grund, hinzufahren. Offensichtlich kann man einen guten Eindruck gewinnen, wie die Menschen denken, was sie so wollen, was sie sich wünschen und wo der Schuh drückt, aus ihrer Perspektive.
Stimmen aus Zerbst
Stimmen aus Zerbst in Sachsen-Anhalt, aufgenommen am Montag vor der Landtagswahl, die am Sonntag stattfindet. Nächste Station: Zerbst Anhalt. Abstieg in Fahrtrichtung rechts. Es ist Montagmittag. Ich bin in Zerbst und versuche jetzt mal, mit den Leuten nicht mal mehr eine Woche vor der Wahl ins Gespräch zu kommen und zu hören, wie sie so auf die Wahl gucken, wie sie den Wahlkampf erleben und wie allgemein die Stimmung im Land ist.
Hallo, Christian Bollert ist mein Name vom Podcast Radiodetektor FM. Darf ich Ihnen eine Frage stellen? Wie gucken Sie auf den Sonntag?
Problematisch eigentlich. Warum? Das, was die AfD da von sich gibt und was sie vorhat, ist für Sachsen-Anhalt schon ein bisschen problematisch. Ich höre da auch ein bisschen Sorge raus. Ich sage mal, uns betrifft es jetzt weniger, aber ich denke mal, unsere Kinder und Enkelkinder. Aber im Bezug auf Zuwanderung und was Universitäten betrifft, da ist schon ein bisschen fraglich, was da kommt und ob dann noch Ausländer hier in Sachsen-Anhalt sich irgendwo beruflich oder jetzt schulisch orientieren. Das ist ja ein bisschen fraglich. Ich denke mal, da werden wir irgendwo abgehängt werden.
Wie ist das bei Ihnen? Sie stehen hier zusammen. Teilen Sie die Sorgen?
Sicherlich, ja. Genau so. Warum? Wie mein Mann schon gesagt hat, es ist wirklich sehr bedenklich. Und wenn man diese Veranstaltungen sieht, das hat auch gar nichts mit Politik zu tun. Das ist doch nur Mache. Das ist so wie so eine Festivalveranstaltung. Das hat man hier auch im Markt gesehen.
Sie meinen jetzt die Wahlkampfveranstaltung der AfD?
Das ist lächerlich. Wegen Bratwürstchen rennen hier Hunderte her. Und wie so ein kleiner Rattenfänger.
Wie schauen Sie auf den Sonntag?
Na ja, irgendwie ist das schon sicher, was gewählt wird und was Sachsen-Anhalt wählt. Und wenn man sieht, wer das wählt oder wer diese Partei wählt, der sollte mal aufpassen, dass er nicht auch nachher betroffen ist.
Entschuldigung, Christian Bollert ist mein Name vom Podcast Radio Detektor FM. Darf ich Ihnen eine Frage stellen? Wie viel Zeit haben wir denn noch? Die Pause ist gleich vorbei. 1:30 Uhr schaffen wir. Sonntag ist Wahl. Wie gucken Sie darauf?
Gemischt. Ich denke, dass viele Leute was anderes wählen werden als das, was vorher war. Einfach um zu zeigen, dass die, die vorher dran waren, die hatten ihre Chance. Sie möchten gerne, egal was da herauskommt, jemandem anderen die Möglichkeit geben, es anders zu machen.
Das finden Sie okay?
Grundsätzlich okay. Da braucht sich keiner wundern, wenn es schlecht läuft, wenn sich jemand dafür entschieden hat. 50:50, also ganz klar.
Was könnte anders laufen, wenn Sie da Hoffnung haben?
Die Hoffnung ist ganz klar, oder das, womit geworben wird, dass man auf die Bedürfnisse derer achtet, die letztendlich dafür sorgen, dass das hier läuft. Dass das wahrgenommen wird, dass die Bürger gesehen werden. Das bringt es auf den Punkt.
Gibt es ein Thema, wo Sie sagen, das ist mir wichtig, deswegen gehe ich auch hin am Sonntag?
Thema Sicherheit, ganz klar. Auch für meine Kinder, meine Frauen. Sie fühlen sich unsicher. Hier vielleicht nicht, das ist noch alles humaner. Aber das, was man sieht, auch in anderen Großstädten, auch wie sich dort der Klientel bewegt, ob das jetzt egal welcher Herkunft ist, querbeet, muss anders laufen.
