In unserer Reihe zum Übernehmertum haben wir hier im Podcast ja zuletzt aus verschiedenen Perspektiven auf die Unternehmensnachfolge geschaut. Auf die Übergabe in der brand eins Chefredaktion zum Beispiel, auf den wissenschaftlichen Blick auf Übergeben und Übernehmen sowie auf die sehr individuelle Übernahme vom eigenen Vater.
In dieser Episode geht es nun um eine Nachfolge, die einen ganz ordentlichen Umweg genommen hat. Wieso, weshalb, warum? Das bespreche ich, Christian Bollert, mit einer Übernehmerin in diesem Podcast hier: Der brand eins Podcast – Wirtschaft anders denken. Jede Woche bei detektor.fm.
Gerda Süngin übernimmt vor etwas mehr als zehn Jahren das Familienunternehmen. Ihr Großvater hat einst die Keilbefestigungstechnik GmbH gegründet und das Unternehmen sitzt im nordrhein-westfälischen Engelskirchen, zwischen Siegen und Köln, beschäftigt rund 30 Mitarbeitende und stellt sehr spezielle Befestigungssysteme für Fassadenplatten her. Dann allerdings steigt Gerda Süngin nach zwei Jahren wieder aus und macht sich erstmal mit einem Fitnessstudio selbstständig.
Vor gut sieben Jahren kehrt sie dann aber wieder zurück ins Familienunternehmen. Warum verlässt jemand ein Unternehmen, das er oder sie eigentlich übernehmen wollte? Was muss passieren, um dann doch wiederzukommen? Und kann ein Ausstieg vielleicht dabei helfen, den eigenen Weg zu erkennen? Über all diese Fragen spreche ich dankenswerterweise persönlich mit Gerda Süngin, denn sie ist Geschäftsführerin der Keilbefestigungstechnik GmbH und eine der Botschafterinnen der brand eins Übernehmertum Community.
Und ich sage herzlich willkommen und hallo im brand eins Podcast, Gerda Süngin.
Hallo, danke für die Einladung. Warum bist du denn zwei Jahre nach der Übernahme des Familienunternehmens wieder ausgestiegen, eigentlich?
Ja, weil es mir nicht so gefallen hat, wenn man mal direkt ist. Und warum? Also ich glaube, dazu vielleicht das Wissen: Meine Vorgängerin in der Nachfolge nach der Gründung von meinem Opa war meine Mutter. Und meine Mutter hat mit meinem Vater zusammen die Firma geführt. Also nicht das traditionelle Modell, von Mann führt Firma und Frau macht dann die Belege, sondern meine Mutter ist Vollunternehmerin. Das ist das traditionelle westdeutsche Modell, würde ich sagen.
Genau, das war früher ja scheinbar recht gängig. Und ich habe auch in der letzten Zeit gedacht, dass das oft so irgendwie vorausgesetzt wurde. Nein, auf Augenhöhe, zwei starke Unternehmer und ein super Team. Und das war als ich dann reinkam auch eine Wand, muss ich sagen. Also das war schon was Großes, was Mächtiges. Die zwei waren wirklich eingespielt.
Und für mich war das sehr herausfordernd, weil ich glaube, ich damals sehr auch mich an denen natürlich orientiert habe. Also meine Eltern wollten mir helfen, gut reinzukommen. Ich habe mich stark an ihnen orientiert. Und das hat wahrscheinlich am Ende dazu geführt, dass ich auch mich dadurch weniger an mir orientiert habe, mehr an dem Umfeld, was in dem Fall meine Eltern waren, vielleicht auch die Mitarbeiter.
Und meine Eltern haben mich unterstützt, indem sie mir super Ratschläge gegeben haben, die aber wiederum nicht zu meiner Person gepasst haben. Und dadurch habe ich mich doch mit der Zeit gemerkt, das passt hier nicht. Ich bin hier fehl am Platz. Ich kriege mich hier nicht rein sortiert. Also ich habe nicht in diesen Rahmen gepasst. Und dann ist es auch noch Bauindustrie. Dann ist es auch noch mega traditionell. Damals war es auch noch zusätzlich Bohrerindustrie, also Werkzeugindustrie.
Ja, ich habe alles gegeben, um da irgendwie reinzufixen, obwohl ich dann später erst gemerkt habe, dass eigentlich genau das mein Fehler war. Und deswegen habe ich dann nach zwei Jahren gesagt, das funktioniert nicht ganz und habe gesagt, ich breche an dieser Stelle ab. Aber auch das nur mit Hilfe. Also wir haben wirklich lange als Familie diskutiert, haben eine Unternehmensberatung reingeholt, die Birgit Felden, die auch hier zuletzt im Podcast zu hören war.
