Detektor FM destilliert die spannendsten, skurrilsten und witzigsten Interviews von detektor.fm.
Hallo und herzlich willkommen! Das ist ja eine besondere destillierte Ausgabe, nämlich die vierte im Jahr 2026. Und man könnte auch sagen, die inoffizielle Osterausgabe, weil sie erscheint zumindest am Karfreitag. Wir nehmen sie natürlich ein bisschen früher auf, das ist ganz klar. Aber die allermeisten Leute von euch werden sie zu Ostern hören. Und wir haben sozusagen auch ein Ostergeschenk für euch.
Viele haben es schon mitbekommen: Wir haben vor zwei Wochen ein neues Projekt gestartet. Das heißt „dazwischen“ – ein Newsletter und ein Podcast. Ungewöhnlich für uns, sonst machen wir immer relativ viel mit Podcasts rum. Aber diesmal eben auch mit einem Newsletter. Wir haben hier und da auch in „destilliert“ schon darüber gesprochen. Zuletzt habe ich, glaube ich, mit Claudius Anfang des Jahres darüber gesprochen, als wir es verkünden durften, dass wir dieses Projekt gewonnen haben. Und jetzt ist es schon so weit, dass es schon losgegangen ist. Die ersten beiden Folgen sind raus, die ersten beiden Newsletter, die ersten beiden Podcast-Episoden.
Und in dieser Folge sind Marie und Katja zu Gast, die beiden Hosts von „dazwischen“, dem Podcast. Ich sage erstmal herzlich willkommen und schön, dass ihr da seid. Vielen lieben Dank dir! Wir freuen uns. Wie geht es euch nach den ersten beiden Episoden? Ich glaube, die Aufregung lässt jetzt so ein bisschen nach. Also ich glaube, wir waren vor der ersten Folge, glaube ich, beide sehr aufgeregt, weil wir auch gespannt waren, wie die Leute reagieren. Wir haben uns ja viel vorgenommen für diesen Podcast und wollten gleich in der ersten Folge erstmal erklären, wie kam es zu Sachsen-Anhalt. Und es war dann schon auch einfach viel geballtes Wissen, was Marie da mitgebracht hat in die erste Folge.
Ja, und dann waren wir ganz erleichtert, weil die Reaktionen so positiv waren, oder? Ja, wir haben wirklich tolles Feedback bekommen. Ich war so ein bisschen so: Ah, kommt die Folge gut an? Und jetzt irgendwie zu lesen und auch gesagt zu bekommen: Das war eine coole erste Folge, das freut mich total. Aber ich bin ja auch immer so: Wer hochfliegt, kann tief fallen. Jetzt müssen wir natürlich dranbleiben, weil ich möchte natürlich, dass auch die zweite Folge, die wir jetzt veröffentlicht haben, richtig gut ankommt. Und natürlich auch alle anderen Folgen danach genauso.
Ist das vielleicht auch so ein bisschen ostdeutsch, dass man dann so denkt: Oh Gott, man darf nicht zu laut sein und sich auch mal freuen? Tatsächlich glaube ich, das hat damit was zu tun, ja. Und dann auch noch weiblich, also sozusagen beides. Doch, doch, ich glaube schon. Auch da muss man noch immer ein bisschen mehr Erwartungen an sich selbst stellen. Also, weil das darf ich vielleicht sagen: Wir haben wahnsinnig viel Lob und Applaus bekommen für diese erste Folge, für diese erste Podcast-Folge. Und das geht natürlich zu einem Großteil auch an euch. Also das ist irgendwie cool zu sehen.
Die Medienfachmagazine haben darüber berichtet, sehr, sehr viele. Wir haben sehr viele E-Mails bekommen. Wir haben es auch in der Folge ja kurz thematisiert, wer die schon gehört haben sollte. Es gab auch sehr konkret irgendwie viele E-Mails und Nachrichten in sozialen Netzwerken und so weiter. Wie war es denn so in eurem Umfeld? Hören da auch, weiß ich nicht, die Eltern oder so, den Podcast?