Darf ich Ihnen eine Frage stellen?
Sie ahnen es vielleicht, Sonntag ist Wahl. Wie blicken Sie drauf?
Ich bin noch unsicher. Die, die ich immer gewählt habe, sind fast weg vom Fenster.
Die FDP?
Nee, SED.
Die, die da Werbung machen?
Die SPD?
Ja, genau. Die stehen hier vorne auf dem Platz und verteilen Flyer.
Aber die werden Sie nicht wählen, höre ich daraus?
Ich weiß es nicht. Ich möchte mich noch nicht festlegen.
Sie sind eine von den noch Unentschiedenen. Was macht den Unterschied nachher?
Weiß ich nicht. Gucke ich vielleicht spontan im Wahllokal. Genau.
Was ist Ihnen wichtig als Thema? Gibt es ein Thema, wo Sie sagen, das wäre mir wichtig?
Die versprechen so viel und es wird nie gehalten. Das ist das Schlimme daran.
Ist da was, wo Sie sagen, das haben Sie sich versprochen oder es wurde versprochen, dass es nicht eingehalten wurde?
Die Heizkosten jetzt für Gas, die explodieren wieder mal. Das ist doch furchtbar. Und keiner kann da irgendwas machen. Die Mineraldinger, die verdienen sich sonst was. Und wir können es sein, die armen Leute.
Entschuldigung, Christian Bollert ist mein Name. Darf ich Ihnen eine Frage stellen? Es geht um die Wahl. Wie gucken Sie auf den Sonntag?
Unentschlossen bis jetzt noch, ja. Schwierig.
Warum schwierig?
Sie wissen nicht, was Sie wählen? Man sagt ja, viele Leute sind noch unentschlossen. Die letzte Frau, mit der ich gesprochen habe, hat auch gesagt, was könnte den Ausschlag geben? Man hat im Hinterkopf das Richtige zu tun, aber man weiß nicht, was das Richtige ist.
Das hat man selber gefragt. Haben Sie eine Idee, was aus Ihrer Sicht das Richtige sein könnte?
Nicht wirklich. Es ist schwierig im Moment.
Weil Sie auch das Gefühl haben, es ändert eh nichts? Oder warum?
Nee, es ändert nichts. Es ändert eh nichts, würde ich nicht sagen. Aber es ist schwierig, die richtige Richtung.
Wollen Sie sagen, welche Richtung in Frage kommt?
Weil Sie sagen, wenn es so schwer ist, sich zu entscheiden?
Kann ich überhaupt nicht sagen.
Sie schwanken noch sehr, höre ich da raus.
Genau. Gibt es ein Thema, wo Sie sagen, das ist mir wichtig? Das könnte nachher den Ausschlag geben, vielleicht in der Wahlkabine?
Ich finde es nicht so richtig schön, dass an die Rente gegangen wird und an das Gesundheitssystem. Das hat für mich oberste Priorität. Dafür müsste ich, laut was ich gehört habe, die AfD wählen. Aber da spröckt sich trotzdem alles in mir. Deswegen weiß ich nicht, was da das Richtige ist.
Hallo, darf ich euch eine Frage stellen? Oder zwei? Dürft ihr schon wählen?
Wir sind 16.
Ja, nee, dürft ihr nicht. Würdet ihr gerne wählen können?
Jo, eventuell ja. Man müsste sich besser dazu belesen.
Schaut ihr auf die Landtagswahl am Wochenende? Ist das ein Thema für euch?
Für mich nicht.
Mir ist es egal.
Egal ist mir nicht. Mich interessiert schon, was dabei rauskommt.
Warum?
Keine Ahnung, ich hab meine Meinung zu einer Partei. Es wäre gut, wenn da nicht so viele Leute für stimmen.
Ja, ich weiß nicht. Ich hab nicht so viel zu sagen, weil dir das Sorgen macht, wenn diese Partei gewinnt. Das bereitet mir sehr dolle Sorgen. Auch wenn manche Menschen nicht drüber nachdenken, sich nicht genug dazu belesen. Einmal nichts darüber wissen, aber denken, die Partei ist es. Das macht mir schon Angst.
Du sagst, es interessiert dich nicht so?
Nee, ich bin nicht in diesem Politikthema drin. Ist mir egal.
Entschuldigung, Christian Bollert ist mein Name. Darf ich Ihnen eine Frage stellen?