Die haben uns wirklich begleitet. Und ja, so eine Beratung, die holt schon die innersten Emotionen und Haltungen und Gefühle hoch. Und wenn man dann wirklich mal in die Reflexion geht, dann wird so manches bewusst. Und mir wurde bewusst, das hier ist noch nicht die nächste Station für mich.
Gab es einen Moment, wo du das gemerkt hast, dass das eben schwierig ist, gerade mit Mutter und Vater? Oder war das wie so ein Glas, was immer voller geworden ist und dann irgendwann?
Ja, genau. Also das klingt immer so, meine Eltern sind da der Grund. Ich glaube, meine Erwartungshaltung, meine Herangehensweise war da der Grund. Ich habe einfach immer so kleine Situationen gehabt, wo ich gemerkt habe, ich vertrete vielleicht natürlich auch nicht deren Meinung in manchen. Also ich bin dann bei Meetings dabei und habe dann eine Haltung, war selbstverständlich, dass ich die mit vertrete, wo ich gedacht habe, die vertrete ich ja mal gar nicht.
Und habe aber natürlich die Wertschätzung gegenüber meiner Eltern auch wahren wollen, da dann vielleicht auch nichts gesagt. Genauso auch vor den Mitarbeitern willst du da nicht diese Rolle falsch platzieren. Also es ist, glaube ich, auch was, ja, bei der Nachfolge oft Thema ist, diese Doppelrolle, die du hast.
Und ich denke, als Nachfolger, das muss man echt üben, auch die eigenen Eltern in der Rolle des Unternehmers wahrzunehmen und nicht in der Rolle des Vaters oder der Mutter. Und das, glaube ich, fiel mir auch damals total schwer. Und das glaube ich, fiel auch meinen Eltern schwer.
Wie habt ihr es denn geschafft? Also offensichtlich habt ihr ja dann diesen Schritt gemacht. Aber ich kann mir, genau das beschreibst du ja ganz gut, das sehr gut vorstellen, dass da diese Rollen auch so verschwimmen. Das hatten wir neulich auch hier im Podcast, dass eben Mutter, Vater, Unternehmer, Unternehmerin, dass das nicht so trennscharf ist.
Also erstmal finde ich es schön, dass du davon ausgehst, dass wir das geschafft haben. Also wir haben es auf jeden Fall wieder versucht. Nein, erstmal haben wir wirklich ganz viele Gespräche geführt, mit Unterstützung von externen. Und ich finde, immer so eine Moderation mit einem externen, das ist dieses Über-Eck-Kommunizieren, hilft total in dem Verständnis für den anderen und auch wirklich in diesem Austausch.
Und ja, die Absicht war ja da erstmal gar nicht, dass wir es jetzt, also ich habe mich entschieden, dass ich gehe. Ich bin irgendwann nach Feierabend ins Büro von meiner Mutter gegangen. Das war abends um sechs, wo alle schon weg waren, und habe mich da gegenüber gesessen und gesagt, ich kündige. Also ich habe jetzt nicht gesagt, ach, wir machen jetzt mal eine Pause und gucken mal, wie es wann anders funktioniert. Also es war schon für mich was Endgültiges.
Und da haben wir nicht gedacht, das schaffen wir schon noch. Da haben wir gedacht, okay, das ist es halt scheinbar nicht. Das war eine Trennung. Das war eine Trennung, das war eine sehr bewusste Trennung. Also ich habe damals, wo ich gekündigt habe, gedacht, okay, jetzt habe ich die komplette Familie zerstört, gefühlt. Ich habe die Firma im Riss gelassen. Ich habe die Reißleine gezogen. Jetzt gibt es keine Zukunftsperspektive mehr für die Firma.
Und meine Eltern hassen mich mein ganzes Leben lang so. Also extrem, natürlich in dem Moment in der Emotion. Das war ja die zwei Jahre, die ich weg war, die ich selbstständig war. Das war, glaube ich, einfach auch mit einem Baustein, den es brauchte, dass ich wirklich selber selbstständig werden durfte, selber wirken durfte, selber mich auch kennenlernen durfte in dieser Rolle.
Also ich hatte nicht, ich musste mit meinen Eltern, ich hatte nicht so viele Baustellen. Ich musste nicht einerseits das Verständnis für die Rollen, andererseits die eigene Führung kennenlernen, wie ich da agiere. Die Mitarbeiter, die einen ja auch schon von Kind an kennen, das hatte ich alles nicht. Ich durfte mich einfach darauf konzentrieren, ja, etwas aufzubauen, etwas zu gründen.
Und dadurch habe ich wahrscheinlich erstmal überhaupt meine eigene Haltung definieren können. Und das hat auch erst dafür, glaube ich, gesorgt, dass meine Eltern auch mich auch das erste Mal überhaupt in dieser Rolle auch wirklich mal sehen konnten. Und wir dadurch überhaupt diese Trendschärfe ein Stück weit überhaupt schaffen konnten, das unterschiedlich zu betrachten.