Ja, ich habe das meiner Mama und meiner Schwester geschickt, die haben es gehört. Ich habe es aber auch tatsächlich Freundinnen und Freunden geschickt, die gar keinen Bezug zu Sachsen-Anhalt haben. Das fand ich total interessant. Die haben gemeint: Ach, das klingt echt spannend! Also die bekommen schon mit, die leben ja viele hier in Leipzig. In Sachsen-Anhalt sind bald Landtagswahlen, wie ist denn das so? Und die waren spannend, schick mal, hören wir uns auf jeden Fall an. Also ja, ist Aufmerksamkeit da. Ich fand es total interessant, dass auch viele Leute aus meinem früheren Umfeld den Podcast gehört haben, zu denen ich jetzt gar nicht unbedingt so permanenten Kontakt habe. Ich habe eine Freundin, die kenne ich schon seit dem Kindergarten. Die hat mir gleich eine Nachricht geschrieben und gesagt: Mensch, ihr macht jetzt da so ein tolles Projekt und ich habe das gleich all meinen Freunden und Bekannten in Sachsen-Anhalt geschickt und das finde ich ganz toll.
Ja, und das ist natürlich irgendwie schön, auch zu sehen, dass das so gewertschätzt wird, was wir da machen. Ja. Ich kann auch tatsächlich berichten, sowohl meine Mama als auch mein Papa haben mir im Nachhinein gesagt, dass sie in der ersten Folge, die habt ihr ja angesprochen, da geht es ja so ein bisschen darum, wie ist Sachsen-Anhalt eigentlich entstanden als Bundesland. Und die haben mir beide gesagt: Krass, wir sind da aufgewachsen, aber wir haben noch ganz viel gelernt. Also die fanden es ziemlich cool. Also die fanden es nicht zu kompliziert oder so, sondern im Gegenteil, waren da sehr, sehr interessiert. Jetzt sind die natürlich auch nicht ganz neutral, aber es ist schon irgendwie spannend, mitzubekommen. Und die hören auch nicht jeden neuen Podcast ehrlicherweise von detektor.
So, ein bisschen reingegurvt habt ihr euch ja jetzt. Zwei Episoden sind draußen. Ja, was ist „dazwischen“ für euch jetzt schon? Also „dazwischen“ ist für mich so ein Zurückkehren in ein Bundesland, in dem ich groß geworden bin. Und ich merke, dass das ganz viel mit mir macht, auch in meinem Alltag. Ich bin relativ häufig in Sachsen-Anhalt, nicht nur bei meiner Familie, sondern auch tatsächlich so zur Freizeitgestaltung. Und ich nehme das nochmal anders wahr. Ich sehe jetzt überall engagierte Menschen, kleine Geschichten, die man gerne erzählen möchte, und das bereichert meinen Alltag tatsächlich jetzt schon. Das finde ich ganz schön.
Ich würde das unterschreiben, was Katja sagt. Ich glaube aber auch, wir beide haben uns ja auch beruflich immer wieder mit Sachsen-Anhalt beschäftigt. Und ich merke auch, wie schön das ist, sich jetzt nochmal in so einer Ausführlichkeit mit diesem Bundesland beschäftigen zu können. Also wirklich Themen zu suchen und noch tiefer gehen, nachzufragen, Menschen viel mehr Raum zu geben. Das empfinde ich nicht nur als persönliche Bereicherung, sondern auch als berufliche Bereicherung, da jetzt nochmal ganz viel zu öffnen. Und ich nehme auch für mich selbst nochmal ganz viel neues Wissen mit, was ich vorher vielleicht an manchen Stellen gar nicht so tiefgreifend hatte.