Nur eine. Sonntagswahl, wie gucken Sie darauf?
Ich komm mit dem blauen Farbtopf.
Das heißt, ich geh mit dem Farbtopf in mein Wahlbüro. Mit dem blauen Farbeimer.
Was machen Sie da? Kreuz?
Ein blaues?
Ja, das könnte aber ungültig sein. Ist wohl Spaß.
Wie schauen Sie drauf?
Haben Sie doch gesagt, erledigt. Die haben’s verbockt, die haben’s über Jahre verbockt. Die haben alle beschissen, jedes Mal koaliert mit jedem zusammen, nur damit sie an der Macht bleiben.
Jetzt wird’s besser aus Ihrer Sicht?
Sie stellten die zweite Frage. Wenn Sie’s verbocken, gehen Sie nach fünf Jahren auch wieder?
Na und? Aber wenn man’s nicht probiert? Wollen Sie mir was erzählen? Ich bin 68 Jahre.
Sie haben Hoffnung, dass sich was ändert?
Sagen wir mal so: Die Welt ist niemals auf deiner Seite. Die Welt ist schlecht, ganz einfach. Keiner gönnt dir was Gutes. Wenn du was auf die Beine stellst, kriegst du den dicksten Knüppel, damit du auf die Fresse fällst. Auch das Kerndeutsch.
Klingt pessimistisch, aber kann man ja so sehen.
Ich hatte eine sehr gute Karriere. Ich war vier Jahre in Russland, hab Erdgastrassen gebaut. Ich hab sehr gutes Geld verdient. Ich habe alles richtig gemacht. Ich habe Immobilien gekauft, Grundstücke gekauft. Ich hab ein Geschäft mit Millionenumsätzen gehabt in D-Mark bis 2008.
Äh, nee. Darf ich Ihnen eine Frage stellen?
Ja, bitte. Sonntag ist Wahl. Wie schauen Sie da drauf?
Normal.
Was ist normal?
Was ist normal? Das ist eine gute Frage.
Ja, ja, ich gehe wählen, schon immer. Wissen Sie schon was oder sind Sie auch noch unentschlossen?
Das weiß ich genau. Und das auch schon seit der Wende.
Sie sind eine treue Wählerin?
Ganz treu.
Was ist Ihnen wichtig als Thema?
Als Thema oder für eine Partei? Warum überzeugt Sie die Partei, die Sie wählen?
Ja, warum überzeugt mich die? Eine andere, ich sage immer, eine andere macht es nicht besser. 100 Prozentig.
Man beobachtet ja das, und so ist es. Gibt es ein Thema, wo Sie sagen, das ist mir wichtig?
Da bin ich angefasst, dass sich das verbessert oder so bleibt?
Nee, ich bleibe bei der Partei, ob das schlechter wird oder besser. So ist es wirklich.
Sie sind damit offensichtlich zufrieden?
Richtig, richtig. Alles gut, aber keine hier. Die da oben, die an der Laterne hängen. Keine Populisten.
Nein. Warum?
Ich brauch mir nicht, das brauch ich mir nicht. Wirklich nicht, ist so.
Hör ich da auch Sorge raus?
Äh, ja, nee. Und ich sage immer, was sollen die besser machen? Geld haben sie ja alle nicht. Also kann noch keiner was besser machen. Oder?
Und ich weiß nicht, wie viel Einnahmen hier die Stadt hat. Und erst wenn sie alle genug Geld kriegen, können sie vielleicht was verändern.
Ich wohne, wo ich wohne, 50 Jahre, über ach bald 60. Und stamme nicht daher. Und ja, wir haben keine befestigte Straße. In 30 Jahren lebe ich nicht mehr, aber da wird’s ohne mich sein.
Das wäre was Konkretes, was Sie sich wünschen.
So richtig, das wär’s. Ich kann gesundheitlich nicht viel mehr, das ist ja eine andere Sache. Aber na ja.
Das ist ein sehr konkreter Wunsch, dass Ihre Straße befestigt wird. Dann passiert was bei mir vor der Haustür. Dann ist was passiert.
Danke für die Zeit und wünsche noch einen schönen Tag. Tschüssi.
Ich weiß nicht, wie ich wählen soll. Habe ich schon häufiger gehört, dass Leute sagen, ich weiß. Alle versprechen Jahrzehnte, 30 Jahre. Und das passiert nichts.