Und gleichzeitig, obwohl ich sie da erstmal im Riss gelassen habe, waren meine Eltern meine allerersten Kunden, die sich eingetragen haben und die regelmäßig zum Training kamen über diese Zeit. Und das hat mir auch wieder bestätigt, egal was ich mache, die vergraben mit mir die Leiche, so überspitzt gesagt. Die sind einfach da. Familie.
Ja, genau. Und ich glaube, das brauchte es, so diesen Umweg. Es ist eigentlich kein Umweg gewesen, aber diesen Weg brauchte es, dass das mal wirklich mal abgesteckt wird. Deswegen haben wir das vielleicht nicht so bewusst gemacht. Wir haben uns da vielleicht auch ein bisschen leiten lassen. Und das hat dafür gesorgt, dass wir dann eine ganz andere Ausgangslage hatten.
Du hast es angesprochen, Fitnessstudio hast du gemacht, zwei Jahre lang. Ich höre da irgendwie raus, da ist ganz viel Selbstbestimmtheit und Selbstwirksamkeit auch bei dir ausgelöst worden.
Ja, total. Also gerade weil ich davor die Zeit mich so darauf versteift habe, eine gewisse Resonanz zu erzeugen. Ein Umfeld, seien es die Kunden, seien es die Mitarbeiter. Man will natürlich, wenn du jetzt als einzige Person neu in so einem Umfeld bist, wo vielleicht auch schon Erwartungen bestehen, natürlich auch liefern.
Also es ist ja ein unfassbarer Druck, der da entsteht. Und ich glaube, ich habe den noch nicht mal wirklich als Druck direkt empfunden. Ich habe einfach für mich gedacht, okay, das ist jetzt so und jetzt musst du dich konzentrieren und bleib dran. Und beobachte, lerne, pass auf und füge dich jetzt vernünftig da ein, damit das vernünftig wird.
Und dieses Unwohlgefühl dabei, das habe ich wahrscheinlich dann auch immer zusortiert. Na, ja, es ist ja auch neu, ist ja normal, kaltes Wasser gehört dazu, stell dich nicht so an. Also ich glaube, ich habe es einfach vielleicht ein bisschen falsch zusortiert und habe dann erst nach zwei Jahren im Familienunternehmen gemerkt, ich habe mich selbst komplett verloren.
Also ich habe dann zwar einen guten Job gemacht und habe super quasi dann erst mal von außen betrachtet da reingepasst. Aber ich selbst war komplett entfremdet zu mir und habe halt dann nicht mehr mich orientiert von meiner inneren Haltung, sondern mehr wirklich von dem Außen her. Das war, glaube ich für mich so das erste Mal und heute das größte Geschenk, was passieren konnte, wo ich gemerkt habe, wo wirklich mein Kernorientierungspunkt starten sollte.
Und das ist nicht in dem Außen, sondern bei mir. Und wenn das bedeutet, dass ich dann aber ein Auftreten habe oder einen Umgang pflege, der nicht in den Rahmen passt, der einen Rahmen mal sprengen kann, der auch mal irritieren könnte, dann ist das okay. Weil es muss am Ende, muss ich mit meiner Haltung das auch vertreten können und nicht andersherum, dass ich später dann eine Unstimmigkeit habe, weil dann wird es unauthentisch, dann wird es schlecht.
Und genau das war es auch nachher. Ich habe zwar reingepasst, aber ich habe so schlechte Leistungen gebracht. Ich gehörte zu denen, die dann gesagt haben, okay, wir machen das jetzt so. Und gleichzeitig habe ich gedacht, das ist aber fühlt sich total blödsinnig an, das so zu tun. Und wurde auch zu so einem, ja, irgendwie wie so einem Roboter, der gesagt hat, ja, aber du willst jetzt nicht hier anstößig sein, vielleicht sowas rückblickend.
Und ich glaube, das ist ein ganz großer ausschlaggebender Punkt gewesen, der heute dann ins komplette Gegenteil wiederum geschlagen ist.
Gerda Süngin, Geschäftsführerin in dritter Generation der Keilbefestigungstechnik GmbH bei detektor.fm. Wir sprechen in dieser Folge gleich noch genauer darüber, wie es denn gelungen ist, wieder zurückzukommen nach dieser Trennung.
Gerda, du hast es angesprochen, zwei Jahre hast du das mit dem Fitnessstudio gemacht, dann bist du zurückgekommen. Wie ist denn das passiert?
Ja, das frage ich mich auch. Ich habe eigentlich nur mit unserer Tochter, die zu dem Zeitpunkt drei Monate alt war, Maxi Kosi, mal eben meine Mutter in der Firma besuchen wollen. Und in der Zwischenzeit, wir hatten damals zwei Unternehmen, wurde ein Unternehmen verkauft.