Das Einzige, was ich sagen muss: Mein Dialekt hat sich wieder verschlüppert. Ich habe lange daran gearbeitet, dass man ihn nicht mehr so toll hört, aber man spricht ja dann wieder ganz viel mit Sachsen-Anhaltern und Sachsen-Anhalterinnen und ich merke dann in jedem Gespräch: Ach guck mal, da ist er wieder. Schön! Ich muss sagen, tatsächlich, was mich so ein bisschen antreibt in diesem ganzen Projekt, eigentlich schon seit Wochen, aber jetzt noch mehr, wo diese ersten beiden Episoden auch draußen sind, ist die Rückmeldung der Leute. Also es ist krass, egal ob ich jetzt für den Newsletter in einem Museum in Gentin anrufe oder nochmal nachfrage: Wie heißen denn eigentlich die beiden Kandidaten, die da am Sonntag bei der Wahl irgendwie antreten? Es gibt so eine wahnsinnige Wertschätzung für den Newsletter und für den Podcast. Also ich weiß nicht, wie ist das mit euren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern? Erlebt ihr das auch so?
Ja, unbedingt! Also ich habe ja für die zweite Folge mit relativ vielen Menschen aus Sachsen-Anhalt gesprochen, mit Krankenkassen, aber auch mit einem Forschungsverbund. Da geht es um die Krankentage in Sachsen-Anhalt. Genau, da geht es um die Krankentage. Und da habe ich schon auch wahrgenommen, dass natürlich gibt es Medien vor Ort, die auch immer mal was nachfragen, aber selten viel Zeit haben, weil sie einfach den ganzen Tag bespielen müssen. Und wir haben eben, genau wie Marie gesagt hat, die Zeit, da auch mal ein bisschen tiefer einzusteigen, uns Zeit zu nehmen für lange Interviews, auch mal vor Ort zu sein. Und das macht einen Riesenunterschied. Und ich habe auch das Gefühl, man fühlt sich da gerade sehr gesehen und spricht deswegen eben auch sehr, sehr gerne. Und das ist ein total schönes Gefühl.
Da musste ich auch wirklich sehr drüber lachen. Das ist schon ein bisschen so eine Vorausschau auf Folge 3, die ja dann nächste Woche kommt. Ich habe eine Anfrage verschickt an einen Soziologen, weil es geht thematisch um ein Mitmachlokal und so die Frage: Begegnungsorte in Städten. Und der hat erstens sofort geantwortet, also wirklich kurz nachdem ich die Mail abgeschickt hatte. Und er meinte dann: Ja, Ihre Podcastveröffentlichung, die habe ich schon mitbekommen, hat mich total gefreut. Und umso mehr freue ich mich, dass Sie jetzt mich anfragen. Und ich war so: Wow, okay! Wir haben jetzt Folge 1 zu diesem Zeitpunkt draußen gehabt. Das ist kein Soziologe aus Sachsen-Anhalt, und der hat das mitbekommen, findet das offenbar irgendwie gut und freut sich jetzt auch noch, dass ich frage, ob ich ihn interviewen darf für Folge 3.
Und es klingt ja auch ganz so, als ob euch die Ideen nicht ausgehen für die nächsten Episoden. Also ich glaube, die Themenliste ist so lang, dass wir sie quasi schon bis Ende 2027 geschrieben haben. Nein, aber es ergeben sich natürlich auch immer Dinge, und das ist ja auch das Schöne. Wir wollen ja auch ganz viel von den Hörerinnen und Hörern wissen, was sie umtreibt und was sozusagen auch Themen für sie sind. Und ich merke selber, und das wird dir wahrscheinlich auch so gehen, Marie, dass in jedem Gespräch, das wir führen, sich gleich wieder so drei neue Themen aufmachen. Und also ich glaube, wir werden überhaupt gar kein Problem haben, jede Woche ein Thema aus Sachsen-Anhalt und für Sachsen-Anhalt zu machen.
Ja, glaube ich auch nicht. Gibt es denn irgendwas, was ihr jetzt, das fand ich ganz spannend, was du auch erzählt hast, Katja, dass du nochmal so einen anderen Blick auf Sachsen-Anhalt bekommen hast jetzt in den letzten Wochen oder vielleicht auch jetzt wieder nochmal anders hinschaust, weil du dich damit auch beschäftigst. Und du hast es ja auch gesagt, Marie, dass es auch so auf einer professionellen Ebene ganz spannend ist, neue Sachen zu entdecken und sich damit irgendwie nochmal intensiver zu beschäftigen. Gibt es da jetzt schon was, wo ihr sagt: Ja, das sehe ich nochmal neu oder das habe ich nochmal ganz neu für mich entdeckt, irgendwie in Sachsen-Anhalt? Oder habt ihr einen anderen Bezug zu diesem Bundesland?