Gibt’s ein Versprechen, wo Sie sagen, das hätte ich mir gewünscht?
CSU endlich. Aber die beiden, CDU, die beiden auch ab nach unten. Die Wähler werden auch immer wählen.
Aber gibt’s eine Sache, wo Sie sagen, das ist ein Versprechen?
Ich war früher ein großer Fan, auch nach der Wende, von der SPD, Arbeiterpartei. Die wollen dicke Drei werden, alles. Und was passiert? Brechen ein.
So, und alle, alle machen große Wahlversprechen. Passiert nichts.
Gibt’s ein konkretes Wahlversprechen, wo Sie sagen, da haben Sie drauf gehofft und dann ist es nicht gekommen?
Nee, konkret nicht.
Christian Bollert ist mein Name vom Podcast Radiodetektor FM. Darf ich Ihnen eine Frage stellen? Sonntag ist Wahl. Wie schauen Sie drauf?
Mit ängstlichen Gefühlen, was da rauskommt bei der Wahl.
Warum?
Wenn wir die AfD wählen, keine Ahnung, was da auf uns zukommt. Ich arbeite bei der Diakonie mit Menschen mit Behinderung. Meine Kollegen bangen um ihre Arbeitsplätze. Ich gehe in Rente, ich müsste mir nicht mehr so Gedanken machen.
Ich höre da Sorgen raus. Ganz viele Sorgen, ganz große Sorgen. Wissen Sie, was Sie wählen?
Ich habe schon gewählt. Da ich am Sonntag arbeiten muss, bin ich gleich zum Geburtstag eingeladen. Ich habe demokratisch gewählt.
Hallo, schönen guten Tag. Darf ich Ihnen eine Frage stellen?
Im Moment bin ich nicht im Stress. Sonntag ist Wahl. Wie gucken Sie drauf?
Wie gucke ich drauf? Skeptisch. Weil viele noch nicht begriffen haben, was hier los ist. Es muss eine Wende kommen. Das haben viele noch nicht verstanden.
Wende und Energiepreise
Was anderes kann ich dazu nicht sagen. Wie muss diese Wende aussehen? Was muss passieren?
Auf jeden Fall, das ist allgemein bekannt: Energiepreise. Die müssen runter, weil dadurch stagniert die Wirtschaft. Gerade Energiepreise, Betriebe, die von Energie abhängig sind, ob das Strom, Gas oder Öl ist, völlig egal.
Oder Bäcker, wir stehen mitten im Bäcker oder im Bäckerladen. Selbst mein Chef backt mit Gas. Der ist genauso davon betroffen. Dementsprechend auch unsere Arbeitsplätze. Wenn die Energiepreise immer höher kommen oder gehen, dann weiß ich auch nicht, wie der Chef reagiert.
Oder irgendwann sagt er: Tut mir leid, ich muss den Laden schließen. So wie uns wird es wahrscheinlich vielen anderen Privaten auch gehen. Nicht nur Bäckereien, sondern generell. Jeder braucht Energie.
Ich höre daraus, das ist für Sie das wichtigste Thema: Energie.
Auf jeden Fall. Davon ist die Wirtschaft abhängig. Deutschland war früher mal ein Riesenwirtschaftsstandort. Andere Firmen von außerhalb kamen und haben sich angesiedelt, egal in welcher Region. Die überlegen sich das einmal, zweimal, dreimal, ob sie das machen wollen.
Für die Investoren wird es ja auch teurer. Das muss man sich alles gut überlegen. Es muss überdacht werden. Deswegen ist für mich Energie das wichtigste Thema.
Im Anschluss kommt dann Migration. Ich bin eine Frau, ich möchte mich sicher fühlen. Ich habe eine Enkeltochter, die soll sich sicher fühlen. Nicht nur die Frauen, sondern jeder Mensch, ob jung oder alt. Das spielt für mich keine Rolle. Man soll sich sicher fühlen.
Sie fühlen sich unsicher?
Teils schon. Ich kann keinen Karate. Eine Frau muss sich selbst verteidigen können. Das ist die letzte Instanz. Das muss nicht sein. Ich will nichts schlechtreden.
Es gibt Migranten, die sich integriert haben, die die deutsche Sprache sprechen. Die gehen, die Steuern zahlen. Mir geht es nur um die, die gewalttätig sind, die junge Frauen zu Opfern machen.
Es kann nicht sein, dass ich mich im Freibad verstecken muss oder mich verhüllen muss. Da sind wir ja auch angekommen.