Und dann, ja, muss ich mir vorstellen, sitze ich im Büro gegenüber von meiner Mutter, schaukelnde Maxi Kosi neben mir. Gibt auch noch andere Kinderwagen, aber ja, alles gut. Wir sind ein Wirtschaftspodcast. Bagebu fällt mir ein. Aber ja, also auf jeden Fall schuckel dieses Teil da die ganze Zeit hin und her.
Und dann sagt meine Mutter, ja, wir haben uns jetzt auch mal überlegt, es wird mal verkauft und wir haben uns auch überlegt, was machen wir denn und wie geht es weiter. Und dann haben wir uns gefragt, also was machen wir denn jetzt mit der Befestigungstechnik?
Ja, und dann haben wir uns gedacht, also vielleicht dann würden wir die wahrscheinlich dann perspektivisch auch verkaufen, außer du möchtest das doch machen. So, mit der Frage habe ich gar nicht gerechnet. Dann habe ich erst mal ganz erwachsen gesagt, okay, keine Ahnung, ich gehe.
Dann bin ich nach Hause zu meinem Mann, habe gesagt, die haben sie nicht mehr alle. Wie kommen denn die auf diese Idee? Ich mache doch nicht zweimal denselben Fehler. Auf gar keinen Fall. Endlich habe ich mich wieder zurückgefunden und ich bin frei und alles toll.
Und dann hat mein Mann dann ganz schlau gesagt, ja, dann sagt er ihm das doch so. Er sagt, ja, das werde ich denen auch sagen. Da muss ich mir vorstellen, ich auf dem Balkon von links nach rechts. Ich sage denen das jetzt. Ich sage denen, dass ich das nicht machen würde, weil die müssten ja sofort rausgehen.
Ich sage denen, wie soll ich das denn machen? Ich müsste das Studio verkaufen. Ich müsste, ich müsste, ich müsste. Dann sagt er, ja, dann sag das doch so. Ich sage, ja, okay, ich mit stolzer Brust zu meinen Eltern und sage so, ich würde das ja machen, aber ihr müsstet sofort rausgehen.
Ich müsste mein Studio verkaufen. Ich habe keine Ahnung von dem Vertrieb. Echt nicht einfach. Außerdem die Rita, unsere Tochter, drei Monate alt. Dafür bräuchten wir auch eine Lösung, ohne dass ich ein schlechtes Gewissen habe. Das ist ja kaum möglich. Wie wollen wir das machen? Geht ja gar nicht.
Deswegen nein. Und dann haben meine Eltern gesagt, ja gut, das kriegen wir schon hin. Dann habe ich das erst mal gesagt, scheiße. Das war nicht erwartet. Das war nicht erwartet. Ja, am Ende sollte es wahrscheinlich genau so sein.
Also ich glaube, im August 2018 wurde ich angesprochen. Im November haben wir den Co-Geschäftsführer eingestellt für den Vertrieb. Im Dezember habe ich das Studio verkauft. Wir haben meine Schwiegermutter aus ihrem Teilzeitjob abgeworben als quasi Vollzeit-Nanny für uns.
Dann habe ich im 2019 im Februar angefangen, mein Co im Juni und Ende Juni sind meine Eltern aus der Firma offiziell als Geschäftsführer rausgegangen. Das heißt, du hast im Prinzip tatsächlich das gemacht, was du gelernt hast, nämlich du bist für dich selbst eingestanden und dann hast du es auch noch bekommen.
Ja, da war ich überrascht. Ja, tatsächlich. Aber ich bin halt wirklich von mir, da bin ich das erste Mal wirklich von mir heraus da vorne gegangen und habe gesagt, dann muss es anders laufen.
Und das war tatsächlich auch ein Punkt. Also die Unternehmensberatung, die Themen war von Anfang an mit dabei. Und das war gut, weil die haben direkt gesagt, wir haben den Austritt von Gerda begleitet. Wir haben mitgekriegt, was sich getan hat.
Und ihr könnt das jetzt nur machen, wenn ihr euch sicher seid, dass ihr das auch aushaltet. Weil wenn die das jetzt mit dem Co zusammenschmeißt, dann wird sich der Laden ganz schnell um 180 Grad wenden. Und das müsst ihr aushalten. Da haben wir gesagt, das machen wir, das kriegen wir hin.
Ist ja auch ein Schritt. Auf jeden Fall. Größten Respekt an meine Eltern. Ich glaube, das weiß man erst wirklich zu würdigen, wenn man selber in der Lage ist. Aber ich denke jetzt schon, das ist, glaube ich, nicht ohne, so viel Verantwortung abzugeben.
Und 180 Grad wenden ist ja auch wirklich logischerweise eine krasse Wende. Konntest du damals schon irgendwie sagen, naja, in den Bereichen, da muss es anders werden? Das stelle ich mir anders vor, das muss wirklich anders werden. Oder war das eher so ein Gefühl?