Also ich glaube, einen ganz anderen oder einen ganz neuen Bezug wahrscheinlich nicht. Ich glaube, dafür haben wir uns in den letzten Jahren, hat Maria schon gesagt, auch beruflich zu viel mit diesem Bundesland beschäftigt. Was mir nochmal viel klarer geworden ist, ist dass diese, ich sage mal, einseitige undifferenzierte negative Berichterstattung, dass die etwas macht mit Menschen und dass die auch wahrnehmen, dass wir es vielleicht versuchen, anders zu machen. Und ich glaube, da gehe ich jetzt nochmal mit viel mehr Achtsamkeit auch in Gespräche und auch an Themen ran, um eben immer auch ein bisschen differenzierter zu gucken: Warum ist das so? Und eben nicht zu sagen: Ja, die sind eben Spitzenreiter bei den Krankentagen. Blöd! Sondern eben wirklich zu versuchen, zu verstehen, was dahinter steckt und wo vielleicht auch Ansatzpunkte sind, dass man das anders machen kann.
Ich glaube, auf so einer persönlichen Ebene macht es schon ein bisschen was mit mir, weil ich habe ja in Folge 1, hast du mich ja gefragt, ob ich mich als Sachsen-Anhalterin sehe oder nicht, oder als Dessauerin. Und ich habe ja beschrieben, dass ich so ein bisschen ein ambivalentes Gefühl immer zu Sachsen-Anhalt habe. Und ich merke schon: Mal gucken, wie sich das entwickelt, dass da diese vielleicht Abwehrhaltung manchmal gegenüber diesem Bundesland, die ich so als 18 Jährige entwickelt habe, wo ich dachte: Hier ist nichts, ich muss hier weg, die hat sich natürlich schon mittlerweile aufgelöst. Aber manchmal ist die ja noch da, dass sich da ganz viel bewegt und ich noch viel mehr, als ich es jetzt schon konnte, sehen kann, dass da wirklich viele Leute versuchen, etwas zu bewegen und dass sich da auch was bewegt. Und das finde ich schön und ich freue mich darauf, das noch viel mehr herauszuarbeiten und noch viel mehr zeigen zu können in den Folgen, die noch kommen werden.
Was mich persönlich übrigens auch sehr gefreut hat bei den Rückmeldungen ist: Ich glaube, einer hat in seinem Blog geschrieben: Das ist echter Journalismus. Und das fand ich ganz cool, weil das ist ja unser Anspruch bei detektor.fm, dass wir sagen: Wir wollen journalistisch auf die Themen gucken. Wir wollen nicht irgendwie aktivistisch sein. Wir wollen nicht sagen, was die Leute zu denken haben, sondern die Leute sollen sich ihre eigene Meinung bilden. Und gleichzeitig wollen wir aber auch einordnen, also wirklich im ganz klassischen Sinne journalistisch. Und ich finde, da würde ich jetzt euch nochmal ein Lob geben: Ihr macht das auch gut als Journalistinnen. Also ihr habt auch so ein eigenes Selbstverständnis, dass ihr das journalistisch umsetzt.
Ja, man könnte jetzt sagen: Das hast du uns ja auch als Aufgabe mitgegeben. Nee, aber das heißt ja auch nicht, dass es klappt. Nee, das ist schon der Anspruch und das ist natürlich manchmal gar nicht so einfach, gerade wenn man sich eben in genau so einem Spannungsfeld bewegt. Man möchte eben nicht immer die negative Schlagzeile nochmal wiederholen, aber natürlich gehören negative Meldungen eben auch dazu. Und für uns, glaube ich, ist es dann eher so ein Startpunkt, an dem man losläuft und an dem man dann genauer hinschaut und versucht, Gründe rauszufinden. Und manchmal gibt es eben nicht die ganz klare, ganz einfache Antwort. Und ich glaube, wir versuchen in dem Podcast dann eben auch genau diese Offenheit zu haben und auch zu sagen: So ist das halt. Die Sachen sind halt manchmal komplex und wir können euch jetzt auch nicht in einem Satz sagen, warum es so ist, aber wir versuchen es zumindest.