Ist das so im Freibad?
Teilweise ja.
Sie verhüllen sich im Freibad?
Nein, ich nicht. Aber die Migranten, die Frauen, die gehen verhüllt ins Freibad. Das passt nicht hierher. Das ist nicht unsere Kultur. Das ist ein Bild, das passt nicht.
Das mag ich nicht, das möchte ich nicht sehen. Auch nicht für die zukünftigen Generationen.
Entscheidung für Sonntag
Wir sind deutsch und möchten deutsch bleiben. Ihre Entscheidung ist gefallen für Sonntag?
Meine Entscheidung ist gefallen.
Darf ich Ihnen eine Frage stellen?
Gerne. Sonntag ist Wahl. Wie schauen Sie drauf?
Es wird sich zeigen. Entspannt oder irgendwie. Das, was an die Macht kommt, wird wahrscheinlich an die Macht kommen. Also Punktfragen werden so eintreten, wie sie. Wahrscheinlich.
Da kann man nur gucken, dass man da ein bisschen gegenwählt.
Das ist nicht das, was Sie wählen?
Nee, macht Ihnen das Sorge?
Sorgen nicht. Aber das Volk wird schon wissen, was wird.
Letzte Frage: Was heißt für Sie gegen wen? Was muss eine Partei haben, damit Sie ihnen die Stimme geben?
Es darf nicht recht sein. Ob es nur die Linken oder die Grünen sind, das werden wir noch abstimmen. Wir machen das zu Hause demokratisch. Da stimmen wir ab, wen wir wählen.
Die Kinder haben Mitspracherecht. Genau.
Kann man nicht hören, aber es sind drei Kids. Eine ist nicht von mir, aber die anderen ja. Die anderen haben Mitspracherecht. Genau.
Danke und noch einen schönen Tag. Gleichfalls.
Fazit
Das sind zufällige Stimmen aus Zerbst. Natürlich sind die Leute und ihre Aussagen nicht repräsentativ. Aber ich hab das Gefühl, dass sie einen guten Eindruck vermitteln von der Stimmung. Ziemlich gespalten klingt das alles. Die einen haben Angst vor der AfD, die anderen freuen sich, dass alles besser wird.
Wir werden am Sonntag sehen, wie es ausgeht. Es wird eine interessante Wahl, nicht nur für Sachsen-Anhalt, sondern auch für Deutschland und möglicherweise darüber hinaus. Die weltweite Aufmerksamkeit ist dieser Wahl sicher.
Wenn ihr noch tiefer in das im Fokus stehende Bundesland Sachsen-Anhalt eintauchen wollt, dann empfehle ich euch unser Projekt „Dazwischen“ aus Sachsen-Anhalt. Da geht es in der aktuellen Folge auch um die positiven Aspekte, was sich in den letzten Jahrzehnten positiv entwickelt hat.
Das sind Aspekte, die Marie und Katja diskutieren. Bis Ende kommenden Jahres, also bis Ende 2027, schauen wir im Newsletter und im Podcast „Dazwischen“ auf Themen aus und für Sachsen-Anhalt. Abonniert den Podcast und die Newsletter-Kanäle. Die Infos packen wir euch in die Shownotes.
Kleiner Hinweis: Bei „Dazwischen“ interessieren uns alle Aspekte. Auch wenn es momentan um die Landtagswahl und Politik geht, das wird sich nach der Wahl ändern. Ein, zwei Folgen werden wir da noch mal genauer hingucken. Aber wir wollen uns auch mit Wirtschaft, Kultur, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Menschen beschäftigen.
Das gibt es auch in den anderen Episoden. Es sind schon mehr als 20 Episoden erschienen. Da kann man auch noch mal reinhören. Ihr bekommt da einen guten Überblick über das Land Sachsen-Anhalt in ganz unterschiedlichen Facetten.
Wenn ihr da reingehört habt oder den Newsletter abonniert habt oder den Podcast, dann wünsche ich euch einen guten Start in den September. Vielleicht liebt ihr Kastanien, dann ist das eine gute Zeit in den nächsten Wochen.
Hier bei „destilliert“ können wir uns Anfang Oktober wieder hören. In diesem Sinne gern bis dahin, macht’s gut.
Alle Beiträge, Reportagen und Interviews können Sie jederzeit nachhören im Netz auf detektor.fm.