Ja, genau, es war, glaube ich eher so ein Gefühl. Ich musste ja auch erst mal das Unternehmen wirklich kennenlernen. Das heißt, viele Sachen einfach intuitiv angestoßen, wo ich gesagt habe, nee, von meinem Menschenverstand fühlt sich das in der Herangehensweise besser an.
Und ein paar Sachen auch wirklich erst mal beobachtet und kennengelernt. Und dann aber wirklich festgestellt, passt absolut nicht in dieser Form. Und das wirklich auf links gedreht. Manche Sachen, das ist natürlich die typische Lehre, haben wir auch gemerkt, naja, das hatte schon einen Grund, warum das damals so gemacht wurde.
Hätten wir es vielleicht mal so gelassen. Und bei anderen Sachen waren wir wiederum bis heute sagen wir, das waren die besten Entscheidungen, die wir treffen konnten. Also ich kann nur sagen, eine meiner ersten Amtshandlungen, die ich jetzt noch mache, ist Personalgespräche. Richtig viel Zeit dafür zu investieren.
Das heißt, ich habe mir wirklich jeden Einzelnen geschnappt und bin mit denen spazieren gegangen und habe mir wirklich offene Fragen überlegt, die ich wirklich wichtig finde. Und habe da viel Wissen rausgezogen. Und da habe ich so viel gelernt von den Leuten hier, so viel Input gekriegt, so viele sinnvolle Hinweise.
Und das mache ich noch heute jedes Jahr. Also es gibt hier bei uns im Dorf Menschen, die kennen das schon. Wenn die sehen, die Gerda läuft wieder mit einem Menschen und einem Tablet durch das Dorf, dann ist das ein Personalgespräch. Personalgesprächssaison hat wieder angefangen.
Ja, genau. Und gibt es so eine Sache, wo du sagst, also Personalgespräche, das finde ich sehr eindrücklich. Aber gibt es auch so eine andere Sache, ein konkretes Beispiel, wo du sagst, ja, das haben wir dann doch anders gemacht als vorher?
Es ist so viel, oh Gott, es ist so viel. Also wenn du jetzt bei uns in die Firma kommst, es sind Kleinigkeiten wie, das ist, wir sind deutlich bunter geworden. Für unsere Branche sind wir verdammt bunt. Jeder, der hier hinkommt, sagt, okay, das hätte ich jetzt nicht erwartet und ist eher überrascht, weil es scheinbar mehr an Branchen, ich sage mal, aus Marketing, Medienbereich erinnert.
Es ist sehr persönlich. Unsere Maschinen haben große Karikatur, bunte Karikaturgesichter und haben Namen, weil ich immer gesagt habe, ob jetzt 1, 5, 7, 8, ich kann mir das nicht merken. Können wir denen bitte Namen und Gesichter geben? Weil dann sehe ich genau, das ist die Trudi, das ist der Bernd und so weiter.
Dann haben wir unsere Maschinen gebrandet. Wir haben tatsächlich das Thema Feiern umgeändert. Also auch für Mitarbeiter, die Weihnachtsfeiern eine andere Art an Ausrichtung. Wir haben, wenn wir Ausstände haben, dann wird der Mitarbeiter sehr groß geehrt und sehr gewertschätzt.
Und dann wird natürlich eine Maschine umgetauft auf den Namen des Mitarbeiters. Das heißt, dieses Jahr haben wir noch Thaddeus in den Ausstand gebracht und jetzt haben wir natürlich die passende Maschine, Herr Warschlosser in der Schlosserei, auf ihn gebrandet. Das heißt, neben Trudi und Bernd gibt es jetzt auch Thaddeus.
Ja, klar. Und solche Sachen, da machen wir im Personalbereich viel. Im Markt, ich kannte nur die besten von meiner ersten Zeit und das war halt so Bauindustrie, grau, schwarz, rot, weiß. So die Kernfarben der größten Unternehmen in dieser Branche, die haben alle dieselben.
Und jetzt kommst du auf unseren Stand und der ist kunterbunt. Das ist ein Regal vollgeklatscht mit allen möglichen, auch emotionalen Sachen, auch mal ein Gag. Wir hatten auf der letzten Messe so ein kleines Guckloch und wenn du da durchgeschaut hast, dann hast du einfach wie so eine Eisenbahnwelt, so ein Miniland gesehen, um zu zeigen, so ein kleines Firmengebäude, dass wir vom Dorf sind.
Einfach so viele bunte kleine Spielereien. Und genauso gehen wir auch in den Markt. Wir haben ein verbindendes Teil, wir befestigen Fassadenplatten oder wir verbinden die Fassadenplatte mit der Unterkonstruktion. Das heißt, so gehen wir auch in den Markt hinein, dass wir diese Netzwerke auch die ganze Zeit verbinden wollen und schaffen wollen.