Ja, wir versuchen zumindest, den Blick vielleicht zu weiten und verschiedene Perspektiven und einfach Einflüsse zu sehen, warum manche Dinge eben so sind. Und bestenfalls schaffen wir es auch noch, zumindest einzelne Lösungsansätze aufzuzeigen, wie man da doch rauskommt.
Habt ihr auch schon so konkrete Ideen, was ihr unbedingt noch machen wollt in den nächsten Wochen und Monaten? Wollt ihr das schon verraten? Zumindest als Ideen. Muss ja nicht unbedingt heißen, dass es dann auch klappt. Das ist ja hier so ein bisschen der Hinter-den-Kulissen Podcast. Also ich glaube, was wir unbedingt machen sollten, weil es einfach nicht nur in Sachsen-Anhalt, aber auch in Sachsen-Anhalt eine riesige Rolle spielt, ist über Ehrenamt zu sprechen. Also viele Strukturen, gerade in den ländlichen Regionen, umso kleiner die Gemeinden werden, im Dörflichen würden gar nicht mehr funktionieren, wenn wir nicht wirklich einen Haufen Menschen hätten, die sich ehrenamtlich engagieren, die sich ein Bein ausreißen, damit die kleine Gemeinschaft das große Projekt, die große Dorffeier oder was auch immer auf die Bühne kommt. Und ich glaube, wir müssen da unbedingt mal drauf schauen, wie die Strukturen gebaut sind, wo es große Hürden gibt und warum es eben an einigen Stellen, aber trotzdem funktioniert. Und das finde ich, das ist auf jeden Fall ein Mussthema, finde ich.
Ja, und ich finde auch ganz wichtig, weil das eben auch so ein bisschen der beschriebene Hintergrund ist, wie ich Sachsen-Anhalt verlassen habe. So das Thema Jugendorte, Jugendarbeit. Überhaupt, was gibt es denn noch für junge Menschen, sich irgendwie auszuleben, auszuprobieren, vielleicht auch eine Gemeinschaft zu bilden, die dich hält? Da hat ja Sachsen-Anhalt auch ein ganz großes Problem. Und das hatte ich auch jetzt in einem anderen Projekt tatsächlich erst wieder, dass mein Interviewpartner meinte: Als ich 18 war, ich hatte so große Langeweile, ich wollte einfach nur weg. Und da würde ich gerne auch mehr nachfragen. Ja, bestimmt haben immer noch viele Jugendliche Langeweile, aber sie müssen die vielleicht nicht haben. Vielleicht gibt es ja tolle Projekte. Ich bin mir sicher, es gibt die, und wir können die vorstellen, aber auch darüber reden, was sie noch viel mehr brauchen, damit es besser wird.
Was ich noch sagen kann, ist: Wir haben intern ganz am Anfang natürlich sehr lange darüber diskutiert, wie dieser Podcast heißen wird und auch der Newsletter „dazwischen“. Mittlerweile gibt es zwei, drei Leute, die geschrieben haben: Finden den Namen super und noch keiner hat sich beschwert. Wie findet ihr ihn mittlerweile? Habt ihr ihn angenommen? Ist er gut? Ich fand ihn immer super. Marie fand ihn immer super. Ich hatte am Anfang so ein bisschen Befremdlichkeiten. Am Anfang und jetzt muss ich wirklich sagen, weil er so viel Raum lässt und weil er irgendwie so viel offen lässt und gar nicht so irgendwie schon mal so einen Punkt macht, finde ich ihn mittlerweile richtig toll. Und ich finde auch, wie sozusagen unsere Art Designer ihn umgesetzt haben auf dem Cover-Design und so, wie das farblich aufgebaut ist, das gefällt mir richtig gut. Und jetzt habe ich ihn ins Herz geschlossen. Schon auch.
