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Bild: Rneaw | Shutterstock

Zurück zum Thema | Kostenlos- und Gratisangebote

Wer zahlt den Preis für Gratisangebote?

Das Wort „gratis“ ist positiv besetzt. Wer bekommt nicht gerne etwas geschenkt? Handel und Onlinewelt machen sich das zunutze. Wie funktionieren Kostenlos- und Gratisangebote psychologisch und wirtschaftlich?

Wer kann da schon Nein sagen?

Kostenlose Angebote findet man im stationären Handel wie im Netz. Buy one, get one free, der kostenlose Probemonat, das Basispaket zum Ausprobieren – die Beispiele für entsprechende Angebote sind vielfältig. Hinter vermeintlich gut gemeinten Gesten stecken aber vor allem schlaue Marketingtools. Denn Unternehmen, die diese Angebote machen, müssen Geld verdienen.

Durch verschiedene Internetplattformen ist die Vielfalt der vermeintlich freien Angebote gewachsen. Denn einerseits hat im Netz zunächst eine gewisse Gratiskultur geherrscht, wenn zum Beispiel Medienhäuser ihre Artikel, Filme oder auch Podcasts ohne Bezahlung zur Verfügung gestellt haben. Inzwischen haben viele Unternehmen zumindest auf teilweise bezahlte Modelle umgestellt. Andererseits zählt im Netz nicht nur Geld als Währung, sondern auch Daten, mit denen man zum Beispiel bei großen Suchmaschinen bezahlt.

Gratis hat seinen Preis

Karen Gedenk ist Professorin für „Marketing und Pricing“ an der Universität Hamburg. Sie untersucht, welche psychologischen Effekte hinter verschiedenen Angebotsformen stehen — und wie sich diese trotzdem rechnen.

Wenn ich mich freue über ein Gratisgeschenk, dann steigert das noch mal die Wahrscheinlichkeit, dass ich nicht so sehr Argumente abwäge, sondern auf Basis dieser Emotionen schnell entscheide.

Karen Gedenk

Karen GedenkFoto: UHH/Achenbach

In Zurück zum Thema erklärt Karen Gedenk warum Menschen so extrem auf das Wort „gratis“ oder „kostenlos“ reagieren.

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