Und deswegen haben wir auch unser Marketing überhaupt mal komplett neu aufgestellt, dazu das alles neu ausgerichtet. Also es hat sich für die Mitarbeiter, die noch die Zeit von damals kennen, es ist ein völlig anderes Unternehmen geworden. Also als hätten sie wirklich das Unternehmen gewechselt, tatsächlich.
Die Geschäftsführerin der Keilbefestigungstechnik GmbH, Gerda Süngin, im brand eins Podcast, und wir sind gleich wieder da.
Gerda, du hast es gerade gesagt, für die Leute, die schon da waren, hat es sich fast angefühlt, als wäre es ein ganz neues Unternehmen. Wie haben die denn reagiert? Fanden die das alles immer super?
Auf gar keinen Fall. Die fanden das natürlich gar nicht so cool. Also unterschiedlich. Nein, es gab auch welche, die haben gesagt, macht ihr mal. Jetzt benennen wir halt die Maschine nach Trudi und Bernd und Thaddeus.
Ja, und wir hatten ja auch Veränderungen, die zum Vorteil, also damals, als ich angefangen habe, gab es ja noch keine Gleitzeiten. Wenn wir jetzt mal da anfangen oder dann über Corona natürlich, dass mobile Arbeiten. Also es sind ja auch viele positive Sachen gekommen.
Die gesamte Arbeitskultur ist ja nicht nur bunter und lockerer in Deko, sondern auch in Auftreten. Das heißt, dann haben wir nur einen Mitarbeiter, der sagt, wow, ich war noch nie in einer Firma, wo ich im Büro im Sommer mit kurzer Hose kommen darf. Und solche Sachen gibt es auch.
Aber es wurde auch zeitweise richtig chaotisch. Es gingen Strukturen verloren, Prozesse, die wir nicht so priorisiert haben, wie meine Eltern das gemacht haben, gingen verloren. Das hat auch manchen echt Nerven gekostet. Also das auf jeden Fall. Es gab auch Widerstände.
Ja, klar, natürlich. Und ich glaube, das geht auch nicht ohne. Also ich habe mittlerweile, wenn größere Veränderungen sind, dann rechne ich mir wirklich mal eben mit der KI aus, okay, folgende Situation, Veränderungskurve. Wie lange darf ich jetzt mit Widerstand rechnen, um mich selber in der Erwartungshaltung darauf auch einzustellen?
Wann habe ich jetzt mit welchem Verhalten zu rechnen? Und das ist natürlich nicht 100 Prozent, aber es gibt mir selber ein gutes Gefühl. Und ja, Erwartungsmanagement ist da das A und O. Dann weiß ich auch genau, okay, aber dann spätestens im Oktober können wir dann wieder nochmal weitergehen.
Das heißt, du hast auch gelernt, höre ich daraus, ein bisschen Ruhe zu bewahren. Also ich habe die letzten Jahre so viel gelernt, wie die Gefühle, den ganzen anderen Teil des Lebens noch nicht. Ich habe sehr viel an mir selber arbeiten müssen.
Ich habe sehr viel angefangen mit dem Thema Coaching. Ich habe selber eine Ausbildung jetzt gemacht zum systemischen Business Coach, weil ich gedacht habe, okay, was kann ein systemischer Business Coach? Also Coach ist ja so ein bisschen ausgenutzt, aber ein systemischer Business Coach hat eine Eigenschaft und die ist, er bringt nichts absolut gar nichts von sich ein.
Keine Lösungsvorschläge, nichts. Er muss nur zuhören und arbeitet nur mit dem, was er gegenüber einbringt. Und jetzt ist es ja so, dass gerade Unternehmer oder Geschäftsführer die Aufgabe haben, Lösungen zu bringen, Ideen einzuwerfen. Und ich sprudel wie ein Brunnen.
Wenn du mich anstupst, merkst du ja, jetzt da kommt die ganze Zeit irgendwas. Und das sind auch bestimmt oft gute Ideen, aber ich wollte halt auch das andere können. Und dafür muss ich mich in Geduld üben. Total zuzuhören ist wahnsinnig schwer.
Dann habe ich gesagt, okay, vielleicht mit Meditation, dann wirklich eigene Coachings gemacht, alles Mögliche, um da wirklich an mir selber zu arbeiten. Und das mache ich auch heute noch. Also ich versuche jeden Tag selbst zu reflektieren, ob ich den Tag oder die Dinge, die ich an dem Tag gemacht habe, immer noch so vertrete, wie ich sie getan habe.
Und du gehst das kann man, glaube ich, schon so sagen, mit deiner doch sehr besonderen Nachfolgegeschichte ziemlich offen um, beispielsweise auch hier jetzt im Podcast.
Warum ist das so? dir das so wichtig?