Warum fandst du ihn von Anfang an gut, Marie? Kurz, prägnant. Ich fand ihn auch modern, muss man ja auch sagen. Manche Tage gibt es so Titel und man denkt sich so: Vielleicht ist der Inhalt gut, aber der Titel hört mich ja schon gar nicht ab. Also ich fand ihn einfach gut. Und auch, weil er, wie Katja gerade beschrieben hat, Raum lässt. Und zwar nicht nur beim Gesamtinhalt des Podcasts, sondern ich finde auch, wenn man so ein bisschen auf einzelne Folgen und deren Inhalt schaut, auch da, weil eben nicht alles immer eindeutig ist. Und ja, die Welt ist vielfältig und so auch verschiedene Themen. Und ich finde auch, dass das irgendwie auch dazu passt, der Titel „dazwischen“.
Dem kann ich mich nur anschließen. Ich bin auch großer Fan mittlerweile vom Titel, habe aber am Anfang auch überlegt: Ist das wirklich der richtige Titel? Aber mich hat dann auch einer der ersten Grafikentwürfe überzeugt, wo „dazwischen“ so in die Umrisse von Sachsen-Anhalt reingesetzt wurde. Da war mir klar: Das ist ideal oder das passt richtig, richtig gut. Also das war glaube ich der Moment, wo es bei mir so klick gemacht hat.
Was wir an dieser Stelle, glaube ich, oder ich vor allen Dingen auch unbedingt nochmal sagen müssen, ist, dass es ja auch ein riesen Team gibt, was dahinter ist. Also jetzt sitzen wir hier zu dritt irgendwie, aber da gibt es die Audio-Produzenten, da gibt es das Cover-Design, da gibt es das großartige Sound-Design, das muss man auch mal sagen von Florian Sievers, was ich auch sehr liebe, was ich finde, was den Podcast auch total aufwertet. Was ich auch häufig gehört habe, dass es sehr hochwertig klingt. Also viele Leute haben gesagt: Es klingt irgendwie, und das hat auch was damit zu tun, dass Florian Sievers diese Musik gemacht hat, aber natürlich auch Leonard und Anne also im Hintergrund und Kathi und sehr, sehr viele Menschen, die irgendwie noch mitarbeiten an diesem Podcast hier. Das machen wir nicht alleine und das muss man auch dazu sagen. Das haben wir auch an vielen Stellen schon gesagt, aber das gehört, glaube ich, auch in diese Episode rein.
Das alles wäre ja nicht möglich, dass wir das bis Ende 2027 machen, wenn nicht der Media Forward Fund im Dezember letzten Jahres gesagt hätte: Ja, detektor.fm, die kriegen das bestimmt irgendwie hin, wenn wir denen das mal erlauben. Und diese Kooperation mit dem Media Forward Fund ist für uns großartig, ist eine riesen Chance. Und ich finde, und das ist jetzt vielleicht nochmal das Lob an euch: Die ersten beiden Episoden haben bewiesen, dass das eine gute Idee war vom Media Forward Fund, euch und uns das Vertrauen zu geben. Und wir gucken glaube ich alle gemeinsam sehr zuversichtlich auf die nächsten Wochen und Monate. Danke dafür!
