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Deutsches Patent- und Markenamt. Foto: Frank Dahlmann
Deutsches Patent- und Markenamt. Foto: Frank Dahlmann

brand eins Podcast | Deutsches Patent- und Markenamt

Patente als Schutzmauer

(sponsored) In Berlin befindet sich heute immer noch eine Außenstelle des Deutschen Patent- und Markenamts. Hier arbeitet Roger Hildebrandt. Er kennt die Geschichte des Berliner Patentamtes ganz genau, zeigt die alten Schätze im Archiv und hat eine Botschaft an klein- und mittelständische Betriebe: Schützt eure Ideen!

Das erste Patentamt

1877 bekam Deutschland sein erstes, kaiserliches Patentamt. Ziemlich spät. Die USA oder Großbritannien waren weit voraus. Der Grund: Vor der Jahrhundertwende waren die Deutschen die Meister im Kopieren. Der deutsche Handel lebte geradezu davon. Deswegen war die Industrie- und Handelskammer gegen ein Patentgesetz. Man wollte sich ja nicht den Ast absägen, auf dem man saß.

Allen voran Werner von Siemens ist es zu verdanken, dass am 1. Juli 1877 dann doch ein Patentgesetz in Kraft trat — und am 2. Juli bereits das erste Patent vergeben wurde. DE1: ein „Verfahren zur Herstellung einer rothen Ultramarinfarbe“.

Zerstörung und Neuanfang

Im Krieg wurde das Gebäude in Berlin zerstört. Die Russen plünderten Vorhänge und Schreibmaschinen. Die Amerikaner kamen mit einer Spezialeinheit, der Field Information Agency, Technical — kurz FIAT. Deren Aufgabe war die systematische Erfassung von wissenschaftlichem, technischem und industriellem Know-how des besiegten NS‑Staates. Sie nahmen alle noch nicht veröffentlichten Patentdaten auf Mikrofilm auf, schafften sie in die USA und verkauften sie meistbietend an die US‑Industrie. Man verdiente Milliarden.

„Schützt eure Ideen!“

Heute hat das Deutsche Patent- und Markenamt seinen Sitz in München. In Berlin befindet sich noch eine Außenstelle. Hier arbeitet Roger Hildebrandt, der unter anderem klein- und mittelständische Betriebe betreut. Sein Rat: Schützt eure Ideen! „China baut eine gigantische Festung aus Schutzrechten auf“, sagt er. „Wir verlieren gerade massiv an Boden.“ In Deutschland werden jedes Jahr 65.000 Patente angemeldet — in China sind es 1,2 Millionen. Die Schlussfolgerung wäre: Wir erfinden zu wenig. Roger Hildebrandt sagt aber, das sei nur die halbe Wahrheit. „Wir schützen auch zu wenig.“ Nur zehn Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen melden ihr geistiges Eigentum an. Diese Unternehmen machen aber gleichzeitig fast 69 Prozent mehr Umsatz pro Mitarbeiter. Sie arbeiten also profitabler. „Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben geistiges Eigentum, sind sich dessen aber gar nicht bewusst.“

Ein Gespräch über Förderprogramme und Fälscher, Sneaker im virtuellen Raum, Kinderstühle als Kunst und den Ballermann als Geschäftsmodell. Und warum die Peter-Pan-Bücher in England ein (weltweit einmaliges) dauerhaftes Urheberrecht genießen.

Das ist eine gesponserte Episode. Sie ist entstanden im Auftrag des Deutschen Patent- und Markenamtes. Durch die Folge führt Frank Dahlmann von brand eins.

Umsetzung: Frank Dahlmann/brand eins

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