Weil ich fest davon überzeugt bin, dass das andere Nachfolger unterstützt bei ihrer Fragestellung. Ich glaube, dass noch ganz viele, sag ich mal, Fehlmanifestationen so ein bisschen festhängen bei vielen Nachfolgerfamilien, bei den Eltern wie bei den Kindern. Und dass solche Beispiele, das wurde mir aber auch einfach nur durch Bestätigung immer mehr zugesagt, dass an solchen Beispielen da wirklich geholfen werden kann, den Mut zu haben, doch noch mal ins Gespräch zu gehen, darüber nachzudenken.
Weil ich glaube, in Deutschland ist das Thema Nachfolge, das betrifft nicht nur Unternehmerfamilien, das betrifft die gesamte Wirtschaft. Und zuletzt, noch in einem Interview, ging es um ein ganz anderes Thema. Es ging um Innovation. Und ich habe dann gesagt, naja, die Innovationsleistung in Deutschland geht in den Keller, wo ich mir denke, ja gut, wo kommt die denn her? Die kommt ja zum Großteil auch aus dem Mittelstand, aus den Köpfen vom Mittelstand.
Die Köpfe vom Mittelstand sind aber alle kurz vor Rente oder in Rente. Und wenn die Übergabe nicht klappt, was gerade ein ganz großes Thema ist in Deutschland, und die Befähigung der nachfolgenden Generation nicht klappt und da nicht genügend Feuer reinkommt, dann kommen auch keine neuen Innovationen, weil keine Menschen da sind, die sich dazu befähigt fühlen oder dazu befeuert wurden, das zu machen.
Und ich glaube, das ist halt ein riesen Rattenschwanz, den man komplett unterschätzt, wie viel da dran hängt, dass man die Nachfolge in Deutschland unterstützt. Und das ist halt die einzige Art von Wirkung, wo ich jetzt wirken kann, anhand dieser Erfahrung und dieses Inputs.
Beitrag zur Nachfolge
Und dann habe ich mich dazu entschieden, in dieser Form dann auch meinen Beitrag zu leisten, weil ich glaube, dass das mit einer Kompetenz, die man hat, geht eine Wirkung einher, und mit einer Wirkung geht eine Verantwortung einher. Und wenn ich da scheinbar eine Wirkung mit leisten kann, dann fühle ich mich auch verantwortlich dafür, das auch einzusetzen.
Und Stichwort Wirkung: Du bist ja auch Botschafterin der Brand1 Community Übernehmertum und wirst 2027 gemeinsam mit Birgit Felden, die du auch schon angesprochen hast und die ja auch vor zwei Wochen hier im Podcast zu Gast war, eine Werkstatt zum Kulturwandel im Familienunternehmen machen. Ist das genau dieser Ansatz, zu sagen, das ist mein Thema, diese Nachfolge, das möchte ich einfach noch unterstreichen?
Ja, also tatsächlich, wir haben heute noch geschrieben und überlegt, wie können wir den gestalten. Und ich freue mich jetzt schon, weil das wird so gut. Und ich denke mir, ich habe mich selber versucht, so ein bisschen zurück zu versetzen: Hätte ich damals im ersten Anlauf so einen Rahmen gehabt und wäre dabei gewesen, das hätte mir so, so, so viel Energie oder Zuversicht auch gegeben.
Bedeutung des Austauschs
Also ich glaube wirklich, dass wenn man die Leute zusammenkriegt, die da hinhören und da einen gewissen Input mitbringt, einen gewissen Austausch pflegt, dann macht das einen riesen Unterschied für die gesamte Nachfolge. Sie macht es nicht leichter, vielleicht sogar noch herausfordernder, weil natürlich manche Themen bewusst werden.
Ich muss das jetzt ansprechen, ich muss diesen Weg jetzt gehen. Es folgen meistens Entscheidungen daraus. Aber der Horizont wird vielleicht etwas größer, wie viele Möglichkeiten eigentlich bestehen. Weil gerade beim Nachfolgedenken so oft so viele, es gibt, sie haben so ein klares Bild davon, wie man als Nachfolger sein soll.
Wie bin ich als Geschäftsführer? Oftmals sind es dann die Eltern: So wäre das jetzt, will ich den Job ja oder nein? Ist ja absoluter Quatsch. Ich muss ja wieder auch da von mir ausgehen: Was kann ich denn? Was sind meine Kompetenzen? Wie würde ich das denn tun?
Und wenn das das Gegenteil ist, was die Eltern tun, ist das nicht gleichzeitig ein Nein? Dann ist es okay. Dann musst du schauen, dass das, was deine Eltern vorher getan haben, jemand anders macht und du steckst deine Energie in deine Kompetenzen und hilfst damit dem Unternehmen nach vorne.
Und das finde ich wahnsinnig wichtig. Und da hoffe ich, dass wir viele mit erreichen können.
Abschluss und Ausblick
Das sagt Gerda Söhngen im Brand1 Podcast. Und ich sage vielen Dank für das Gespräch. Und vor allen Dingen denke ich jetzt noch die ganze Zeit an die Maschinen Trudi, Bernd und Thaddeus. Das freut mich, danke dir.