Und dann schauen wir nochmal vielleicht auch auf die anderen Themen im April bei detektor.fm. Da gibt es vor allen Dingen noch einen ganz großen Höhepunkt, nämlich der brand eins Podcast wird 10 Jahre alt. Das ist irgendwie irre. Im Podcast-Universum ist das irgendwie Dinosaurier-Status. Also vor 10 Jahren gab es zum Beispiel, ich habe mal nachgeguckt, da gab es noch gar kein Podcast-Angebot bei Spotify. Da gab es noch kein Podcast vom Spiegel, von der Süddeutschen, von der FAZ, you name it. Sondern da war tatsächlich die kleine brand eins im positiven Sinne und das kleine detektor, einer der allerersten, die gesagt haben: Wir kombinieren mal Wirtschaftsjournalismus und Podcast und machen daraus ein neues Ding. Und seitdem gibt es den brand eins Podcast. Und wir feiern das in diesem Monat mit sehr, sehr besonderen Ausgaben, weil wir gucken 10 Jahre zurück auf das Jahr 2016. Und auch das, übrigens ganz spannend, was 2016 alles so passiert ist. Ich sage nur: Brexit, ich sage nur: Panama Papers. Also sehr interessant, wo man so denkt: Krass, das ist jetzt schon wieder 10 Jahre her. Ja, damals war auch schon die Krim besetzt und so. Also wenn man jetzt mal ganz rauszoomt und so, da gab es natürlich auch einen Ostkonflikt und so. Also es ist ganz spannend und wir gucken uns an: Was ist eigentlich daraus geworden, zum Beispiel aus dem Brexit, aus den Panama Papers? Wie hat sich das weiterentwickelt? Wo stehen wir da gerade heute? Wie ist es beispielsweise heute mit dem Verhältnis zu Großbritannien in Sachen Wirtschaft? Oder auch: Was haben wir eigentlich gelernt aus so Steueroasen wie beispielsweise in Panama? Und so, hat sich da was verbessert? Wenn ja, was? Was ist vielleicht immer noch offen? Diese ganzen Fragen diskutieren wir jetzt den ganzen Monat lang im brand eins Podcast.
Übrigens ganz spannend: Auch wie hat sich das Fernsehen verändert? Wir sprechen mit einem der wichtigsten Fernsehproduzenten in Deutschland. 2016 war TV, sage ich mal, noch total wichtig. Heute hören viele Menschen Podcasts, nutzen andere Medien. Klassisches lineares Fernsehen bei RTL und ProSieben hat ganz schöne Probleme. Und genau darüber reden wir auch: Wo steht das eigentlich? Wo geht die Reise hin? Was ist mit Streaming-Videoplattformen und so weiter? Also ein Monat, der sich auch lohnt, wenn man sich für Wirtschaftsthemen interessiert. Dann solltet ihr vielleicht mal reinhören in den brand eins Podcast.
Ganz am Ende von detektor.fm destilliert habe ich immer noch eine Frage an den jeweiligen Gast oder die Gästin oder in dem Fall die beiden: Gibt es einen Podcast, vielleicht auch außerhalb von detektor, wo ihr sagt, oder auch ein Buch oder ein Film oder eine Serie, wo ihr gerade drüber gesprochen habt, wo ihr sagt: Das hat mich irgendwie in den letzten Wochen richtig begeistert oder fasziniert?
Ich kann nur von ganz viel Vorfreude sprechen, denn es kommt jetzt oder ist jetzt es ist schon im Kino. Ich habe ihn nur noch nicht gesehen: Der Astronaut „Project Hail Mary“ von einem meiner absoluten Lieblings-Science-Fiction-Autoren Andy Weir. Wirklich einer der besten Science-Fiction-Autoren, die es überhaupt gibt. Der hat auch „Der Marsianer“ geschrieben, „Marsianer“ ja auch verfilmt. Tolle Verfilmung. Und ich bin mir absolut sicher, dass dieser neue Film auch mindestens genauso großartig wird. Wann kommt der, weißt du schon? Er ist schon draußen, ich habe ihn nur noch nicht gesehen, aber ich gucke ihn am Donnerstag. Dann kann ich es dir berichten.
Also ich habe eine Empfehlung, die bezieht sich jetzt gar nicht auf so eine konkrete Folge. Ich bin ja wirklich ein großer Fan von dem englischsprachigen Podcast „The Rest is History“. Und ich finde die beiden großartig, wie sie einfach es schaffen, historische Themen ins Heute zu holen, Zusammenhänge zu erklären. Und es gibt gar nicht eine Folge oder meistens machen sie ja mehrere Teile, die ich empfehlen würde. Ich würde einfach mal ganz allgemein empfehlen: Hört euch diesen Podcast an, der ist wirklich toll.
Marie Landes und Katja Schmidt, ich sage vielen Dank, dass ihr inzwischen hier auch bei „Destilliert“ gewesen seid und danke für „dazwischen“. Vielen Dank dir! Danke! Alle Beiträge, Reportagen und Interviews können Sie jederzeit nachhören im Netz auf detektor.fm.