Und wenn ihr ernsthaft überlegt, ein Familienunternehmen zu übernehmen, sei es nun das eigene oder das einer anderen Familie oder vielleicht ihr auch schon mittendrin im Prozess des Übergangs seid, dann schaut euch doch mal die neue Brand1 Übernehmertum Community an.
Denn dort könnt ihr euch mit anderen jungen Führungskräften aus dem Mittelstand austauschen, die gerade Ähnliches durchmachen und erleben. Neben der erwähnten Werkstatt zum Kulturwandel in Familienunternehmen mit Birgit Felden und Gerda Söhngen gibt es beispielsweise noch weitere Online-Werkstätten, Masterclasses und einen Newsletter.
Den Link dorthin findet ihr natürlich in den Show Notes dieser Episode, ebenso wie den Link zum Brand1 Magazin. Hört auch gerne mal in die schon erschienen Episoden zum Schwerpunkt Übernehmertum rein. Scrollt dafür einfach mal in eurer Podcast-App nach unten und da findet ihr dann diese Episoden.
Und zum Schluss habe ich noch eine Ankündigung für alle Leute in Nordrhein-Westfalen, denn ihr könnt den Brand1 Podcast demnächst live erleben. Wir sind nämlich am 9. Oktober in Düsseldorf und dort nehmen wir ziemlich zentral in der Innenstadt im TechHub K67 um 17 Uhr eine Live-Episode auf.
Das Ganze ist Teil der Soon Podcast Week, die in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet. Und dort, bei dieser Soon Podcast Week, seht und hört ihr jede Menge Live-Podcasts nicht nur von uns.
Und das große Oberthema ist in diesem Jahr Veränderung und Zukunftsgeschichten. Passenderweise spreche ich auf der Bühne mit Thomas Hildebrandt vom Startup Greenlight über E-Fuels aus Luft und Wasserstoff für Flugzeuge und darüber, wann und ob das in Zukunft mit dem klimafreundlichen Fliegen vielleicht doch klappen kann.
Mal zum Mitschreiben: Düsseldorf, Freitag, 9. Oktober 17 Uhr im TechHub K67. Tickets für den Live-Podcast gibt es bereits. Die Informationen und den Link zu den Tickets, klar, gibt es in den Shownotes dieser Podcast-Episode.
Und ein Tipp noch für die ganz Schnellen unter euch: Wir verlosen hier im Podcast freie Tickets. Schreibt dafür einfach eine Mail an verlosung@detektor.fm und immer dran denken: detektor.fm schreibt man mit K. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir dann bis spätestens zum 6. Oktober.
Und solltet ihr gewinnen, könnt ihr dann mit einer Begleitung live beim Brand1 Podcast am 9. Oktober mit dabei sein. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, ein paar von euch in Düsseldorf zu treffen.
Podcast-Hinweise
Und Stichwort Umwege, was wir hier gehört haben in dieser Episode: Klar, ist es auch am einfachsten, Podcasts über Amazon Music, Apple Podcasts oder Spotify zu hören. Wir hier beim Podcast Radio detektor.fm sind aber auf jeden Fall auch große Fans von kleinen und unabhängigen Angeboten, schon allein für die Vielfalt der Angebote.
Testet also auch gerne mal eine unabhängige Podcast-App wie Castro, Podcast Addict oder Overcast und gebt beispielsweise dann bei Overcast einfach mal in der Suchfunktion Brand1 ein und drückt auf den Folgen-Button. Dann verpasst ihr keine Folge mehr und wir können uns schon nächsten Freitag hier an dieser Stelle wieder hören.
Und dann spreche ich übrigens mit Patrick Leier über das Übernehmen mit Geschwistern. Wir haben ja jetzt viel über Eltern gesprochen, über Mutter und Vater. Aber klar, es gibt ja oft auch Schwestern oder Brüder, in seinem Fall einen Bruder. Und wie das so funktioniert, das hört ihr nächste Woche.
In diesem Sinne gern bis dahin und genießt den Feiertag, solltet ihr diese Folge hier relativ schnell hören. Ansonsten freut euch vielleicht einfach über die Wiedervereinigung als Folge der Friedlichen Revolution. Ich persönlich muss sagen, ich bekomme auch 37 Jahre später bei den historischen Aufnahmen aus dieser Zeit immer noch Gänsehaut.
Also Tschüss. Der Brand1 Podcast: Wirtschaft anders denken. Jede Woche bei detektor.fm. Der Brand1 Podcast wird produziert vom Podcastradio detektor.fm. Redaktion: Stefan Ziegert, Katja Stamm und Gerolf Meyer. In Zusammenarbeit mit Frank Dahlmann vom Brand1 Magazin. Moderation: Christian Bollert.